Bauhaus

  • Bauhaus

    Bauzeit: 1925-26


    Das Bauhaus nimmt in der Geschichte von Kultur, Architektur,
    Design, Kunst und neuen Medien des 20. Jahrhunderts eine
    besondere Rolle ein. Als eine der ersten Hochschulen für
    Gestaltung führte es eine Reihe der herausragendsten
    Architekten und Künstler seiner Zeit zusammen, war neben
    pädagogisch innovativer Ausbildungsstätte auch Produktionsort
    und Fokus internationaler Diskussionen. Wie kaum eine andere
    Institution hat sich das Bauhaus innerhalb einer krisenhaften
    Situation der Industriegesellschaft der Frage nach der
    Beherrschbarkeit des Modernisierungsprozesses mit den Mitteln
    der Gestaltung gestellt. Die Meister und Studierenden des 1919
    in Weimar gegründeten Bauhauses setzten sich zum Ziel, die
    Trennung von Kunst und Produktion in einem Zurück zum
    Handwerk als Grundlage allen künstlerischen Schaffens
    aufzuheben und durch vorbildliche Gestaltungen Gegenstände
    und Räume für eine künftige humanere Gesellschaft zu schaffen.
    Unter seinem Gründer und ersten Direktor Walter Gropius (1883-
    1969) vollzog das Bauhaus 1923 in einem inneren
    Klärungsprozeß eine Hinwendung zur Industrie.
    (Text und Bilder: http://www.bauhaus-dessau.de)















  • bauhaus.... über diesen teil der "architektur" kann ich mir kein urteil bilden - manches spricht mich positiv an, anderes wiederrum finde ich zu "praktisch" gestaltet - was auch eigentlich der sinn des bauhauses ist.
    Kai

  • Zitat

    Die Meister und Studierenden des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses setzten sich zum Ziel, die Trennung von Kunst und Produktion in einem Zurück zum Handwerk als Grundlage allen künstlerischen Schaffens aufzuheben und durch vorbildliche Gestaltungen Gegenstände und Räume für eine künftige humanere Gesellschaft zu schaffen.


    Frage 1: Kennt jemand viele "modernistische" Bauten der Nachkriegszeit mit Fassadenkunst?


    Frage 2: Hat die Architekturproduktion dieser Zeit den Ruf, besonders human zu sein?

  • Zitat

    Bauhaus: Ich finds geil.


    Jedem das Seine: Ich finde Claudia Schiffer und Nicole Kidmann geil. Es soll allerdings sogar Menschen geben, die aufs Auspeitschen stehen und ich habe volles Verständnis dafür!

  • Versuchen wir uns für einen Moment mal das Unmögliche vorzustellen:
    Wir wüßten nichts vom "Bauhaus" und seinem Wirken, kämen zufällig nach Dessau und würden ebenso zufällig durch diese Straße fahren. Würden wir länger, als einen flüchtigen Augenblick hinschauen, würde dieses Gebäude tatsächlich unsere Aufmerksamkeit fesseln?
    Denken wir uns die sieben mythosbeladenen Buchstaben weg, die da die Fassade hochkrabbeln und was bliebe? Langeweile im Quadrat.

  • Sieht aus wie mein altes Gymnasium, nur hässlicher. :D


    Häuser, die aalglatt sind und im rechten Winkel enden, also ohne richtiges "Dach", finde ich einfach nur ziemlich langweilig. Meine vierjährige Cousine kann schönere Fassaden entwerfen.

  • Meisterhäuser Dessau

    hallo =)


    ich weiß, es is schon ein paar jahre her, dass hier jemand etwas zu dem thema geschrieben hat, aber vielleicht liest dennoch jemand meinen hilferuf =)


    ich bräuchte dringend informationen zum meisterhaus klee/kandinsky in dessau!!!
    ich kann mir die bücher leider nicht leisten und es gibt hier keine bibliothek, in der ich das passende buch dazu finde.
    ich bruachte nähere infos zu der städtebaulichen lage, beonderheiten und analyse des grundrisses, sowie der ansichten, und und und und und!!!
    ich brauche diese informationen für eine prüfung... ich bin für jede hilfe dankbar!!!!!!!


    liebe grüße und vielen dank im vorraus!!!

