Straßen, Schienen und Wege

  • Beim Thema "Shared economy" kann ich nur laut lachen! Was ist denn der Hauptgrund dafür, dass sich Car Sharing in Düsseldorf überhaupt nicht durchgesetzt hat (und auch niemals durchsetzen wird)? Genau - die Leute möchten ein eigenes Auto haben. Ein Auto, in dem sie wie in ihrem eigenen Wohnzimmer sitzen. Das sie dreckig machen können, wie sie das wollen, ohne auf irgendeinen Nachnutzer Rücksicht nehmen zu müssen. Das sie überall mit hin nehmen können. Und das auch bitteschön gerne mal 20 von 24 Stunden am Tag herumstehen darf.


    Sowas nennt sich "Freiheit". Ein Begriff, der von unserer Berlin-Mitte-Blase-Fraktion mit Füßen getreten wird.


    PS: Für mich als Freiberufler ist Car-Sharing der letzte Mist. Ich muss die Autos lange im voraus buchen, weiß nie, ob sie wirklich funktionieren, ob es überhaupt welche gibt. Und wenn ich sie dann nach dem Fahren abstellen will, befinde ich mich plötzlich außerhalb des "Gebiets". Von den E-Leih-Rollern ganz zu schweigen. Wird Zeit, dass der Müll aus dem Straßenbild verschwindet ...

  • Ich denke nicht, dass die Einstellung von DUS-Fan maßgeblich ist für die Mobilität der Zukunft, oder die Lösung der Parkprobleme in Düsseldorf, sofern sich nicht Herr Geissel hinter DUS-Fan verbirgt, was ich nicht glaube. :)

    Danke! MIt Herrn Geisel möchte ich auch nicht in einen Topf geworfen werden - der geißelt meiner Meinung nach zwar Düsseldorf, schreibt sich aber nicht mit "ss". ;)

    Die Ideen und Aktionen von Herrn Geisel, sei es z.B. die Umweltspuren, der Pop-Up-Radweg, die Tour de France oder jetzt die Geschichte mit Farid Bang sind alles Dinge, mit denen ich keinesfalls übereinstimme und ihm hoffentlich die Wiederwahl versauen, denn jemand, der so agiert, braucht die Stadt nun wirklich nicht noch 5 Jahre.

    Fairerweise muss man aber sagen, dass er an den Umweltspuren und am Pop-Up-Radweg nicht alleine Schuld ist (an der Tour de France und Farid Bang Aktion schon!), sondern natürlich die jeweiligen Bezirksvertretungen und der Rat der Stadt mit beteiligt sind.

    Wobei es schon ein politisch schlechter Stil ist, eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen zu bilden und statt sich auf einen Konsens zu einigen, seine Wünsche dann mit anderen (z.B. RRG) durchzusetzen.

    Genau deshalb geht alles so schleichend voran....

    Heidewitzka: meine Aussage, auf die der Kommentar von Audi80 münzt, hat nichts mit meiner persönlichen Einstellung zu tun, sondern beschreibt meine Sicht der Realität, wie z. B. dass die Verkehrsströme in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen werden.

    Maßnahmen wie Anwohnerparken können zwar ein bisschen den Druck von den Anwohnern nehmen, aber eine wirkliche Lösung ist das nicht.

    Mal so als Beispiel zu den sinnfreien Maßnahmen beim Anwohnerparken: in Unterrath wurde Anwohnerparken im Bereich des Mercedes-Werks eingerichtet, um die Werktätigen auszubremsen, darf man in der Zeit von 11-15 Uhr als Nichtanwohner nur noch 2 Stunden mit Parkscheibe parken.

    Der Effekt ist fast null - warum? - Ganz einfach, die Parkscheibe wird morgens früh um 6 Uhr, wenn die Mitarbeiter zur Schicht kommen, auf 11 Uhr eingestellt, so kann vor das Ordnungsamt vor 13 Uhr keine Knöllchen verteilen.

    Gesetzlich ist es nämlich so, dass man nicht die Ankunftszeit einstellen darf, wenn man vor der Parkscheibenpflicht ankommt, sondern den Beginn, also hier 11 Uhr, sonst bekommt man nämlich deswegen ein Knöllchen!

