Abriss der alten Bücherei und Neubau

  • Ich hab das gerade alles schon einmal geschrieben, jetzt ist es aber weg. Also alles noch mal in kurz.


    1. Der Kreisel wirkt nicht trennend/trennender weil:
    -die Zubringerstraßen Celler-, Lange- und Güldenstrasse schmaler werden. Abbigerspuren entfallen, weil sie im Kreisverkehr integriert sind; Busspuren entfallen, weil die Busse nicht an wartenden Autos vorbei müssen, da der Verkehr fließt.
    In deiner Version musst du beides einplanen. So hast du auf der Güldenstrasse zwischen Langer Strasse und altem Petritor, zwei Fahrspuren+zwei Abbigerspure+eine Busspur, also 5.
    Ich habe zwei in jede Richtung, und kann diese noch durch einen Grünstreifen trennen. Deine Spuren kann man nur trennen, wenn man die Abbiegerspuren schon sehr früh von den anderen trennt, und durch eine Verbauung (Grün) trennt. Das kanalisiert den Verkehr, und führt zu höheren Geschwindigkeiten.
    Ganz anders ein Kreisel. Man hat nie Vorfahrt, guckt also lieber zwei mal, und muss ohnehin bremsen, da man sonst aus der Kurze in den Mühlengraben fliegt. Dennoch fließt der Verkehr besser, da man weniger Beschleunigungsvorgänge hat, und sich somit auch die Kapazitäten der angeschlossenen Strassen erhöhen. Außerdem kann man von der Langen Strasse in die Güldenstrasse. In deiner Version wird das kaum jemand versuchen. Eine zusätzliche Belastung des alten Cityringes (Hintern Brüdern/Gördelinger/Altstadtmarkt) und des Bohlweges wäre der Fall.
    Auch vergisst du , dass ein Kreisverkehr mehr Spuren hat, als die Strassen die in ihn hinein führen, da Abbiegespuren integriert sind. Ich kenne Kreisel wo sich zwei je zweispurige Bundesstrassen kreuzen, die zwei spuren haben. Wir reden hier von der Kreuzung zweier vierspuriger Strassen, also wahrscheinlich 3 Spuren im Kreisverkehr, und nicht zwei wie du eingezeichnet hast. Wenn du Ameln hast, musst du an den Kreuzungen des Kreisels mir vier Spuren rechnen.
    Mein Kreisel braucht zwar auch 3 Spuren, aber nur sehr kurze 3 Spuren, und somit versiegelt er auch weit weniger Fläche.
    Durch die Grünstreifen, und zusätzliche Fußwegachsen (altes petritor) wäre der konflikt zwischen Motorisiertem, und nicht motorisiertem Verkehr wesentlich geringer, als du denkst.
    Der Mühlengraben in Verbindung mit dem Wasserspiel/Brunnen im Kreisel ließe auch die optische Verbindung nicht zu kurz kommen.
    Eine solche hat du nicht. Den Mühlengraben willst du nicht offenlegen, sondern zwischen altem Petritor und Radeklint weiter in Rohre zwingen. Das kann ich auch nicht nachvollziehen.
    Warum willst du unbedingt eine 3-Spurige Strasse, durch eines von zwei den Fußgägern vorbehaltenen historischen Stadttore bauen, gleichzeitig aber den schrecklichen Sargdeckeldachbau daneben für einen Fußweg abreißen. Auch die Blockrandbebauung halte ich für falsch. Grenze der Stadt ist der Mühlengraben, und nicht die Oker. Die Wallanlagen, mit dem großzügigen Grün passen nicht in meine Definition von Stadt. Mit dem Tor, dass zwischen den dichten neuen Häusern auf Seiten der Stadt, und dem Grünen Platz auf der gegenüberliegenden Seite, hätte man ein Tor das tatsächlich diese verschiedenen gestalterischen Räume verbindet, und sich am historischen Kontext orientiert.
    Es kommt mir wie eine verkehrte Welt vor, dass du meinen Vorschlag komplett umdrehst.
    Und warum willst du den Mühlengraben weiter verrohren , wo man doch an der Echternstrasse einen Fußweg dort entlang baut, und den verlängern will, und am Geiershagen die Gräben aktiv in die Gestaltung mit einbezieht?


    Und warum hast du eigentlich bedenken,dass mein Kreisel,der von der S-Bahn umgangen wird den Verkehr nicht verteilen kann, wenn du eine Version hinlegst, die ....
    Überleg dir mal ganz genau, ob dein Kreisel Verkehrströme bewältigen kann, bevor du eine Form kritisierst, bei der du nur von vagen Bedenken reden kannst.


    2.Darauf antworte ich nicht. Wenn du meine Idee als Bruch mit dem Bestand ansiehst, dann verneige ich mich in Demut vor dem 5-Stöckigen Backsteinklotz den du dir wünscht.

  • Dvorak


    Ich muss annehmen, dass meine Zeichnung nicht ganz eindeutig ist, so dass sich bei Dir Misverständnisse auftun. Meine Verkehrsführung ist genauso angelegt, wie Du es für Deine beschreibst. Das wird aus meiner Zeichnung allerdings nicht deutlich. Im Grunde besteht kein verkehrstechnischer Unterschied, ob man den Kreisel so wie du oder wie ich führe. Ich habe für jede Fahrtrichtung zwei Fahrspuren angedacht. Ich schreibe auch, dass ich reduzierte Straßen mir vorstelle. Also nichts mit extra Busspuren oder extra Abbiegespuren. Dass es unsinnig ist, die Güldenstraße in voller Breite um den Block zu führen, ist mir durch aus bewusst (ist nicht zuletzt ein Anschub für Überlegungen gewesen). Ich sehe auch keine Unterschiede im Verkehrsfluss. Insofern ist meine Idee nicht unüberlegter, wenn überhaupt, als Deine.


    Meine Kritik Deiner Version gegenüber war die, dass ich, wenn der Kreisverkehr doch Ampeln und Schilder benötigte, es an diesem Ort just unansehnlicher ist, als bei meiner Varinante, wo sich die Aus- und Einfahrten entzerren. Die Fontäne in Deiner Kreiselmitte finde ich sehr gut. Schade, dass du nicht auf meinen Vorschlag einer ovaleren oder rechteckigeren Version Deines Kreisels eingegangen bist. Aus meiner Sicht war das ein Vorschlag zur Annäherung, da es mir, so wie ich es erklärt habe, um die Schaffung eines Radeklint-Platzes geht, sowie um die Annäherung an die Vorkriegsverkehrsführung.
    Dazu sei noch gesagt, dass ich den eintretenden Umweg für Abbieger aus der Langen Straße in die Güldenstraße akzeptieren möchte. Ob es zu einem Schleichverkehr käme, sei dahingestellt. Sicherlich wäre es aber möglich, dem durch restriktive Maßnahmen Einhalt zu gebieten.