  • Bauhaus: Berliner Architekten rekonstruieren Walter Gropius Wohnhaus


    Laut einem Bericht der LVZ hat das Berliner Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez den Zuschlag für den Wiederaufbau der Dessauer Wohnhäuser der Bauhaus-Vertreter Walter Gropius und Laszlo Moholy-Nagy erhalten. Laut Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, wird es eine "zeitgenössische Umsetzung des historisch Gegebenen". Man darf gespannt sein, ob für Oswalt, der gleichzeitig einer der entschiedensten Gegner des Wiederaufbaus des Stadtschloss' Berlin ist, das Eigeninteresse als Bauhaus-Freund dann doch überwiegt und wie stark die "Sichtbarmachung der Zeitschichten" dann sein wird. Eine Reko, die sich weiterhin sehr nahe am Original befindet würde dann doch ein arges G'schmäckle auf Oswalts gebraen im Berliner Schloßstreit werfen.

  • Ich finde es nich gut wenn die Häuser wieder auf gebaut werden. Es ist ein Stück geschichte und so sollte es auch bleiben. 5 von den 7 Meisterhäusern sind noch vorhanden und können besichtig werden. Aber was soll es bringen sie wieder auf zubauen und dann noch nicht mal original geträu, sondern auf dem heutigen stadt der Technik?

  • Mit den Worten Oswalts im Namen von Geschichte wird Geschichte eliminiert, die Entstehungsära verharmlosend als architektonisches Disneyland dargestellt. Der Wiederaufbau steht für die Sehnsucht, eine andere deutsche Vergangenheit zu entwerfen als die, die kaum eine Dekade nach dem Baujahr Hitler an die Macht brachte. Unter den Architekten sollten Protestlisten unterschrieben werden. Wenn es nicht gelingen sollte, das peinliche Vorhaben zu unterbinden, als zweites Ziel muss eine intelligente und unter die Oberfläche gehende Diskussion erzwungen werden. Die Vehemenz, mit der das Projekt verfolgt wird, kann nur aus einer Traumatisierung erklärt werden.

  • .. Der Wiederaufbau steht für die Sehnsucht, eine andere deutsche Vergangenheit zu entwerfen als die, die kaum eine Dekade nach dem Baujahr Hitler an die Macht brachte. ....Die Vehemenz, mit der das Projekt verfolgt wird, kann nur aus einer Traumatisierung erklärt werden.


    Das könnte man auch bei Wiederherstellung von Gründerzeit,Jugendstil oder klassizistischen Fassaden sagen.
    Man soll das Ganze auch nicht ideologisch überfrachten.Hier passiert nichts weiter,als ein Stück Architekturhistorie wieder ans Licht zu bringen.Nicht zuletzt dient dieses Wiederaufbauprojekt auch zur Ausbildung eines besseren Standortimage der Region.

  • Zeitgenössische Grünanlage statt Architektur-Disneyland

    Man soll das Ganze auch nicht ideologisch überfrachten. Hier passiert nichts weiter,als ein Stück Architekturhistorie wieder ans Licht zu bringen.


    Solange es um die Wiederherstellung von Gründerzeit, Jugendstil oder klassizistischen Fassaden geht, finden Erklärungen wie die zitierte kein Gehör. Die Erklärung der Wiederaufbauprojekte durch Traumatisierung stammt von Oswalt selbst. Er sollte es besser wissen.


    Nach einer Bautradition seit der wilhelminischen Ära werden Artefakte der vorhergehenden Generation getilgt, um ein neues Geschichtsbild zu erzeugen. Der Wiederaufbau der Dessauer Meisterhäuser passt nicht ins Moderne Prinzip. Stattdessen sollten die anderen Bauhaus-Gebäude mit modernen Wärmedämmungen und mit kostensparenden Wellblechplatten versehen werden.


    Wieso sollte in Dessau die Ausbildung eines besseren Standortimage der Region zulässig sein, wenn sie bei dem Wiederaufbau des alten Berliner Stadtkerns unzulässig ist? Statt der architektonisch vergangenen Meisterhäuser ist in Dessau eine Grünanlage mit zeitgenössischer Landschaftsarchitektur geboten. Für diese soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden.