  • ^Dann liegt es aber an der unsinnigen Ausgestaltung, nicht am Anwohnerparken selbst, dass der positive Effekt nicht greift. Ich kann es immer nur wiederholen, soll meinetwegen der gesamte Rat nach Wien fahren, um sich dort das Anwohnerparken anzuschauen. Zu einer lebenswerten Stadt gehören nicht nur Enzis (diese Plastiksofas in der Innenstadt) sondern auch eine gute Verwaltung einer Stadt, die aktiv und sinnvoll Verkehrsströme lenkt, und dies vorausschauend und planvoll macht.


    Im derzeitigen Wahlkampf sticht die FDP mit dem Vorschlag hervor, dass im Norden der U78/79-Tunnel mindestens bis zur Theodor-Heuss-Brücke verlängert werden soll. Desweiteren wird für den Süden vorgeschlagen, den Wehrhahn von Bilk aus zu verlängern, dazu sollen zu den bisher bestellten 70 weitere Fahrzeuge für die Rheinbahn geordert werden. Link RP FDP


    Die Tunnelverlängerung im Norden macht m.E. absolut Sinn, im Süden sehe ich das Problem, dass der Nutzen aus der Verlängerung weniger die Beschleunigung ist, sondern mit Brunnenstraße ein jetziges Nadelöhr vermieden wird. Und die Haltestelle Karolingerplatz, bzw. der barrieregerechte Umbau stadtauswärts würde dadurch ggf. etwas einfacher. Die jetzige Haltestelle ist m.E. nicht für die Menge der Bahnen ausreichend dimensioniert. Die Beschleunigung aus dem Tunnel wird hier vertändelt, in dem immer nur eine Bahn abgefertigt werden kann und mit 701/704 wichtige Linien die Wehrhahnlinie ausbremsen.

  • Sowas nennt sich "Freiheit". Ein Begriff, der von unserer Berlin-Mitte-Blase-Fraktion mit Füßen getreten wird.

    Also ich wüsste nicht, wo Freiheitsrechte beschränkt werden, durch Menschen, die sich eine andere Verkehrspolitik wünschen. Die war und ist in Deutschland lange Jahre sehr autofreundlich, Bsp. die Länge von stillgelegten Bahnstrecken im Vergleich zum Wachstum des Straßennetzes oder die industriefreundlichen Grüße des KBI im Zuge des Dieselbetrugs.


    Es sind übrigens nicht nur die geschmähten Berliner, die Städte umbauen wollen, auch Großstädte in Nachbarländern wie Paris, Brüssel oder Barcelona hegen weit radikalere Pläne, als hier in Düsseldorf oder in Berlin kursieren. Im übrigen wüsste ich nicht, wo Freiheit im Gesetz in Bezug auf Autos geschützt wird also wie diese dann durch Berliner Blasen beschnitten werden sollte. Wir können uns in Deutschland sehr großer Freiheit als Bürger erfreuen, sei es restriktiver Datenschutz, Meinungsfreiheit oder trivialer Dinge wie der Verzehr von Alkohol auf der Straße.

  • Anbei ein Link zu den Entwicklungen in Paris, Brüssel und Mailand. Hier hat man in 5 Jahren Koalition insgesamt 27 km Radwege gebaut und im Zuge von Corona einen stark umstrittenen Radweg, der überaus schlecht geplant wurde.


    Link DAB


    Paris: Radverkehr (plus 131 Prozent im letzten Jahr). Parkraum für Autos wird um 72 Prozent reduziert. Das von einem breiten Konsens getragene Programm mit 650 km neuen Radwegen wird wegen Corona beschleunigt umgesetzt.


    Brüssel: Im Mai wurde die gesamte innere Stadt zum „shared space“. Es gilt ein generelles Tempolimit von 20 km/h. Zubringer-Radwege soll es im ganzen Stadtgebiet geben. Nach drei Monaten will man auswerten und entscheiden, ob die Verkehrsberuhigung beibehalten wird. Die Zahl der Zweiradfahrten hat sich während der Krise bereits verdreifacht.


