Fellbach: SLT 107 (107m) + Fromm Areal (geht weida)

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    :D

  • Das ist doch echt dermaßen beknattert und einfach nur peinlich. Diesen Leuten scheint es wohl lieber, zehntausende Quadratmeter Schwabenland mit Einfamilienhäusern neu zu versiegeln, anstatt auf erschlossenen Baugrund ein Hochhaus zu errichten, was dieselbe Anzahl an Bewohnern beherbergen kann.


    Also umweltfreundlich ist deren Verhalten nun nicht gerade.

  • auch wenn ich mich hier unbeliebt mache: aber ein HH dieser Größenordnung ist doch für Fellbach vollkommener Unsinn. Da gibt es nun wirklich weit bessere HH-Standorte, z.B. am Pragsattel oder auch auf dem Flugfeld in BB.


    Es geht doch nicht darum, mehr Fläche zu versiegeln, sondern darum, zu fragen, wer welche (monetären) Interessen verfolgt und warum und inwieweit überhaupt eine Nachfrage bestünde. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass DAUERHAFT die Klientel hier einziehen wird, um die sich die örtlichen Verantwortlichen bemühen.


    Und in 30 Jahren redet man dann dort von Ghettoisierung und erwägt dann den Abriss!


    Ich kann das schon verstehen, dass sich da Widerstand bildet....

  • Ghettoisierung kann in 30 Jahren auch in Reihenhaussiedlungen stattgefunden haben. Nicht jedes Wohnhochhaus muß früher oder später nur noch Arme beherbergen. Nicht einmal Asemwald wurde zum Ghetto. Außerdem soll in Fellbach recht anspruchsvolle Bodenbebauung begleiten. Die Mischnutzung mit höherklassigem Hotel und Gesundheitszentrum spricht auch nicht gerade für eine Negativentwicklung.


    Ob Ghettoisierung oder nicht, steht also in den Sternen. Dafür spricht wohl am ehesten ein etwas unzulässiger und vorurteilshafter Vergleich mit einigen anderen Wohnhochäusern. Sicher hingegen ist, daß dort erst einmal Arbeitsplätze entstehen und sich eine häßliche Branche in Neubauten verwandelt.


    Je mehr solcher Wachstumsprojekte desto geringer wird generell die Gefahr von Ghettoisierung, weil diese zuallererst Folge mangelnder wirtschaftlicher Chancen und Einkommen ist. Es entsteht dann gar nicht in ausreichendem Maße jene Klientel, die billige Wohnquartiere nachfragen müßte - schon gar nicht in Fellbach.

  • @MaxBGF "Es entsteht dann gar nicht in ausreichendem Maße jene Klientel, die billige Wohnquartiere nachfragen müßte - schon gar nicht in Fellbach." Ich denke, du bist hier auf dem Holzweg.


    Kennst du denn die soziodemographische Zusammensetzung der Fellbacher geschweige denn der potenziell durch dieses Projekt Angezogenen? Letztlich ist es doch so, dass der Investor ein Ziel hat: Maximierung des ROI und sonst nix! Wie das erreicht wird und mit welcher Klientel ist da zweitrangig. Da ist auch schnell mal die "anspruchsvolle Bodenbebauung" gestrichen.


    Ich empfehle mal entsprechende Quartiere in Freiberg, Zuffenhausen oder Giebel zu besuchen. Der Asemwald bildet in der Tat eine Ausnahme, eine Standortanalyse bringt hier doch schnell die wirklichen Gründe ans Licht.

  • gehring
    Willst Du ernsthaft den vorliegenden Entwurf samt Konzept mit den eilig und billig hingepflanzten Brachial-Wohnsilos aus den 50er/60er-Jahren vergleichen? Bei HHern siehst Du offenbar schnell rot. Ich würde mich über ein bisschen mehr an Differenzierung freuen. Dass bei Großprojekten die Sorge um eine Investitionsruine ungleich höher ist als bei einem Projekt gewöhnlicherem Ausmaßes verstehe ich. Man kann es aber auch übertreiben.

  • gehring , das ergibt jetzt aber reichlich wenig Sinn. Je besserer Standard gebaut wird, desto höher logischerweise die Mieten. Sonst würden von Privat ja nur noch Barracken gebaut. Potenziell durch dieses Projekt angezogen dürfte sehr wahrscheinlich mindestens die gute Mittelschicht sein. Schon weil sonst die Nutzungen gar nicht zusammenpassen oder meinst Du der Investor (Stichwort ROI) findet einen höherklassiger Hotelbetreiber in einem sozialen Brennpunkt?

  • Also ich kann Euch beiden nicht ganz folgen.


    1. Differenziere ich sehr wohl, indem ich sage, es gäbe geeignete HH-Standorte im Raum Stuttgart (Pragsattel, Zuffenhausen, Landmarke Gewerbegebiet Feuerbach etc.) aber in Fellbach :nono:


    2. Welche obere Mittelschicht wird durch ein 105 m HH angelockt und vor allem wie nachhaltig?? Kennt Ihr in der Region Stuttgart (mit Ausnahme Asemwald, wo NOCH eine sehr stark überalterte Mittelschicht die Mehrheit bildet) auch nur ein einziges Wohn-HH das für "obere Mittelschichten" interssant ist, insbesondere wenn deren Erstellung schon etwas zurückliegt?


