Bremen: Überseestadt

  • Du solltest daran denken, dass Brmen über einen veritablen Tiefwasserhafen verfügt, der es gerade so in die top 20 der größten Häfen der Welt geschafft hat: Bremerhaven.

  • ^^


    NewUrban, soll Bremen sich nun freuen, weil in 40 km Entfernung ein veritabler Tiefwassserhafen liegt, der unter der Top 20 der Welt ist?
    Entschuldige, aber Bremen hat meiner Meinung nach nicht das Geringste davon, dass Bremerhaven einen Tiefseehafen hat. Auch wenn BHV nominell zum Bundeland Bremen gehört, ist es für mich viel zu weit abgelegen. Hinzu kommt, dass HB und BHV auch hoch durch das Land Niedersachsen unterbrochen werden.
    Der Niedergang Bremens steht für mich ganz klar im Zusammenhang mit der nicht durchgeführten Weservertiefung. Immerhin war HB mal hinter München die 2. reichste Stadt in Deutschland. In den 60 er Jahren gab es Prognosen, dass Bremen, in Sachen Einwohnerzahl bei anhaltendem Wachstum zur Jahrtausendwende zur Millionen Stadt aufsteigen würde.
    Die Zuschüttung des Überseehafens hat aber nichts mit der oben genannten Sache zu tun. Das ist vielmehr auf eine technische Entwicklung wenn man so will zurückzuführen: Die Erfindung des Containers machte nicht nur in Bremen, sondern in jeder Hafenstadt auf der Welt, riesige Areale mit Speichern und Silos unnötig.


    Um nochmal darauf zurück zu kommen, dass BHV unter der Top20 in Sachen Tiefwasserhafen ist.
    Wenn ich an Welthafen denke, fallen mir spontan einige Städte ein: "Shanghai, Hong Kong, Yokohma und Tôkyô"
    Alle aufgezählten Städte haben diesen Ruf als Welthafen und Weltstadt wirklich verdient, weil es
    a.) echte Metropolen und Welthandelszentren sind
    b.) dort repräsentative und prachtvolle Wasserfront Skylines gibt


    Ich bin mal in BHV gewesen. Ich zähle sie eher zur Kategorie "Kleinstadt" als "Großstadt", Metropole erst recht nicht. So etwas Repräsentavies wird es in BHV aber auch nie geben, weil zum Einen der Platz gar nicht vorhanden wäre und zum Anderen die Leute das gar nicht wollen.
    Habe zwei Kommilitonen, die aus BHV kommen. Beide waren gegen den Bau des Sail City Hotels, wie die meisten Bremerhavener wohl auch.
    Bremen hingegen hätte durchaus das Zeug gehabt zu einer "Metropole" zu werden. Zwar wäre der Hafen eher schon mit einem Binnenhafen vergleichbar, weil schon einige km landweinwärts gelegen, aber es "wäre" auch ein Welthafen gewesen.
    Zudem hätte Konkurrenz zwischen BHV und HB das Geschäft durchaus belebt, aber ist ja alles nur rethorisch betrachtet. Es ist leider anders gekommen.


    Ich habe übrigens nichts gegen Bremerhaven. Nur BHV ist BHV und HB ist HB!

  • @ DarthHito – Ein paar kleine Punke zur Korrektur:


    Bremerhaven hat (aufgepasst) keinen (!) Hafen. Lediglich Bremen hat einen. Das tatsaechliche Hafenareal in/bei Bremerhaven gehoert nicht nur zum Bundesland Bremen, sonden ist Stadt(!)bremisches Gebiet.


    “Bremen hat nicht das Geringste davon?”. Frag mal die Bremerhavener: Die werden Dir erzaehlen, dass Bremen(Stadt) jeden Vorteil aus dem Hafen saugt und dass Bremerhaven sogut wie nichts davon sieht. Dafuer gibt es X-Beispiele – Hoer Dich mal in Bremerhaven um, man wird Dir ein Lied davon singen.