    Mailand: Mitte April verkündete man den „Strade Aperte“-Plan, und seit Mai wird der Straßenraum in der dicht bebauten Innenstadt radikal neu verteilt. Aber auch viele Kreuzungen in den Quartieren werden farblich neu zugunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer reguliert, was in der Umsetzung fast schon Kunstcharakter hat. Insgesamt 35 Kilometer Radwege und ausgedehnte Tempo-30-Zonen sollen bis zum Jahresende entstehen.

  • Zu den Fahrradblütenträumen in Paris und Brüssel (Mailand kenne ich als Stadt nicht) :


    1. Paris: Paris ist als Riesenweltstadt mit 2,2 Millionen Einwohnern (inkl. Umland sogar 12,5 Mio.!) auch nicht ansatzsweise verkehrlich mit Düsseldorf vergleichbar. Paris hat ein dichtmaschiges U-Bahnnetz, das völlig unabhängig vom Individualverkehr genutzt werden kann. In Düsseldorf gibt es ein paar verbuddelte Straßenbahnen, aber von einem wirklichen Netz ist man weit entfernt. Sobald ein Falschparker die Straßenbahn blockiert, war es das mit dem Weiterkommen.


    Paris dürfte im übrigen auch vorher schon wenig öffentlichen Parkraum gehabt haben - wie sonst hätte man mal so eben den Parkraum um 72 (!) % reduzieren können?? Das erscheint mir grotesk.


    Andererseits hat die Stadt Paris so viele breite Straßen, dass man dort problemlos Fahrradspuren abteilen kann, ohne den Verkehr zum Erliegen zu bringen. Das ist in Düsseldorf eindeutig nicht der Fall - man beachte nur die schwachsinnigen "Umweltspuren" Witzel- und Merowingerstraße, außerdem die verengte Kaiserstraße. Dort kastriert man den MIV derart, dass man 24 am Tag Dauerstaus erzeugt. Vollkommen kontraproduktiv. Nützt NIEMANDEM, erst recht nicht der Umwelt. Düsseldorf ist schlichtweg zu klein, um dem MIV noch mehr wegzunehmen. Die bis dato 2-spurige Corneliusstraße ist nicht gerade das, was man eine breite Straße nennen würde - aber auch da spinntisieren sich die Rot-Rot-Grünen Radspuren zusammen.


    Fazit: Paris und Düsseldorf = Äpfel- und Erbsen-Vergleich.



    2. Brüssel: Aufgrund der Topographie Brüssels (krasse Steigungen und Gefälle im Stadtgebiet) eignet sich die Stadt nur bedingt für Radwege. Es sei denn, man schenkt allen Bürgern E-Bikes. Mit normalen Rädern möchte ich da nicht fahren. Und 20 km/h für Autos in der Innenstadt? Ich glaube, es hakt ... da sind ja die Ökos mit ihren Lastenrädern schneller!


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    Mein persönliches Fazit zu sämtlichen Rad-Bike-Pop-Up-Shared-Space-Pippi-Taka-Tuka-Träumereien: Wer das alles will, der soll sich dafür solide Mehrheiten beschaffen und kann dann gerne die Innenstädte leerfegen und ausschließlich für Zweiräder reservieren und auf 10 km/h begrenzen. Herr Geisel dürfte ab September in Düsseldorf Geschichte sein - und mit seinen Nachfolgern Keller oder Strack-Zimmermann dann auch endlich die "Umweltspuren". Gott sei's gedankt!


    Und wer dann noch unbedingt radeln möchte: Ich wünsche viel Spaß dabei, etwa im Winter bei 7 Grad und Nieselregen die Strecke Haan-Düsseldorf-City. Etwas für echte Kenner und Genießer ...


    *kopfschüttelndab*

  • PS: Ich habe gerade gesehen, dass die Rheinbahn eine echte Taktoffensive startet, insbesondere an Samstagen, den Haupteinkaufstagen in der City. Sämtliche Straßenbahnen und zahlreiche Busse, die bisher am Samstag nur alle 15 Min. verkehrten, fahren ab Ende der Sommerferien samstags von 9-20 Uhr in einem 10-Minutentakt.


