Darmstadt & Umgebung: Sonstige Bauprojekte

  • MARLENE und JOHN

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    Die Rohbauarbeiten haben - wie vom FrankfurterBub angedeutet - im November begonnen. Zumindest für JOHN. MARLENE wird noch angebaggert ;).


    Stand 17.11.2018:

    Bild: von mir

  • Von dem hier (schon im Mai 2017) erwähnten Projekt "Wohnnutzung Engel-Werk" war lange Zeit nichts mehr zu hören/lesen.
    Ich hatte hier noch von der zwischenzeitlichen Nutzung des Areals durch die Mercedes-Niederlassung Darmstadt berichtet.


    Nachdem im Januar 2019 der Neubau der Mercedes-Niederlassung eröffnet wurde, ist dieses Intermezzo nunmehr zu Ende gegangen.
    Die temporären Bauten (eine Halle und ein Bürogebäude in Containerbauweise) sind wieder verschwunden:


    Auch die Zwischennutzung der alten Halle wurde beendet; nur ein paar übrig gebliebene Metallprofile zeugen davon, dass hier vor Kurzem noch auf schick gemacht wurde:


    Zur Zeit wird der benachbarte Bau der Fa. Nähr-Engel platt gemacht.


    Das 1953 erbaute, 4400m² große Produktions- und Verwaltungsgebäude wurde bis 1995 genutzt.
    Das weiße Gebäude am linken Bildrand beherbergt eine Montessori-Schule.
    Teile des Nähr-Engel-Komplexes werden offenbar erhalten, wie dem Bauschild zu entnehmen ist (Abbruch eines Werkstattgebäudes ... Entkernung eines Bürogebäudes):



    Das war einmal:



    Die (zwischenzeitliche Mercedes-)Halle hat auch schon teilweise die Bedachung eingebüßt:


    Und hier noch ein Überblick über das Areal im schwindenden Abendlicht.
    Ganz vorne links das noch genutzte Body Culture Fitnessstudio, im Hintergrund die neue Mercedes-Niederlassung, rechts hinten die Montessori-Schule, davor die Reste des Nähr-Engel-Werkes:

    Bilder: von mir

  • Update MARLENE und JOHN

    Bauzustand bei MARLENE und JOHN vor zwei Wochen (bei schönerem Wetter):



    Bild: von mir


    Unten links übrigens (m)ein Schattenfrosch.

  • Neubau Mercedes-Niederlassung Darmstadt

    Nun noch zum Neubau der Mercedes-Niederlassung an der Ecke Rheinstraße/Berliner Allee. (Lange gärt das schon in mir.)


    An sich macht der Bau einen schicken Eindruck. Edles Schwarz gepaart mit Silber und Stahl/Glas - das sieht schon gut aus, ABER ...


    ... ABER es (=ein Autohaus) passt nicht an diese Stelle.


    Jetzt, wo der Bau in natura in Augenschein genommen werden kann, wird greifbar, was die Kritiker schon recht früh bemängelten.


    Letztendlich ist dieser Bau nichts anderes als ein Laden. Ein Laden, der seine Waren zur Schau stellt. Und während das der Vorgängerbau noch entlang der Straßenflucht tat und dort eine "Schaufensterfront" zeigte, zieht sich der Neubau sehr weit von der Grundstücksgrenze zurück und schafft damit Freiflächen, die der Ausstellung der Ware unter freiem Himmel dienen. Und das sieht nun mal - bei der "Ware Auto" - aus, wie ein Parkplatz. Ein schnöder Parkplatz, den ein Bürobau vielleicht auch gebraucht, aber hinter sich versteckt hätte. Oder den man wenigstens irgendwie tarnen würde (Parkhaus, Fassade, "Grünzeug"). Aber hier ist ja der Sinn der Sache, dass die Autos gesehen werden. Und das passt zwar gut in ein Gewerbegebiet an den Stadtrand, wo relativ viel Platz zur Verfügung steht und auch andere Einkäufe getätigt werden, aber doch nicht hierher :nono:.
    Erstens ist das von Westen die Einfahrsituation ("das Tor") zur Innenstadt. Auch ich hätte mir ein Gegengewicht zum Hotelbau auf der gegenüber liegenden Straßenseite gewünscht. Nicht diesen Flachbau, der auch noch so weit von der Straße abrückt.


