Darmstadt & Umgebung: Sonstige Bauprojekte

  • Liebfrauenstraße 39 - Einsturz Hauswand

    Heute Morgen ist die Gebäudefront eines Mehrfamilienhauses (Baujahr 1870) in der Liebfrauenstraße 39 im Darmstädter Martinsviertel über drei Stockwerke hinweg in sich zusammengebrochen. Das Haus wird gerade von einem neuen Besitzer saniert und war nur im 1. Stockwerk bewohnt. Verletzt wurde niemand. Das Haus ist erst einmal unbewohnbar. Bilder dazu gibt es heute u.a. auf dem Portal von echo-online.de

  • Neubauten des Bauvereins

    Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft "Bauverein" realisiert derzeit zwei Neubauten in Darmstadt. Zum einen das Passivhausprojekt "greenageone" in Kranichstein. Unter dem Motto "Urban. Innovativ. Europäisch." entstehen hier bis 2014 37 Eigentumswohnungen. Mehr Infos und Visualisierungen finden sich hier.


    Ein weiteres Projekt wird derzeit unter dem Namen "Oppenheimer Park" in der Nähe des Südbahnhofes realisiert. 47 Wohnungen entstehen. Architektonisch ist das Gebäude allerdings unter dem Niveau der sonstigen Bauverein-Entwicklungen.

  • Hessisches Landesmuseum

    Wie bereits im Beitrag # 98 angesprochen, ist das Hessische Landesmuseum Darmstadt seit Ende 2007 geschlossen und wird seitdem umfassend saniert und das Ausstellungskonzept überarbeitet.
    Die Arbeiten am Gebäude an sich sind seit etwa Oktober 2013 weitgehend abgeschlossen, derzeit wird die Ausstellung neu aufgebaut. Geplant ist die Neueröffnung nun nach zahlreichen Verschiebungen im Sommer 2014, wahrscheinlich noch vor den Hessischen Sommerferien.
    Der Bau wurde 1906 von dem in Darmstadt geborenen Alfred Messel, aus dessen Feder auch das im Krieg zerstörte Berliner Warenhaus Wertheim am Leipziger Platz sowie das Pergamonmuseum stammen, entworfen.
    Ich hatte am vergangenen Sonntag das Vergnügen, an einer fast 1,5-stündigen Führung teilzunehmen.
    Das Haus gehört zu den großen Universalmuseen in Deutschland. Nach seiner Wiedereröffnung soll es eine Ausstellungsfläche von etwa 9.000 qm haben (zum Vergleich: Neues Museum Berlin ca. 8.500 qm, Pergamonmuseum Berlin ca. 10.000 qm). Es gibt eine kunsthistorische, eine geologische und eine zoologische Abteilung, die ihren Ursprung in der großherzoglichen Sammlung hatte.


    Das Besondere an dem Bau ist, dass Messel hier verschiedene Baustile zur Anwendung kommen ließ, wodurch das Museumsgebäude selbst zum Ausstellungsstück wurde.


    01 Empfangshalle


    Die große und repräsentative Empfangshalle in barocken Formen ist nicht nur der erste Raum, den man betritt, sondern sie besitzt nach dem Konzept von Messel auch eine Verteilerfunktion, indem man von ihr aus sämtliche Abteilungen des Museums erreichen konnte. Im hinteren Bereich befand und befindet sich auch in Zukunft die quer angeordnete zoologische und auch geologische Abteilung, bestehend aus Erdgeschoss, erstem und zweitem Obergeschoss, wobei in letzterem die Kunstsammlung untergebracht sein wird.
    In der Mitte der Halle zweigen rechts und links zwei Gänge ab, nämlich rechts der "römische Gang", durch den man einen großen barocken Saal, der wohl zukünftig für Wechselausstellungen genutzt werden soll, erreicht, und links der "romanische Gang", der in eine gotische Kapelle mündet. Ganz vorne, auf der Seite der Hauptfassade, zweigen rechts und links jeweils noch ein großer Saal von der Empfangshalle ab; rechts ist künftig die Antikensammlung untergebracht, links ist der Waffensaal.


    In der Empfangshalle waren vor dem Umbau neben den Kassen die Garderobe und ein Cafe untergebracht. Künftig wird sie fast völlig freigeräumt, nur noch die Kasse rückt links an die eine Seitenwand. Rechts und links gibt es künftig zwei neue Treppenabgänge (die wohl vor dem Umbau noch nicht in dieser Form vorhanden waren). Über sie erreicht man das nutzbar gemachte Kellergeschoss. Dort sind künftig die Toiletten, die Garderobe, ein Vortragssaal sowie weitere Ausstellungsflächen untergebracht.



