Einkaufszentrum Rhein-Galerie (realisiert)

  • Erstmal muß jetzt die gerade erst vor 5 Jahren neu gesetzte Kaimauer zwischen Rheingalerie und Konrad-Adenauer-Brücke saniert werden. Aufgrund eines Planungsfehlers drohen die Sandsteine dort mit dem nächsten Hochwasser in den Rhein gesaugt zu werden. Die Sanierung wird als Sofortmaßnahme durchgeführt und soll bis November beendet sein, die Kosten sollen als Schadenersatz von dem verantwortlichen Planungsbüro eingefordert werden.

  • Die Stadt Ludwigshafen hat aufgrund der Rhein-Galerie im letzten Monat Zählungen der Fußgängerströme in der Innenstadt durchgeführt; diese haben sich durch den neuen Magneten deutlich positiv entwickelt. Für die beiden die Innenstadt mit der Rhein-Galerie verbindenden Straßen wurden die Zahlen veröffentlicht, jeweils im Vergleich zum September 2009. Am Verbindungsweg Rathausplatz - Ludwigsplatz, vom Rathauscenter auf das Nordende der Rheingalerie zulaufend, wurden +117% Fußgänger gezählt, in der Bahnhofstraße, auf den Eingang der Rheingalerie zulaufend +83%.
    Weitere Zählungen folgen, eine vollständige Erhebung ist für September 2011 geplant. Interessant dürfte die Entwicklung in der Bismarckstraße, der Hauptshoppingmeile (wenn mans so nennen kann) in Ludwigshafen sein.


    Der Platz vor der Rheingalerie soll übrigens nach dem Willen von OB Lohse in "Platz der Deutschen Einheit" umbenannt werden. Der Stadtrat wird hierüber am 6. Dezember entscheiden. Die ECE möchte die Rolle des Platzes als Frequenzbringer noch forcieren, und plant derzeit verschiedene Nutzungsmöglichkeiten aus, etwa mit einer Bühne oder einem Open-Air-Kino unmittelbar am Rhein.


    Die immer noch nicht geöffnete Hollister-Filiale in der Rheingalerie soll jetzt am 9. Dezember eröffnen.

  • Eigentlich nicht genehmigungsfähig

    Der jetzt verwirklichte Bau mag ja von außen schön sein, von innen atmet er den monotonen Geist tausender solcher Großprojekte, die es seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt.
    Und vor allem: So verstößt der Bau gegen geltendes Recht. Und zwar sowohl gegen die Arbeitsstättenverordnung als auch die BG Richtlinie zum Tageslicht. In den allermeisten Geschäften gibt es aber überhaupt kein Tageslicht. Und das ist zwingend vorgeschrieben.
    Da haben mal wieder zuerst die Architekten, und dann die Genehmigungsbehörden versagt. Schwachsinnigerweise sind sogar die großen Lichtöffnungen, die sich in Abständen finden, zum Teil von der überdimensionalen Dachkonstruktion verdeckt.
    Also Größenwahn führt nicht zu gesunden Bauten. Dabei wäre es doch anders möglich gewesen, und die hier gezeigten Entwürfe sehen schon nach mehr Tageslicht aus..viel besser wären sie aber wahrscheinlich auch nicht gewesen.


    ..und die weiter oben von einem user genannte Hollister (Abercrombie) Filiale ist das absloute Negativbeispiel zum Tageslicht. Dunkel wie ein Kohlebergwerk.

  • Die Taufe des Platzes vor der Rheingalerie in "Platz der Deutschen Einheit" soll mit einem Festakt am 18. März vorgenommen werden. Altkanzler Kohl hat sich angekündigt.

  • Wenn man den Bau mal unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit betrachten würde, welche Gesichtspunkte würden euch noch dazu einfallen ?