  • Natürlich sollte auch das Gropiushaus rekonstruiert werden!

    es zeigt gerade zwei Fensterlinien. Die anderen Meisterhäuser sind ja schon instand gesetzt worden. Das Gropiushaus ist ja leider zu Gunsten eines Einfamilienhauses in bester Tradion der Fünfziger niedergemacht worden.


    Dessau sollte ein wenig Stolz sein auf die Zeit des Bauhauses. Bei meinem Besuch vor zwei Jahren, das das "Bauhausjahr" war, hat sich Dessau wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert: Baustellen rund ums Bauhaus und null Hinweise auf die verbliebenen Bauten in der Straßenbeschilderung.

  • Zeitgemässer Neubau statt Gropius-Disneyland

    Natürlich sollte auch das Gropiushaus rekonstruiert werden! Das Gropiushaus ist ja leider zu Gunsten eines Einfamilienhauses in bester Tradion der Fünfziger niedergemacht worden.


    Dieser Bau der 1950-er ist ein Teil der Architekturgeschichte der DDR. Ihn durch Gropius-Disneyland zu ersetzen, wäre ein Versuch, das DDR-Erbe zu tilgen und die Architekturgeschichte des Landes verklärend-verniedlicht zu fälschen. Dafür gibt es keinen Bedarf.


    Die Betrachtung als Baudenkmal widerspricht dem auf Wandel ausgerichteten Geist der Moderne. Ich finde es falsch, wenn die Gebäude in diesem Stil zu Denkmälern erklärt werden und richtig, wenn der Fehler wie im Fall des Frankfurter Zürich-Hauses korrigiert wird. Oskar Schlemmer zahlte in der 1920-er Jahren die Hälfte des üppigen Gehalts für die Heizung seines Hauses, das außerdem unpraktisch verwinkelt entworfen wurde. Die geringe Praxistauglichkeit der Baumeisterhäuser wurde Anfang der 1930-er Jahre vom als Sachverständiger tätigen Professor Dr. Schultze-Naumburg festgestellt, worauf sie den Anforderungen des modernen Lebens angepasst wurden. Man braucht nicht hinzuzufügen, dass diese Häuser den modernen Passivhausstandards erst recht nicht entsprechen, was einen erneuten Umbau der existierenden Häuser erforderlich macht. Funktional sind sie ebensowenig, was zusätzlich für den Umbau oder Abriss und Neubau zeitgemässer Häuser spricht.


    Es handelt sich keinesfalls um echte Bauhaus-Gebäude, diese wurden im Krieg weitgehend zerstört und 1945, ab 1965, 1976 wie auch 1996 bis 2006 als unechte Kulisse erneut errichtet. Das Gebäude am Mittelring 38 ist eine 1992 errichtete Attrappe. Normalerweise reicht die Unechtheit der Bausubstanz zum Aberkennen der Denkmalprivilegien. Jetzt wird vorgeschlagen, den verniedlichenden Disneyland-Kulissen für ausgesuchte Touristen weitere hinzuzufügen. Geboten ist das Wegwerfen ideologischer Altlasten und der Ersatz längst überholter Bauten durch moderne, zeitgemässe und funktionale Gebäude.

  • Kein Disneyland

    Als im Jahr 2007 das Thema der Meisterhäuser-Kulissen aufgenommen wurde, lehnte der damalige Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau Omar Akbar die "originalähnliche" Rekonstruktion der Meisterhäuser ab und sagte


    Zitat

    ich lebe in Europa und nicht in einem Disneyland!


    Ich verstehe nicht, wieso gerade derjenige Bauhaus-Disneyland weiterbauen will, der vorwiegend durch Wetteifern in etlichen Medien gegen Wiederaufbaupläne an anderen Stellen bekannt ist.


    Aus dem gleichen Artikel erfahre ich, dass das ebenfalls im Stil der Moderne gebaute Olympische Dorf in München abgerissen und "ähnlich, aber nicht gleich" neu gebaut werden soll. Dieses Vorgehen soll bei allen Moderne-Gebäuden angewandt werden, natürlich auch in Dessau. Architekturwettbewerbe können moderne, zeitgemässe Entwürfe liefern.

  • Das 50er Jahre Haus ist Massenware und kann somit wieder überformt werden.Das Gropius Haus hingegen steht für die erste Phase einer völlig neuen Architektursprache.


    Ja,wieder Aufbauen