    Ich kehre Deine Version sowohl des Kreisels und der Bebauung nicht auf den Kopf oder lehne sie vollen Endes ab. Ich beziehe sie aber auf meine Ideen und habe versucht, auch hier eine Annäherung zu erreichen, damit wir beide (leider alleine hier) weiter darüber diskutieren können. Ich bin in meinen Vorschlägen ergebnisoffen, habe allerdings meine eigenen Visionen. Damit musst Du rechnen. Wenn Du einen Egothread haben willst, in dem Dir jubelnd zugerufen wird, dann endet es eben hier, was ich aber schade finden würde.


    Meine Beweggründe habe ich oben beschrieben, warum ich die Gebäude nicht sofort abgerissen sehen will. Diese Art von Kahlschlag hatten wir schon mal, nicht umsonst sieht es gerade am Radeklint derartig aus. Daher kann ich z.B. den Mühlengraben auf Höhe des Eckblockes nicht freilegen in meinen Überlegungen. Ich sehe das sukzessive. Er kann entwickelt werden. Das bedeutet wiederum nicht, dass ich den Mühlengraben in Rohre verpackt sehen will. Es ist eigentlich gerade anders herum.


    Mein Vorschlag die Wegeausführung am alten Petritor umzudrehen ist als weiterer Annäherungsversuch gedacht. Aus meinem Plan heraus ergibt sich eigentlich nur die Möglichkeit, den Verkehrsfluss über Deine grüne Passage zu lenken. Ich bin aber darauf eingegangen, Deine Wegführung als grüne Passage weiter zu führen, weil ich das eine sehr schöne Idee finde. Und das, wie Du sagst, sich der historischen Gegebenheit annähert. Ich möchte nur die Fußgänger zum Radeklint-Platz und auf zur Magistrale gelenkt sehen. Bei Dir wäre es so, dass sie eher zur Petri-Kirche gelenkt werden. Warum dann noch eine aufgemotzte Magistrale Lange Straße? Mit einer Fontäne? In meine Augen finde ich es interssanter, wenn die Fußgänger durch die von Dir gestaltete grüne Passage über die von Dir eigentlich geplante Fahrbahn zur Fontäne blickend auf den Platz und auf die Magistrale gelenkt werden. Also, was steht hier nun völlig auf den Kopf?


    Es bringt für eine Diskussion aus meiner Sicht nichts, wenn Du mit den Worten "Demut verneigend" und "5-stöckigen Backsteinklotz" meine Ideen und Sichtweise ironisch beiseite schießt. Dann ist auch in dieser Hinsicht Ende hier. Und wiederum schade. Angemessen wäre es vielleicht gewesen, wenn Du mir erkärt hättest, warum Du Dir Deine Fassadenideen so vorstellst. Ich lasse mich gerne überzeugen, dass schwarzer glänzender Mamor an dieser Stelle passen würde. Ich habe meine Beweggründe dargelegt, dies abzulehnen. Es wäre just nur eine erneute Platzierung eines wohlmöglich wunderschönen Gebäudes in eine Umgebung, in der es nicht wirken kann, oder aber alles Bestehende überschreibt. Und die Geschichte des vielen Nebeneinanders ohne jegliche Grundidee in diesem Gebiet, die verbindet, würde weiter geschrieben. Mein Vorstellung von einem Backstein einbindenden Bau, mit viel Glas für die Leichtigkeit, hat grundsätzlich genauso viel Ideenschutz verdient, wie Deine. Den Austausch darüber und evtl. eine Entwicklung eines Konsenz-Bau, wäre hier klasse. Aber auch dann, wenn wir zu dem Punkt kommen würden, dass es eine Annäherung nicht gibt, wäre das okay. Degradiere bitte nicht meine Vorschläge, nur weil sie den Deinigen nicht bedingungslos zusagen.

  • Ich spiele mal verkehrte Welt, und fange von hinten an:

    Zitat

    Daher kann ich Deinem Vorschlag der Fassadengestaltung Deines Entwurfs nicht zustimmen. Dies wäre in meinen Augen ein erneuter Bruch mit dem Bestand. Und das haben wir in BS doch schon genug.