    Mir ist folgendes eingefallen :


    - Das Gebäude ruht auf Bohrpfählen die ganzjährig vom kühlen Rheinwasser umspült werden - ideal für ein Wärme-Absorber-System ? Die ganze Beleuchtung, Besucher und Sonneneinstrahlung verursacht ja einen Wärmeeintrag der nur durch Klimaanlagen bewältigt wird


    - Die "Zeltplane" - man sagt war teflonbeschichtet etc, doch sieht man am Dresdner Hauptbahnhof wie es mit der Haltbarkeit wirklich aussieht ... zudem die BASF im Nacken


    - Die von "Wunderlich(t)" angesprochene Arbeitsstättenverordnung - wie mag sich so ein Manko in Zukunft auswirken ?


    - Das Parkhaus über der Mall - in 10-15 Jahren ein Sanierungsfall und damit Dauerärgernis (Parkhausabdichtungen, Fahrbahnneigungen etc. schon seit Jahren Dauerthema)


    Welche Punkte würden euch noch einfallen ? Gibt es irgendwo eine Übersicht wieso dieses Gebäude mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde, bzw. woran lässt sich das messen ?
    Am Tower der dt. Bank lässt sich die Nachhlatigkeit ja erkennen und ist greifbar formuliert ... was war hier ausschlaggebend ?


    Die Entwicklung einer Industiebrache vielleicht, das austauschen von kontaminiertem Boden oder den Versuch eine Innenstadt attratik zu gestalten - das sind doch alles subjektive Gesichtspunkte ... und lassen sich nicht in Energieverbrauch, Nachhaltigkeit im Sinne von praktischem Facility-Management, innovativer Bautechnik etc. messen !

  • - Die "Zeltplane" - man sagt war teflonbeschichtet etc, doch sieht man am Dresdner Hauptbahnhof wie es mit der Haltbarkeit wirklich aussieht ... zudem die BASF im Nacken


    Ist relativ. Die Multihalle von Frei Otto auf der anderen Seite vom Rhein hält jetzt auch schon 36 Jahre mit ihrem PVC/Polyestergewebe. Und die kriegt den grau-gelben Schnee im Juni alle paar Jahre auch ab. ;)


    vom kühlen Rheinwasser umspült


    Da wird nichts umspült. Die Bohrpfähle sind nötig, weil der Boden dort ein wirres, nicht tragfähiges Mischmasch von allem möglichen Trümmerschutt aus dem zweiten Weltkrieg ist. Der wurde da in den 50ern zum Auffüllen des alten Winterhafens reingekippt. Vermutlich liegt da unten drin halb Friesenheim und die halbe BASF...


    Nur so: Das Rheinwasser ist übrigens beheizt. Die Heizung steht 20 km rheinaufwärts.


    Gibt es irgendwo eine Übersicht wieso dieses Gebäude mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde, bzw. woran lässt sich das messen ?


    In dieser Pressemitteilung finden sich hierzu folgende drei Punkte (Absatz "DGNB-Auszeichnung für nachhaltiges Bauen"), auf die anscheinend diese Auszeichnung begründet ist:
    - Große Verglasung (=> viel Tageslicht => weniger Strombedarf => weniger CO2)
    - Trinkwasser- und Abwasserkonzept (Regenwasserableitung direkt in den Rhein, Maßnahmen für sparsamen Trinkwasserverbrauch)
    - "vorbildliche städtebauliche Integration"

  • Leute macht euch doch keinen Stress deswegen, das Ding ist ne Totgeburt, die Besucherströme lassen doch jetzt schon sichtbar merklich nach, vor allem das NICHT Ludwigshafener Publikum auf welches ja Kundenmäsig im Vorfeld sehr gebaut wurde. Auch ist ein baulicher gerader Schlauch, welcher zu allem Übel auch noch architektonisch einfallslos im innern konzipiert wurde und welcher vom Rand der City ins nirgendwo führt keine wirkliche Aufwertung einer Innenstadt! Da ich leider in dieser Stadt mein Dasein momentan noch verbringen muss und zu meinem Bedauern auch noch hier Geboren bin, kann ich euch prophezeien das die ersten Leerstände noch diese Jahr kommen und der Gau in 2 -3 Jahre zu erwarten ist. Lu hat einfach nicht das Potential für so ein zweites oder drittes EKZ. Schaut euch einfach mal das EKZ Walzmühle an, da ist 80% Leerstand!!! Davon abgesehen ist das ganze Teil von Vorne bis Hinten total unpersönlich gestaltet und weist doch jetzt schon nur irgendwelche beliebig austauschbaren Kettenläden auf. Nichts was jemand aus Frankfurt, Stuttgart oder auch nur Mannheim dazu dauerhaft bewegen könnte dort einzukaufen. Ludwigshafen ist ein Eldorado für Back Shops, Telefon Verkäufer, Döner Läden und Mode für den Osmanischen Teil unsere Bevölkerung, ein EKZ mit hochwertiger Markenmode ist hier total fehl am Platz.