    Zu Post #18: Weservertiefung auf 40m?! Ich weiss nicht wo Du das her hast, aber es ist voellig unrealistisch, techisch unmoeglich und nebenbei voellig nutzlos, selbst Rotterdam (wo taeglich vollbeladene Supertanker ein- und ausfahren) hat “nur” ca. 22,00m Maximaltiefe (Hamburg theroretisch maximal 15,10m). Ausserdem: Wenn es einen Schiffstyp gibt der problemlos in Kuestennaehe abgeferigt werden kann, dann Tanker. Beim Loeschen von Grosstankern findet praktisch null Wertschoepfung statt und das Oel wird einfach in die naechste Pipeline gekippt. Die Pipelines von Wilhelmshaven fuehren direkt nach Hamburg und in Richtung Ruhrgebiet. Daher ist eben Wilhelmshaven auch alles andere als eine bluehende Stadt.


    Die Weser bis Bremerhaven ist nun mal (im Gegensatz zur Elbe) zu klein um sinnvoll fuer Grosschiffahrt genutzt zu werden. Hinzu kommt, dass Bremen kaum einen eigenen Markt fuer die meisten Waren hat.


    Der Niedergang der Werften in Bremen hat nichts mit der ausgebliebenen Vertiefung zu tun: Der Vulkan hat munter Supertanker gebaut, bis er pleite ging: Normalerweise werden Schiffe nun mal „leer“ vom Stapel gelassen – dier erste Ladung wird nicht gleich von der Werft mit eingebaut :-) Einmalig und leer und mit einem halben Dutzend Schleppern kann man auch einen Supertanker von Vegesack auf die Nordsee bekommen (die Meyerwerft in Papenburg beweist das regelmaessig und die Ems ist noch viel seichter als die Weser) – nur als taeglicher Regelfall ist so etwas sinnlos und unnuetz.


    Bremens Problem im Vergleich zu Hamburg ist, dass es zu klein ist um die "kritische Masse" fuer ein maritimes „Cluster“ zu erreichen. In Hamburg ist der Hafen DER oekonomische Motor, aber er steht eben nicht allein, sondern funktioniert im Zusammenspiel mit Reedereien, Versicherern, Klassifizierern, Werften, Banken, Fondshaeusern, Maklern, Analysten und mit der dafuer notwendigen Infrastruktur zu der auch solche Dinge wie ein vernuenftiger internationaler Flughafen gehoeren. Bremen ist nicht mal mehr zweite Deutsche Reederei-Stadt: Erst kommt Hamburg, dann lange nichts, dann kommt Leer im Emsland.


    Kurz: Tiefes Wasser ist eine unumgaengliche Voraussetzung fuer einen wirtschaftlich funktionierenden Hafen – umgekehrt jedoch macht tiefes Wasser allein eben laengst keinen Hafen aus. Ob die Ueberseestadt was wird – wer weiss das schon? Andere Frage: Hat Bremen eine Wahl?

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  • Herzlichen Dank für die Infos Midas.


    Ohje, das war wohl nen sehr großes Fettnäpfchen in das ich da getreten bin.
    Zu der Sache mit der Vertiefung auf 40 m. Ein Bekannter von mir, 12 Jahre älter als ich, seit seiner Geburt Bremer, hat das alles sehr genau verfolgt und mir davon erzählt. Es klang akkustisch immer wie 40 m. Dabei meinte er "nur" 14 m.*schäm*
    Ich habe mich selbst immer gewundert, warum 40 m. Hätte mich wohl besser informieren müssen. Naja, das hast du ja nun getan.


    Das andere Fettnäpfchen war das mit dem "Hafen", den BHV laut deiner Info nicht besitzt. Meine Kommilitonen hatten das auch immer anders rüber gebracht. Aber was solls, man lernt hat nie aus. Im Zweifelfall wird man eben etwas unangenehm auf den richtigen Weg geführt. :D


    Zur Überseestadt: Daraus wird was. Sie sind überall am Bauen in der Überseestadt und haben auch schon manches fertig.
    Eine andere Wahl hat HB auch leider nicht.

  • Nicht weiter wild :-) Das Ganze mit der Weser ist ja nur ein Randaspekt, denn eigentlich geht es ja hier nur um die Ueberseestadt. Der Zug fuer Bremen als Schiffahrtsstandort erster Wahl ist (leider) laengst abgefahren.