    Ich fand, dass Du meinen Vorschlag ziemlich beiseite geschossen hast, und habe deshalb ein wenig flapsig reagiert. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, und fand es deshalb nicht wirklich schön, dass Du mir sagtest, es wäre ein Bruch mit dem Bestand. Ich hatte auch ausführlich geantwortet, aber ein "Missgeschick" hat meinen Beitrag wieder atomisiert.
    Also noch mal ausführlich:
    Ich habe mir 2 verschiedene Möglichkeiten für das Haus an der Petrikirche überlegt. Eine eher schwer und flacher, die andere höher und offener.
    Die erste wäre von den Proportionen ähnlich wie die auf der Zeichnung, und auch an der Langen Strasse ein Flachbau. Die schwere der Ziegel würde mit breiten aber niedrigen Fenstern das noch zusätzlich betonen. Es wäre dann ein sehr ruhiger, und "verteidigender" also geschlossener Bau. Ich glaube aber, dass es dem Gebäude gut tun würde offener zu sein, und auch im Bereich der "Brücke" leichter zu wirken, besonders, wenn das Haus an der langen Strasse höher wäre. Da ich mir dann das Dach, und vielleicht auch die Brücke mit einer schiefen Ebene als Dach, also von der langen Strasse nach süden hin abfallend vorstellen könnte, und tue glaube ich sollte man das auch mit dem Material der Fassade unterstreichen. Eine glänzende Fassade würde die Umgebung spiegeln, was ich mir sehr schön vorstelle, da das Haus dan vörmlich in den Himmel wächst. Auch die Kirche würde sich in der Fassade spiegeln, vorrausgesetzt, man lässt den kleinen Platz bestehen.:D
    Die Fassade würde rhytmischer wirken, wenn die Steinplatten, und Fenster das selbe "Versmaß" haben. Viel eher als bei Backsteinen, der auf mich wie eine Fläche wirkt, würden so die Fassadenelement miteinander harmonieren.
    Schwarz, weil für mich nicht viele Farben in Frage kommen. Silber wie Alu oder halt Schwarz. An der Hamburger Strasse gibt es ein schönes Beispiel für so eine Fassade, nämlich die neue Kantine der VW-Bank.
    Zur Integrationsfrage hab ich jetzt fast noch nichts gesagt.
    Ich glaube nicht,dass es der Petrikirche gut tut, ohne irgend ein Gegenüber in einem Meer aus sich "versteckenden" Gebäuden zu liegen. Ganz nach dem Motto: Konkurenz belebt das Geschäft, sollte man auch manchmal bauen. Solange die Kirche nur zwischen lauter Bauten steht, die kein Spannungsverhältniss aufbauen wird sie immer deplatziert wirken. Nette Beispiele sind zum Beispiel einige Gebäude im Berliner Regierungsviertel. Reichstag im Original ist langweilig. Aber mit Kuppel, und dem Kanzleramt wirkt er richtig "schnieke" wie der Berliner sagen würde. Auch das Museo de arte contemporani de barcelona (wahrscheinlich falsch geschrieben) kurz MACBA ist ein tolles Beispiel. Oder die Oper in Lyon.
    Die Gebäude sollen sich nicht dominieren, sondern sich eher mit ihren Unterschieden ergänzen.
    Deshalb möchte ich auch ein wenig mehr Kontrast.
    Was die anderen Gebäude angeht:
    Der Sargdeckeldachbau an der Strassenecke Celler/Gülden ist ja wie gesagt in Gedanken schon entfernt, und der Nachkriegsbauam Cinemaxx hat für mich keinerlei gestalterischen Wert. Wenn du das anders siehst, dann erklär mir mal, welchen Nutzen er seinem Umfeld bringt. Bliebe noch Cinemaxx, und der Block um sankt Petri. Wie man sich auf so langweilige nichtssagende Bauten beziehen sollte ist mir ein Rätsel. Genauso langweilig und nichtssagend sein?
    Die Ecke zum Radeklint gehört außerdem stärker betont. Ob es nun Platz wird, oder Kreisel.


    Deine Zeichnung hab ich schon verstanden. Ein Beispiel:
    Dort wo die lange Strasse in den Kreisel einbiegt sehe ich zwei Möglichkeiten:
    Eine Ampel, die man nicht wollen kann, oder Abbiege und Beschleunigungsspuren.
    1.Aus der Güldenstrasse kommen zwei Spuren der Güldenstrasse, und eine Spur, die die Autos aufnimmt, die aus der Celler in die lange Strasse fahren. An dieser Staelle hast du in jedem Fall 3 Spuren. Mindestens. Diese drei Spuren haben auch 3 Aufgaben. Eine für den Verkehr Celler-Lange Strasse. Eine Gülden-Lange Strasse. Und eine Gülden-Celler Strasse.
    Hast du nicht diese 3 Spuren, dann kommt es an den ein und Ausgängen des Kreisels zu zwangsläufig zu Staus, da 3 verschiedene Verkehrströme sich nun 2 Spuren teilen.
    Da es aber zwangsläufig in der Rush Hour zu Staus kommt, brauchst du eine Busspur, dort wo die Busse auch fahren, also in den Kreiseleinfahrten der Celler und der Güldenstrasse.
    Man baut den Kreisverkehr 2-Spurig, und gewährleistet den Verkehrsfluss mit Ampelschaltungen. Dann brauchst du aber in jedem Fall Abbiegerspuren, da sich der Verkehr sonst wieder zwangsläufig staut. Und wenn du Ampeln hast, dann musst du Busspuren bauen, damit der ÖPNV nicht warten muss.
    Ich habe verstanden, dass du im Schnitt nur 2-Spuren haben willst, aber dass wird so wohl nicht klappen. Das ist in etwa so, als würdest du heute die Abbiegerspuren einfach abschneiden und begrünen. Ihre heutige Existenz zeigt aber, dass sie nötig sind, und das ändert sich nicht dadurch, dass man die Strassen in je zwei Einbahnstrassen umbaut.
    Das Kappen der Verbindung Lange-Güldenstrasse kannst du nicht einfach hinnehmen. Der Ausweichverkehr ist auch keine Vermutung, sondern ich bin mir ziemlich sicher, dass dann viele Leute über den Bohlweg und das südliche Tangentenviereck fahren. Du brauchst doch nur 2 zusätzliche Spuren aus der langen Strasse nach süden führen, und hättest das Problem erledigt. Dann wären wir uns nur noch im Fußweg und dem Petritor uneinig.
    Wie wäre es, wenn ich in meiner Version den Weg zu dem Platz stärker ausbilde. Zum Beispiel indem man den Eingang zu dem grünen Platz optisch vielleicht durch Risalite stärker einengt. Gleichzeitig aber die Straße offener gestaltet. Z.B. indem man die beiden die Strasse flnkierenden Gebäude zusätzlich zu den (breiten) Fußwegen noch mit Kollonaden ausstattet, die sich im norden bis in den Platz hinein ziehen. Im süden auch, mit der einschränkung, dass sie sich nicht ganz in den Platz hineinziehen, sondern ein optisches Ende in dem die Ecke stärker betonenden Gebäude haben. So würde man die Torfunktion der Gebäude nicht schmälern, da sie weiterhin eng zusammen stehen, den Füßgänger aber auf den Platz leiten. Auch dem grünen Platz würde das zu gute kommen, da er abgeschiedener vom Vrekehr wäre. Ein eher dichtes Wäldchen würde das noch unterstützen. Wäre das ein Kompromiss?


    Abreissen will ich auch erst einmal keine Gebäude. Die Celler Strasse kann man auch durch den Durchbruch zum Kreisel führen, bis sich die Gelegenheit ergibt diesen Klinker-Schrott abzureißen. Den grünen Platz mit dem Tor könnte man auch schon teilweise gestalten. Eines aber ist uns beiden klar: Der Kinkerbau wird eher früh als spät abgerissen.


