News zu konkreten Projekten im gesamten Stadtgebiet

  • @ Planer, da hast do wohl Recht, so interpretiere ich die Visualisierungen auch.



    Visualisierung: KIB Gruppe


    Ich kann jetzt allerdings nicht aus dem Stehgreif sagen, dass zwischen diesem Gebäudeentwurf und dem Bestand inklusive des letzten Neubaus kein weiteres Haus mehr passen würde. Allerdings halte ich es für wahrscheinlich, dass es hier kein Hochhaus mehr geben wird, da die Ecke bereits stark verdichtet ist und das Hochhaus die Frankenstraße und die gegenüber liegende Wohnbebauung verschatten könnte. Bei einem Hochhaus muss man ja auch berücksichtigen, das die hunderte oder mehr von Nutzern ja morgen hin und abends weg wollen. Solange die alle die U-Bahn oder den Bus nutzen - toll - aber es wird eben auch immer zusätzlicher Autoverkehr mit geplant.

  • Quark .. das Gebäude ist gegenüber des Noristower geplant .. auf dem Franken Campus . Noris Tower wäre ja schon auf dem MAN Gelände.


    Ganz einfach zu beschreiben .. auf der Brache hinter dem dem U-Bahn Abgang .. neben dem Neubau

  • Wie das Deal-Magazin am 10. Oktober berichtete, rangiert Nürnberg unter den europäischen B-Standorten in Sachen Immobilieninvestitionen zu den Top-Wachstumsregionen mit +115% Investitionszuwachs, gemeinsam u.a. mit Birmingham und Liverpool.


    http://www.deal-magazin.com/ne…-25-der-Investmentmaerkte


    Da muss die Stadtverwaltung anständig mit skalieren, denn all diese Investitionen wollen durch ein zügiges Verwaltungsverfahren legitimiert werden.

  • Neuordnung der allgemeinen Stränge


    Bin mir nicht mehr sicher in welchem Unterstrang wir darauf schon eingegangen waren, eventuell sollte der Beitrag verschoben werden



    Geht wohl nicht nur mir so, dass ich bisweilen nicht mehr unterscheiden kann was in welchen der drei angepinnten allgemeinen Threads hier gepostet werden soll. Vermutlich ist einer von beiden überflüssig. Ich habe daher die Threads umbenannt und jüngere Beiträge mal neu sortiert in der Hoffnung, dass die orientierung nun leichter fällt und man ältere Beiträge aus zielsicherer findet. Unterschieden werden soll zwischen:


    [1] Allgemeine Fragen und Unkonkretes zum Baugeschehen [Fragestrang]
    Platz für Gerüchte aus dem Baugewerbe und damit verwandten Sachverhalten, z.B. wenn ein Unternehmen eine Immobilie sucht oder ominöse Visualisierungen kursieren. Das dürften nicht viele Meldungen sein.


    [2] News zu konkreten Projekten im gesamten Stadtgebiet [Sammelstrang]
    Platz für Meldungen über feststehende Bauvorhaben von allgemeinem Interesse, für die es keinen passenden Projektstrang gibt. Ebenfalls können hier Meldungen hinein über Statistiken und Berichte zum Baugeschehen in der Region.


    Lounge
    In der Lounge kann man über alles schreiben.


    Wir können mal schauen ob es wirklich Strang [1] und [2] nebeneinander braucht.

  • Neubaugebiet Boxdorf

    Die Stadt dehnt sich aus. Und richtigerweise entscheidet man sich an den Stadtgrenzen lieber Ackerland anstatt Waldflächen des Reichswalds zu "opfern". Das Knoblauchsland rückt weg vom Stadtzentrum.