    Wenn das Projekt etwas wird, dann ist es Bremen zu goennen, denn leicht hat es die Stadt wirtschaftllich sicher nicht. Aus der Ferne betrachtet, sieht das Vorhaben reichlich gross fuer "so ein kleines" Bremen aus.


    Der Kernpunkt fuer mich ist jedoch, dass man m.E. in Bremen keine grosse Wahl hat. Natuerlich ist es schwierig in einer Zweitliga-Grossstadt (Sorry an alle Bremer, ich meine damit keine Abwertung, sondern, dass Bremen in die zweite Deutsche Kateorie nach Steadten wie Berlin, Hamburg, Muenchen Frankfurt und Koeln, faellt) so ein Riesenprojekt aufzuziehen (siehe Spacepark). Andererseits hat man wenig Auswahl und kann ja schlecht sagen "Wir lassen die Finger davon und sehen zu wie's oekonomisch bergab geht".


    Eine schwierige Gratwanderung. Hinzu kommt, dass vergleichbar grosse Staede in Ostdeutschland in den vergangenen fast 20 Jahren ganz andere Foedermoeglichkleiten hatten, wenn es darum ging Industrien anzusiedeln und vergleichbar grosse Staedtebauvorhaben anzugehen. Diese innerdeutsche Konkurrenz hat Bremen sicherlich hart getroffen.

  • Ich sehe das mit dem "kleinen" Bremen nicht als Abwertung.
    Mir ist bekannt, dass Bremen nur als B-Stadt gilt.
    Ist aber schon eine merkwürgige Sache. Zum einen ist Bremen von der Fläche her so groß wie München, hat aber nur halb so viele Einwohner. Zum anderen wirkt Bremen trotzdem es eine Großstadt ist, eher dörflich. So hat es ein Mitstudent von mir seinen Eindruck von Bremen geschildert, der aus Braunschweig nach HB gezogen ist. Mit knapp 600.000 EW wirkt HB eher wie eine 200.000er Stadt.
    Umgekehrt kenn ich das z.B. aus meiner Geburtsstadt Bochum.
    Knapp 400.000 EW, wirkt für mich aber deutlich größer und städtischer, da auch Nachbarstädte wie Essen und Dortmund direkt nebenan sind.


    Nun gut, genug offtopic jetzt. Von nun an nur noch das Thema Überseestadt. Zumindest von meiner Seite. :D

  • Zum anderen wirkt Bremen trotzdem es eine Großstadt ist, eher dörflich. So hat es ein Mitstudent von mir seinen Eindruck von Bremen geschildert, der aus Braunschweig nach HB gezogen ist. Mit knapp 600.000 EW wirkt HB eher wie eine 200.000er Stadt.
    Umgekehrt kenn ich das z.B. aus meiner Geburtsstadt Bochum.
    Knapp 400.000 EW, wirkt für mich aber deutlich größer und städtischer, da auch Nachbarstädte wie Essen und Dortmund direkt nebenan sind.


    Tut mir leid, dass ich diese OT-Diskussion weiter führen muss, aber ich kann nicht anders. Ich als gebürtiger Bremer kann das gesagt nicht bestätigen, auch wenn ich vielleicht eine Bremer Brille trage. Es stimmt zwar, dass Bremen zwar nicht so groß wirkt, wie es von der Einwohnerzahl ist, aber 200.000 ist maßlos übertrieben. Mühlheim an der Ruhr ist beispielsweise kein Vergleich zu Bremen.


    Ich kenne Essen sehr gut, und auch in Bochum war ich auch schon häufig. Gerade Bochum wirkt nicht riesig, wenn man sich z.B. die Fußgängerzone ansieht, wirkt alles überischtlich durch die relativ niedrigen Gebäude und die schmale Fußgängerzone. Da ist Bremen schon wesentlich imposanter, in der Obernstr oder wenn man durch die Faulenstr. oder Martinistr. fährt.