    Eine rechteckige Version eines Kreisels hab ich schlicht nicht verstanden. Wenn der Platz sehr groß wäre, dann könnte man eine Version des Place de la Concorde in Paris bauen. Da man den Platz da aber nicht hat, würde das wohl aussehen, wie ein alter Fernseher mit runden Ecken. Die ovale Version überlege ich kir ja, es ist aber sehr schwierig. Wahrscheinlich meinst du, dass man das oval in Richtung der Güldenstrasse ausrichten sollte. Damit könnte man den Verlauf der Straße zum neuen Petritor auch weniger rund gestalten. Im südlichen Teil würde das den geraden Abschluss dr Güldenstraße wohl verwischen, und verbreitern. Aber vielleicht kann man das ganze ein wenig nach norden ziehen. Werde mal eine Version machen. Danke.


    In freundlichster Annäherung ihr
    Dvorak


    PS: Ein Kreisverkehr braucht gar keine Ampeln. Sie können also auch nicht geballt auftreten.;)

  • Hallo.


    Radeklint:
    Muss ich noch weiter drüber nachdenken... Deinen Vorschlag fürs alte Petritor finde ich gut. Wieviele Spuren sollen nun die Straßen haben? :confused: Das mit den Abbiegespuren und den Busspuren verstehe ich nicht. Ich kenne Kreisel, die solche Extraspuren nicht haben. Soweit ich errinnere hat der Weidetorkreisel in Hannover keine, allerdings Ampeln, die den Fluss regeln. Können denn der Abbiegeverkehr nicht über die äußere von zwei Spuren mitgeführt werden? Ich habe die Verkehrsplanungen der Stadt so verstanden, dass der Hauptverkehr auf dem wilhelminischen Ring konzentriert werden soll. Im Zusammenspiel mit dem Ausbau des ÖPNV soll doch auch eine REduzierung des Einfallverkehrs erreicht werden. Kann man dies dann nicht mit einem Kreisverkehr unterstützen, der die Durchfahrten zusätzlich vermindert? Wenn man dem Verkehr die Schneisen weiter anbietet, dann werden sie natürlich auch genutzt... :confused:


    Büchereibau und St. Petri:
    Deine Begründungen leuchten mir ein. Das ist schon mal was, he ;) . Die Gebäude sollten entlang der Langen Straße meine Meinung hoch gebaut sein, sich der Höhe von Cinemaxx, Nachkriegsriegel und Mediamarkt angleichen, und die Vertikale betont bekommen. Daher auch meine Überlegungen, die mit Glaselementen und Backstein/Sandstein verbinden zu können.
    In Bezug zu der eher hellen Farbgebung der Bauten im Umfeld (Cinemaxx und Mediamarkt) fände ich wenn, dann silber in Deinem Beispiel als Farbe besser als schwarz. Sowas ist schwer zu beschreiben, schöner wäre eine Zeichnung. Aber darin habe ich keine Erfahrung. Silber fände ich auch in Bezug zu St. Petri schöner. Die Kantine an der Hamburger Straße finde ich einen sehr schönen Bau. Da kann ich mir es etwas besser vorstellen, wie Du Dir das bei St. Petri vorstellst. Wie gesagt, würde ich das Gebäude allerdings in der Vertikalen betonen.



    Gruß soweit...

  • Erst mal ein paar Antworten:
    Wie man zur Zeit den Verkehr in BS plant verstehe ich eh nicht. Das man diesen auf den Wilhelminischen Ring verlagern will stimmt, und ist auch richtig. Ich habe mir mal den Verkehrs entwicklungs Plan der Stadt durchgelesen. (Ich hatte zeitweise einen sehr sehr langweiligen Job mit Nachtschichten)
    Der Verkehr auf dem Bohlweg als Beispiel ist zu über 80% Ziel und Quellverkehr, kann also gar nicht verlagert werden. Wenn man es könnte, dann auf den Altewiekring, der aber schon weit über siene Kapazitätsgrenze hinaus ist.
    Der Verkehr in Bereich Radeklint wird wohl ähnlich aussehen. Dort fließt unter anderm der Verkehr aus dem Süd-Westen der Stadt in den Osten. Verlagern kann man den nicht, weil der Ring im süden, ja gar nicht existiert. In der Eckbertstrasse kannman sehen, wie dieser aussehen sollte. Sehr breit. Und das wollte eine Mehrheit der Braunschweiger hal nicht im Bürgerpark.
    Der ÖPNV wird auch nicht gefördert. Strecken, die längst hätten gebaut sein sollen, sind auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, und sollen wenn es nach manch einer Regierungspartei geht niemals kommen. Die CDU streubt sich vehement gegen die Strecken im Südwesten (Mascherode etc.)
    Auch die Baulandpolitik ist kontraproduktiv. Durch das Baugebiet Lamme fängt man mitlerweile an sich zu streiten, ob die Lehndorfer Strecke in Kanzlerfeld gehen soll, oder nach Lamme. Der Kompromiss wird so aussehen, dass gar keine kommt.
    Auch, dass die BSVAG aus dem Regionalverband des ÖPNV kurzzeitig aussteigen wollte ist nicht gerade eine Förderung.


    Das mit den Spuren ist verdammt schwer zu erklären.
    Wir nehmen an, alle Spuren werden gleich zu 100% genutzt. Dort wo die Autos aus der Langen Strasse auf deinen Kreisel einbiegen brauchen die also 2Spuren für sich. Dazu kommen aber auch noch diejenigen, die aus der Güldenstrasse Richtung Celler Strasse wollen. Also eine zusätzliche Spur. Du brauchst also drei.
    Wenn du Ampeln hast, dann wird es nicht gerade einfacher. Wenn du auf dem Kreisel nur zwei Spuren und Ampeln hast, dann spaltet sich z.B. der Verkehr vor der Langen Strasse auf, in 2 Spuren in die Lange Strasse und eine Richtung Celler. Da die Abbieger Richtung Lange Strasse aber nur eine Spur haben, und dann auf zwei Spuren kommen werden diese beiden nur zu 50% ausgelastet. Die anderen 50%, die ja noch da sind, da alle Spuren zu 100% genutzt werden stauen sich an der Ampel. Also auch hier drei, und nicht vier wie ich zuerst dachte.
    Wenn du Staus hast, solltes du auch eine Busspur einplanen. Der Platz ist ja da, und den Fahrgästen tut es gut, wenn der fahrplan nicht durch Staus durcheinenderkommt.
    Den Kreisel in Hannover kenne ich nicht, ich glaube aber, dass der ähnlich sein könnte wie z.B. der JFK-Platz. Prinzipiell auch ein geregelter Kreisverkehr.
    Am Berliner Platz, ist die Kreuzung Ring/Kurt-Schumacherstrasse auch ähnlich einem Kreisel gestaltet.