    Keine Ahnung wann die Wettbewerbsergebnisse auf der Seite der Stadt Nürnberg online gestellt worden sind. Interessant sind sie allemal. Es geht um die Bebauung eines Areals an der Erlanger Straße auf Höhe des Flughafens, zwischen Würzburger Straße im Norden und Alfred-Rohrmüller-Straße im Süden zu einem völlig neuen Stadtteil:



    Quelle: Nürnbergluftbild/Hajo Dietz/Stadt Nürnberg


    Der Wettbewerb besteht aus einem Ideen-Teil und einem Realisierungsteil, d.h. der Realisierungsteil enthält die konkrete Zusage an den Wettbewerbsgewinner, den Auftrag zur Umsetzung zu erhalten. Es geht also offensichtlich nicht nur um reine Luftschlösser. Gewonnen hat den Wettbewerb das Münchner Büro mnundb architekten:



    Quelle: mnundb architekten München


    An der Erlanger Straße ist die Bebauung mit Büro- und Wohngebäuden vorgesehen, die bis zu 4 Stockwerke haben. Dahinter wird die Bebauung kleinteiliger und gleicht sich dem Umfeld in Boxdorf an. Weitere Details auf der Seite der Stadt Nürnberg:
    https://www.nuernberg.de/inter…6/wettbewerb_boxdorf.html


    Alle Wettbewerbsbeiträge im Preisgerichtsprotokoll: https://www.nuernberg.de/imper…erbe/box_protokoll_pg.pdf


    Wirklich interessant finde ich ist ein nicht beschriebenes Detail: An der Erlanger Straße ist die Straßenbahnstrecke eingeplant, die hier aktuell nicht existiert. Die Planungen für die Stadtumlandbahn ist hier also ein bestandtteil gewesen und für meine Begriffe auch richtig. Um das Projekt der StUB ist es in den letzten Monaten ja ziemlich ruhig geworden, ich denke aber die Zeit spielt für das Projekt. Die aktuelle Verlängerung der Linine 4 bis "Am Wegfeld" reicht ja leider nicht bis hierher, sondern endet ca. 500 Meter weiter südlich.

  • die "geringe Aufmerksamkeit" könnte der Tatsache geschuldet sein, dass hier v.a. ein Investor antreibt und das ihm gehörende "Sahnestück" (die Nordostecke, an der die B4 / Erlanger Str. von Norden nach Nbg. führt) mit einem Lager- und Verwaltungsgebäude bebauen möchte.
    Die Bauleitplanung gibt das wohl her, aber glücklich scheint man bei der Stadt damit nicht zu sein... Das neue Eingangstor zur Stadt hätte man sich bestimmt anders gewünscht.


    Was mich auch überrascht, dass die evtl.vorbei führende StUB so stiefmütterilch und lieblos behandelt wurde. Diese wertet das Gebiet und die Preise mit Sicherheit auf und gehört in das Gebiet und nicht an den Rand.


    Aber im Chancen Auslassen ist man in Nbg. gut (s.o.)


    (ps. bis Wegfeld sind es gute 4 km, also etwas hin)

  • Das neue Eingangstor zur Stadt hätte man sich bestimmt anders gewünscht.


    Das wette ich auch. Aber ein echtes Eingangstor ist es ja nicht wirklich, die andere Seite der Straße bleibt landwirtschaftlich genutzt. Zumindest vorerst.
    Ich finde es aber eher normal, dass sich in dieser Randlage zunächst geringwertiges Gewerbe ansiedelt, und erst mit steigenden Grundstückswerten und zunehmender Verdichtung und infrastruktureller Vernetzung auch die Nutzung hochwertiger wird. Die vorliegende Planung der Stadt erscheint mir vor diesem Hintergrund etwas ambitioniert, sozusagen von 0 auf 100 ohne über "Los" zu gehen. Für wichtiger hielte ich, unbequemes Gewerbe aus Innenstadtlagen rauszukriegen, und darunter verstehe ich fast alles was mit Autos zu tun hat. Über das völlig deplazierte Autohaus am Milchhof habe ich mich ja schon mehrfach aufgeregt. Aber auch die immer wiederkehrenden Nachrichten von fliegenden Autohändlern aus St. Leonhard mit illegal abgestellten Autos gehören in diese Schublade. Herrjeh, wie könnte man das Viertel rund um die Holzschuherstraße entwickeln, wenn man den FSW unter die Erde legte und und diese dubiose Gewerbehoflandschaft transformieren könnte. Da scheint es mir aber kein Konzept zu geben, stattdessen will man nagelneue Vorzeigequartiere dort direkt auf dem Acker, weit weg von jeder existierenden ÖPNV-Anbindung haben. Ist ja auch viel einfacher.




