Güterplatz: The Spin (128 m), Eden (98 m), Wohnungsbau

  • In dem von Adama im Beitrag #213 zum Tower X verlinkten Projektbericht von Groß & Partner gibt es Informationen zum Status beim Spin, ich zitiere:

    "Aufgrund pandemiebedingter Störungen auf Ebene eines Nachunternehmers, Verknappung der Rohstoffressourcen und damit verbundener Preissteigerungen müssen bei den Fassadenarbeiten neue Unternehmen hinzugezogen werden."

    "Die Rohbauarbeiten wurden im Juli fertiggestellt, ca. 30% Leistungsstand bei Gebäudetechnik, 15% bezogen auf den Innenausbau."

  • Es kann auch länger als ein paar Wochen dauern. Fassadenmontage bei dieser Konstruktion ist nicht trivial. Jedes neue Unternehmen ohne betreffende Detailerfahrung hat hier einen Lernprozess durchzuführen (der hoffentlich im Budget enthalten ist). Die punktuelle Präsenz in den letzten Wochen bei den Fassadenarbeiten könnten quasi Erkundungsgänge gewesen sein. Hoffen wir das beste, dass sich der neue Dienstleister nicht übernommen hat.

  • Derweil geht es an der ABG-Bebauung und beim Eden voran. Eine Ahnung der zukünftigen Fassadenfolge und Raumbildung:


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    Die Glasfassade des Turms ist von Hilfskonkstruktionen befreit, die äußeren Grünstreifen allseits angebracht, und es wurde begonnen, die inneren Wangen (Balkontrenner) zu begrünen. Mal wieder ein abendliches Stimmungsbild:


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    Bild: epizentrum

  • ^ Eden und Skyline Plaza machen sich sehr gut zusammen und wirken elegant. Die ABG-Bebauung hingegen sieht irgendwie leblos aus - im letzten Bild wie ein Staffagebau-Rendering, um die Nachbarn glänzen zu lassen. Für gute Proportionen bei der Horizontalgliederung ist es zwei Geschosse zu hoch - Staffelgeschoss und Erdgeschosszone sind zu plump. Ein Bremsklotz für das Eden.


    Drei sich in "weiß" abtreppende Staffelgeschosse mit großzügigerer Verglasung und ordentlich Fassadengrün vom Eden auf den resultierenden Terrassen on top, hätte den Bau etwas Leben und Dynamik eingehaucht.

  • Foyerbegrenzung am Spin

    Dort werden gerade die Rahmen für die Verglasung des Foyers in Richtung Haltestelle Güterplatz angebracht. Diese markieren lt. Auskunft eines der am Bau Beteiligten auch die Grundstücksgrenze. Auf dem Modell, das Schmittchen in Beitrag #292 vorstellte, kann man erkennen, dass dort unter der Vorkragung wohl ein Eingang zur U5 sein soll. Eine Vorstellung über das Foyer an dieser Stelle erhält man im Rendering in Beitrag #254 von Adama. Dort sind auch die unterschiedlichen Treppenhöhen angedeutet



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  • Die Not des Projektentwicklers durch den Ausfall des Fassadenbauunternehmens, dazu oben die Beiträge #661 ff., muss groß sein. Am bislang offen gebliebenen Sockel wurden provisorisch Blechverkleidungen angebracht (bereits im Vorbeitrag zu sehen), wahrscheinlich, um mit dem Innenausbau in diesen Bereichen nicht noch weiter in Verzug zu geraten.


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    Rechts im Erdgeschoss sehen wir wohl den künftigen Haupteingang des Supermarkts. Das Discountunternehmen aus Neckarsulm hat eine Eröffnung im April 2022 angekündigt, und Termine hält Lidl in der Regel ein.


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    Bilder: Schmittchen

  • Oben scheint es immerhin mit der Fassade etwas weiter zu gehen, wie auf der Webcam zu sehen ist: zwei bisher fehlende Elemente angebracht, und einige Monagegerüste für die versetzten Etagen darüber.

  • Jessas,

    Kommt Zeit, kommt Rat.

    Es scheint weiter zu gehen. Habe gerade das Bild von einem guten Freund zugeschickt bekommen, das Anbringen der Fassade geht endlich weiter.


    Allerdings scheint es so, dass im oberen Drittel dann andere Maße und auch ein anderes Glas verwendet werden. War das schon so von Anfang an geplant?


    Groß klickbar:

    Bild: https://abload.de/img/20220112-200328_whats8bj6n.jpg


    Bild: Adama (mit Erlaubnis einer 3. Person eingestellt)

  • ^

    "andere Maße" scheinen neu zu sein. Du meinst damit, dass der dunkle Streifen nun breiter ist? Das dürfte allerdings nicht auf den Wechsel der ausführenden Firma zurückzuführen sein.


