Flughafenausbau mit Neubau Terminal 3 (Bauphase)

  • In der Tat, es handelt sich wie von Schmittchen in Post 421 erwähnt um Pier G.


    Die Flugzeuge stehen schon jetzt so angeordnet wie es im Generalausbauplan vorgesehen wurde. Auf der östlichen Seite des Piers können 8 Flugzeuge der Klasse Boeing 747 nebeneinander stehen.

  • Rollweg Ost

    Neun Monate ist die neue Landebahn nun schon in Betrieb. Es wird Zeit, die östliche Autobahnüberquerung auch mal von oben zu zeigen. Leider rollte gerade kein Flugzeug darüber. Hinten rechts ist das Gewerbegebiet von Kelsterbach zu sehen, in dem CONDOR bis zum Umzug nach Gateway Gardens seinen Sitz hatte.


  • Terminal 3

    In einer aktuellen Ausschreibung bestätigt die Fraport AG im wesentlichen die Bautermine für das Terminal 3 mitsamt "Markthalle", Gepäckhalle und Flugsteigen H und J. Gesucht wird dort das Unternehmen, welches die Baulogistik planen und ausführen wird.


    Baubeginn sei "voraussichtlich ca. 01. Quartal 2013", das Bauende "voraussichtlich ca. 01. Quartal 2017".

  • Der Parallelrollweg zur Startbahn West scheint fast fertig zu sein. Das lässt sich ganz gut vom "Spotterpoint" neben der Startbahn aus beobachten. Noch liegen ein paar Hindernisse auf dem Weg, aber bald kann gerollt werden.


  • Das Areal aus der Ferne ... die Start- und Landebahnen 07/25C und 07R/25L mit Taxiways liegen dazwischen:



    Näher dran (mehr gab meine Kamera leider nicht her) ... es sieht in meinen Augen so aus, als ob schon der Baubeginn gewesen wäre: neben dem riesigen Aushubberg befindet sich schon eine größere Baugrube:


  • Da werden die Leitungen (Kerosin/Strom) für das Vorfeld von T3 verlegt, so dass das Vorfeld schon vor dem Bau der eigentlichen Terminals verwendet werden kann, so wie es bereits zum Teil der Fall ist.

  • Ausbau der SkyLine, Planung "PTS-C-Bahnhof"

    Zum Ausbau des Peoplemovers SkyLine, in erster Linie für den Anschluss des geplanten Terminal 3, sind schon einige Beiträge in diesem Thread vorhanden. Zuletzt ging in vor einem Jahr um das Thema.


    Auf der Website des Frankfurter Büros Braun Canton Volleth habe ich nun ein offensichtlich recht konkretes Projekt in diesem Rahmen gesehen: Auf Höhe des vorhandenen Verbindungsgangs C des Terminal 1 soll eine neue Durchgangsstation als Umsteigebahnhof mit drei Bahnsteigen errichtet werden. Dieser neue sogenannte "PTS-C-Bahnhof" wurde schon bei der Planung der SkyLine in den 1990-Jahren berücksichtigt. Ich nehme an, dass der Bahnhof im PTS-Streckenabschnitt im Zentrum dieser Bing-Aufnahme gebaut werden soll, genauer in dem Bereich zwischen den Kurven im Westen und Osten. Also ganz in der Nähe der neuen Konzernzentrale der Fraport AG im "The Cockpit" genannten Neubau.


    Die vorhandenen PTS-Trassen sollen über- und unterbaut werden, der Bahnhof wird sozusagen um die Strecken herum gebaut. Die Passagiere erhalten einen Zugang von Flugsteig C über eine Rampenanlage. Die Bahnsteige sind auf Ebene 4 vorgesehen, Ebene 3 soll als Verteiler- und Erschließungsebene dienen, getrennt für Schengen und Non-Schengenpassagiere. Für den Bahnhof ist eine anthrazitfarbene Fassade aus Glasfaserbeton geplant. Die Bruttogrundfläche ist mit 8.000 Quadratmetern angegeben, weitere Informationen auf der Website der Frankfurter Architekten B & V Braun Canton Volleth (unter Projekte -> Verkehrsbauten).



    Bild: B & V Braun Canton Volleth Architekten

  • Interessantes Projekt. Aber es macht an der Stelle durchaus Sinn, eine weitere PTS-Station zu bauen. Denn zum einen ist die Strecke vom CD-Riegel bis zur nächsten Station (T2 oder Flugsteig B) sehr weit und die Gates C13-20, die sich ja eigentlich schon im T2 befinden, wären viel einfacher zu erreichen.


    Die Erschließung von "The Cockpit" ist natürlich auch ein sehr wichtiger Grund, da man ansonsten sehr weite Wegstrecken hat, wenn man mal in die Terminals muss.