    Aber nun erstmal ein paar Bilder.
    Zuerst die angesprochene Torsituation bei der Einfahrt nach Darmstadt, der der rechte Torflügel fehlt:


    Die Front entlang der Rheinstraße:

    Wie man an den helleren Gehwegplatten erkennt, ist die Grundstücksgrenze mglw. etwas nach Süden verlegt worden. Das könnte mit dem anstehenden Neubau der Rheinstraßenbrücke zu tun haben, die deutlich breiter wird, als der bestehende Bau (siehe obiges "Torfoto").


    Die Front zur Berliner Allee (und das, was ich "schnöder Parkplatz" nannte):




    Einfahrt/Eingang:




    Zugang/Zufahrt zum Werkstattbereich:



    Bilder: von mir


    Mein Resümee:
    Hier hätte etwas "Besseres"/Anderes/Größeres viel Platz gehabt - immerhin dürfte die Grundstücksgröße deutlich über 20.000 m² betragen.


    Ich kann es nicht fassen, wie diese Lage (und Grundstücksgröße) für ein schnödes Verkaufsgeschäft von Autos "verschwendet" wird.
    Dass ich täglich 2x daran vorbeifahre(n muss), wird mich immer wieder den Kopf schütteln lassen. "Ein Parkplatz", das ist es, was auffällt und was diese exponierte Lage nicht verdient hat.


    Schade, schade, schade ...

  • Saladin-Eck reloaded

    Die Stadt Darmstadt hat die Verhandlungen mit der TU Darmstadt abgeschlossen: Die TU wird auf dem Saladin-Eck bauen (vgl. Posts #120 - #123 dieses Threads). Link der Stadt ist hier, die praktisch gleichlautende Mitteilung der TU hier. Ob die Ankündigung, dass die TU sich an die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs von 2015 halten will, eine gute Sache ist, mag noch dahingestellt sein. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

  • Darmstadt Wohnbau Projekt Haardtring 3 Teilverkauf an Immofonds

    Eine Wohnanlage mit 194 Wohnungen des zuletzt von Baufrosch in #144 besprochenen Wohnbauprojektes Haardring 3 in Darmstadt wurde von der MAG Projektentwicklungs GmbH, einem Tochterunternehmen der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH, an ein Joint Venture von Wertgrund Immobilien und dem Publikumsfonds hausInvest verkauft.
    Pressemeldung ( mit einer Draufsicht auf die zukünftige Bebauung ) hier


    Die Wohnanlage umfasst acht Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 194 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf circa 15.600 Quadratmeter Wohnfläche sowie 213 Tiefgaragenplätze. 49 der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden. Alle Gebäude werden nach KfW-Effizienzhaus-Standard 55 errichtet.


    Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

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    Was auf der Visualisierung auch zu sehen ist (aber nicht zu den "8 Wohnhäusern" zählt), ist die Bürobebauung im Westen (der lange Riegel), die den Lärm der Bahntrasse vom Wohnquartier abschirmen soll. Ursprünglich waren auch dort Wohnungen geplant.


    Auf die Darstellung der Bahntrasse selbst hat man freilich verzichtet. Auch sonst hat man sich bei der Darstellung des Bestandes einige Freiheiten herausgenommen. So fehlt im Bild völlig die schon bestehende und östlich angrenzende Schule.



    Bild: Google Maps (Markierung von mir)


    Ein aktueller Baustellenüberblick folgt, sobald der Regen abgezogen ist.

