Fellbach: SLT 107 (107m) + Fromm Areal (ev. wackelig)

  • Oh je, ob der je fertig wird. Das ganze Probleme an der Sache ist doch, dass der Tower in der falschen Stadt steht. Sind wir mal ehrlich, wäre dieser in Frankfurt, Berlin oder Hamburg usw. gebaut worden, dann wäre der Turm schon längst fertig und bewohnt.

  • Also bitte, Poco, Mediamarkt, XXXLutz, A.T.U. quasi in Aufzugsreichweite, und natürlich Schlemmer-Pizza mit grandiosen 2.9 von fünf Googlesternen grad ums Eck - was will man denn noch! Fellbach ist halt nicht Manhattan, aber sonst?


    Ehrlich gesagt tippe ich auf Rückbau und spektakuläre Sprengung. Sehr schade um den Entwurf, das Geld und die verbratenen Ressourcen.

  • Kleinbürgerlicher Vorstadtmief meets Industriegebiet – ein Problem an dem viele der gemeinden im Stuttgarter Umland leiden. Ich wüsste jetzt jedenfalls nicht warum ich mal nach Fellbach fahren sollte, du vielleicht?

  • Yep, auf dem Rennrad von S in Stuttgart kommt man zwangsläufig durch. Und ich kann mich ein paar gute Gaststätten erinnern, zumindest vor zehn Jahren. Vermutlich sieht es aber heutzutage wohl anders aus.


    Also für Dich vermutlich eher kein Grund :-)

  • Ich finde die neue Überschrift ja klasse, muss ich sagen: "ev. wackelig" - wollen wir hoffen dass es bald weiter geht und der Turm hinterher stabil steht und nicht wackelt :).

    Unklar ist mir nur, warum das Projekt so kurz vor Ende nicht einfach fertiggestellt wird. Eventuell gibt es vielleicht doch Probleme die offiziell nicht bekannt sind? Ein fertiger Turm wäre nämlich sicher einfacher zu verkaufen...

  • Der Rohbau ist in den letzten Etagen nicht einmal abgeschlossen, und größere Teile der Verkleidung fehlen ebenfalls noch, vom Innenausbau ganz zu schweigen. Das größte Thema dürfte wohl sein neue Mieter für die Wohnungen zu finden, welche auch bereit sind die Risiken für ein so angeschlagenes Projekt zu tragen. Mit gewerblichen Bauten lässt sich das nicht vergleichen.


    Befürchte auch eher, dass der Turm früher wie später fallen wird.

  • Rückbau kann doch nicht ernsthaft eine Option sein?! Besitz- und Finanzverhältnisse hin, mutmaßlich falscher Standort her! Im Grunde müsste es doch eine kalkulierbare Möglichkeit geben den Turm zu vollenden oder besser gesagt ihn bewohnbar zu machen. Man weicht zurück von Premium & Co und baut Wohnungen mit zeitgemäßem soliden Standard, aber eben ohne übertriebenen Luxus. Man reduziert die gesamte Ausstattung (und auch die Kosten) auf ein gebräuchliches Maß. Die Fenster bleiben drin, die fehlenden Stockwerke werden bestückt. Meinetwegen ein Minimum an Fassade. Versorgungsleitungen, Anschlüsse und fertig. Mal ehrlich, zumindest mir fehlt die Fantasie dafür, wie man diesen Turm verschandeln könnte. Die Form ist doch schon mal nicht alltäglich, das kann doch am Ende nur gut aussehen. Meinetwegen noch etwas Farbe. Das sollte doch noch finanzierbar sein. Und nicht nur das, Fellbach ist doch in Gänze nun wirklich keine Asistadt, die Immobilienpreise sind hier hoch bis heftig. Die Stadt liegt näher am Stuttgarter Zentrum als einige Stuttgarter Stadtteile selbst. Wenn am Ende eine 70 Quadratmeterwohnung 1200€ zur Miete kostet, dann wäre das doch nichts was einen in Fellbach noch schockt? Wäre der Endausbau mit diesen Quadratmeter(miet-)preisen nicht zu finanzieren?!


    Ich bin natürlich skeptisch dass es so kommt. Zum einen scheinen mir solche Investoren weitestgehend schmerzfrei, was Leerstand angeht, selbst über viele Jahre und zum anderen kann die Fellbacher Oberbürgermeisterin keiner Fliege was zu Leide tun. Druck wird also nicht wirklich aufgebaut.


    Es wäre doch höchste Eisenbahn politische Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass man in solchen Fällen nicht 10 Jahre dem Elend hilflos zuschauen muss. Blöd gefragt, selbst wenn die Stadt Fellbach (oder vorhandene städtische Wohnbaugesellschafft) den Turm kauft und wie oben beschrieben reduziert fertigbaut, müsste dies doch wirtschaftlich machbar sein. Ich bitte um fachkundige Meinungen dazu.

  • Die kompletten Grundrisse der Wohnungen sollen ja geändert werden da die zu groß geplanten Wohnungen aufgeteilt werden. Vielleicht haben sich hier auch Probleme und damit Kosten aufgetan. Alles in allem aber schon ein ziemliches Desaster.

  • Hatten nicht ThyssenKrupp Elevators ursprünglich mit einem Standort für einen Testturm in der Nähe von Stuttgart geliebäugelt, bevor Rottweil schließlich den Zuschlag erhielt? Noch mal 200m drauf packen und Fellbach hätte dann den längsten. Testturm. Spaß.


    Man kann nur hoffen, dass sich bald ein neuer Investor findet. Für mich ist das auch schwer vorstellbar, dass man so ein etwa in Ostasien völlig alltägliches Projekt in Dland nicht innerhalb von 1-2 Jahren problemfrei fertigstellen kann. Und das bei einer immer noch ungelösten, Flächen deckenden Wohnungsnot.


    Wenn sich kein Investor aus der Privatwirtschaft meldet: Warum beteiligen sich z.B. nicht die städtischen Wohnungsgesellschaften in der Region an dem Projekt, wo doch hier auf einen Schlag viele Wohnungen realisiert werden können (wobei ich allerdings nicht weiß, ob die Satzungen der Gesellschaften Finanzierung auf „fremder“ Gemarkung zuließen)? Das käme letztlich der Region insgesamt zu gute.

  • Wenn ich dort oben gewesen wäre, würde ich uns hier natürlich an den dort getätigten Aufnahmen teilhaben lassen! Vielleicht sollte man hier aus der Not eine Tugend machen, zumindest temporär. Ein paar Zäune und Absperrungen, einige Etagen sichern, ein paar Haken in die Wand und fertig wäre der Kletterturm/Freifallturm/Abseilturm. Irgendeine Sektion des DAV ließe sich bestimmt dafür gewinnen. Ich würde da sofort hoch und knipsen, die Aussicht ist sicher toll. Das Geld, das man für den Eintritt verlangen würde, könnten die Eigentümer (wer auch immer das gerade ist) sicher gebrauchen.