    ps. bis Wegfeld sind es gute 4 km, also etwas hin


    Ok, danke, die Erlanger Straße kenne ich nur von Radtouren, sie zieht sich sehr lange hin und ich hab bis heute nicht verinnerlicht, wo "Am Wegfeld" eigentlich genau liegt, wie weit draußen. 4 Km statt 500 Meter dramatisiert meine persönliche Bewertung aber zusätzlich.

  • Baukunstbeirat Sitzung heute

    Leider ist es durch eine Büropanne nicht dazu gekommen, die TOP's des heutigen BKB-Treffens zu veröffentlichen.


    https://www.nuernberg.de/inter…erat6/bkb_2016_12_08.html


    Aus sicherer Quelle habe ich erfahren, dass folgendes behandelt wird:


    TOP 1: Geheim :-(


    TOP 2: Nelson-Mandela-Platz, Neubau eines Tagescafés mit Toilettenanlagen - der Punkt ist bereits im Sommer vorgestellt worden, damals hat der BKB um Wiedervorlage gebeten.


    TOP 3: Wie ich im Nachhinein erfahren habe, wurde das Projekt kurzerhand in die Kategorie "nicht öffentlicher Teil" verlegt, da noch nicht spruchreif. Daher habe ich die hier gestandenden Infos gelöscht. Kommt sicher später.


    Ich hoffe dass die Unterlagen und Infos wenigstens online nachgereicht werden.


    Hinsichtlich TOP 1 kann man nur spekulieren: In der gestrigen NZ Printausgabe erschien wieder eine halbseitige Anzeige "Bauträger in der Region" diesmal von Sontowski & Partner, die als Startschuss für ein Neubauprojekt das Bauvorhaben "Maxfeld Eck" vorstellten. Dazu habe Sontowski und Partner ein Grundstück in maxfeld erworben, wo 32 Eigentumswohnungen errichtet werden sollen. Die abgedruckte Visualisierung zeigt einen ähnlichen Bau wie das "Maxpalais" von der Konkurrenz "Bauhaus Liebe und Partner" auch in Ecklage mit Balkonen (Südseite). Jetzt kann man sich in Google Maps ja auf die Suche nach einem passenden Grundstück machen. Lt. Beschreibung soll der Bau irgendwo in zurück gesetzter Lage zwischen Pirckheimer Straße und Stadtpark entstehen. Das dicht bebaute Maxfeld aber bietet da kaum Möglichkeiten. Das einzig passende Grundstück, dass ich dafür ausmachen konnte war ein unbebauter Abschnitt an der Löbleinstraße Ecke Tuchergartenstraße (Streetview) direkt neben dem Hans-Sachs-Gymnasium.
    Mal sehen ob ich da richtig geraten habe, vielleicht ist das ja auch der geheime TOP 1.

    Einmal editiert, zuletzt von nothor () aus folgendem Grund: Top 3 aktualisiert

  • Stadtteilzentrum Gebersdorf

    Die Presse berichtete bereits am 07.01.2017 über die Baupläne auf dem Gelände des früheren Umspannwerkes Gebersdorf:


    http://www.nordbayern.de/regio…n-1.5732147?searched=true


    Das Elektrizitätswerk wird schon seit langem nicht mehr benötigt und ist seit 2011 außer Betrieb. Der Ortsverein Gebersdorf-Großreuth der SPD berichtete im März 2016 von einer ausstehenden Denkmalprüfung für das alte Umspannwerk, das wohl auf 1913 zurückgeht. Offensichtlich ging die negativ aus, denn die diskutierten Planungen sehen keinen Erhalt vor.