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    Das Bauen beschränkt sich derzeit auf den Baugrubenaushub. Die Maschinen, die die Verbauträger eingebracht haben, sind bereits wieder verschwunden. So gab es heute - außer einem großen Loch im feinstem Sand - auch nicht viel zu sehen:



    Bilder: von mir

  • Wohnbebauung ehem. Engel-Werk

    Der erste Kran ist aufgebaut worden.
    Für die, die es ganz genau wissen wollen: Ein Wolff 7534.16 clear. Ein imposantes Stück mit 75m Auslegerlänge und - wenn ich die Mastsegmente richtig gezählt habe - 65,2m Gesamthöhe.



    Da hier nur 6-geschossige Wohnbebauung entsteht, ist zu vermuten, dass zahlreiche weitere Kräne folgen, die dann in der Höhe nach unten abgestuft sind. Zuerst wird dann natürlich der Größte mit Mobilkran aufgebaut, um dann alle folgenden Kräne selbst aufzubauen. Das nächste Fußstück liegt schon bereit; frisch lackiert und noch teilweise in Folie verpackt.



    Derzeit wird offenbar der geschredderte Beton aus dem Abbruch des Bestandes als Schotterschicht am Grund der Baugrube eingebaut.



    Bilder: von mir (Stand 24.8.19)

  • Neubau Studierendenhaus der Hochschule Darmstadt

    Dieses Bauvorhaben war bisher "unter meinem Radar" versteckt. Schon vor einiger Zeit ist mir die recht große Baugrube auf dem Campus der Hochschule Darmstadt aufgefallen. Leider fand ich damals weder eine Bautafel, noch das obligatorische Bauschild am Bauzaun.
    Jetzt ist eine weitere Auffälligkeit dazugekommen: Was auf Frankfurter Hochhausbaustellen ein alltäglicher Anblick ist, ist hier in Darmstadt eine absolute Ausnahmeerscheinung. Ein Kran mit Nadelausleger.



    Bild: von mir (24.8.19)


    Davon magisch angezogen, fand ich jetzt auch ein Bauschild.



    Bild: von mir (24.8.19)


    Damit war die weitere Recherche einfacher.


    Für eine Summe von 31 Mio € entsteht hier ein 3700qm großes, 5-geschossiges "Studierendenhaus", das vielfältig genutzt werden soll. Hier werden diverse Service- und Beratungsangebote zusammengeführt:

    • Student Service Center
    • Prüfungsamt
    • Hochschulzentrum für Studienerfolg und Berufsstart
    • International Office
    • Teile des AStA
    • Familienbüro
    • Seminarräume
    • Lernzentrum
    • Mensaria


    Der Entwurf stammt von Glück+Partner aus Stuttgart. Auf deren Homepage ist außer einer einzigen Visualisierung nichts zum Projekt zu finden.



    Visualisierung: Glück+Partner, Stuttgart


    Hier ein etwas älterer Artikel im Darmstädter Echo vom 9. April 2019.

  • Marienplatz I

    Bevor es in Teil II um das Ergebnis eines Realisierungswettbewerbes zur Wohnbebauung des Marienplatzes geht, soll hier kurz erläutert werden, warum der zu bebauende Marienplatz eigentlich gar nicht der Marienplatz ist.


    Zur Erinnerung an Marie von Hessen-Darmstadt (1824-1880), die spätere Zarin von Russland Marija Alexandrowna, benannten die Darmstädter 1848 den "Platz vor der Kavalleriekaserne" in "Marienplatz" um.


    Diese historische Karte (Osten = oben) zeigt deutlich, dass der Marienplatz westlich an den Schlossgarten des neuen Palais angrenzte, aber östlich der Neckarstraße lag. Er bezeichnete also die Fläche, die heute von einem Pizza-Imbiss, einem abgehalfterten Spiel- sowie einem kleinen Parkplatz für Theatermitarbeiter belegt wird.
    An der Stelle des vermeintlichen Marienplatzes befand sich damals eine Reiter-Kaserne (der roten Gardedragoner und der weißen Leibdragoner).


    Der Verlauf der heutigen Hindenburgstraße entspricht etwa der damaligen Casernenstraße. Die Trasse der damalig noch innerstädtisch geführten Bahnstrecke Ffm-Heidelberg (Main-Neckar-Bahn) ist heute als Grünfläche Albert-Schweitzer-Anlage erhalten.