    Bücherei/St.P.:
    Eigentlich habe ich mir das auch unter dem Aspekt ausgedacht, dass das Cinemaxx zusammen mit den hohen Bauten an der Bücherei den Auftakt zu unserem Boulevard geben. Da sich dieser aber von Cinemaxx/Rathaus zu Rathaus/Radeklint zu Radeklint/Hagenmarkt entwickelt hat, ist das auch icht mehr wirklich aktuell.
    Ich habe mich letzte Woche mal an das auf die nordseite der Langen Strasse gestellt, und mir die Gebäude vor der Kirche angesehen. Die haben drei Stockwerke (recht hohe), und reichen bis über die Kirchenfenster. Diese Höhe fände ich eigentlich ganz gut, da sie die Kirche gut schneidet, und nicht zu sehr verdekt. Noch ein Stockwerk drauf, und das Kirchenschiff ist fast weg. Daher tendiere ich eher zu 3 Stockwerken als zu 4,5 (?) wie das Cinemaxx.


    Silber is ein guter Kompromiss. Besonders da er näher an meinem Vorschlag liegt.;)



    Ich habe jetzt deinen ovalen Vorschlag aufgegriffen:

    Dr Platz:
    Das hellblaue ist der Radeklint. Die dunklen blauen Linien sind Fußgängerwege. Neu sind auch drei Ampeln an den Eingängen zum Kreisel.
    Die Ampeln sollen es ermöglichen den Fußgängern eine Art Rundumgrün zu signalisieren. Die Autos fahren alle gleichzeitig, machen dann alle eine Minute Pause, in der Fußgänger kreuz und quer über den Platz laufen dürfen. Dadurch kann man auch die Insel im Platz besser begehbar machen. Die hat jetzt auch zwei Fontänen, und einen kleinen Fußgängerbereich. Wenn man mal richtig die Sause machen will, kann man auch den nord-westlichen Teil des Kreisels sperren, und den Verkehr wie in deiner Version leiten. So hätte man z.B. zu Silvester einen großen Platz nur für Fußgänger.
    Außerdem wird der Verkehr besser durch das Oval geleitet, da der aus der Stadt herausfließende Verkehr kaum eine Kurve machen muss, der in die Stadt hinein aber mächtig am Rad drehen muss, um in der Kurve zu bleiben. Zu Stoßzeiten kann man den Verkehr auch gut mit den drei Ampeln regeln. Morgens, wenn alle in die Stadt hiein wollen, lässt man die Autos aus der Celler Strasse früher los, abends die aus der Stadt herausfahrenden.


    Die Gebäude:
    A:

    Ist ziemlich mächtig. Als Ende unseres Boulevards wünsche ich mir auch was mächtiges. So eine Art brandenburger äh braunschweiger Tor, fände ich gut.
    Der Altbau an der Ecke zum neuen Petritor bleibt erhalten, wird aber von dem neuen Gebäude umschlossen. Der Garten ist halt einfach zu riesig, alsdas man die Fläche ungenutz lassen könnte. Um das Tor und den Altbau zu verbinden wird dazwischen ein schlichter Teil aus z.B. Backsteinen, oder großformatigen Steinplatten gesetzt, der die Form des Altbaus annimmt.
    Links das gleiche bis zum Eckbau.


    Ich bin wirklich kein "Erklär-Bär" also musst du dir das meiste zusammendenken.
    Das "Dach" soll mit seiner Spitze die in den Strassenraum ragt die Menschen direkt richtung Radeklint durch den Durchgang lenken. Diese Wirkung soll durch die beiden schrägen und gestaffelten Fenster verstärkt werden. Die Passanten sehen also erst ein Fenster, das bündig mit dem Rand abschließt, dann eines das ein wenig nach hinten gerückt ist, und offener wirkt, und schließlich den Durchgang. Das Dach tut sein übriges. Wenn man den Bau, der den Grünen Platz (ich schlge Petritorplatz als Namen vor) von der Strasse trennt mit einer ähnlichen Mauer nach nord-westen baut, kann man diese Bauten als Stadttor nehmen, und so den Blick und den Passanten auf den Radeklint lenken.
    In der Flucht der Celler Strasse sollte noch ein braunschweiger Tor stehen. Das würde die Haupt und Residenzstadt doch schön betonen, verteidigend wirken, wenn man den Risaliten finster drein blicken lässt, dennoch zeigen, dass man dort hindurch kann.
    Andersd als am Radeklint sollte sich hinter dem Portal aber kein Glas, sondern eine massive Mauer, mit nur einer relativ kleinen Tür sein. Die Tür wäre dann trotz ihrer Größe so dominant, dass man fast hinein gezogen wird.
    Im Inneren sollte man dann durch eine Passage richtung Radeklint gelangen.
    B+C:
    Hab ich schon gesagt, oder mir ist noch nichts besseres eingefallen.
    D:
    Muss unbedingt dahin, um den Radeklint als Platz wirken zu lassen. Etwa 4 Stockwerke wären gut.
    E:
    Viel höher, und mit Ekbetonung. Was jetzt dasteht finde ich nicht zufriedenstellend. Ist aber auch nicht wirklich zwingend notwendig.
    F:
    Eigentlich würde ich das gleich abreißen, dafür werde ich aber hier keine Mehrheit finden. An die Ecke sollte man aber schon was anbauen, damit diese als Eingang in den Boulevard betont wird. Langfristig sollte man auch einen Durchgang zur Weber (oder Beckenwerkerstrasse?) herstellen.


    Tschüss


    EDIT:
    Als Ende des Boulevards am Radeklint könnte man auch eine Art Glaswand bauen, hinter der sich dutzende Lamellem verstecken. Diese wechseln zufällig ihre Position, und geben so immer ein neues Bild. Das würde das zusammenwachsen dieser alten Wunde zeigen. Wenn man auf eine Seite der Lammellen z.B. ein Foto des alten Radeklintes aufbringt, gäbe das einen noch stärkeren Bezug zur Historie, und wäre auch für den Pasanten sehr interessant, der zwischen den Fontänen stehend über das Bild rätseln könnte.
    Zu Silvester würde sich die Fassade stück für Stück immer weiter schließen, bis 10 Sekunden vor Mitternacht nur noch 10 Lamellen offen sind. Diese schließen sich dann bis Mitternacht, um die Spannung noch zu verstärken, und bilden dann Punkt 00:00 eine gschlossene Leinwand für die auf das Feuerwerk abgestimmte Lasershow. Der Himmel brennt, die Fassade leuchtet, und die Fontänen fahren mit buntem Licht nach oben. Das wär doch mal ein Spektakel.
    Ein Gewinnspiel gäbe es auch. Tippen sie das letzte offene Feld.