  • die Besucherströme lassen doch jetzt schon sichtbar merklich nach


    Meiner Meinung nach eher nicht. Erstaunlich stabil. Natürlich hat man nicht mehr die 100.000 täglich der ersten paar Tage, aber das war ja seitens ECE auch nie geplant (und den Mietern auch nie versprochen - wer da so gerechnet hat, hat von Beginn an falsch gerechnet).


    ein EKZ mit hochwertiger Markenmode ist hier total fehl am Platz


    Also aus Ludwigshafener Perspektive mögen jetzt P&C und Konsorten "hochwertig" sein lassen - aber das ist mehr eine Perspektiven-Sache. Ums höflich auszudrücken. ;)


    Schaut euch einfach mal das EKZ Walzmühle an, da ist 80% Leerstand!!!


    Die Walzmühle ist ein überdimensionierter Hypermarkt (was in Deuschland konzeptionell schon vor 15 Jahren ein Ladenhüter war) mit dem falschen Geschäftsmix - nämlich halt genau dem eines Grüne-Wiese-Hypermarkts. So was würde vielleicht Westlich B9 ziehen, aber nicht in der Innenstadt.


    Dazu kommt ein Magnet, der nicht für Laufkundschaft geeignet ist, und - bis auf McDonalds - null Abstimmung des restlichen Angebots auf die Laufkundschaft.

  • Ist relativ. Die Multihalle von Frei Otto auf der anderen Seite vom Rhein ... (Mod: Zitat gekürzt. Für den gesamten Text das blaue Quadrat anklicken.)


    Welches Material würde denn bei der Dacheindeckung der Rhein-Galerie genutzt ? Ich meine mich an ein Gewebestoff zu erinnern, also kein PVC ?


    Dass die Bohrpfähle natürlich als Gründung dienen ist klar - es hätte allerdings nicht viel gekostet an der Bewehrung Schläuche zu befestigen und im Sommer Wasser durchfließen zu lassen ... solche Bauteilkühlungen sind doch heute Standard und gehören zum Grünen Daumen ;)

  • Umgestaltung der Rhein-Galerie, Neubau von Gastronomie-Pavillions

    Neuer Auftritt für die Rhein-Galerie Ludwigshafen


    ECE und Union Investment realisieren umfangreiche Umgestaltung für mehr als 10 Mio. € / Aufwertung und Weiterentwicklung zur attraktiven Einkaufs- und Erlebnis-Destination am Rheinufer

    Union Investment und die ECE stellen die Rhein-Galerie Ludwigshafen neu für die Zukunft auf. In die Aufwertung und Weiterentwicklung des Shopping-Centers zu einem unverwechselbaren Aufenthaltserlebnis mit starker Ausrichtung auf den einzigartigen Standort am Rhein investiert die Eigentümerin Union Investment mehr als 10 Mio. Euro. Im Zuge eines umfangreichen Gesamtpakets werden wesentliche Teile der Rhein-Galerie neu gestaltet, optimiert und um zusätzliche Serviceangebote erweitert. Das Investment umfasst insbesondere ein umfangreiches Mall-Refurbishment, eine signifikante Neu- und Umgestaltung des Food Courts und der Außenterrasse sowie eine Optimierung der Außenfassade mit höherer Wiedererkennbarkeit und Fernwirkung.