    Der größte Aufwand ist wohl die Trennung der Flugpassagiere von den Besuchern, bzw. Schengen und Non-Schengen Passagiere, da in C bislang auch viele US-Airlines abfliegen.


    Bleibt abzuwarten ob/wann dieses Projekt realisiert wird. BV hat ja auch viel Erfahrung was Bauprojekte am FRA angeht.

  • Der größte Aufwand ist wohl die Trennung der Flugpassagiere von den Besuchern, bzw. Schengen und Non-Schengen Passagiere, da in C bislang auch viele US-Airlines abfliegen.


    Soweit ich weiß, ist C, mit Ausnahme von C1 direkt an der Pierwurzel, ein reiner Non-Schengen-Pier.


    Zum einen sollte dessen alter Teil (C2-9 (?) ) lt. einiger Ausbaupläne auch abgebrochen werden und durch ein neues Gebäude mit drei A 380-kompatiblen Gates ersetzt werden - gibt es dazu einen aktuellen Zeitrahmen?


    Zum anderen wird sich die Belegung dieser Pier in Blick auf Abflüge in die USA vermutlich auch ändern, wenn US Airways nach vollzogener Verschmelzung mit AA sich als aus der Star Alliance verabschiedet hat und ab T2 abfliegt. Für C-alt verbleibt dann überwiegend die Condor-Langstrecke als "Hauptmieter" übrig.

  • Die Projektleiterin des APlus-Terminals hatte mir gegenüber mal erwähnt, dass mit der Fertigstellung des Terminal 3 folgende Neuordnung der Terminals am Fraport umgesetzt würde:


    Terminal 1 : Nationale Flüge, Schengen


    Terminal 2 : Schengen, Kontinentale Flüge (Europa)


    Terminal 3 : Non-Schengen, Inter-Kontinentale Flüge


    Das neue Terminal 3 soll von der Kapazität die Terminals 1+2 zusammen noch übertreffen.


    vG
    H.S.

  • ^ LH wird ihre Non-Schengen-/Interkont-Flüge nicht vom Terminal 1 ins Terminal 3 umziehen. Allein deshalb glaube ich, dass Du die Projektleiterin evtl. missverstanden hast.

  • zu #455:


    Ob es nur Non-Schengen ist, weiss ich nicht. Kann aber gut sein. Ausser den Amis fliegen im alten Bereich nur noch einige Touristenflieger ab, meine ich.


    C2-9 soll auf jeden Fall abgerissen werden, sieht ja auch schlimm aus, v.a. wenn man vom CD-Riegel rüberschaut. Ist echt eine ziemliche Baracke. Aber erst letztes Jahr hat man dort kleinere Instandsetzungen ausgeführt und es von extrem hässlich auf sehr hässlich aufgewertet (im Innenraum). Einen Zeitrahmen dazu kenne ich nicht.


    Spätestens beim Abriss muss man den C-Alt Pier ohnehin "entmieten" und die Airlines anders aufteilen. Mich würde mal interessieren, wie viele Gates dann in dem neuen Bereich gebaut werden. Zwischen C1-9 und C10+ ist ja atuell noch einiges an Platz.


    Heiermann: T1 ist imho auch viel zu groß um nur den Schengen-Bereich abzudecken. Und T1 + T2 in der Kapazität zu übertreffen ist ja keine Kunst, das T2 bietet da ja nicht allzu viel.

  • @ Heiermann:


    Das T3 wird in seiner letzten Ausbaustuffe vors. 35 Mio. Paxe/annum abfertigen können. T1 und T2 händeln heute schon heute knapp 60 Mio. Paxe/annum.

  • Betrieblich wäre es auch eine ziemliche Katastrophe für die Lufthansa wenn sie ihre Ops auf drei verschiedene Terminals verstreuen müsste.
    Aber die Frage stellt sich ohnehin nicht. Terminal 3 bekommt wie auch T1 und T2 jeweils eigene Abschnitte für Schengen und Non-Schengen. Das einzig realistische Szenario ist nach wie vor, dass LH und Star Alliance sich in T1+T2 breit machen, während OneWorld, SkyTeam und allianzlose Airlines ohne Verbindungen zur Star Alliance sich im T3 wiederfinden werden.

  • Warum sollten OW und ST freiwillig in das schlechter erschlossene T3 ziehen und *A T1/2 überlassen?

    Einmal editiert, zuletzt von robffm () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • T3 soll größtenteils preissensitive Airlines und Urlaubsflieger ansprechen, vor allem durch geringere Gebühren. LH (plus Partner) soll dann das komplette T1 bekommen.

  • LH bleibt sicher in T1. Es gibt viele gute Gründe dafür (Lage, Anbindung, Bahnhöfe, vorhandene Infrastruktur, LH Basis, First Class Terminal, Rollzeiten von der neuen Landebahn).