    "anderes Glas" war dagegen schon auf den Visualisierungen zu erkennen, z.B. in #254 von Schmittchen gezeigt.

  • Stimmt. Ist mir bisher auch nicht aufgefallen. Die Fensterformate ändern sich. Ist ja nicht nur der dunkle Streifen, sondern die Fenster an sich. Aber scheint ja dann im Render schon wirklichkeitsgetreu gezeigt worden zu sein.

  • Die bisher verglasten Geschosse sind alle für eine Hotelnutzung vorgesehen. Mit der anderen Nutzung darüber (Büros, 22. - 31. OG) ändert sich auch die Glassorte. Die nun zur Verwendung kommenden Scheiben sind aber für meinen Geschmack zu durchsichtig. Die Büroangestellten könnten sich eventuell beobachtet fühlen.


    Noch drei Fotos von den hoffentlich jetzt weitergehenden Arbeiten:


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    Fotos: Beggi

  • Die Dachfläche des EDEN ist jetzt mit einer höheren Glasbrüstung eingefasst, wie man auf der Webcam sehen kann. Ohne Brüstung sind bis jetzt - und das werden sie wohl bleiben - die weißen, um die Dachebene laufenden Betonscheiben (im Stil der Balkone darunter). Der zweigeschossige Aufbau hat über der Begrünung eine Alufassade erhalten, und wesentliche Teile der Gebäudetechnik sind eingebaut.

  • Ein kleiner Spin-Rundumschlag von heute. Gross und Partner sind bestimmt sehr glücklich darüber, dass es nun endlich in die Finalrunde geht.


    Im Überblick von der Europa-Allee:


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    Bild: https://abload.de/img/spin_0562jpo.jpg Bild: https://abload.de/img/spin_06ezkk8.jpg


    Beeindruckende Konstruktionen. Da braucht es schon mutige Arbeiter:


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    Auch an der unteren Auskragung geht es nun endlich weiter voran:


    Bild: https://abload.de/img/spin_08tdj9s.jpg Bild: https://abload.de/img/spin_0922hk3x.jpg


    Bilder: Adama


    Zum Thema "Eden" und Co dann mehr morgen.

  • Noch ein Nachtrag in Bezug auf das Eden. Die Einfassung des Eden mit den ABG Bauten ist okay, wenn auch nicht perfekt gelungen. Allerdings hätte ich mir am Übergang zum Spin mehr Mut zur Moderne gewünscht, bzw. ähnliche Metallverkleidungen, einen allmählichen Stilwechsel in der Fassade des linken ABG-Baukörpers zum Spin hin, usw. Der plötzliche Stilbruch ist da schon recht arg.

    Bedauerlicherweise gibt es an den ABG Neubauten auch hier und da die bereits bekannten Unsauberkeiten. (siehe rote Pfeile in letzter Grafik).


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    Bisher und im Vorbeitrag war es nicht aufgefallen, aber leider weist das Wohnhochhaus "Eden" wirklich zum Teil erschreckend hässliche grüne Wasserflecken an den Balkonen auf, da scheint mir nach wie vor einiges im Argen zu liegen. Es erinnert an einen Moosbewuchs oder eine Algenverschmutzung. Sehr unschön. Gewollt ist das so bestimmt nicht.


    Bild: https://abload.de/img/eden03jfja3.jpg


    Folgende Grafik unbedingt in groß betrachten, um die Verschmutzungen deutlich sehen zu können:


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    Bilder: Adama

  • Im Sockelbereich geht es nun auch weiter und die ersten Fassadenelemente des Foyers werden gerade montiert.


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    Blick von der Osloer Straße Richtung Hafenstraße/Mainzer Landstraße

  • Ich hatte Gelegenheit mal die Bewässerunsganlage der begrünten Fassade des Eden Tower zu besichtigen. War ziemlich überrascht, weil sie recht übersichtlich war. Sie besteht aus zwei Tanks mit Nährstofflösung, je etwa 100 Litern, sowie entsprechenden Pumpen. Genutzt wird nebenbei destilliertes Wasser. Es gibt zwar auch eine Regenwasser-Zisterne, aber für die Pflanzen ist eine Bewässerung mit gleichbleibendem pH-Wert sowie sonstiger gleichbleibend chemischer Zusammensetzung wichtig. Einige Pflanzen wurden im Vergleich zur urspünglichen Planung dann doch nicht genutzt, das gilt insbesondere für den Mondsichelfarn (ich liebe den Namen). Denn aufgrund der Größe und der Neigung ab und zu Blätter vetrocknen zu lassen, um neue bilden zu können, hatte der Brandschutz ein Veto eingelegt.


