Flughafenausbau mit Neubau Terminal 3 (Bauphase)

  • Hier mal ein paar schöne Bilder vom derzeitigen Bauzustand an der neuen Landebahn Nord-West:
    http://www.flickr.com/photos/znarfus3650630/3854958052/
    http://www.flickr.com/photos/znarfus3650630/3854956822/
    http://www.flickr.com/photos/znarfus3650630/3854955482/


    Ich selber war neulich an der Baustelle. Dort haben mir zwei sehr nette fraport-Security Mitarbeiter erzählt, dass Ausbaugegner übers Internet versucht haben englische Hooligans für gewaltsame Demonstrationen zu gewinnen.

  • Kein ICE-Halt am Terminal 3/S-Bahn-Anschluß nicht vor 2017

    Einen eigenen Bahnhof am Terminal 3 wird es wohl so bald nicht geben, das ist die Bilanz eines Zwischenberichts der Deutschen Bahn zum Programm "Frankfurt Rhein Main plus" (FAZ-Bericht). An eine direkte Schienenanbindung sei erst dann zu denken, wenn die geplante ICE-Strecke Frankfurt-Mannheim fertig gestellt ist. Diese soll 2017 eröffnet werden, zwei Jahre nach Inbetriebnahme des T3, doch bereits jetzt zeichnen sich Verzögerungen ab, z.B. durch die immer noch ungeklärte Anbindung von Darmstadt. Nach Ansicht der Bahn ist eine Taktverdichtung (die S7 soll alle 15 Minuten fahren) Voraussetzung für einen eigenen T3-Bahnhof, doch dies kann erst erfolgen, wenn die Fernverkehrszüge zwischen Frankfurt und Mannheim auf eigenen Gleisen rollen und damit Kapazitäten für S7 und Regionalexpress-Züge auf der bestehenden Strecke frei werden. Ein eigener ICE-Halt am T3 ist nicht vorgesehen.

  • neues von der Landebahn

    Wie von Schmittchen berichtet sind Anfang September die Rodungsarbeiten wieder aufgenommen worden.
    Und so wie es aussieht auch schon wieder beendet, da die noch in der Bahn liegende Waldstücke - siehe in diesem Beitrag - mit einschlägigem Erfolg entfernt wurden.
    Erstmals von der Okrifteler Straße ist die freie Sicht auf Ticona zu "geniessen". Die hier am linken Bildrand zu sehenden Bäume und ...


    ... die dort am rechten Bildrand zu sehenden Bäume werden noch gefällt, damit sich die Rollbrücken Ost 2 und West 2 ihren Weg bahnen können.


    Der Wald von Überlandleitungen wird auch noch gefällt.
    Ebenfalls im Hintergrund, aber auf dem Bild leider nur sehr klein und schwach zu sehen und deshalb markiert, ist der noch im Bau befindliche DFS Tower. Dessen Standort ermöglicht also tatsächlich eine gute Sicht auf diese Flughafen-Erweiterungsfläche.
    Die mit Stumpf und "Stihl" entfernten Bäume im Vordergrund.


    Der Aushub des neuen Straßentunnels unter der LBNW als riesige u. stetig wachsende Aufschüttung aus der Nähe (Standpunkt Okrifteler Str.) ...


    ... und aus der Ferne (Standpunkt Flughafenstraße). In diesem Bereich werden die Rollbrücken Ost 1 und West 1 errichtet und der Schwenk ...


    ... setzt sich auf die bisher verborgene aber nur temporäre Ansicht vom Kelsterbacher Umspannwerk fort, da auch dieses bekanntlich weichen muß.


    Zwischen dem 12. und 13.09.2009 war die BAB 3 voll gesperrt um die Überführung der Flughafenstraße abzureißen.


    Auch die Überführung über die Eisenbahn-Fernverkehrsstrecke fällt den geplanten Rollbrücken Ost 1 und West 1 zum Opfer.


