Zentralmoschee

  • Naja, 55m hoher Minarette, die werden noch nicht einmal die umliegenden Betonkästen und Hochhausscheiben überragen! nebenan steht noch der Fernsehturm mit 250m Höhe


    Die Minarette sind schon sehr schlank, wenn man sie noch niedriger will kann man sie gleich weglassen.


    mir gefällt der neue Entwurf sehr, sehr gut. insbeondere bei Beleuchtung wird die Kuppel sehr gut aussehen. Ich hoffe auf vollständige Umsetzung. Auch wenn vermehrt Personen des öffentlichen Lebens, die zuerst für die Umsetzung des Projektes waren, für eine Redimensionierung sprechen. Wohl unter dem Druck einer schlecht informierten und verängstigten Öffentlichkeit. Architektonisch kann eine Verkleinerung nur negativ sein, der aktuelle Entwurf ist nämlich alles andere als klotzig.


    Als ich letztens an dem peripher-industriell anmutenden Arreal an der vielspurigen Kanalstrasse stand, konnte ich mir kaum vorstellen, dass es klagen gibt über die Dimension (lächerlich im Vergleich zu den umliegenden Bauten), an der Architektur (was höherwertiges gibt es in der ganzen Ecke nicht und wird es so schnell auch nicht geben) sowie am erhöhten Verkehrsaufkommen einmal in der Woche an dieser großen Strasse.

  • Mein Freund, da bist du aber sehr, sehr schlecht informiert über die Verhältnisse, was so ein Moscheeneubau mit sich bringt. Natürlich geht es nicht nur um den Neubau bzw. Architektur allein. Es müssen viele andere Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Viele trauen sich nicht mal die Meinung zu sagen und das im eigenen Land und bei noch verhältnismäßig kleinem Anteil an Muslimen. Probleme und zwar sehr große werden in den kommenden Jahren noch kommen. Da kannst du dir aber sicher sein. Es gibt kein einziges Land auf der Erde, wo andere Religionen neben dem Islam friedlich existieren können. Mehr zum Thema Islam z.B. bei Wikipedia. Da ist die ganze Wahrheit zu lesen.

  • @ mischakr


    Vom rein architektonischen Standpunkt kann ich Deine Anmerkungen nachvollziehen. Die Frage, ob und wie diese Moschee gebaut werden soll, muss jedoch m. E. mehrdimensial betrachtet werden, nicht nur rein architektonisch. Schließlich handelt es sich bei dem Gebäude auch um ein politisches und kulturelles Statement, mit wahrscheinlicher hoher Anziehungskraft für türkische Muslime.

  • Auf Empfehlung des Architekten Paul Böhm und nach dem Votum eines für den Moscheebau eingesetzten unabhängigen Beirats ist die Gestaltung der Minarette überarbeitet worden.


    Sie sollen filigraner wirken, und bekommen eine modernere Form, die Betrachter an Schilfhalme oder selbst gedrehte Zigaretten erinnert (siehe Rundschau-Artikel unten).


    Die Höhe von 55 m soll beibehalten werden, was laut Kölner CDU und OB Schramma jedoch noch zu diskutieren sei.


    http://www.koeln.de/artikel/Ko…icht-kleiner-37181-1.html


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1187348188169.shtml

  • Ich finde das eine Unverschämtheit von den Bauherren der Moschee, die trotz so vieler Bedenken aus der Politik und einer Vielzahl der Bürger kaum Änderungen vorgenommen haben. Die Moschee an sich ist überdimensioniert. Der Ditib geht es auch hier nur um Machtdemonstration und will, so weit es geht, den Politikern und Menschen nicht entgegenkommen. Die Politik andereseits hat schon sehr viele Zugeständnisse gemacht und ist teilweise deshalb nur für den Bau, weil es um evtl. Wählerstimmen geht. Im Grunde genommen ist fast jeder gegen den Bau, nicht nur einheimische Kölner, sondern auch "viele" Türken und andere ethnischen Gruppen und Religionen (Moslems, Juden und Christen), die gegen eine Zunahme des politischen Islam sind. In solchen Moscheen wird später oft nur Hass gegen die westliche Welt und andere Religionen gepredigt und wir fördern das noch mit Zugeständnissen und vielleicht auch noch Geld. Um an Ihre Ziele zu kommen, nutzt sie andereseits die vielen Freiheiten in dieser Gesellschaft, obwohl sie eigentlich dagegen ist. Eine solche Moschee wird überhaupt keine Fortschritte bei der Integration bewirken, eher das Gegenteil.

  • Und dieses Gebäude ist wohl auch viel zu groß, wie?


    Im Grunde genommen ist fast jeder gegen den Bau


    Woher genau stammen diese gut recherchierten Zahlen? Meine Entnehme ich dem "Kölner Stadt-Anzeiger":


    Demnach sind 35,6 Prozent der Kölner uneingeschränkt für die Errichtung der Moschee. 31,4 Prozent lehnen den Neubau danach rundheraus ab. Weitere 27 Prozent wären mit der Moschee einverstanden, wenden sich aber gegen die Größe des Entwurfs mit seiner 35 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten.


    Ganz nebenbei gibt es in Köln laut WDR Informationen 20.000 Muslime. Die Muslime haben ein Recht darauf ihr Religion frei auszulebe. Natürlich nach deutschem Recht.;)

  • Kleine Frage an cologne777:


    Du schreibst:
    "...In solchen Moscheen wird später oft nur Hass gegen die westliche Welt und andere Religionen gepredigt..."