    Als Hobby-Pflanzler bin ich jetzt erst einmal gespannt, wie die Pflanzen durch den Winter gekommen sind. Denn man darf eines nicht vegessen, wie auch schon geschrieben, das Ganze ist botanisch nicht trivial. Die Pflanzen müssen in alle Himmelsrichtungen das ganze Jahr über in einem Höhenband von 0-100 m funktionieren. War letzte Woche wieder da und es sieht bis auf eine paar Pflanzen just am Eingang überraschend gut aus.


    Die Nebenkosten der Fassadenbegrünung sind natürlich über das Hausgeld eingepreist. Gedrückt haben sie es bestimmt nicht, aber sie sind auch nicht explodiert. Denn bei entsprechend exklusiven Wohnungen mit aufwendigen Außenbegrünungen fallen auch Kosten zur Pflege an und das für mehr als zwei Gärtner-Einsätze im Jahr. Ein Insider hat mir verraten, dass die Pflegekosten nahezu vergleichbar sind. Das gilt natürlich nicht für die Kosten der aufwendigen Konstruktion, aber die sind in den Wohnungspreisen enthalten.

  • Gestern gab es einen Pressetermin "im Paradies", wie es der projektverantwortliche PR-Mann ausdrückte. Der Runde wurde der Baufortschritt, die Fassadenbegrünung sowie die Musterwohnung im 22. OG präsentiert. Außerdem gab es eine Führung durch weitere Wohnungen, u.a. den Penthouse-Wohnungen im 28. OG, sowie zum Dach. Start unten am Haupteingang vor der inzwschen vollverglasten Lobby und dem verkleideten Übergang zur ABG-Bebauung:


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    Großzügig gestaltet wird der Eingangsbereich (links) mit Rezeption und Durchgang zu den drei Hauptaufzügen. Rechts wird das Fitness-Stuio entstehen. Alles sehr luftig und hell:


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    Die Wand hinter der Rezeption wird noch großflächig begrünt, siehe auf dem Rendering. Die Anschlüsse für die Be- und Entwässerung sind vorbereitet:


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    Der Hauptzugang wird aus zwei großen Drehtüren bestehen. Bis zu ihrem Einbau wird noch so manche Brise durch die Lobby ziehen:


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    Von der gemütlich eingerichteten Musterwohnung im 22. OG hat man einen zweifellos beeindruckenden Blick auf die Skyline:


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    Von den jeweils zwei Balkonen der Eckwohnungen gilt das umso mehr:


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    ONE und Grand Tower "zum Anfassen":


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    Hier wird die Begrünung fachmännisch erklärt:


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    Um 90 Grad geschwenkte Blickrichtung von einer der Schmalseiten des Daches, auf dem sich ansonsten vier Dachterrassen befinden (davon zwei zu den Penthäusern, zwei für die Gemeinschaft):


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    Noch einmal hinunter an den Fuß des Turmes, um die zukünftige Platzsituation im öffentlichen Bereich zur Europa-Allee einzufangen:


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    Blick in Richtung Frankenallee:


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    Rücksprung der ABG-Bebauung östlich vom Eden-Turm mit Durchgang zum Innenhof hinter dem Turm. In der Panorama-Aufnahme ist der kleine Platz größer dargestellt als er wirklich ist:


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    Bilder: epizentrum


    Bilder von den beiden Innenhöfen sowie vom Spin folgen.

  • Hier nun die Innenhöfe des Güterplatz-Ensembles, angefangen mit einem Überblick aus luftiger Höhe. Die Orientierung dürfte klar sein, links befindet sich der Spin, oben die Mainzer Landstraße:


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    Gut erkennbar ist der fortgeschrittenere Baustand am größeren (westlichen) Innenbereich. Hier befinden sich bereits die Außenanlagen in Arbeit:


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    Zwischen Eden und ABG passt mehr als ein Blatt:


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    Fassadendetail und Vorbereitung für kleine Gärten:


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    Blick zurück:


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    Das orangene Dach gehört zu den Geräten des zukünftigen Spielplatzes, der wirklich ein kleines "Paradies" für Kinder werden könnte:


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    Für die Ausführung des Bodenbelags liegt eine Musterfläche bereit:


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    Zur Frankenallee hin liegen die ersten Steine, leider wenig attraktive Knochensteine:


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    Zum Abschluss eine Übersicht Richtung Güterplatz und Europa-Allee, unter der bekanntlich ein Tunnel und eine Station für die Verlängerung der Linie U5 entstehen:


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    Bilder: epizentrum