Wohnungsmarktentwicklung München (Mieten & Kaufen)

  • Ich sehe das eher positiv. Das wird vielleicht die immer selben Bautraeger von Wohnungen in Muenchen etwas aufmischen. Das sich das im Artikel genannte, tolle Konzept der Stadt Muenchen, schon fruehzeitig die Bautraeger bei der Entwicklung der Messestadt Riem einzubeziehen, ausgezahlt hat, sieht man ja.

  • Das Bild zeigt auch recht gut, die prognostizierte Sättigung in München zugunsten eines 60km dicken Speckgürtels. Ich denke, da wird einiges an Lenkungsmitteln notwendig sein, um zu verhindern, dass der Speckgürtel aussehen wird, wie in den USA (keine Öffis, 10 spurige Highways, endlose Reihen von Einfamilienhäusern in Retortensiedlungen)

  • Das Muenchen-Stadt hierbei bei -3 - 3% ist, kann ich gar nicht nachvollziehen. Seit 2005 hatte Muenchen-Stadt ja schon um die 3% Wachstum.


    @Iarn, man wird sicherlich keine Probleme haben, Reglementierungen im Muenchner Umland aufzustellen bzt fortzufuehren...

  • ^^


    1) Die Entvölkerung praktisch der halben Fläche Deutschlands (blaue Töne) ist erschreckend!


    2) Eine Prognose von nur 3 % plus für die nächsten 20 Jahre in der Münchner Kernstadt ist realistisch! Wo bitte werden große Wohngebiete entstehen??? :lach:


    3) Warum ist das Wachstum im Raum Stuttgart - trotz boomender Wirtschaft und schwäbischer positiver Geburtenrate - so gering? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Was ist am Raum München so extrem attraktiv, dass er in der Grafik so dermaßen hervorsticht??

  • Die von Dir angesprochene Entvölkerung Ostdeutschlands ist praktisch die endgültige Bankrotterklärung an den aufbau Ost.


    menschen gehen da hin, wo sie eine Zukunft für sich sehen.


    Wenn es wenigsten 2 oder 3 grosse Cluster gäbe, aber da ist der Berliner Speckgürtel, ein bisschen was rund um Dresden und Leipzig/Halle, und das wars.


    "Greater Munich" wird hingegen ganz schön zu schlucken haben in zukunft.
    Da werden infrastrukturelle Probleme auftauchen, die die investitionen für die 2.Stammstrecke und den Autobahnsüdring noch harmlos erscheinen lassen werden.....

  • Isek , das Wachstum laut Karte soll ja zwischen 2005 und 2025 stattfinden. Wenn ich die Zahlen vom statistischem Amt Muenchen hernehme und noch einmal grosszuegig die Einwohnerzahlen vom 31.12.2005 und aktuell Oktober 2008 vergleiche, gab es eine Steigerung von ~77.000 Einwohnern. Das sind also schon innerhalb dieses Zeitraums 5,97% Wachstum gewesen.


    Weiterhin, wenn es die Stadt Muenchen schafft und ihre 7000 Wohnungen pro Jahr baut, dann sind das zwischen 2005 und 2025 140.000 Wohnungen, wenn wir im Durchschnitt mit ~2 Personen pro Haushalt ausgehen, sind das +300.000 Leute. Selbst wenn wir hier nur von pessimistischen 100.000 ausgehen, waeren das 7,8%.


    Alleine Freiham wird mit seinen geplanten 20-30.000 Einwohnern >= 1,55% Wachstum bedeuten.


    Fuer 2025 sehe ich 1,4-1,5 Millionen voraus, wobei ich eher mit einer Zahl naeher an den 1,5 rechne.

  • Bedenkt aber bitte, dass die durchschnittliche Haushaltsgröße sinkt, d.h. es schon für eine konstante Bevölkerung müssen Wohnungen gebaut werden.

  • Sei's drum... Auch die 7000 Wohnungen pro Jahr - sollte das Ziel denn jemals geschafft werden - werden den Druck auf den Markt nicht nachhaltig mindern können. Auch wenn man es politisch im Moment absolut nicht durchsetzbar ist: Man kann auf dem Gemeindegebiet Münchens locker und leicht 2 Millionen Menschen unterbringen und das alles ohne Einschränkungen im Lebensstandard und der Ökologie. Hier wäre jetzt eine smarte Stadtplanung gefordert um die anstehenden Probleme zu lösen.