    Wobei Essen was das angeht noch "mächtiger" wirkt, sei es durch die vielen Hochhäuser und die A40 direkt in der Stadt. Gerade zu Geschäftszeiten ist die Stadt voll und laut, was ich persönlich als eher negativ empfinde.


    Doch vom Leben in den Straßen, gerade, was das Nachleben angeht ist Bremen erheblich belebter und urbaner vor allem in der Bahnhofsgegend oder im Viertel. Dagegen sind Kennedyplatz oder Rü ziemlich verödet am Abend. Was dies angeht ist Bochum mit dem Bermuda3Eck wieder nah an Bremen drann, hat vielleicht sogar leicht die Nase vorn.

  • KleinerHeld


    Vieleicht hätte ich doch besser kennzeichnen sollen, dass der 200.000er Vergleich ebenfalls von meinem Kommilitonen stammte, der aus Braunschweig hergezogen ist.


    Für mich persönlich wirkt Bremen, wie eine Stadt zwischen 350k und 400k EW.
    Was die Stadt auf jedem Fall weniger urban erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass das Stadtgebiet ab Walle ziemlich schmal wird. Überhaupt ist der ganze Norden Bremens ziemlich schlecht verkehrstechnisch erschlossen!
    Während in der Innenstadt Busse und Bahnen zuhauf fahren, geht es in nördlicher Richtung, doch ab einer bestimmten Uhrzeit gar nicht mehr.
    Bis Gröpelingen ist es noch annehmbar, weil die Straßenbahn bis dahin fährt.
    Aber wenns weiter nördlich gehen soll, Oslebshausen, Grambke, Lesum, St. Magnus, Vegesack etc., wird die Quasi-Trennung deutlich spürbar.


    Ehemalige Mitschüler von mir, die aus Huchting kamen, sagen selbst, dass Bremen-Nord nicht Bremen sei. Ich kenne sehr viele Leute, die so denken.
    Auch wenn Bremen-Nord rein formell zur Stadt Bremen gehört, hat man dieses Gefühl wenn man da ist, überhaut nicht.
    HB sollte in den 60er Jahren auch ein U-Bahn Netz erhalten, das bis hoch in den Norden führen sollte. Die Planungen sollen eigentlich schon sehr weit gediehen sein, als man sich dann doch für den Erhalt der Straßenbahnen entschieden hat.
    Auch die nicht vorhandene U-Bahn lässt Bremen in meinen Augen kleiner erscheinen.


    Ich habe ja schon mal Bochum erwähnt, das für mich deutlich größer wirkt, als nur knapp 400k EW. Die Fläche Bochums ist deutlich kleiner als Bremens, daher ist es auch "dichter" bebaut, was auch einen städtischeren Eindruck hinterlässt. Zudem hat Bochum auch eine U-Bahn. Bochum wirkt für mich eher wie eine 600k Stadt.


    Deine Vergleiche von den Gastronomie Vierteln Bochums und Bremens sind aber auch nicht wirklich tragbar.
    In Bremen gibt es die Schlachte, die Bahnhofs(Disko)Meile und das Viertel. Schlachte und Viertel finde ich wunderbar, aber die Meile kannste in meinen Augen vergessen.
    In Bochum gibts zwar "nur" das Bermuda3Eck, aber bedenke, dass Bochum im Ruhrgebiet liegt. Man hat da weitaus größere Auswahl als in Bremen.
    Ob nun Bochum, Dortmund, Essen etc. Alleine Bo hat 3 Großraumdiskotheken, wenn man da nicht fündig wird, kann man auch in die Nachbarstadt, dessen Grenze häufig gar nicht erkennbar ist.


    Zu der Bochumer Innenstadt kann ich dir zum Teil beipflichten. Seit der Boulevard aber fertig gestellt wurde, hat sich der Innenstadtbereich deutlich vergrößert und brauch sich nun auch nicht mehr hinter Bremen zu verstecken.
    Ich war vergangenes Jahr zu Weihnachten da und war überwältigt, wie sich Bochum gemausert hat.
    Bremens Innenstadt ist aber auch nicht so groß. Ja die Obenrstraße ist ziemlich breit und imposant durch die hohe Bebauung herum, aber die Loyd-Passage ist schon wieder ziemlich schmal.


