Nbger Süden: Abriss und Neubau ehem. Kaufhof am Aufseßplatz

  • Soweit ich weiß soll doch das Parkhaus baufällig gewesen und schon zu "Lebzeiten" des Kaufhofs nicht mehr benutzt worden sein. Oder täusche ich mich hier? Denn ich hatte mich auch gewundert, einerseits schwadroniert man von "Quartiersparkhäusern", die man nun dort baut wo es keinen Parkdruck gibt - das am Gaswerk in Sandreuth finde ich da so bemerkenswert - und andererseits vernichtet man hunderte Parkplätze, die man gut hätte vermarkten und den Bürgern "verkaufen" können, augenscheinlich grundlos. Das Argument der Baufälligkeit war da für mich die Antwort.

  • https://www.tenbrinke.com/de/aktuelle-projekte/aktueller-bautenstand/schocken-carré-nürnb00115.htmlhttps://www.tenbrinke.com/de/aktuelle-projekte/aktueller-bautenstand/schocken-carré-nürnb00115.html

    Auf der beigefügten Webseite steht, dass hier die Baustelleneinrichtung für die SChockenbaustelle erfolgen soll.

    Wenn diese wieder geräumt wird sollen anstelle des Parkhauses Wohnungen entstehen.

    Dazu gibt es aber noch keine Pläne.

  • Bilder von heute (siehe unten). Besonders die zweite Aufnahme finde ich toll. Wie lange wohl, war die Coca Cola-Werbung nicht mehr zu sehen? 70 Jahre?

  • Das Pakhaus ist jetzt komplett weg. Auf dem Hauptareal gegenüber tut sich weiter sehr wenig.


    51951672796_a6ec503fcc_b.jpg

    eigenes Foto.

  • Nach wie vor viele Bagger und wenig Fortschritt am Aufseßplatz... irgendwie wird schon immer was gewerkelt aber trotzdem ist kaum Fortschritt erkennbar.

    Auch auf der Projektwebseite ist bis auf einige etwas aufpolierte Visus nicht Neues zu finden. Die Webcam ist weiter deaktiviert.


    52164656552_f285842464_b.jpg

    eigenes Foto.

  • ich habe als Gerücht gehört, dass sich ein "Geschäftsmann" ein direkt angrenzendes Sperrhaus gekauft hätte, dass dem Investor nun teuer angeboten wird. Ob und was davon stimmt, weiß ich nicht. Könnte auch eine ausgedachte Erklärung sein...

  • Hm, danke für diese Info, was meinst du mit Sperrhaus? Meinst du, dass der neue Eigentümer eines Nachbarbebäudes (falls es den gibt) gegen die Baugenehmigung Klage einreicht? Das wäre doch die einzige Sorge im Falle, dass ein Nachbar die Pläne nicht unterschreibt. Gibt es überhaupt schon eine Baugenehmigung?

  • Hieß es nicht auch mal, dass eines der Nachbargebäude, vielleicht dieses welches vom Neubau quasi umbaut wird, bei den Abrissarbeiten Schaden genommen hätte? Der Abriss ist an dieser Stelle anscheinend auch immer noch nicht abgeschlossen.

    Vielleicht sind auch beide Gerüchte Teil der selben Geschichte.

  • Ich bin kein Jurist, aber ich würde grob diese drei Fälle unterscheiden:


    1. Ein Bauantrag entspricht den Gesetzen, va. BayBO, und einem B-Plan, falls vorhanden.

    Dann ist eine Unterschrift eines Nachbarn vielleicht hilfreich, um schneller eine Baugenehmigung zu bekommen. Ein Nicht-Unterschreiben hat aber i.d.R. keine Konsequenz, da eben alle Vorschriften eingehalten sind und es einen Anspruch auf eine Baugenehmigung gibt. Nachbarn können dann zwar noch mit viel Aufwand Verzögern und Ärgern, aber verhindern können sie eigentlich nichts


    2. Ein Bauantrag entspricht einem B-Plan, der aber von den gesetzlichen Kann-Vorgaben abweicht. Das ist in gewissen Bereichen zulässig (bspw. bei Ermessenswerten, "soll", wo ausdrücklich zugelassen, usw.)

    Dann ist eine Unterschrift eines Nachbarn schon ziemlich wichtig. Ein B-Plan ist ein Verwaltungsakt und kann jederzeit beklagt werden. Abweichungen vom, bspw. bei Abständen oder Vorgaben zur Entwässerung auf / neben dem Grundstück, müssen schon sehr gute Gründe haben, dass die Rechte Dritter (wesentlich) beeinträchtigt werden dürfen. Vor Gericht kann das aber sehr unterschiedlich ausgehen, da auch Richter ein Ermessen haben.