    Somit erhöhen sich die gefahrenen Kilometer um 3.500 km täglich - pro Jahr 1,2 Mio. Kilometer. Eine sehr beachtliche Sache, die man nur loben kann. Alle Daumen hoch!


    https://mehr-rheinbahn.de/


    PS: Der Pendlerparkplatz an der Messe wäre somit samstags mit der U 78 auch alle 10 Min. angebunden - ein echter Mehrwert. Der neue P&R-Platz an der Münchener Straße krankt hingegen an der Tatsache, dass er keine umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt bietet. Warum hat man den da bloß hingebaut?

  • Ein guter Schritt, jetzt bin ich gespannt wann die HF6 Züge endlich eingesetzt werden. Leider verläuft der barrierefreie Ausbau der Haltestellen schleppend. Hat jemand etwas neues zum Umbau am Belsenplatz?

  • PS: Ich habe gerade gesehen, dass die Rheinbahn eine echte Taktoffensive startet, insbesondere an Samstagen, den Haupteinkaufstagen in der City. Sämtliche Straßenbahnen und zahlreiche Busse, die bisher am Samstag nur alle 15 Min. verkehrten, fahren ab Ende der Sommerferien samstags von 9-20 Uhr in einem 10-Minutentakt.


    Somit erhöhen sich die gefahrenen Kilometer um 3.500 km täglich - pro Jahr 1,2 Mio. Kilometer. Eine sehr beachtliche Sache, die man nur loben kann. Alle Daumen hoch!


    Einerseits natürlich tatsächlich mal gut, dass Bewegung in den starren Laden der Rheinbahn und ihres Fahrplans kommt.


    Andererseits wird damit vor allem seit Jahren überfällige Entwicklungen nachvollzogen:


    Der Abendfahrplan, der auf allen Linien bereits ab 19:00 Uhr ausdünnte, war noch vor dem Hintergrund des Ladenschlusses um 18:30 Uhr angesetzt und ist bislang in keiner Weise auf die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten eingegangen. Gerade in der Zeit von 19:00 bis 20:00 waren die Bahnen und Busse stark belastet. Das wird jetzt endlich mit der Verlängerung des Tagestaktes bis 21:00 Uhr nachgeholt.


    Die zweite Entwicklung betont den Samstag. Damit zieht die Rheinbahn jetzt dem nach, was bei der "großen" Deutschen Bahn schon immer galt, dass nämlich der Samstag als Werktag zählt und damit der Werktagsplan (mit gewissen Streichungen wie Wegfall von Verstärkern zu Schulzeiten) gilt.

  • Es ging mir nicht darum, dass Düsseldorf genau das gleiche macht wie Paris. Genauso wie Menschen kann man aus der Sicht keine Stadt 1:1 mit der anderen vergleichen.

    Paris hat übrigens die Straßenbahn bzw. Tram in den letzten Jahren stark ausgebaut und den Boulevard parallel zur Peripherique (ringförmige Autobahn rund um die Pariser Innenstadt) fast vollständig rundherum mit einer Tram bebaut. Aber das Grundproblem ist dort das gleiche wie hier: Der Platz ist verteilt und muss neu aufgeteilt werden. Abgesehen von den großen Boulevards sind die meisten Straßen genauso eng und dicht beparkt wie hier, also das Grundproblem ist das gleiche. Wie verteile ich die vorhandene Fläche anders, wie kann ich den Radverkehr fördern.


    Für Falschparker gibt es mit der 704 ein sehr interessantes Projekt / Test. Für einen Appel u Ei überprüft man dort die Strecke auf häufige Blockaden durch falsch geparkte Autos und unternimmt ein paar Maßnahmen, um die schlimmsten Stellen zu beheben. Hätte man wie die beschleunigten Ampeln für ÖPNV schon vor 20 Jahren haben können, wenn hier die Verwaltung bzw. Regierung nicht so autofreundlich gewesen wären.


    Zu Brüssel: Ich habe die Stadt als nicht so hügelig in Erinnerung, mag mich täuschen, aber dort wo es nicht so hüglig ist, kann man gut rad fahren fördern. Und mit der zunehmenden E-Mobilität wird man auch diese mir nicht bekannte Teile der Stadt gut erschließen können.