    Der neue DFS Tower wird nicht höher gebaut als notwendig und erlaubt trotzdem den Lotzen über die vorhanden Schallschutzmauer hinweg zu schauen. Die akurat abgestellten Baumaschinen, die noch zu verwertenden Brückenreste ...


    ... und das Containerdorf der in diesem Bauabschnitt tätigen Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG auf der ehemaligen Zufahrtsrampe zur Überführung.

    alle Bilder von mir

  • Durch die Waldrodung für die beiden Rollbrücken an der A3 ist die Spitze des Frankfurter Messeturms jetzt von der Autobahn aus Richtung Mönchhofdreieck sichtbar.
    So faszinierend dieses Projekt zu sein scheint, irgendwie wird einem bei solchen kleinen Beobachtungen doch auch immer wieder die Größe des Eingriffes in die Natur bewußt.

  • Auch wenn nicht viel auf den Bildern zu erkennen ist, aber das ist die Baustelle für eine der Rollbrücken über die A3, vom nördlichen Ende der Startbahn West aus gesehen:




    Bilder: Miguel

  • Der Bericht in der Hessenschau (siehe oben) hat mich dazu veranlasst einen Abstecher zum Flughafen zu unternehmen: Die Lärmschutzwand im Bereich der künftigen Rollbrücke Ost wurde zwischenzeitlich abgerissen. Die Strasse wurde verschwenkt und die Gründung für die Stützen in der Strassenmitte besteht bereits. An der nördlichen Ausfahrt des Strassentunnels unter der Landebahn ist schon die Decke drauf.




    Bilder von mir

  • Fraport hat endlich auch mal wieder ein paar Bilder veröffentlicht:


    Abriss der Schallschutzmauer
    http://www.fraport.de/cms/medi…s_der_laermschutzwand.jpg
    http://www.fraport.de/cms/medi…s_der_laermschutzwand.jpg


    Und laut Beschreibung "Brückenpfeiler", obwohl man sofort sieht, dass Form und Bewehrung dafür sprechen, dass es sich um waagrechte Elemente handelt und nicht um Pfeiler... ;)
    http://www.fraport.de/cms/medi…er_nordwest_landebahn.jpg
    http://www.fraport.de/cms/medi…er_nordwest_landebahn.jpg


    Im letzten Bild sieht man links vom Raupengitterkran eine Konstruktion in Bau, jemand eine Idee, was das ist?

  • @porteno
    Auf jeden Fall sind auf dem letzten Bild die Eisenbahngleise in der CargoCitySüd zu sehen; zwischen dem Tor 32 und dem Wald (nahe der A5). Also mit Sicherheit noch ein Fracht-/Speditionsgebäude.

  • Spatenstich für die Feuerwache 4

    ^ Die Betonfertigteile für die Rollbrücken werden seit Dezember 2009 angeliefert (Quelle). Immer 12 Teile auf einem Zug, vier Mal die Woche, noch bis Mitte März 2010. Die Teile wiegen jeweils zwischen 75 und 90 Tonnen und sind zwischen 26 und 32 Meter lang. Die Züge mit rund 1.000 Tonnen Gesamtgewicht kommen aus dem Fertigungswerk der Firma Max Bögl in Neumarkt/Oberpfalz und enden am Containerterminal in der Cargo City Süd.


    Anderes Thema:


    Die neue Landebahn macht auch eine neue Feuerwache erforderlich. Heute wurde mit deren Bau begonnen. Auszüge aus einer heutigen Pressemitteilung der Fraport AG:


    [INDENT]Die Fraport AG hat mit dem heutigen Spatenstich für die Feuerwache 4 an der künftigen Landebahn Nordwest einen weiteren Meilenstein beim Ausbau des Flughafens Frankfurt erreicht. [...] Als Passivhaus benötigt das Gebäude im Vergleich zu einer konventionellen Feuerwache über 90 Prozent weniger Heiz- und Kühlenergie. Die Wärme- und Kälteerzeugung erfolgt mittels Erdwärmepumpen, der sogenannten Geothermie. Der dafür benötigte Strom kommt aus erneuerbaren Energiequellen. [...] Die Investitionskosten liegen bei 13 Millionen Euro. [...] In der neuen zweigeschossigen Feuerwache werden zukünftig auf 4.000 Quadratmetern rund 50 Feuerwehrleute arbeiten. Die neue Feuerwache wird Anfang 2011 fertiggestellt sein, die angrenzende Übungsfläche Ende 2011 in Betrieb gehen.