  • Moin... also Nachtdienst ist nicht gut...


    Deinen ovalen Kreisel finde ich richtig gut und gebe mich geschlagen... ;) Ich bin auch der Meinung, dass das Gebäude am Kopfende des Boulvards kraftig ausgeführt gehört. Deine Skizzen lassen großartiges ahnen. Dennoch eine Überlegung hinsichtlich der Häuse in der Umgebung. Wäre es nicht auch denkbar und würdig einer näheren Überlegung, das Gebäude freistehend zu entwickeln? Also ein freistehendes Braunschweiger Tor? Obwohl die Torsituation doch an der Oker bestand. Warum hier nicht ein offenes, mit einer Passage versehenes, großes Gebäude entwickeln, welches modern, aber die Züge der villenartigen Häuser im Umfeld aufnehmend, als Hauptgebäude dem Platz Halt gibt?! Obwohl... ich finde Deine Skizzen, und vor allem die Üerlegungen der Projektionsflächen super klasse... dennoch, ich würde mir ein freistehendes Gebäude angemessener vorstellen.


    Ich kann Dir nicht architektonisch genau darlegen, warum ich den Nachkriegriegel zu mag und erhaltenswürdig finde. Zunächst gehörte er saniert. Dann stellt er eben ein Denkmal dar für die Planungen und Entwicklungen nach dem Krieg an dieser Stele dar. In Deinem neuen Vorschlag bekommt dieser Bau erst richtig den Freiraum (Platzfläche), die er meines Erachtens benötigt. Im Zusammenspiel mit dem Oker-Hochhaus. Eine Fassung dieser Verbindung mit dem Baublock D würde ich begrüßen. Dieser sollte aber die Formensprache der Nachkriegsgebäude aufnehmen. Zusammen mit gestaltenem Grün stelle ich mir das sehr anregend und stimmig vor.
    Den Erhaltungswert leite ich für mich dahingehend ab, dass er eben ein recht gelungenes Beispiel für die Ideen dieses Zeitraums steht. Attraktiv kann man ihn momentan nicht nennen. Stell Dir aber vor, er wäre saniert und das Umfeld wäre attraktiver darauf abegestimmt, so würde dieses Gebäude auch gleich anders wirken. Mir gefällt einfach die Platzfläche vor der Kneipe, wo man bei schönem Wetter so schön unter den Bäumen sitzen kann. Auch die Linienführung und das angestaubte Ansehen gefällt mir. Nicht zuletzt auch wegen der bestehenden Schriftzüge im Schreibschriftstil. Das gehörte in meinen Augen noch viel mehr betont, auch über den Läden entlang der Langen Straße. Eine direkte Druchquerung zwischen Langer Straße und hinterm Straßenviertel lässt sich sicher nachdenken. Das würde das Gebäude öffnen... gute Idee in meien Augen.

  • Hallo. Ich bin heute die Lange Straße vom Hagenmarkt auf die besprochenen Breiche zu gefahren. Man kann Petri- Kirche erst von der Höhe Mediamarkt sehe, also erst, wenn man daran schon fast vorbei ist. Insgesamt fällt das Areal um die Kriche nicht ins Blickfeld an der Kreuzung Meinhardshof. Genauso fällt die Straßenfassung auf dieser SEite hinter Mediamarkt dem Bäumen zum Opfer und man schaut nur ins Leere. In die Luft. Man sieht einen Kirchturm in weiter Entfernung. Welche wird das sein, bitte?


    Diese Blickachse bestärkt mich eigentlich mehr darin, die Bebauung entlang der Langenstraße wenigstens auf die Höhe von Mediamarkt, Cinemaxx und Nachkriegsriegel zu erhöhen, damit es für den Boulvard stimmig wird.


    Evtl. wäre aber in Deinen Vorschlägen Dvorak möglich, an der Ecke des St. Petri Gebäudes/Ecke Görderlinger das GEbäude zu spalten und einen Sichtkorridor/Passage auf den Krichtum zu frei zulassen, um die Kriche optisch einzubeziehen. Ähnlich den Sichtbeziehungen zu Andreas auf der anderen Seite...


    Gruß, Andreas.

  • Ich muss jetzt erstmal ordentlich nachdenken. Das wird immer komplizierter mit Sichtachsen, den Höhen, und überhaupt einem ganz neuen Areal.
    Habe leider auch nur noch wenig Zeit, weil ich seit einer Woche richtig Student bin, und jeden Morgen um 8:00 an der Uni antanzen darf. Vorher bin ich pünktlich aufgestanden. Zum Mittagessen.
    Ich werde mal Montag auf den Architekten-Turm in der Uni fahren, und ein Foto machen. Von da kann ma die Gebäudehöhen sehr gut beurteilen.


    Gruß, Leonhard

  • ICh habe das ganze hier ja eher dezent verfolgt - möchte mich hier aber mal wieder einklinken. Sicher wäre eine Lösung im Bereich Radeklint wünschenswert, die sich eher an den historischen Strassenverläufen orientiert und den Druchbrich zur Celler Str. wieder Schließt und das Alte Petritor etc. wieder nutzt und den Verkehr gewissermassen "zweiteilt" was die Verkehrsströme in die Stadt bzw. aus der Stadt heraus anbetrifft.


    Leider wird es eine derartige Lösung nicht geben, da sie schlicht nicht finanzierbar ist und die Stadt auch auf absehbare Zeit keine Intentionen zeigt an der städtebaulichen Situation etwas zu ändern - auch wenn sie gleichwohl anerkennt, dass dort dringlicher ( stadtraumgestalterischer ) Handlungsbedarf wäre ! Erschwerend kommt hinzu, dass privates Gelände betroffen wäre und das macht Planungen sehr unsicher und ggf. wegen möglicher Entschädigungen ungleich teurer.