    Die Verteilung der Airlines auf T2 und T3 wird spannend werden. Es gibt diverse Vor- und Nachteile der beiden Terminals.
    Da Oneworld oder auch Sky Team jeweils keine große Präsenz in FRA haben, kann ich mir gut vorstellen, das die Allianz-Zugehörigkeit bei der Aufteilung keine große Rolle spielen wird.


    Schengen oder Non-Schengen kann ich mir auch nicht als relevanten Punkt vorstellen, da alle Terminals entsprechend gebaut sind/sein werden, das man alles irgendwie parallel laufen lassen kann.



    Der Wunde Punkt bei den ganzen Überlegungen ist sicher das T2. Wer bleibt, wer geht da hin und wer zieht ins T3 um.
    Die Aufteilung der Funktionen im Terminal ist eine mittlere Katastrophe. (Schengen, Non-Shengen, Busgates, wenig Fingerpostionen, Umsteigen innerhalb des T2 eher suboptimal)


    Daher ist es sicher nur für Airlines interessant, die in FRA keinen Umsteigeverkehr haben, aber trotzdem auf die gute Anbindung nicht verzichten wollen.


    Falls aber LH oder die Star Partner sich dorthin vergrößern möchten, kommt man um einen Umbau sicher nicht drum herum. Diverse Fragen müssten geklärt werden:
    Wie wird der T1 C Bereich an das T2 angebunden? Wird es einen nahtlosen Übergang geben?
    Anbindung der Skyline (siehe oben)?
    Evtl. würde es reichen, T2 in eine Westhälfte für LH und Star Partner und eine Osthälfte für jetzige Kunden umzubauen? So könnte man den Ostteil des Terminal beim Status Quo belassen.
    Und LH + * hätten die Möglichkeit sinnvoll zu vergrößern.



    Terminal 3 wird (siehe oben) für Charter interessant sein.
    Dem Chartergast wird eine längere Skylinefahrt vom Bahnhof nicht so sehr stören wie den Geschäftskunden.
    Es gibt viele Urlauberparkplätze im südlichen Bereich des Airports.
    Die langen Rollzeiten der Flieger, die zum T3 wollen spielt im Charterverkehr auch eher eine untergeordnete Rolle.


    Zusätzlich können sich die Airlines im T3 noch gut austoben, was den Bau von Lounges etc. angeht. Ist schließlich ein Neubau.



    Ich glaube, die Realität wird deutlich komplizierter sein, als der Laie es vermutet.

  • Die Anbindung der Terminals 2 und 3 für den motorisierten Individualverkehr ist sicherlich gleichwertig - fürs T3 soll die Anschlußstelle Zeppelinheim der A5 ausgebaut werden - und je nach Fahrtrichtung auf der A3 und/oder A5 ist es höchstens eine Anschlußstelle weiter.


    Die Anbindung des T2 an die Bahnhöfe ist schon jetzt eine Hürde für alle Fluggäste mit Gepäck. Dass dafür die jetzige Skyline total ungeeignet ist, gibt Fraport durch den Betrieb des Shuttlebusses zu, der aber von beiden Bahnhöfen aus nur durch mehrfachen Niveauwechsel erreichbar ist, wovon der letzte (zum Busbahnhof T1) immer nur per Roll-/Treppe zu überwinden ist. Von der Aufgabe, das Gepäck in den und dann aus dem Bus wieder herauszuwuchten ganz zu schweigen.


    Dafür sollte ja eine zweite Skylinetrasse von oberhalb des Busbahnhofes T1 via T2 zum T3 gebaut werden. Zwischen T1 und T2 sollte diese Trasse auch eine Haltestelle in den nun weiter oben vorgestellten Bahnhof C/D-Riegel/The Cockpit erhalten. Auf diese Weise könnte die bestehende Skyline für bereits sicherheitskontrollierte Fluggäste reserviert werden und die neue Trasse für Ankommer/Abflieger/Besucher.
    Nun zeigt die neue Planung aber nur die zwei bestehenden Fahrwege, um die herum der Bahnhof errichtet werden soll. Wird also das T3 nur mehr an die bestehende Trasse angeschraubt? Dann wäre es sinnvoll, den Schengen-Teil der Züge auf 2 Wagen zu verstärken, die aber würden zwischen T1B und T1A hauptsächlich warme Luft übers Dach schaukeln.


    Warum wird in Frankfurt mit jedem Terminalausbau alles immer komplizierter (OK, fast jedem, A+ macht es für Fluggäste doch bequemer)? In Amsterdam werden mit jedem Anbau die Wege länger, aber die Aufteilung Schengen/Nonschengen, je nur eine Abflug- und Gateebene und eine Ankunftsebene, bleibt für Fluggäste klar und ablesbar...