    02 Empfangshalle: Detail



    03 Empfangshalle: Detail Zugang Zoologische Abteilung



    04 Großer (barocker) Saal (Ostflügel)


    Dieser Saal wird künftig für Wechselausstellungen genutzt. Vor dem Umbau war das Gewölbe unter einer abgehängten Decke versteckt und darunter die Klimatechnik untergebracht. Mittlerweile erstrahlt es wieder in seiner ganzen Schönheit. Auch der Terrazzo-Fußboden wurde wieder freigelegt - er war unter einem Teppichboden verborgen. Der Saal dient momentan, während dem Aufbau der Ausstellung, noch als Zwischenlager, deswegen die unzähligen Kisten und Regale.



    05 Römischer Gang (Ostflügel)


    Vor dem Umbau war hier ebenfalls die Decke abgehängt und auf dem Fußboden Teppichboden verlegt. Die Fenster waren zugemauert; erst während der Sanierung hat man festgestellt, dass dort tatsächlich noch die Original-Fenster vorhanden waren. Man hat sie erhalten und um hier keine Kälteverluste zu haben, wurden unterhalb der Fenster diese Klimageräte installiert.



    06 Mittelalterlicher Hof (Blick vom romanischen Gang im Westflügel)



    07 Romanischer Gang (Westflügel): Detail


    Der originale romanische Bogen, der hier zur Zeit Messels eingebaut wurde, kommt nun wieder voll zur Geltung.



    08 Gotische Kapelle (Westflügel)


    Die Gotische Kapelle befindet sich am Ende des Romanischen Gangs. Hier werden mittelalterliche Altäre und Glasmalereien ausgestellt.



    09 Waffensaal


    Der große Saal, der vorne links von der Empfangshalle abzweigt zeigt künftig Rüstungen und Waffen. Die Ausstellung wird derzeit aufgebaut.



    10 Keller


    Die Kellerräume wurden als Ausstellungsfläche neu hinzu gewonnen. Das Parkett ist neu, die Vitrinen werden gerade aufgebaut und sollen u. a. die Jugendstil-Arbeiten aufnehmen. Die Beleuchtung wurde so installiert, dass sie nicht direkt mit der historischen Decke verbunden ist.



    11 Keller


    Hier kann man bereits einen etwas besseren Eindruck davon bekommen, wie es einmal aussehen soll.



    12 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, Erdgeschoss Ostseite


    Dieser Saal soll einmal ca. 100 Säugetier-Skelette aufnehmen. Drei hängen schon an der Decke (das Darmstädter Echo berichtete hier unlängst): Zwergwal, Narwal, Seekuh



    13 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, Erdgeschoss Ostseite


    Noch einmal die drei Prachtstücke:



    14 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, Erdgeschoss Westseite


    Und die andere Seite. Hinter der rechten Wand befinden sich über die gesamte Länge dieses Gebäudeteils die 10 historischen Dioramen, die wieder originalgetreu hergerichtet wurden, wir aber leider nicht besichtigen konnten.



    15 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, 1. OG, Mitte


    Das bekannte Mastodon-Skelett:



    16 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, 1. OG, Ostflügel


    Hier wird die Fossilien-Sammlung aus dem Oberrheingraben bzw. dem Mainzer Becken untergebracht, während gegenüber im Westflügel die Fossilien-Sammlung der Grube Messel ihre neue Heimat findet:


    17 Zoologische Abteilung, hinterer Querflügel, 1. OG, Westflügel


    Der Raum neben der Messel-Ausstellung zeigt u. a. ein Relief des Odenwaldes (an der Wand) und eine versteinerte Muschelbank (rechts, noch provisorisch aufgestellt)



    18 Depot



    19 Depot


    mit Fossilien aus der Grube Messel



    20 Depot



    21 Depot



    22 Außenansicht


    mit einem der beiden Löwen vor dem Haupteingang und Messelschem Turm (sein Vorbild war der Turm, den Remy de la Fosse Anfang des 18. Jahrhunderts für das gegenüberliegende Residenzschloss plante, der aber dort nie verwirklicht wurde)


  • ^^ Da dürfte wohl jemand zu viel Starwars gesehen haben.
    Davon mal abgesehen. Ich habe mal etwas im Internet nachgesehen, allerdings keinen Hinweis vom wem die Architektur sein soll. Ist das hier jemandem bekannt?