    Wünschenswer wäre in meinen Augen ebenfalls wieder einen Durchbruch zum Bäckerklint zu erstellen, dort wo er ehemals ohnehin war und die Straßenbahn von der Breiten Straße kommend auf den Radeklint fuhr. Heute steht dort dieser hässliche braune Kasten von Gebäude.


    Weiterhin muss am Neuen Weg etwas geschehen ! Die Blockbebauung quer zum Straßenverlauf negiert so ziemlich alles an historischen Bezügen und Hinweisen auf das ehemalige Viertel - wie man dort allerdings etwas "reparieren" könnte . . . .schwierig ! Gelinde gesagt . . . vielleicht hat ja hier jemand eine Idee, ohne einfach zu sagen : Komplettabriss !


    Wenn man allerdings die Baugenossenschaft dazu bekäme so ein Projekt anzugehen und die gesamte Ecke umzugestalten und eine dem Straßenverlauf folgende, kleinteilige Bebauung zu initiieren, dann wäre schon viel getan und der gesamte Bereich zwischen Okerstraße und Langer Straße würde profitieren ! Man braucht sich ja nur einmal die olle Hecke zwischen Beckenwerker und Neuem Weg ( hinter der Alten Waage Turnhalle ) anzuschauen . . sowas von abweisend und schmuddelig . .


    Das ganze Qaurtier wurde durch die Nachkriegsplanungen verkorkst.

  • Natürlich sind unsere Ideen alles andere als realistisch. Das wissen wir auch. Das heist aber nicht, dass uns das sonderlich interressiert. Der Rahmen des technisch Möglichen und Gestalterisch Wünschenswertem reicht mir persönlich schon aus.
    Einige Ideen sind auch gar nicht so unrealistisch. Z.B dass man die S-Bahntrasse und die Busse über das neue Petritor lenkt, und so den Celler Durchbruch baulich verengen kann. Das alleine wäre schon einriesiger Fortschritt, und ist sicher nicht unrealistisch.
    Das alte Petritor könnte man auch umgestalten, ohne irgend etwas abzureißen.


    Am Neuen Weg könnte ich mir vorstellen, dass man die Lücken einfach nur auffüllt. Wenn man die mit Flachbauten auffüllt, würde das mit den höheren alten Gebäuden (umgebaut) aussehen wie die alte Stadtmauer, die dort langlief.
    Gut an dem Gebiet ist, dass alle Gebäude entweder der Stadt (sporthalle),oder der BBG gehören. Es wäre also relativ leicht, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

  • Solche Gedanken mit einer Verbindung der Gebäude etc. am Neuen Weg habe ich mir auch schon gemacht ! Hilfreich ist im Moment auch die Tatsache, dass die BBG anstrebt ihr Image aufzubessern und eine eher elitäre Baugenossenschaft zu werden mit eher hochwertigem Wohnungsbestand. Vielleicht braucht es dort wirklich nur der richtigen Initiative irgend einer passenden Institution oder gar der Stadt selbst . . . ;-))


    Was die Stadtbahn am Alten Petritoe angeht . . so hat sie ja dort schon wieder den alten evrlauf durch ihre Wendeschleife ! Es gibt ja Bestrebungen die Stadtbahn stadtauswärts über die Celler Straße zu verlängern. Die neue Brücke über die Okerumflut wurde entsprechend ausgelegt was ihre Tragfähigkeit angeht. Allerdings steht das Projekt weit hinten an.


    Es bleibt leider dabei : Sehr viel Potential . . .wenig Chance auf Realisierung !


    Trotz allem : Es bleibt das Prinzip Hoffnung ! Wer hätte gedacht, dass der Bohlweg und angrenzendes GElände so schnell einmal komplett umgebaut würde ?


    Vielleicht ergibt sich auch hier mit dem Verkauf des Geländes der Bücherei eine Art Initialzündung. Ich bin da ja was BS angeht eher unerschütterlich ! ;-))

  • Natürlich fährt die Bahn schon durch das Neue Petritor. Aber eben nur in eine Richtung. Wenn die Bahn mal erweitert wird, Dann muss sie ganz da durch. Das spart die Bus/Tram-Spur, und die Wartebereiche der Haltestellen in der Celler Strasse. Es würde schon reichen, wenn man die Haltestellen des ÖPNV ins Neue Petritor verlegt, und nur noch eine Tramspur freihält. Dann könnte man schon auf einer Seite bauen.
    Leider wird die Stadtbahn wirklich nicht so schnell realisiert. Besonders nerven tut mich da das Baugebiet Lamme. Hätte man das kanzlerfeld ausgebaut, dann würde man jetzt nicht über eine Strecke nach Lamme statt ins Kanzlerfeld diskutieren, und der Bahnneubau wäre attraktiver. Aber die Siedlungspolitik muss ja auf Teufel komm raus "erfolgreich" sein.
    Wie gut BBG und Stadt zusammenarbeiten kann man ja schon am Siegfriedviertel erkennen.

  • Leider weiss ich nicht wirklich wie das Siegfriedviertel sich entwickelt . . . . gehe aber wohl eher von einem leichten Anflug von Ironie bei dir aus ! ;-))


    Habe ja eine Zeit lang immer mal wieder gerne mit Anfragen beim Baureferat der Stadt ( je anchdemw er zuständig war ) genervt. Aber wenn da mal Antworten kamen, dann nur unregelmäßig und eher kurz und knapp oder gar nur eine Telefonnummer unter der man kurzfristig etwas erfragen könne . .

  • Nein keine Ironie. Ich wollte eigentlich mehr dazu schreiben, hatte aber keine Zeit.:)
    Die Stadt hat die S-Bahn und den Strassenraum gründlich erneuert. Es Ruckelt jetzt nichts mehr, Fahrradfahrer haben auch wieder Spaß am Viertel, und überhaupt sieht alles sehr sauber und ordentlich aus.
    Die BBG, der soweit ich weiß eine ganze Menge Häuser , wenn nicht alle gehören, hat diese saniert, schön gestrichen.....
    Zum Studienbeginn habe ich auch eine Broschüre der BBg zum Siegfriedviertel bekommen, mir aber aus Desinterresse nicht angesehen. Scheit so, als wolle man das schlechte Image des Siegfriedviertels gründlich aufpollieren, und auch Gruppen ansprechen, die sich nicht so sehr für das "spießige" Viertel begeistern können.