    Doch, im Grunde ist es Käse Bochum mit Bremen zu vergleichen. Weil Bochum, Bochum ist und Bremen ist Bremen. Jede Stadt hat ihre eigenen Charakteristiker und Vorzüge. Ich mag beide Städte sehr gerne.


    Also lass uns die OT Diskussionen beenden und bleiben wir bei der Überseestadt.

  • Ich find eher dörfliche Großstädte eigentlich ganz angenehm und Bremen ist zumindest in der City schon ganz idyllisch. Man kann Bremen als eine Bürgerstadt auch nicht mit Arbeiterstädten im Ruhgebiet oder Residenzstädten vergleichen. Die kleinwüchsige Bebauung (oftmals nur 2 Geschosse) spricht halt sehr für Bremen als Bürgerstadt.


    Tja, den Groll der BHV´ler kann ich gut verstehen. Familiär bedingt komme ich eigentlich Bremerhaven. Als gebürtiger Hannoveraner und Niedersachse schlottern mir allerdings jetzt schon die Knie, wenn wir beide fusionieren; denn: der Bremer Kaufmann wird den behäbigen Hannoveraner "schön verarschen". Nicht anders war es beim Landerwerb von Bremerhaven vom hannoverschen König damals.;)


    Gruß aus Hannover!

  • Bin grad in Bremen und war heute mal in der Überseestadt unterwegs. Es ist wirklich beeindruckend, was da alles passiert. An jeder zweiten Ecke wird gebaut und die wenigen schon fertigen Gebäude (vor allem Europahafen ist schon weit) sind größteneteils bereits vermietet. Und dennoch gibts es noch Freiflächen und viel Entwicklungspotential, in bin gespannt und inzwischen frohen Mutes, dass dich alles zum Postiven entickellt.


    Die Bilder, die ich geschossen hab, werden in den nächsten Tagen hier reingestellt.

  • Danke für die netten Bilder. Ich bin immer zu faul dort raus zu fahren, auch wenn ich Bremer bin. Es geht, auf einmal, richtig voran. Es entsteht sogar ein kleines Wohnquartier mit wohnhochhaus.

  • Zitat von schorse: "Die kleinwüchsige Bebauung (oftmals nur 2 Geschosse) spricht halt sehr für Bremen als Bürgerstadt."


    Kleinwüchsige Bebauung in Bremen mit 2 Geschossen? :confused:
    Wo hast du die denn gesehen? Sicherlich nicht in der Altstadt.
    Da sind es wohl eher 4/5 Geschosse im Durchschnitt.
    Also ich finde die Kernstadt von Bremen ist nicht so klein und niedrig, wie es die Meisten wohl empfinden. Die ist wirklich sehr gut dimensioniert und lässt durchaus "Großstadtfeeling" aufkommen.
    Doch sobald man die Kernstadt verlässt und sich weiter in den Norden begibt geht dieser Eindruck verloren.
    Schade finde ich, dass in der Überseestadt nicht dieser Hochhauscluster verwirklicht wird, wie er bei der Ausstellung im Speicher XI zu sehen war.
    Wäre sicherlich beeinruckend gewesen von der Wilhelm-Kaisen oder Bügermeister-Smidt Brücke aus in Richtung Überseestadt zu schauen und dabei einen kleinen Cluster aus Hochhäusern zu sehen.
    Daran denke ich jedes mal, wenn ich mit der Straßenbahn über eine dieser Brücken fahre und den halb fertig gestellten Weser Tower sehe, der jetzt schon von diesem Standpunkt aus, mit 14 Geschossen ziemlich imposant wirkt.
    Hochhäuser in der Überseestadt hätten auch nicht den Blick auf die Domtürme versperrt und könnten durchaus höher als Diese (98m) werden.
    Aber naja, leider baut man andere Projekte dorthin. Die sind keines Falls schlecht, aber in meinen Augen nicht die beste Lösung.


    KleinerHeld :


    Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön für die Fotos. :daumen:

  • Hi!


    als Süddeutscher muss ich nun unwissender Weise Fragen stellen:


    Am Anfang der Diskussion hieß es, Bremen sollte eher zurück, anstelle ausgebaut werden. Ist die Stadt wohl seit längerer Zeit einem solchen Bewohnerschwund ausgesetzt?


