Wohnungsmarktentwicklung München (Mieten & Kaufen)

  • Hm. Vielleicht sanierungsbedürtig? Das Paradoxe an München ist ja die Kombination aus hohen Mieten und Neubaustandard der 1960er. Da gibt es oft einen hohen Sanierungsstau den man schon mit dem Auge von der Straße aus sofort erkennt wenn man weiss worauf man achten muss. Aber das ist pure Spekulation meinerseits, würde für mich allerdings Sinn ergeben.

  • Laut Bayerns Innenminister Herrmann könnte München in den nächsten Jahren eine Wohnungsnot bevorstehen. Obwohl Herrmann langfristig auch im Raum München von einem Rückgang der Einwohnerzahlen ausgeht, müsse man in den nächsten 10-15 Jahren mit steigenden Mieten und „echtem Wohnungsmangel“ rechnen.


    Offenbar weiss aber auch er nur, dass man Wohnungen benötigt, er hat aber keinen echten Vorschlag, WIE diese Wohnungen gebaut werden sollen:


    http://www.merkur-online.de/na…nungsnot-meta-635744.html

  • Stimmt, aber es ist eine gute Gelegenheit, als schwarzer Minister die rotgrüne Stadt vorzuführen, weil sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Deswegen ist die Meldung auch im schwarzen Merkur erschienen, aber nicht in der SZ, die ja quasi nur noch die Hauspostille der Landeshauptstadt ist.


    Die Stadt dagegen wirft dem Freistaat vor, dass die BayernLB ihren Wohnungsbestand veräußert. Alles politisches Geplänkel - und alle haben irgendwie recht.
    Würden sich Stadt und Freistaat nicht gegenseitig die Hölle heiß machen, es würde viel mehr vorangehen.

  • Interessant: Trotz Wohnungsknappheit und hoher Grundstückspreise gibt es in München eine beachtliche Anzahl von (Wohn-)häusern, die über Jahre leerstehen. Nicht alle Beispiele sind so offensichtlich und prominent wie das Gebäude des ehemaligen Riedwirts an der Schwanthaler-/Ecke Schießstättstrasse (gegenüber vom Saturn) im Westend - der Zustand des dem Verfall preisgegebenen Eckbaus erinnert an ostdeutsche Städte. Offenbar kann niemand etwas gegen Leerstand und Verfall von Wohnraum unternehmen, meldet der Münchner Merkur:


    http://www.merkur-online.de/lo…hoener-doener-655917.html

  • Interessante neue SZ-Serie zum Wohnungsmarkt:


    - Laut Planungsreferat wird die Stadt bis 2025 um 80.000 Einwohner wachsen, dadurch entsteht ein Bedarf an 40.000 Wohnungen in den nächsten 15 Jahren (eigentlich verstehe ich die Aufregung nicht, das ist für eine Grosstadt doch ein sehr moderates Wachstum....); zusätzlicher Wohnraum wird benötigt, da der allgemeine Wohlstand steigt und deshalb mittlwerweile fast 40 Quadratmeter pro Einwohner zum Wohnen verbraucht werden
    - 2009 wurden Baugenehmigungen für 2.280 Einheiten erteil, 4.382 wurden fertiggestellt.
    - Die Stadt zahlt jährlich etwa 125 Millionen Euro für Sozialwohnungen
    - Comeback der Genossenschaftsmodelle


    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/629/505817/text/

  • Entschuldige, aber dieser Kommentar bringt uns wirklich keinen Millimeter weiter. Da sog. „Altbauten“ (Baujahr irgendwann vor dem Krieg) logischerweise begrenzt im Angebot sind, sind die Preise natürlich höher als bei Neubauten, die noch reproduzierbar sind. Was soll man tun? Die Zeit zurück drehen, irgendwo zum Beginn des 20sten Jahrhunderts, München zehnmal so groß aufbauen und im hier und jetzt in einer Stadt voller „Altbauten“ aufwachen? ;)

  • diese klientel verlangt "exklusiven", d.h. knappen und nur für reiche bezahlbaren wohnraum. wenn du aber die ganze stadt mit retro-kitsch a la "isartorpalais" zupflasterst, ist es mit der exklusivität bald vorbei und die luxusbürger ziehen weiter.

  • Ihr wollt doch nicht im Ernst behaupten, dass das der Hauptgrund für die Attraktivität von Altbauten ist. Nachkriegsbauten sind auch begrenzt im Angebot und werden in der Form nicht mehr gebaut. Oder kommt da die Wertsteigerung noch und wir sollten uns jetzt schnell ein Exemplar sichern?
    Man sollte wohl besser sagen, dass attraktive Wohnviertel knapp im Angebot sind, da sie einfach nicht mehr gebaut werden in München (obwohl das heute genauso möglich wäre wie früher).

  • ich habe nicht behauptet, daß dies der "hauptgrund" ist, wohl aber ein wesentlicher gesichtspunkt für eine bestimmte zahlungskräftige klientel, die nicht eine adresse mit hartz-4-empfängern teilen will.

  • Ein neuer IVD-Mietwohnungs-Marktbericht offenbart die Unterschiede im Mietpreis in den Stadtteilen. Die höchsten Mieten pro Quadratmeter neuvermieteten Wohnraum zahlt man demnach in Bogenhausen (€ 13,80), Schwabing (€ 13,50), der Altstadt (€ 13,45) der Maxvorstadt (€ 13,30) und Nymphenburg (€ 13,15). Am billigsten sind die Mieten im Hasenbergl (€ 9,25), in Neuperlach (€ 9,35), Ramersdorf (€ 9,85) und Aubing-Lochhausen-Langwied (€ 9,90).


    http://www.merkur-online.de/lo…stadtteile-mm-676021.html

  • Die TZ meldet einige Zahlen der Kaupreise auf dem Wohnungsmarkt aus dem vergangenen Jahr in einer nach meiner Einschätzung wenig aufschlussreichen Tabelle.


    Teuerster Grundstückskauf 2009 war ein Grundstück in Schwabing, das für € 20 Mio den Besitzer gewechselt hat. Eine Villa in Oberföhring wurde für € 12 Mio verkauft. Die teuerste Eigentumswohnung 2009 wurde für € 3,9 Mio verkauft (€ 13.700 pro qm) und liegt laut TZ „am Alten Botanischen Garten“, dürfte also wie schon in den Vorjahren in den Lenbachgärten gewesen sein.


    http://www.tz-online.de/nachri…igenheim-meta-749973.html