  • Dann entschuldige ich mich natürlich dafür ! ;-))


    Allerdings wäre selbst mit diesen Maßnahmen am Neuen Weg so gut wie nichts gewonnen. Das Siegfriedviertel beruht auf einem stimmigen Konzept der Planer und ist in den 20er und 30er Jahren realisiert worden.


    Am Neuen Weg wurde eben schnellstmöglich nach dem Kriege Wohnraum geschaffen - den Stadtgrundriss ignorierend wie bereits erwähnt. Da ändern auch Farbe und neue Straßen und Radwege kaum etwas.


    Mit dem Neustadtmühlengraben und der Gassenstruktur ließe sich da aber sehr wohl etwas erreichen. Das Potential ist da. Nur krankt es unter anderem wie ich jetzt erfahren habe auchd aran, dass eben die Eigentumsverhältnisse sehr difizil sind. Die gewachsene Parzellenstruktur wurde überbaut, teilweise neue Eigentumsverhältnisse geschaffen, teilweise aber auch in andere Grundstücke hineingebaut bevor das geklärt war und so existiert zum Teil bis heute ein status quo, der vieles erschwert, weil ggf. langwierige Grenzverhandlungen etc. drohen.


    *seufz*


    Dabei wäre es doch so schön, wenn . . .

  • Dann entschuldige ich mich natürlich dafür ! ;-))


    Allerdings wäre selbst mit diesen Maßnahmen am Neuen Weg so gut wie nichts gewonnen. Das Siegfriedviertel beruht auf einem stimmigen Konzept der Planer und ist in den 20er und 30er Jahren realisiert worden.


    Am Neuen Weg wurde eben schnellstmöglich nach dem Kriege Wohnraum geschaffen - den Stadtgrundriss ignorierend wie bereits erwähnt. Da ändern auch Farbe und neue Straßen und Radwege kaum etwas.


    Mit dem Neustadtmühlengraben und der Gassenstruktur ließe sich da aber sehr wohl etwas erreichen. Das Potential ist da. Nur krankt es unter anderem, wie ich jetzt erfahren habe, auch daran, daß eben die Eigentumsverhältnisse sehr difizil sind. Die gewachsene Parzellenstruktur wurde überbaut, teilweise neue Eigentumsverhältnisse geschaffen, teilweise aber auch in andere Grundstücke hineingebaut bevor das geklärt war und so existiert zum Teil bis heute ein status quo, der vieles erschwert, weil ggf. langwierige Grenzverhandlungen etc. drohen.


    *seufz*


    Dabei wäre es doch so schön, wenn . . .

  • Ich habe mal in eine topografische Karte geguckt, und sehe insgesamt 5 verschiedene Gründstücke auf dem Gelände der 5 quer gebauten Gebäude. Teilweise teilen die Grenzen die Häuser in der Mitte. Es gibt ein Grundstück, auf dem 2,5 Häuser liegen, eins mit einem , und die letzten drei Hälften verteilen sich auf drei Grundstücke. Das ist mir schon öfters aufgefallen, aber ich hab mir dabei nichts gedacht, und vermutet, das alle einer Gesellschaft gehörten, die sich das organisatorisch so aufgeteilt hätte.
    Ich kann mir aber dennoch vorstellen, dass wenn man die Sporthalle abreißt, und das Grundstück neu und sinnvoll bebaut, dass man dann auch die verschiedenen Eigentümer der übrigen Häuser dazu bekommt sich Gedanken zu machen.
    Im Übrigen gilt: Positiv denken hilft. Wenn es verschiede Eigentümer gibt, dann kommen die vielleicht auch zu verschiedenen Lösungen, und bebauen ihre Grundstücke auch verschieden. Das wäre doch wünschenswert.;)


    Farbe und neuer Asphalt reißen hier natürlich nichts. Aber das Siegfriedviertel zeigt, dass man verschiede Partner, hier die Stadt und die Nibelungen Wohnungsbaugeselschaft glaube ich an einen Tisch bekommen kann, um sich zusammen ein Konzept zu überlegen, und gemeinsam durchzuziehen. Außerdem wurde unter der Farbe ja auch einges gemacht. Einige Gebäude wurden im Innern auch umgebaut. Das hab ich zumindest von Ansässigen gehört.
    Auch hier hilft positives Denken. man hat halt nichts umgebaut, weil es ein schlüssiges, gutes Konzept gab. Am Neuen Weg gibt es das nicht, also wird man dort eher auch mal was umbauen.

  • Na dann sollten wir mal einen offenen Brief an die Stadt und die BBG schreiben ! ;-)) Wer weiss . . .*g* Aber die Turnhalle wird nie und nimmer weggerissen ! Die Stadt hat so schon zu wenig Stätten dieser art. Da müsste dann schon entsprechender Ersatz her.Und wer sollte den finanzieren ?
    BBG und Stadt sind da schon schwer genug zu bearbeiten.


    Wäre nebenbei noch die Frage wer denn die Eigentümer der Grundstücke sind auf dem die Häuser der BBG stehen . .

  • Einen Brief könnte man doch verfassen, um auf die gemachten Gedanken aufmerksam zu machen. Und um sich Fragen beantworten zu lassen... auch wenn Du Tarsis wohl nicht all zu gute Erfahrungen gemacht zu haben scheinst.


    Ich denke, wenn man die Sache so grundlegend verändern wollte, dann braucht es eine Idee, ein Konzept, um es den Eigentümern auch schmackhaft und vorsellbar zu machen, oder? - Aber lasst mir bitte meinen Nachkriegsriegel ;)

  • Der Vorschlag des Abrisses stammt nicht von mir, sondern von Ackers. Der schreibt zur Sporthalle glaube ich: "Erweiterungsbauten, oder Abriss."
    Ersatz könnte man in der Innenstadt z.B. auf dem Gelände der alten Markthalle errichten. Und so bettel arm ist die Stadt auch nicht, dass man immer mit der Finanzierungskeule draufhauen muss.
    Ohne den Abriss der Sporthalle ist jedenfalls eines klar: Nie und nimmer wird sich dort etwas verändern. Das Umfeld ist mit der Halle einfach zu unattraktiv. Die Gestaltung eines Platzes, dort wo heute der Parkplatz ist, oder eines öffentlichen Platzes zwischen Neubauten auf dem Gelände der Sporthalle könnten den entscheidenden Anschub für eine positive Entwicklung sein.