    Wie ich es aus der Nürnberger Presse entnehmen konnte, hat Bremen zusammen mit Leipzig und meiner Wahlheimat sich an die Arbeit gemacht, für Städte die unter starkem Strukturwandel zu leiden hatten, Konzepte für die Stadtentwicklung auszuarbeiten.


    http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=6689


    Fällt die Überseestadt evtl unter die "Nationale Stadtentwicklung"?


    Alle Stadte, um die 500.000EW schwanken zwischen "richtigem" - gefühltem Großstadtflair und eher etwas Provinziellem... das geht Nürnberg genau so.


    Viele Grüße


    Mattes


  • Ich kann zu diesem Thema vor allem die Wikipedia-Angaben anführen. Demnach wird der Stadt Bremen ein leichtes Plus vorausgesagt. Allerdings ist die Studie nicht mehr die Neuste.


    Bevölkerungsprognose


    In ihrem 2006 publizierten „Wegweiser Demographischer Wandel 2020“, in dem die Bertelsmann-Stiftung Daten zur Entwicklung der Einwohnerzahl von 2.959 Kommunen in Deutschland liefert, wird für Bremen ein Anstieg der Bevölkerung zwischen 2003 und 2020 um 0,7 Prozent (3.615 Personen) vorausgesagt.


    Absolute Bevölkerungsentwicklung 2003–2020 – Prognose für Bremen (Hauptwohnsitze):
    Datum Einwohner
    31. Dezember 2003 544.853
    31. Dezember 2005 546.723
    31. Dezember 2010 550.568
    31. Dezember 2015 551.430
    31. Dezember 2020 548.468


    Quelle: Bertelsmann-Stiftung


    http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Bremen

  • Verlängerung der Flaniermeile Schlachte direkt an der Weser

    Ich war vor wenigen Tagen dort, kurz nach der offiziellen Einweihung. Nun ist es möglich am Wasser direkt von der Innenstadt ins Weser Quartier (Überseestadt) zu laufen.


    Ich war dort, leider hatte ich nur meine schwache Handykamera dabei, und neue Fotos des Abschnitts und vom Quartier gemacht. Eben habe ich ein wenig mit Photobucket gespielt euch eine kleine Slideshow gebastelt:


    http://s277.photobucket.com/al…view&current=c05d50d2.pbr


    Hier auch ein schönes, hochauflösendes Bild des neuen Schlachte-Teils. Die doppelte Kirchturmspitze im Hintergrund ist übriges der Bremr Dom mitten im Zentrum. Daran kann man die geringe Entfernung zur Überseestadt abschätzen.
    http://www.ueberseestadt-breme…media.php/52/IMG_8973.JPG


    Dazu die Pressemitteilung:
    http://www.ueberseestadt-breme…tadt?detailansicht=196044

  • Ich war zuletzt im Sommer 2009 da - unglücklicherweise als dieser ENTSETZLICHE evangelische Kirchentag durch die Stadt herumstrolchte. Ich war vom Stand der Entwicklung ziemlich enttäuscht, da sich seit meinen letzten Besuchen vor etwa einem, zwei und drei Jahren nur unwesentlich viel verändert hat, zumindest verglichen mit der Geschwindigkeit, wie sich anderen, vergleichbare Projekte *hust* HafenCity *hust* entwickeln. Und die Qualität des Realisierten, sowohl in Kozeption, Entwurf und baulicher Ausführung, ist auch MEHR als fraglich, zum Beispiel diese vier bis fünf Miniwürfelhäuser am Europahafen, die vor dem massiven Speicherriegel dahinter vollkommen verschwinden. Oder diese Treppenanlage am Kopf des Europahafens wirkt auch etwas... radebrechend. Und dass Aldi als einer der ersten Premiummieter eingezogen ist... ich muss schon sagen, merveilleux.


    Ich werde aber demnächst, wenn die Witterung besser ist, mal wieder rüberfahren und mir den weiteren Fortschritt angucken.