    Ein mutiger Bauherr könnte, falls er eine Genehmigung hat, auch ohne Unterschrift bauen, trägt aber ein höheres Risiko


    3. Ein Bauantrag entspricht nicht allen gesetzlichen (Soll-)Vorgaben und Rechte Dritter bzw. von Nachbarn sind betroffen.

    Dann geht ohne eine Unterschrift eines Nachbarn eigentlich nichts (außer es ist eine große Fabrik im Osten wie Tesla...). Keine Behörde wird hier einen Bauantrag genehmigen. Und selbst wenn, der Sieg vor Gericht ist einem Nachbarn gewiss.



    Ich könnte mir schon vorstellen, dass hier 3. zutrifft. Oft sind es bei solchen großen Vorhaben Abstandsflächen, Beschattungen, Einschränkungen in Nutzbarkeit / Luftraum / usw. Manchmal geht es eben ohne Eingriffe in Rechte Dritte nur sehr viel anders als geplant.

    Erinnert Euch an die Bebauung des Augustinerhofes, heute u.a. Zukunftsmuseum. Die Baugenehmigung und damit der Investor wurden über Jahre ausgebremst, weil ein Nachbar die Überschreitung eines Maßes um einige cm (es waren nach meiner Erinnerung so um die 20 cm, wenn ich mich nicht täusche) nicht hinnehmen wollte. Die Alternative wäre gewesen, eine Etage weniger zu bauen. Dann gäbe es dort ein Hotel und mehr Wohnungen, weil der Bau lange vor Seehofers Nordbayern-Plan begonnen worden wäre...

  • Die Webcam wurde nach einem knappen Jahr reaktiviert, jetzt mit Blickrichtung Süden. Das Parkhaus wo die alte Cam hing steht ja nicht mehr. Sieht so aus, als würde endlich der Rest abgebrochen werden:thumbup:

    Auch auf der Projektseite von TenBrinke gibts ein paar neue Visualisierungen zu sehen, schaut echt top aus!

  • vor allem der Innenhof ist schön - davon hab ich bisher noch nichts gesehen

    Na, Hauptsache die fangen dort jetzt endlich bald an und malen nicht nur ständig an neuen Bildern fürs Internet.


    Wo hängt die Cam jetzt bloß an dieser Stelle? Winkel und Lage nach muss da am Nordrand der Baustelle eine große Stange aufgestellt worden sein

  • ^ Die Baustellenkamera befindet sich auf dem Dach der Baucontainer am Nordrand der Baustelle. Es scheint so als würde die letzten Tage alles für den Verbau der Baugrube vorbereitet. Am Rand der Baustelle wird ein breites, verdichtetes Planum für das Bohrgerät erstellt. Vermutlich rückt dieses die nächsten Tage an und dann passiert endlich was erkennbares auf der Baustelle. Der Abriss hat sich ja ganz schön hingezogen.

  • Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass hier im Moment unterirdischer Abbruch stattfindet... Denke damit ist der Aushub der Baugrube und damit verbunden der Abbruch des Untergeschosses bzw. die Verbindung zu U-Bahn gemeint. Warum hier schon wieder seit Wochen nix passiert weiß ich auch nicht.

  • In einem aktuellen nn+ Artikel wird der Stillstand damit erklärt, dass bisher noch keine Baugenehmigung seitens der Stadt vorliegt. Diese ist scheinbar Voraussetzung für weiterführende Tief- und Hochbaumaßnahmen.

  • Also, gestern kam ich mal vorbei und habe einen Bagger beim Rumbuddeln gesehen. Durch den Bauzaun war die Sicht aber eingeschränkt sodass ich nicht sehen konnte was der da genau tat. Ka ob das nur zum winterfest machen der Baugrube war oder doch schon konkrete Vorbereitungen für den Bau. Einen kompletten Baustillstand gibt es hier aber demzufolge wohl nicht.

  • Ich komme da regelmäßig lang, und ein bisschen Gebuddel ist für mich kein Beleg für planmäßiges, druckvolles Vorgehen. Solange da kein Kran steht, und den braucht es schon für die Fundamentarbeiten, ist das für mich eine Baugrube mit unklarem Baufortschritt. Solle der Neubau nicht schon fertig sein?