  • Machbarkeitsstudie
    Es geht um den Neu-/Umbau eines Stadions in Darmstadt


    Der Umbau am Böllenfalltor, kostet nun angeblich 27,6 Millionen Euro.


    Der SV98 ist ja nun 2-Liga Mitglied,wie lange?
    Um zu den Spielbertrieb gegenüber der DFL zu gewährleisten, wird schon mal vorab, das Spielfeld um zwei Meter verbreitert und im ganzen um vier Meter in Richtung Gegengerade verschoben.
    Das heißt, eine komplett neue Spielfläche mit der geforderten Rasenheizung entsteht zur Zeit schon, diese soll bis zum LigaStart bzw. zum Pokalspiel am 17.08. gegen VW fertiggestellt sein!
    Die Verschiebung erfolgt auch um Platz für die neue Haupt-Tribüne zu schaffen.


    In der Studie wurden drei Szenarien durchgespielt.
    http://www.echo-online.de/stor…5_Machbarkeitsstudie_.pdf

  • Wiedereröffnung Hessisches Landesmuseum

    Am 13. September 2014 findet endlich die lang ersehnte Wiedereröffnung des Hessischen Landesmuseums statt. Hier die offizielle Pressemitteilung dazu. Das Museum war 7 Jahre geschlossen und wurde generalsaniert.
    Der offizielle Festakt mit Ministerpräsident Volker Bouffier findet bereits zwei Tage vorher, am 11. September 2014, statt. Das sind auf den Tag genau 70 Jahre nach der so genannten Darmstädter Brandnacht, bei der durch britische Luftangriffe die komplette mittelalterliche Altstadt und weite Teile der Darmstädter Innenstadt zerstört wurden und bei der über 11.000 Menschen den Tod fanden. Auch das Museum erlitt damals große Schäden, wurde aber nach dem Krieg bis 1955 weitgehend wieder hergestellt.
    Ich freue mich sehr auf die Wiedereröffnung (vgl. auch meine vorherigen Beiträge dazu).

  • Eigentlich sollte doch der Erweiterungsbau des Landesmuseums aus dem Jahr 1984 abgerissen und ersetzt werden - oder? Irgendwie scheint sich nichts dahingehendes zutun.

  • ^
    Ja, ursprünglich war vorgesehen, den Anbau des Museums, den sogenannten Kargelbau, abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Dieser Plan wurde 2010 verworfen und das Gebäude aus dem Jahr 1984 wurde wieder hergerichtet. Ihn ihm ist nun die Gemäldegalerie untergebracht.

  • Konversionsflächennutzung: Lincoln-Siedlung

    Ein Dauerbrenner der Darmstädter Stadtplanung ist die Nutzung von Konversionsflächen. Auf ihrer Internetseite präsentiert die Stadt Darmstadt die von der bauverein AG vorgesehenen neuesten Planungsschritte für die Lincoln-Siedlung:

    • Drei Bestandsgebäude (54 Wohnungen) sollen nach Sanierung 216 Studentenwohnheimsplätze ergeben.
    • Zehn weitere Gebäude sollen außerdem für die Vermietung hergerichtet werden.
    • Drei Gebäude (54 Wohneinheiten) für den sozialen Wohnungsbau. (Es ist mir nicht klar, ob diese drei Blöcke Teil der zehn vorstehend genannten Häuser sind.) Offenbar sollen diese drei Gebäude aufgestockt werden.
    • Elf Gebäude sollen abgerissen werden. Es ist anzunehmen (mein Kommentar, steht nicht auf der Webseite), dass die als Ersatz zu bauenden Einheiten deutlich dichter sein werden als die aktuelle Bebauung. Das wurde auf Planungswerkstätten und von Seiten der Stadt immer mal wieder gesagt.
    • Insgesamt sollen ca. 3000 Menschen auf dem Areal wohnen, davon 15% im sozialen Wohnungsbau und 30% in "besonderen Wohnformen" (Senioren- und Studentenwohnheime, generationenübergreifend etc.).
    • Man darf gespannt sein, wie das neue Mobilitätskonzept umgesetzt werden wird, dessen Ziel es sein soll, "den Verkehr in der Siedlung stark zu reduzieren".