    Google Earth


    Die Beschreibung der Projektaufgabe auf Competitionline verliert kein Wort über das Umspannwerk. Der durchgeführte Wettbewerb stellte die Teilnehmer vor die Aufgabe, ein Stadtteilzentrum zu entwerfen, indem es Tiefgaragenplätze geben wird, mehrere mehrstöckige Häuser an der vielbefahrenen Gebersdorfer Straße, und einige Reihenhausanlagen Richtung Nordosten, angepasst an die vorhandene Bebauungsstruktur:



    Modell: ATP Architekten, Logo Verde Landschaftsarchitekten


    Interessant finde ich hier die ausdrückliche Absicht, ein Stadtteilzentrum einzurichten. Die geplante U-Bahn-Endhaltestelle soll allerdings mit über 500 Metern relativ weit weg davon an der Rothenburger Straße entstehen. Klingt für mich eher etwas unorganisiert, denn wäre es nicht besser, wenn der vorläufige Endhalt der U3 auch im Stadtteilzentrum Gebersdorf liegen sollte? Bzw. ist es nicht wahrscheinlich, dass sich die Gegend um den U-Bahnhof Gebersdorf an der Kreuzung Gebersdorfer Straße/Rothenburger Straße einrichtet, und dort Park@Rideplätze, Arztehäuser und Nahversorgung ansiedeln?

  • Der neue Baukunstbeirat hat seine erste Tagung 2017 absolviert:


    https://www.nuernberg.de/inter…erat6/bkb_2017_02_02.html


    Top 1: geheim
    Top 2: "Wohnen am Ring", offensichtlich soll in direkter Nachbarschaft zu Projekt in der Lenaustraße (hier vorgestellt) die Brache vor dem Aldi-Parkplatz direkt am Ring bebaut werden (google maps). Leider gibt es keine genaueren Informationen.
    Top 3: Hirsvogelstraße, Familien- und Studentenwohnungen. Leider auch hier keine weiteren Details. Es könnte die Neuauflage der Pläne für den Hirsvogelbunker sein (hier zuletzt besprochen) oder bereits die Neuplanung für den bald abgerissenen Rhädda-Barnen-Komplex am Cramer-Klett-Park. Die Angaben auf der BKB-Seite geben leider nichts weiter Preis.
    Top 4: Bahnhofsplatz, Errichtung eines Convenience Stores der VAG Nürnberg. K.A. was das sein soll, offensichtlich ist man auf den Geschmack gekommen mit Gastronomie-Pavillions die Bahnhofsvorplätze zu beleben. Der "Plärrer-Automat" lebt fort. Da bin ich ja mal gespannt auf weitere Details.


    "Der Baukunstbeirat, das unbekannte Wesen"
    Zum neuen Baukunstbeirat gab es in der NZ am 01.02.17 (Seite 11) ein interessantes Interview von Herrn Dr. Fischer mit den ehemaligen und dem neuen Vorsitzenden des Baukunstbeirates. Fischer wollte wissen, wie der BKB seine Arbeit einschätzt, die Arbeitsumstände für den BKB in Nürnberg bewertet, und wie Nürnberg durch Auswärtige Fachleute gesehen wird. Grob wiedergegeben: Sowohl der ehemalige Vorsitzende Dr. Egli als auch der neue, Prof. Will, lobten Nürnberg für seine Bescheidenheit. Die Stadt halte sich für weniger wichtig, als sie eigentlich sei und wäre keine Primadonna, die sich für die schönste und beste halte wie Dresden. Die Zusammenarbeit mit den Bauherren und deren Architekten verlaufe zunehmend positiv und die Ängste vor dem BKB als gnadenloses Prüfgremium, hätten sich gelegt. Die Beratung würde zunehmend gut angenommen und bei der Projektentwicklung berücksichtigt. Festgestellt werden muss leider, dass die Rendite im Vordergrund stehe und die Bauordnung den Architekten gestalterisch sehr viel Freiheit biete, denen man nur Empfehlungen entgegensetzen könne. Daher forderten beide die unbedingte Rückendeckung seitens der Stadt für den BKB ein. Denn wenn ein Beirat keine formale Macht habe, kann nur sein Urteil Gewicht haben, wenn sich die Bauordnunsgbehörde die Beurteilung zu eigen mache und unterstützend tätig werde. Die Wärmedämmung wird für das Stadtbild als problematisch gesehen, wobei es eine Übergangsphase sei, der Mensch experimentiere hier mit neuen Bauvorschriften und dies bringe ersteinmal gestalterisch unbefriedigende Ergebnisse.