    Woher nimmst Du Deine Informationen? Bist Du öfters mal zu Besuch in einer deutschen Moschee, um Dir anzuhören was dort so gepredigt wird? Oder beziehst Du Dich womöglich auf eine große deutsche Tageszeitung?

  • Ich finde, dass die geplante Moschee jetzt irgendwie wie ein zerbrochener Krug aussieht, zusammengewürfelte Scherben mit zwei undefinierbaren, gewundenen Stelen dahinter.


    Als unbefangener Betrachter würde ich jetzt nicht mehr notwendiger Weise eine Moschee mit dem Bau assoziieren, vielleicht eher eine Markthalle o. ä.. Zumindest würde ich das Gebäude wohl als speziell, skuril oder undefinierbar - vielleicht sogar etwas "abgedreht" - wahrnehmen. Städtebaulich würde an dieser Stelle zumindest ein "markantes", "besonderes" Gebäude entstehen, das dort sonst nie gebaut worden wäre.


    Und das ganze nur, auf Grund des veränderten Designs der Minarette.




    P. S. Zu meiner politischen Einschätzung habe ich unten bereits Stellung bezogen.

  • Auf die Frage von bushfreak:


    Ja, ich bin hin und wieder in einer Moschee gewesen und nicht einmal der Religion wegen. Das fällt nicht auf, weil ich türkischer Abstammung und keineswegs mehr gläubig bin. Das letzte Mal, wo ich mit einigen Kollegen in einer Moschee war, wurden wir im Anschluss des "Scheingebets" gebeten oder besser gesagt gezwungen, nicht mehr bei einem "christlichen Türken" unsere Lebensmittel zu kaufen, der neu im Ort öffnete und um einiges günstiger war als die vielen moslemischen Lebensmittelhändler. Er wäre ungläubig und wir würden Sünde begehen, wenn wir ihn fördern würden und evtl. dafür ein moslemischer Händler schliessen müsste. Im Bekanntenkreis praktiziert so gut wie keiner den moslemischen Glauben mehr (nur Alibi!!!).

  • cologne777 : Selbst wenn ihr noch praktiziert, geht uns das nix an.


    Ich finde die Moschee an sich ästhetisch. Die Minarette find ich aber zu traditionell. Damit meine ich nicht Höhe oder Proportion, sondern, daß sie halt ein spitzes Runddach haben...
    Und eine Moschee zur Glaubensausübung muß ja irgendwie vorhanden sein. Und die ist wenigstens hier richtig gut gelungen, im Gegensatz zu der neuen in Berlin, die zu verkitscht ist, durch ihren Eklektizismus.

  • Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet heute über die modifizierte, jetzt wohl endgültige Planung der DITIB für die Moschee und DITIB-Deutschlandzentrale an der Inneren Kanalstraße:


    http://www.ksta.de/html/artikel/1200142231448.shtml (mit Bild)


    An der Nordseite wird das Bürogebäude verkleinert. Dafür fallen im unverändert großen Hauptgebäude Flächen für die Moschee und den geplanten Basar weg. Der westlich vom Hauptgebäude geplante türkische Supermarkt soll nicht realisiert werden.


    Die Minarette sind nun eine Mischform der bereits vorgestellten Vatrianten.


    Wegen der noch ungeklärten Finanzierung soll voraussichtlich erst Ende 2009 Richtfest gefeiert werden.

  • Lt. Artikel des Stadt-Anzeigers soll nach Angaben der Ditib im Frühsommer Baubeginn für die Zentralmoschee sein.
    Der Gebetsraum soll von den usprünglich geplanten 2000 Plätzen noch 1200 Plätze bieten, die für Verkaufsflächen eingeplanten Flächen wurden ebenfalls verringert. Die Minarette sollen in der ursprünglich geplanten Höhe von 55 m gebaut werden, aber etwas schlanker ausfallen.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1208469664453.shtml

  • Am 28. August 2008 wird sich der Rat der Stadt Köln jetzt mit dem Bebauungsplan für die geplante Großmoschee in Ehrenfeld befassen.


    http://www.koeln.de/artikel/Ko…lder-Moschee-43522-1.html
    http://www.report-k.de/content/view/10191/


    Die Großmoschee soll eine 34,50 m hohen Kuppel und zwei 55 m hohe Minarette bekommen. Die Minarette sollen in einer schlanken, modernen Form gebaut werden.


    Die Büroflächen wurden in dem überarbeiteten Entwurf um 70 % reduziert und der nördliche Bürokomplex, zur Sportanlage hin, soll komplett wegfallen. Die Einzelhandelsfläche wurde geringfügig von 1.800 qm auf 1.600 qm gesenkt. Für Gastronomie stehen statt geplanter 750 qm nur noch 650 qm bereit, für Wohnen und Beherbergung statt 550 qm nur noch 400 qm. Statt dreier Untergeschosse wird es nur noch ein Untergeschoss geben, in dem mit 149 Fahrzeugstellplätzen 14 mehr als ursprünglich geplant entstehen sollen.


    Die Baukosten betragen zwischen 15 und 20 Mio. Euro, die mit Spenden der mehr als 800 der DITIB angehörigen Vereine finanziert werden sollen.

  • Und ein aktueller Stand vom Bau der Ditib-Moschee, sie wächst ganz schön schnell in die Höhe! Mir gefällt der Bau immer noch super... :daumen:





    Bilder von mir!

  • sehr schön! hoffe, dass sich die Leichtigkeit der Entwürfe auch in der Realität zeigt. Zudem schade dass die Moschee an einem derart dezentralen Standort entsteht.