    3. Einem Investor ist es grundsätzlich völlig egal in welcher Preisklasse er für welche Klientel baut, Hauptsache ER profitiert kurz- bis mittelfristig davon. Klar findet er zu Beginn einen Hotelbteriber, der vermutlich preisgünstige Konditionen für ein weiteres x-beliebiges 4-Sterne-Hotel vorfindet. Die Frage ist, was nach einem z.B. 20-jährigen Mietverhältnis wird. Wird das Hotel auch noch in 30 Jahren in diesem Bau sein?


    Da darf man doch wohl mal anderer Meinung sein.

  • Du gehst von der deutschen Situation aus, wo Wohnhochhaeuser gleichzusetzen sind mit billigst Betonplattenbauten aus den 60igern und 70igern. In vielen anderen Laendern gibt es eine andere Tradition, wo WOhnhochhaeuser auch auf lange Frist von einer gehobeneren Bev-Schicht bewohnt wird. Es wird Zeit, dass diese Marktluecke auch mal in Dtld beackert wird.

  • gehring
    Da darf man doch wohl mal anderer Meinung sein.


    Klar. Man darf diese aber auch für ziemlich falsch halten.



    Welche obere Mittelschicht wird durch ein 105 m HH angelockt und vor allem wie nachhaltig?? Kennt Ihr in der Region Stuttgart (mit Ausnahme Asemwald, wo NOCH eine sehr stark überalterte Mittelschicht die Mehrheit bildet) auch nur ein einziges Wohn-HH das für "obere Mittelschichten" interssant ist, insbesondere wenn deren Erstellung schon etwas zurückliegt?


    Es gibt doch gar keine passenden Vergleichsobjekte. Die bekannten Wohn-HH sind die oft genannten Beispiele von vor etwa 40-50 Jahren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß im Clorado/Vaihingen oder LBBW-HH zahlungskräftige Wohnnachfrage bestünde, ...handelte es sich nicht um Bürogebäude.


    Was man grundsätzlich über lange Jahre Wohnungsmarktbeobachtung feststellen kann (Ausnahmen bestätigen die Regel):
    - Neubau ist attraktiver als Altbau (daher ist Vergleich mit Freiberg nichtssagend)
    - Maisonette ist attraktiver als Normalgeschoß
    - Aussicht ist attraktiver als wenig Aussicht


    Kann sein, daß im echten Hochhausfall diese grds. Vorteile durch Vorurteile oder wirkliche Nachteile kompensiert werden. Gut, daß es jetzt mal einer wagt. Dann werden wir sehen.



    3. Einem Investor ist es grundsätzlich völlig egal in welcher Preisklasse er für welche Klientel baut, Hauptsache ER profitiert kurz- bis mittelfristig davon. Klar findet er zu Beginn einen Hotelbteriber, der vermutlich preisgünstige Konditionen für ein weiteres x-beliebiges 4-Sterne-Hotel vorfindet. Die Frage ist, was nach einem z.B. 20-jährigen Mietverhältnis wird. Wird das Hotel auch noch in 30 Jahren in diesem Bau sein?


    Einem solide rechnenden Investor dürfte nicht egal sein, was nach 20 Jahren passiert, es sei denn er amortisiert schon deutlich vorher, was etwas unrealistisch scheint, weil er dann ja wiederum zahlungskräftige jedoch gleichzeitig schlecht rechnende Mieter bräuchte. Deine Argumentation geht m.E. nicht ganz auf.

  • naja, ich denke wir kommen da nicht zusammen. Kann nur hoffen, dass Finanzinvestoren das Projekt scheitern lassen werden. Die befürchten nämlich die gleiche Entwicklung....


    Das mit 20 Jahren nehme ich zurück. 25-30 sind realistischer..;)

  • gehring
    OK, der 5-to-1-Tower ist natürlich viel schöner und höher - daher in keinster Weise mit dem grau-hässlichen Tagblatt-Turm zu vergleichen :D


    Nun ist auch das Gästebuch weg, der schlechte Inhalt bleibt indes.
    http://www.fellbach-ist-nicht-manhattan.de/gbook.html


    Neue Animationen:



    Neuer 3 D-Film:
    http://www.5to1.de/tower/filmanimation1.html


    Quelle:GEWA 5to1 GmbH & Co KG http://www.5to1.de/index.html


    EDIT: Und ja, es gibt wohl ein Bürgerbegehren, Start: 04.10.07
    Quelle: StN http://www.stuttgarter-nachric…n/page/detail.php/1529795

  • Modelle erscheinen nochmals verbessert. Hoffentlich kommt es dann auch gut rüber. Ein weiteres Detail dazu wären vielleicht etwas farbige bzw. rein bläuliche oder grünliche Balkone. Deren grau-weißes Sichtbetonoutfit wirkt auf den Renderings jedenfalls etwas anfällig für den Zahn der Zeit.