    Aber die Stadtentwicklung um Düsseldorf herum bleibt nicht stehen, man möchte doch nicht "quelle horreur" irgendwann hier aufwachen und merken, dass Köln die attraktivere Stadt geworden ist und Düsseldorf die rückständige und angestaubte. Und alle Medienagenturen, Luxusläden usw. verlassen uns, und wandern ab, da Düsseldorf nicht mehr der Zeit entspricht mit den ganzen Autos.

    In den 60ern waren die Straßen hier noch enger als heute, dort hat man die Kriegsschäden genutzt, um die autofreundliche Stadt reinzurammen. Also der Zeitgeist beeinflusst auch die Wahrnehmung bzw. die Stadtplanung. Die Corneliusstraße auf weniger als 2 Spuren zu reduzieren, halte ich auch für nicht klug, aber dafür könnte man bei den Zubringern wie der üppig dimensionierten 3 spurigen Berliner Allee überlegen, ob man diese in der Breite denn braucht.


    Zur 72%-Reduktion der Parkplätze in Paris: Es gibt ca. 600 Tsd. Parkplätze insgesamt, davon 83 Tsd. auf der Straße. Die Bürgermeisterin plant, 60 Tsd. davon zu entfernen. Mit dem Programm wurde Frau Hidalgo wiedergewählt. Link Hidalgo -72% Parkplätze


    In den Niederlanden hat der Radverkehr einen Anteil von ca. 1/3, auch dort wird es im Winter kalt und es nieselt. Dafür gibt es Regenhosen und Regenjacken. Jedenfalls führt schlechtes Wetter dort nicht dazu, dass keiner Rad fährt. Und die Strecke Haan - Ddorf City wäre für mich keine klassische Radpendler-Strecke. Dort würde sich anbieten, dass man die U-Bahn von Benrath nach Hilden und Haan verlängert (also ähnlich wie die U72 zwischen Ratingen und D-Dorf) und damit eine schnellere Anbindung über Umsteigen in Benrath in die Ddorfer City schafft.

  • In den Niederlanden hat der Radverkehr einen Anteil von ca. 1/3, auch dort wird es im Winter kalt und es nieselt. Dafür gibt es Regenhosen und Regenjacken. Jedenfalls führt schlechtes Wetter dort nicht dazu, dass keiner Rad fährt. Und die Strecke Haan - Ddorf City wäre für mich keine klassische Radpendler-Strecke. Dort würde sich anbieten, dass man die U-Bahn von Benrath nach Hilden und Haan verlängert (also ähnlich wie die U72 zwischen Ratingen und D-Dorf) und damit eine schnellere Anbindung über Umsteigen in Benrath in die Ddorfer City schafft.

    Man sollte schon einsehen, dass Fahrradfahren nur für einigermaßen gutes Wetter geeignet ist und zudem auch noch vom jeweiligen Job abhängig ist - alles andere ist fern von jeder Realität!

    Ich kann an meinem Arbeitsort nach der Anzahl der abgestellten Fahrräder seit Jahren erkennen, was wir für Wetter haben.

    Muss aber auch sagen, dass sich der Anteil der Radfahrer in den letzten Jahren ein Stück erhöht hat - Schätzungsweise von 5 auf 10 Prozent, wohlgemerkt bei schönem Wetter!

    Die aktuelle Corona-Situation lasse ich in der Betrachtung mal außen vor....


    Eine Verlängerung der Stadtbahnen (U71 + U83) von Benrath Betriebshof bis zur Hildener Innenstadt macht keinen Sinn - die Strecke (über die L228, Hildener Straße und Düsseldorfer Straße) beträgt ca. 3,2 km und müsste komplett ausgebaut werden (was mangels Breite nicht geht), inkl. einem Abriss und Neubau der A59-Brücke, sowie der Bahnbrücken am Bahnhof Hilden.

    Das würde in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen, zumal der Düsseldorf Hbf vom Bahnhof Hilden (Hilden S) mit der S6 in 13 Minuten zu erreichen ist oder über die Verbindung der Bahnhöfe Hilden S und Benrath S mit dem 784er in 23 Minuten erreichbar ist.

    Über eine Takt-Verstärkung des 784 (über den man in 22 Minuten von Benrath nach Haan kommt) kann man ja reden.

    Über eine weitere Verlängerung bis ins Zentrum von Haan (ca. 6,6 km) braucht man da gar nicht erst zu diskutieren.