    Der Anteil des sozialen Wohnungsbaus ist ja nicht besonders groß, allerdings ist ja das studentische Wohnen noch zu berücksichtigen. Was die "besonderen Wohnformen" angeht, wird man sehen müssen, welche Projekte da realisiert werden, oder ob das nur bedeutet, dass in irgendeinen (wahrscheinlich) Neubau dann ein Altenheim einzieht.
    Aber: Schau'n mer mal...
    Hier noch der Link zu einer (ziemlich vagen) Projektseite der bauverein AG.

  • Hochschule Darmstadt: Neubau Chem. und Biotechnologie

    Nach Angaben des Darmstädter Echos beginnt 2015 der Bau der Hochschule Darmstadt (nicht TU) am Parkplatz zwischen Stephanstraße und Berliner Allee. Der Bericht nennt für das viergeschossige Gebäude eine Hauptnutzfläche von 4038 m² bei projektierten Baukosten von 33 Mio. € mit Fertigstellung Mitte 2017.


    Das im Darmstädter Echo dargestellte Bild (Abbildung 2 bei diesem Artikel) hat von der Fassade her nicht mehr zu viel zu tun mit den Entwürfen auf der Projektseite von tsj Architekten in Lübeck (Link). Offenbar wurde da zugunsten einer etwas "konservativeren" Optik noch ein wenig umgeplant.

  • Neubau auf dem Gelände des Darmstädter Klinikums

    Nach Angaben auf der Webseite des Klinikum Darmstadt (Link) wurde am 22.08.14 der Bauantrag für einen zentralen Neubau auf dem Klinikgelände an der Grafenstraße eingereicht. Das Darmstädter Echo greift das Thema hier auf und zeigt die gleichen Bilder wie die Klinik.


    Im zentralen Neubau sollen 300 Zimmer für über 550 Patienten entstehen in einem 30 m breiten und 135 m langen Gebäude. Mit Gerätschaften soll der Bau ca. 158 Millionen Euro kosten. Ferner ist ein Gebäude für OPs und Diagnostik geplant.


    Als Konsequenz soll der Standort Eberstadt aufgegeben werden. Dieses Gelände ist dann für Wohnungsbau vorgesehen.

  • Bauaktivitäten Konzernzentrale Merck

    Seit Mitte der 1990er Jahre hatte eine kleine Pyramide den Eingangsbereich für Besucher bei der Konzernzentrale der Merck KGaA in Darmstadt "geziert". Ein Louvre ist daraus wohl nicht geworden. Das Darmstädter Echo berichtet das, was ein Berufspendler in den letzten Tagen schon wahrgenommen hat: Die Pyramide wird abgebrochen.


    Merck plant schon seit etwa einem Jahr (ein älterer Artikel des Darmstädter Echos hier) größere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Konzernzentrale, wobei auch der Eingangsbereich für Besucher umgestaltet werden soll. Infos und einige Renderings des aktuellen Planungsstands sind auf der Webseite von Merck zu finden. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Errichtung eines Baukörpers auf der anderen Seite der Frankfurter Straße ("Innovationszentrum"), gegenüber vom künftigen Besucherzentrum neben dem sog. Pützerturm. Dazu berichtet die Merck-Webseite in einer Bildunterschrift, dass die "Frankfurter Straße [...] in Höhe des Innovationszentrums zu einem verkehrsberuhigten Platz umgestaltet wird", wobei die Durchquerung dieses neuen Eingangs-Campus für Autos und Straßenbahn weiter möglich sein soll. Was man sich da wohl vorstellen darf? Dass an dieser bislang noch stauarmen Stelle künftig noch ein paar Bedarfsampeln aufgestellt werden?

  • Planungen für das Wella-Areal

    Nachdem Wella den Exodus aus Darmstadt verkündet hat, wurde vor etwa drei Monaten vorgeschlagen, auf dem Gelände neben Gewerbeansiedlungen auch Wohnungen zu bauen. Das Darmstädter Echo berichtet, dass eine Lärmstudie jetzt ergeben habe, dass die zum Haardtring liegende Seite des Geländes zu sehr vom Bahn- und Straßenlärm belastet sei, um dort Wohnungen zu errichten.


    Also soll das Areal im Westen und Norden von Gewerbeflächen berandet werden. Im Osten an der Berliner Allee bleiben die Firmenbauten von Wella bestehen. In der Mitte der Fläche bleibt - zur Holzhofallee hin - noch Platz für Wohnungen. Eines der Bilder zeigt zwei Blocks die parallel zur Holzhofallee liegen und dahinter noch einmal möglicherweise drei Gebäude ("Punkthäuser" nennt das der Artikel).