    Mir als Leser drängte sich der Eindruck auf, als habe Hr. Egli durchaus ein besseres Gespür für offene und ehrliche Kritik, seine Aussagen sind prägnanter und kritischer. Er benennt z.B. die Investoren und den Druck nach maximaler Rendite als Hauptgrund für schlechte Gestaltung. Schwierig finde ich die Aussage Wills, die Stadt sei keine Diva und wolle nicht die schönste sein. Das ist natürlich problematisch, wenn man sich andererseits wünscht, die Bauprojekte würden attraktivere Ergebnisse liefern. Bescheidenheit führt zu Mittelmäßigkeit. Ich persönlich finde jede Stadt sollte den Anspruch haben, die schönste zu werden. Das muss ja nicht ausarten, aber einen Qualitätsanspruch sollte man formulieren, eine Messlatte, die nicht unterschritten werden darf. Und dies ist leider nur der BKB, da die Bauverwaltung leider keine Gestaltungsfragen beantwortet. Interessant ist auch ein Punkt, der am Beispiel des Neubaus an der Deutschen Rentenversicherung verdeutlich wird: Wenn man nicht weiß, was vorher dort war, kann man das sogar schön finden, was jetzt da steht. Ich finde das steht leider für fast die ganze Stadt.

  • In diesen Bericht auf Nordbayern.de werden folgende für ab 2017 geplante Baustellen der Stadt erläutert:


    -Umbau Bahnhofsvorplatz
    -barrierefreie Ausgestaltung von Bushaltestellen
    -Vorbereitungen zur Sanierung der Hafenbrücken
    -Umbau Bayernstraße


    Viel neue Infos sind aber nicht dabei

  • BKB-Sitzung am 06.04.2017

    Aktuell tagt der Baukunstbeirat sein zweites Mal in diesem Jahr:


    https://www.nuernberg.de/inter…erat6/bkb_2017_04_06.html


    Die Tagesordnungspunkte sind im Vergleich zur letzten Sitzung aus Sicht der Öffentlichkeit unverändert:
    Top 1 - 4: geheim
    Top 5 - 7: bereits bekannte Punkte, zu denen leider auch im Nachgang zur Letzten Sitzung am 02. Februar keine Unterlagen zugänglich gemacht wurden, die die Protokolle besser nachvollziehbar machen würden.
    Top 8 ist neu, die Akademie der Bildenden Künste wurde jüngst saniert und ist mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden. Näheres zum Ausweichquartier - was in meinen Ohren eher nach einem baulichem Provisorium klingt - ist mir nicht bekannt. Ich glaube eher weniger, dass dieser Punkt eine städtebauliche Relevanz erreicht, zumindest nicht solange der nicht in der Innenstadt steht. Die Adresse Bingstraße 60 ist ja eher außerhalb der Innenstadt.


    Insgesamt finde ich die Transparenz des BKB im Web seit einigen Monaten sehr verbesserungswürdig. Früher wurde da wesentlich progressiver kommuniziert, die Vorankündigungen hatten mehr Substanz, nach der Sitzung konnte man teilweise sehr detaillierte Pläne einsehen und so die Bewertungen des BKB gut nachvollziehen. Das, was sich da jetzt bietet sieht eher danach aus als wolle man den BKB aus dem licht der Öffentlichkeit herausnehmen bzw. mittelfristig bedeutungslos machen.

  • Die BKB-Sitzung vom 06.04. ist nun schon eine Weile her, zwischenzeitlich sind auch die Protokolle des Beirats zu den einzelnen, öffentlich diskutierten Projekten nachlesbar.