    Hintergrund des Neubaus ist die Notwendigkeit einer zusätzlichen Feuerwache in Nähe der neuen Landebahn Nordwest. Um die strengen Auflagen der internationalen zivilen Luftfahrtbehörde ICAO zu erfüllen, muss die Flughafen-Feuerwehr innerhalb von höchstens drei Minuten jeden Punkt der Landebahn Nordwest sowie der dazugehörenden Rollbahnen und Rollbrücken erreichen. Dies gilt ebenso für den bestehenden Flughafenbereich mit seinen beiden Start- und Landebahnen und der Startbahn West. Wie bei den bereits bestehenden Feuerwachen, müssen die Rettungs- und Feuerlöschdienste der neuen Feuerwache 4 entsprechend ausgestattet werden. Dazu gehören beispielsweise 32.300 Liter Löschwasser zur Löschschaumerzeugung, 450 Kilogramm Löschpulver, drei Löschfahrzeuge sowie Geräte zur Rettung und Innenbrandbekämpfung.[/INDENT]



    Südost-Ansicht:



    Bilder: Fraport AG

  • Kompensationsmaßnahmen für den Flughafenausbau

    Da man von Ausgleichsmaßnahmen für die Rodungen sonst nichts hört, hier eine Information von einem Projekt zwischen dem Langener Waldsee und der Bundesstraße 486. Freilich ist das nur eine der zahlreichen Ausgleichsmaßnahmen. Eine aktuelle Pressemeldung der Fraport:


    [INDENT]Im Rahmen der Kompensationsmaßnahmen für den Flughafen-Ausbau hat sich die Fraport AG zur Renaturierung des ehemaligen US-Munitionsdepots im Wald bei Langen verpflichtet. Diese Projektfläche ist rund 103 Hektar groß und war bisher umzäuntes militärisches Gelände. "Das gesamte Kompensationsprogramm für den Flughafenausbau umfasst ca. 2.300 Hektar", sagte der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, bei Beginn der Arbeiten. "Allein in dieses gerade angelaufene Einzelprojekt bei Langen investieren wir über zwei Millionen Euro."


    Ziel der Maßnahme ist der vollständige Rückbau der Bunker und Gebäude sowie die Umgestaltung der bisherigen naturfernen Waldbestände in einen natürlichen Laubwald, wie er zu den typischen Waldformen in der Region gehört. Außerdem wurde ein verlandetes Amphibiengewässer wieder hergestellt. Bereits für den Frühsommer ist geplant, den Absperrzaun zu entfernen und die Grünfläche den Bürgern wieder als Naherholungsgebiet zugänglich zu machen.


    Jetzt wurde zunächst damit begonnen, 31 der insgesamt 33 massiven Betonbunker mit großen Zangenbaggern abzutragen. Eine Arbeit, die wegen der Härte des Materials mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. Anschließend werden die Flächen planiert und neu begrünt. Die zwei verbleibenden Bunker werden als Quartier für Fledermäuse hergerichtet.[/INDENT]


    Das ehemalige US-Munitionsdepot kann man sehr gut auf diesem Bing-Luftbild sehen.


    Ein Foto der Abrissarbeiten:



    Bild: Fraport AG

  • Letzte Klage gegen Ausbau abgewiesen

    Heiße Meldung: Die FAZ berichtet Grade, dass die so genannten Normenkontrollanträge von sechs Nachbarkommunen gegen den Landesentwicklungsplan in Bezug auf den Bau der neuen Landebahn vom Hess. VGH abgewiesen wurden.
    FAZ-Meldung