    Es bleiben so angeblich 200 Wohnungen auf dem Areal übrig, die allerdings erst errichtet werden könnten, wenn die Gewerbebauten am Haardtring als quasi "Lärmschutzwand" errichtet seien.

  • Erweiterte Denkmalliste in Darmstadt

    Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Thread für diesen Hinweis ist, denn es geht nicht um ein Bauprojekt. (Ansonsten: Admin bitte verschieben.) Es geht darum, dass die Stadt Darmstadt ihrer Denkmalliste 150 Bauwerke neu hinzugefügt hat. Leider habe ich die Liste noch nicht online gefunden, aber das Darmstädter Echo und die =7943&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=c28aee7a7a008fbd959165b6c3dc3be8"]Internetpräsenz der Stadt Darmstadt haben jeweils einen kurzen Bericht hierzu.


    Vielleicht haben einige Darmstadt-Kenner das Bedürfnis, die wenigen in Artikel und Webseite enthaltenen "neuen" Baudenkmale zu kommentieren. Darunter sind nämlich u.a.

    • die Häuser der neuen Künstlerkolonie im Park Rosenhöhe,
    • die Spitzbunker am Carl-Schenk-Ring,
    • das Stadthaus in der Grafenstraße,
    • das Justus-Liebig-Haus,
    • die Bessunger Knabenschule, die Elly-Heuss-Knapp-Schule, die Bernhard-Adelung-Schule und die Schule für Sozialpädagogik,
    • die Ostzeile des Marktplatzes und
    • die Michaelskirche.


    Bei manchen Posts in diesem Forum habe ich den Eindruck, dass einige Foristen derartige Bauwerke gern möglichst umgehend abreißen lassen würden. Die Ostzeile des Marktplatzes ist z.B. keine Schönheit und scheint mir auch nicht ein übermäßig gleichmäßiges Erscheinungsbild der Nachkriegsarchitektur zu liefern. Die Schulen sind zwar nicht häßlich, aber einen besonderen architektonischen Wert kann ich den mir bekannten Exemplaren dabei auch nicht abgewinnen. Die "dicken Brocken" - besonders das Justus-Liebig-Haus und das Stadthaus - sind sicher eine Diskussion wert... Man mag das Liebig-Haus für ein katastrophales Objekt halten, aber als "Solitär" und durch seine Lage finde ich es durchaus bemerkenswert. Beim Stadthaus bin ich mir da nicht so sicher.

  • Darmstadt: Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 zur Lichtwiese

    HEAG Mobilo und die Stadt Darmstadt planen die Straßenbahnlinie 2 um 1,3 km zu verlängern, und so den Unicampus Lichtwiese anzubinden. Geplant ist zum größten Teil eine Doppeltrasse auf Rasengleis. Am Hörsaal und Medienzentrum soll die Wendeschleife entstehen.


    Die reinen Baukosten sind mit 8 Mio € veranschlagt.


    Weitere Infos hat ein Artikel im Echo.

  • Siegerentwurf Architektenwettbewerb "Saladin-Eck"

    An prominenter Stelle gegenüber dem Darmstadtium, dem Darmstädter Schloss und der Schüler- und Studentenkneipe "Goldene Krone" und nur einen Steinwurf entfernt von einem Ensemble aus den frühen 1980er Jahren, das es schon mal in die Bestenliste der hässlichsten Bauwerke Deutschlands bei Spiegel-Online gebracht hat, prangt eine Baulücke. Hier stand zuletzt das Elektrogeschäft Saladin in einem einstöckigen Bau, der vor nicht zu langer Zeit abgerissen wurde.


    Die entbrannte Diskussion um eine adäquate Neubebauung gipfelte in der Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs, der nun entschieden wurde. Das Darmstädter Echo stellt den Siegerentwurf hier vor.


    Der Artikel sagt eigentlich alles: von der Problematik, die die Architekten hatten, ein Haus zu entwerfen, für das keine Nutzungsvorschläge gemacht wurden, bis zur Skepsis der Bevölkerung, die den Entwurf am ehesten mit dem schräg gegenüber beheimateten und nicht übermäßig attraktiven Welcome-Hotel vergleichen. Es wäre interessant zu sehen, wie die anderen Entwürfe aussahen, die im Artikel noch schlechter wegkommen - zumindest gemäß einem Zitat der Darmstädter Baudezernentin.


    Man darf gespannt sein.