    Blick über den Marienplatz zur Dragonerkaserne (um 1830)


    Während der echte Marienplatz durch den Neubau für das Staatstheater Darmstadt eingeschrumpft wurde, erbte die Brache der im zweiten Weltkrieg zerstörten Dragonerkaserne den Namen und erlebte eine wechselvolle Geschichte. Zeitweise wurde hier die Darmstädter Frühjahrs- und Herbstmess abgehalten; alljährlich zur Adventszeit werden hier Weihnachstbäume feilgeboten und einige Male wurden Ideen für die Verwendung des wertvollen, in Stadtbesitz befindlichen Grundstückes entwickelt. Ein Wohngebiet, ein Hotel, zuletzt gar das neue Darmstädter Rathaus oder ein neues Regierungspräsidium sollten hier entstehen. Über die Ideenphase kam aber kein Projekt hinaus. So war es all die Jahre im wesentlichen nur ein Parkplatz. Allerdings mit sehr großen Schlaglöchern ein abenteuerlicher Parkplatz, denn besonders nach Regenfällen ließen die Pfützen nicht erahnen, ob die Wassertiefe noch ein Durchfahren zulässt. Seit der letzten Herrichtung der Oberfläche ist der Parkplatz jetzt bewirtschaftet.


    Im Stadtatlas der Stadt Darmstadt wird zwischenzeitlich historisch korrekt wieder der Platz östlich der Neckarstraße als Marienplatz bezeichnet. Der vermeintliche Marienplatz ist lediglich als Parkplatz gekennzeichnet.



    Q: https://stadtatlas.darmstadt.de


    Und in GoogleMaps hat aufgrund der schlechten Oberfläche sogar der Begriff "Hubbelparkplatz" Eingang gefunden:



    Q: Google Maps


    So. Das wäre damit geklärt und wir können uns in Teil II der Wohnbebauung des Marienplatzes widmen, der eigentlich gar nicht der Marienplatz ist.

  • Neubau Pfungstädter Brauerei


    Mehrere Medien (z. B. Bild und Hessenschau) berichten von einem Investor, der die angeschlagene Brauerei übernehmen möchte und in dem Zuge ein komplett neuen Standort ("modernste Brauererei der Welt") errichten möchte. Als Grundstück wurde auch bereits das Gelände des ehemaligen Schwimmbads auserkoren.


    Besonders spannend: der Investor plant auch im gleichen Zuge die Nachnutzung des alten Standorts in der Pfungstädter Innenstadt. Das Areal soll zu einem Wohnquartier umgewandelt werden und erfreulicherweise wohl denkmalgeschützte Teile der alten Brauerei in das Projekt integriert werden.


    Um die Person des Investors wird noch ein Geheimnis gemacht, er soll aus Bad Homburg stammen. Eine Eröffnung zum Hessentag in Pfungstadt 2023 wurde als Ziel genannt.

    2 Mal editiert, zuletzt von OllaPeta () aus folgendem Grund: Linktext korrigiert

  • Schmittchen

    Hat den Titel des Themas von „Darmstadt/Weiterstadt: Sonstige Bauprojekte“ zu „Darmstadt & Umgebung: Sonstige Bauprojekte“ geändert.
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    Echo-Online hat seinen Bericht inzwischen upgedatet. Uwe Dieter Krück aus Bad Homburg ist der Käufer. Laut einem zweiten Bericht soll er zuvor die Absicht gehabt haben, in Bad Homburg eine Brauerei zu errichten, was sich aber nicht umsetzen ließ.

    Krück ist Geschäftsführer einer Spectrum Invest GmbH (Frankfurt) sowie einer Crugers Brau GmbH (München).

    Hinter der Bezahlschranke wird auch zur Zuverlässigkeit des Investors geschrieben.

    Der erwähnte "prominente Fall vor drei Jahren" war der geplatzte Kauf des MLP-Turmes in Heidelberg, der für Schlagzeilen sorgte und jetzt Zweifel an der Zuverlässigkeit des Investors weckt.