    Darüber hinaus soll das direkte Umfeld des Centers an der Rheinuferpromenade deutlich aufgewertet und stärker aktiviert werden, indem neben der Umgestaltung des Centers auch der umliegende städtische Raum in das Gesamtkonzept einer attraktiven Shopping- und Erlebnis-Destination integriert wird: Dafür sind in enger Abstimmung mit der Stadt Ludwigshafen mehrere neue Gastronomie-Pavillons im Außenbereich geplant, die den direkt vor der Rhein-Galerie gelegenen Platz der Deutschen Einheit mit urbanem Flair beleben und das Center stärker nach außen öffnen sollen. Die leicht und modern gestalteten, nachts stimmungsvoll beleuchteten Pavillons sollen mit einem vielfältigen gastronomischen Angebot ein neuer Treffpunkt am – bisher kaum bespielten – Rheinufer werden und insbesondere in den Abendstunden ein optischer Anziehungspunkt sein. Zusammen mit dem ebenfalls am Standort im Bau befindlichen neuen Hotel und den geplanten Schiffsanlegern am Rhein soll so ein attraktiver „Shopping-Hafen“ am Rhein entstehen: Derzeit wird direkt gegenüber am Platz der Deutschen Einheit ein modernes, trendiges Moxy-Hotel der Marriott-Gruppe gebaut, das bereits Mitte September eröffnen wird. Zur Wasserseite hin sind zudem direkt vor der Rhein-Galerie zwei Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe vorgesehen – einer davon wird im September in Betrieb gehen, der zweite ist in Planung.


    Die verschiedenen Maßnahmen werden stufenweise umgesetzt: Die zu Jahresbeginn begonnene Modernisierung der Außenterrasse zeigt bereits Teile des neuen Designs und soll im Herbst abgeschlossen sein. Jetzt steht als nächster Schritt die Überarbeitung des Food Courts an, mit der Mitte Juli begonnen wird. Es folgen die Arbeiten an der Mall, der Außenfassade und an den umliegenden Bereichen. Das gesamte Projekt soll bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.


    „Die Aufwertung und Umgestaltung der Rhein-Galerie gehörte aktuell zu den aufwändigsten Entwicklungsprojekten in unserem Centerbestand“, sagt Lars Richter, Leiter Asset Management Retail bei der Union Investment Real Estate GmbH. „Wir wollen mit der Attraktivitätssteigerung und der Aufwertung des gesamten Standorts in die Werthaltigkeit des Assets und die Zukunft des Centers investieren.“


    „Unser gemeinsames Ziel ist es, die hochwertige Architektur des Centers, die hervorragende Lage am Rheinufer und die positive Entwicklung des Umfelds zu nutzen und die Rhein-Galerie als attraktiven Ort zum Shoppen, Genießen, Erleben und Verweilen weiterzuentwickeln“, so Christoph Keimes, Center-Manager der Rhein-Galerie.


    Optischer Anziehungspunkt am Rheinufer


    Die Modernisierung und Neugestaltung der gesamten Mall umfasst unter ande-rem neue, an lokalen Themen wie „Wasser“, „Hafen“ und „Container“ orientierte Farben und Grafiken, hochwertige Oberflächen, neue Lounge-Bereiche mit attraktiven Designmöbeln und eine digitale Kinderspielfläche. Neu gestaltet werden auch die Eingangsbereiche und die gesamte Außenfassade, um die Rhein-Galerie auch optisch als Anziehungspunkt am Rheinufer zu positionieren. Dafür sollen unter anderem verschiedene Farbflächen zur Strukturierung der Außen-fassade, farbig inszenierte Eingänge und ein neuer beleuchteter Schriftzug auf dem Dach der Rhein-Galerie sorgen.


    Die 2010 eröffnete Rhein-Galerie Ludwigshafen bietet etwa 130 Shops auf zwei Ebenen sowie einer Verkaufsfläche von rund 30.000 m² und überzeugt bereits heute durch ihre anspruchsvolle Architektur und die Lage an der Rhein-Promenade, die erstmals einen direkten und attraktiven Zugang aus der City zum Rhein ermöglicht hat. Für die nachhaltige Planung und die vorbildliche Integration des Centers in den Stadtraum hat die Rhein-Galerie das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges (DGNB) Bauen in Platin erhalten.


    Quelle: ECE, Pressemitteilung vom 6.7.2017


    Bildmaterial: http://www.ece.de/presse/press…40174d329f2eb908b1fd711e5