  • Ein wenig geschockt bin ich ja schon darüber, dass man offenbar davon ausgeht, dass sich der Zuzug nach München in Zukunft vorwiegend im Umland ansiedeln wird. Dabei muss man doch nur ein wenig genauer hinschauen, um festzustellen, dass das Münchner Stadtgebiet eigentlich noch enorme Kapazitäten für die Unterbringung neuer Bewohner hätte. Von den großen ehemaligen Industrie-, Lager und Kasernenflächen über jede Menge Baulücken in bereits perfekt erschlossenen Stadtvierteln. Der Entwicklung dieses überproportionierten "Speckgürtels" muss unbedingt gegengesteuert werden, sonst gibt's den Verkehrsinfarkt und man riskiert den hohen Naherholungswert des Umlandes. :nono:

  • Kaufimmobilien-Preise steigen weniger stark als vor einem Jahr; Preisentwicklung seit Herbst 2007 in Prozent:


    Eigentumswohnungen (Neubau): +1,4
    Eigentumswohnungen (Bestand): +3,8
    Freistehende Einfamilienhäuser: +3,5
    Doppelhaushälften (Bestand): +6,3
    Reihenmittelhäuser (Bestand): +3,4
    Baugrundstücke für Geschossbau: +3,8
    Baugrundstücke für Einfamilienhäuser: +1,5



    Volständige PM von IVD Süd: http://ivd-sued.net/html/0/518/artikel/994.html


    Laut AZ werden momentan in Oberhaching die höchsten Preise für freistehende Einfamilienhäuser gezahlt (Durchschnittspreis € 850.000). Allerdings gebe es kaum Informationen über die Preise im benachbarten Edel-Vorort Grünwald.


    Quelle: http://www.abendzeitung.de/muenchen/70867

  • München geht langsam aber sicher auf die 1,4 zu ;) müsste ja so gegen ende 2009 erreicht sein wenn man den zahlen glauben schenken würde..


    Glaubt man den neuesten Prognosen der Bertelsmann Stiftung, werden etwa 2025 die 1,5 Mio erreicht (außerdem: im Raum München soll sich der Altersdurchschnitt bis 2025 relativ stabil bei noch knapp unter 42 Jahren einpendeln, was weiterhin eine hohe Zahl gut verdienender Berufstätiger auf dem Wohnungsmarkt suggerieren könnte).


    Quelle:
    http://www.bertelsmann-stiftun…xsl/nachrichten_91824.htm

  • ^^


    Wenn die Verteilung des Wachstumes ähnlich wie in den vergangenen Jahrzehnten statt findet kann man für den S-Bahn Bereich eine Einwohnerzahl 2025 von mindestens 3,2 Millionen prognostizieren! Gibt es dafür siedlungspolitische Planungen auf der Ebene der Planungsregion München?? Oder verbleibt man beim urmünchner Prinzip der Antiplanung und mutwilligen Verknappung?

  • Um das Gerücht, München habe keine Flächenreserven mehr, um neue Einwohner unterzubringen („München platzt aus allen Nähten“) ein für alle mal zu entkräften, habe ich hier mal schnell eine paar große innerstädtische Gebiete markiert, die man in den nächsten Jahren verdichten könnte (vieles davon wird ja bereits entwickelt, trotzdem veranschaulicht es die enormen Kapazitäten, mit denen man allerdings sorgsam umgehen sollte - wohlgemerkt, dies sind nur die ganz großen Flächen im absoluten <Innen>-Stadtbereich): http://maps.google.de/maps/ms?….087847,0.154495&t=h&z=13


    München mag zwar im deutschlandweiten Vergleich eine hohe Nutzungsdichte aufweisen, international gesehen ist die Stadt aber äußerst locker bebaut und enthält sehr viele Grünflächen. Zudem bezweifele ich die oftmals unterstellte Logik „je geringer die Nutzungs- bzw. Einwohnerdichte desto höher die Lebensqualität“.

  • Zudem bezweifele ich die oftmals unterstellte Logik „je geringer die Nutzungs- bzw. Einwohnerdichte desto höher die Lebensqualität“.


    Ganz richtig! Gerade die dichten urbanen Viertel innerhalb des Ringes sind als Wohnraum unglaublich beliebt. Wichtig wäre die Entwicklung von neuem Stadtraum - und keinem Vorstadtcharme in München!