    Leider aber ist das nun schon die zweite Sitzung in Folge, bei der die Inhalte, die dem BKB vorgelegt werden, nicht weiter transparent gemacht wurden. Wenn man es nicht schafft zu den Sitzungen persönlich vor Ort zu sein - Pech gehabt, dann kann man nur noch tatenlos und meinungsbefreit zuschauen, was sich in Nürnberg tut. Im Ergebnis wird der Öffentliche Rückhalt für den BKB damit doch arg eingeschränkt, da man sich selbst keine Meinung mehr zum Projekt bilden kann.


    Ich finde diese Entwicklung sehr schade, waren doch die BKB-Sitzungen immer spannende Termine und boten einen reichen Erkenntnisgewinn auch für mich als interessierten Laien. Ich kann nur spekulieren ob das etwas mit dem neuen Vorsitzenden des Beirats zu tun hat, der einfach weniger Öffentlichkeit haben wollen könnte, oder mit Personalengpässen in der Bauverwaltung, die die Website managt, wie ich hörte. Schade ist es in jedem Falle, denn für die breite Öffentlichkeit gibt es dann gar keine Informationen mehr im Netz.

  • Baukunstbeirat fällt aus

    Der Baukunstbeirat hätte seine nächste Sitzung am 01.06.2017, allerdings wird bekannt gegeben, dass sie ausfällt:


    https://www.nuernberg.de/inter…erat6/bkb_2017_06_01.html


    Ist aber im Grunde auch egal, nachdem der Baukunstbeirat zunehmend aus dem Licht der Öffentlichkeit verschwindet:


    • Immer mehr Tagesordnungspunkte werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit besprochen
    • Zunehmend fallen die Sitzungen einfach aus
    • Besonders bedauernswert finde ich aber, dass nur noch die trockenen und oft schwer nachvollziehbaren Protokolle veröffentlicht werden, nicht aber die Beschreibungen und Pläne/Visualisierungen der Bauvorhaben. Die Protokolle ergeben für sich genommen dann kaum noch Sinn.


    Im selben Maße, wie sich Bauherren verpflichten lassen, ihre Projekte durch den BKB zu schicken und dort legitimieren zu lassen (bspw. Heimgartenweg in Zabo), verändert der BKB sein Gesicht als öffentlich tagendes Gremium mit dem Anspruch, die Öffentlichkeit zu informieren, und verlegt seine Geschäfte zunehmen ins Verborgene. Eigentlicher Auftrag sollte laut Satzung doch sein:


    Zitat


    § 2 Baukunstbeirat-Satzung (BKBS) - Auftrag
    (1) Der Baukunstbeirat befindet über Vorhaben, bei denen stadtgestalterische, baukünstlerische und denkmalpflegerische Gesichtspunkte einen besonderen Einfluss auf die Erhaltung, Gestaltung und Weiterentwicklung des Stadtbildes haben können.
    (2) Alle Vorhaben, die auf Grund ihrer Größenordnung und Bedeutung für das Stadtbild prägend in Erscheinung treten, sind dem Baukunstbeirat vorzulegen. Über die Vorlage sonstiger Vorhaben von Bedeutung für das Stadtbild entscheidet die Geschäftsstelle.


    Quelle: BKBS


    und:


    Zitat


    § 5 BKBS - Geschäftsgang
    "Die Öffentlichkeit und die Medien sollen nach der Sitzung in einer Konferenz am Sitzungstag durch die oder den Vorsitzenden des Baukunstbeirats und das Planungs- und Baureferat informiert werden.


    Quelle: BKBS


    Die Schwachstelle in der Satzung scheint mir die Geschäftsstelle zu sein:


    Zitat


    § 6 Geschäftsstelle
    (1) Die Geschäftsstelle des Baukunstbeirates wird beim Planungs- und Baureferat geführt.


    Die Geschäftsstelle ist also bei der Stadtverwaltung angegliedert und steuert die Eingaben und Vorlagen für den BKB. Die Geschäftsstelle ist damit den Weisungen des Baureferates unterstellt, und dieser wiederum erhält seine Aufträge von der Stadtspitze, wissen natürlich Investoren welche Knöpfe zu drücken sind um das jeweilige Bauvorhaben vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Schade um den BKB, der damit seinen Rückhalt bei Architekturinteressierten zunehmend einbüßt.

  • Ich kann nothor nur beipflichten, die "neue" Praxis des BKB ist ein deutlicher Rückschritt was die Einbindung der Öffentlichkeit angeht.
    Ich hoffe das sich die Verantwortlichen nochmal prüfen und zur bewährten Öffentlichkeitsarbeit des BKB zurück kehren.
    Dies wäre allen an Stadtplanung und Architektur interessierten nur zu wünschen!



    d,

  • Will sich ggf. die Stadt und insbesondere der redselige und gerne die öffentlichkeit-suchende Baurerferent diese Gremium (er-)sparen?


    Auch eine Möglichkeit zu sparen...

  • Wie ich Herrn Ulrich einschätze würde ich nicht glauben, dass die eingeschränkte Öffentlichkeitsarbeit des BKB ihm zuzurechnen ist. Die Baubehörde ist nicht so wirtschaftsnah wie man glaubt. Es sind vielmehr die Stadträte, die zum Teil selber in den Vorständen der Wohnungsbauunternehmen hocken, sowie der OB, der jedem Investor gerne den roten Teppich ausrollt und dabei sogar die Baubehörde, auch das Denkmalamt, bremst. Z.B. am Heimgartenweg in Zabo gab es eine Initiative der Baubehörde und einiger Anwohner, das Ensembe mit einem Erhaltungssatzung vor unangebrachten Eingriffen, Abrissen und Verdichteter Neubau, zu schützen. Das ganze hat der OB kassiert bevor es dem Bauausschuss zur Diskussion vorgelegt worden ist. Um den Investor nicht zu verschrecken. ...Klar, das Wohnungsbauunternehmen Nürnberg Ost könnte ja nach Osteuropa oder Asien abwandern, wenn es hier nicht bauen darf. *Sarkasmus aus*
    Mir persönlich ist die SPD-Spitze in der Stadt viel zu wirtschaftsnah.

  • Zitat nothor: "Mir persönlich ist die SPD-Spitze in der Stadt viel zu wirtschaftsnah."


    Mal ehrlich nothor, was erwartest du von der Stadtspitze? Die Verschuldung Nürnbergs steigt trotz historisch niedriger Zinsen und drittniedrigster Arbeitslosigkeit unter den deutschen Großstädten (über 500 000 Einwohner) gen 2 Milliarden Euro.
    Im Rathaus herrscht die Meinung, das man nun nicht auf die Investitionsbremse treten darf, auch um der Stadt Zukunftschancen nicht zu verbauen. Die kommunalen Ausgaben für Betongold wachsen daher schneller als die Einnahmen (auch auf Rekordniveau). Wären wir in NRW oder Berlin, würde man die Schulen (mit Finanzbedarf durch die Stadt von ca. 110 Mio EUR größter Einzelposten im Haushalt des Zeithorizonts 2017-2020) sich selbst überlassen und wahrscheinlich die ein oder andere Brücke für den Lastverkehr sperren (städtische Ausgaben im gleichen Zeitraum von ca. 75 Mio. EUR).


    Letztlichmuss die Stadtspitze nach vorne Blicken und das „Große Ganze“ weiterentwickeln. Und auch wenn dies häufig in Abrede gestellt wird, letztlich wird kräftig in die Breiche investiert, in denen der Stadt häufig Defizite unterstellt werden – Bildung, Kultur, ÖPNV. Zukunftsinvestitionen finden also statt...


    Wenn ich OB wäre, auch ich würde die Nähe zu Investoren suchen und gerade in Randlagen im Stadtbild auch mal ein Auge zugunsten zeitgemäßen und vergrößertem Wohnraum zu drücken - gerade im Hinblick auf den steigenden Bedarf an Wohnungen bei begrenzten Grundstücken im Stadtgebiet.


    Wo ich jedoch deutlich progressiver vorgehen würde, wäre die Weiterentwicklung des Innenstadtbereichs. Hier wäre mehr Mut zur Erneuerung, auch in Fällen wie einem möglichen Wiederaufbau der Pellerhausfassade durch Organisationen wie den Altstadtfreunden sehr hilfreich. Da agiert mir die Stadt viel zu zaghaft und abwartend. Mehr Signale, Unterstützung und Spielraum für zivilgesellschaftliches Engagement bitte!



    d.

  • Ja, das hast du gut analysiert.
    Mit "Mir persönlich ist die SPD-Spitze in der Stadt viel zu wirtschaftsnah." meine ich zunächst einmal die feststellbare Nähe zur Wirtschaft vor dem Hintergrund, was sich die Bundes-SPD in den letzten Jahrzehnten alles aufgeladen hat und worunter sie anhaltend unter Stammwählerschwund leidet.


    Aber in erster Linie beziehe ich mich auf Nürnberg und die für mich augenscheinliche Auflassung vieler Statteile zugunsten unkoordiniertem Wachstumswildwuchses. Der Milchhof war eine städtebauliche Jokerfläche mit exzellenter Lage. Da bin ich immer noch der Meinung dass da hätte viel mehr draus werden können. Insbesondere das riesige Autohaus-Areal. Allerdings könnte ich meinen Blickwinkel auch in die Zukunft wenden und sagen, dass das Autohausareal immernoch eine Jokerfläche ist, die einst zugunsten ein, zwei neuer Leitbauten verändert werden wird. Nur ein Beispiel.


    Die Zurückhaltung bei städtischen Planungs- und besonders Gestaltungsvorgaben an Schlüsselstellen in der Stadt (Zabo: Heimgartensiedlung, Großreuth h.d.V: Großreuther Straße - jeweils mit Plänen für eine Gestaltungssatzung) finde ich völlig unnötig. Ich glaube kaum, dass man Investitionen verhindern würde wenn man gestalterische Vorgaben macht. Die Oststädte zeigen hier bereits seit 10 Jahren, dass Qualität wiederum Qualität anzieht. Dort sanieren Investoren selbst abgewirtschaftete Ruinen zu Juwelen. Wer nicht ein Mindestmaß an Qualität bietet fliegt vom Markt. Gut, das ist ein Angebotsmarkt, es gibt mehr Wohnungen als Nachfrage. Aber es zeigt eben dass das Argument der "Wirtschaftlichen Darstellbarkeit" zumindest in großen Teilen nur vorgeschoben ist.


    Besonders schlimm finde ich aber das unsägliche Zaudern z.B. beim Volksbad, oder den Eiertanz um den Rundbau am Hbf. Soetwas wird auch überregional wahrgenommen und Nürnberg vermittelt durch dieses Herumeiern ein viel zu schwaches Bild von sich selbst. Dabei ist das völlig unnötig. Besser wäre eine Investorenpolitik, die aussagt "wer etwas vom Kuchen abhaben will, der muss dies, das und jenes bieten". Denkmalschutz, Ortsbild, Durchgrünung....
    Mann muss als Stadt nicht unbedingt auf die Hipster warten, die einen Ort entdecken und pushen. Man kann auch selbst Grundsteine legen, man muss nicht in jedem Stadtteil unabhängig vom Ist-Zustand die immer gleichen Entwürfe genehmigen. Das macht den Markt auch uninteressant.


    Gut, der jüngst entwickelte Master-Plan für das Knoblauchsland, oder die im heutigen Stadtanzeiger vorgestellte Ausweitung des Sanierungsgebietes Altstadt-Süd gehen in die richtige Richtung.
    Auch deine Einschätzung zu Bildung und insbesondre ÖPNV teile ich, hier werden die Weichen durchaus richtig und konsequent gestellt.