Bauprojekte im Gallus

  • ...sprengt allerdings die Dimensionen der Nachbarbebauung

    Das ist mit E+6 gerade einmal eine genutzte Etage mehr als die graue und rosa Bebauung in Richtung zur Straßenecke und entspricht genau dem 60er-Jahre-Bau an der Ecke Kölner Straße.


    Damit also das, was etwa 100 Jahre nach den kleineren Gebäuden, als angemessene Nachverdichtung notwendig ist. Für die Bewohner der Nachbarhäuser erwächst aus der Tiefgarage übrigens ein Zuwachs an freien Straßen-Parkplätzen.

  • Umbau/Umnutzung Mainzer Landstraße 193

    Der große gründerzeitliche Gewerbebau Mainzer Landstraße 193, zuletzt von der Commerzbank als Bürogebäude genutzt, wurde lange Zeit umgebaut. Dazu zuletzt Beitrag #270 von epizentrum. Solange war es ein Rätsel, wer denn der "Anbieter hochwertiger Designmöbel" ist, der dort 3.250 Quadratmeter für 15 Jahre gemietet hat. Ein seit kurzem an der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes angebrachtes Transparent beantwortet die Frage endlich, auch ein Eröffnungstermin steht demnach fest. Who's perfect verfügt seit letztem Herbst bereits über eine Filiale in Frankfurt, in der Fechenheimer Adam-Opel-Straße, jener Standort war als Zwischenlösung gedacht (Q).



    Bild: Schmittchen

  • "Headquarter II" Mainzer Landstraße 231/235/237

    Von diesem Projekt war hier bislang nur eine Ansicht von der Mainzer Landstraße bekannt. Aber es war klar, dass der größte Teil der Wohnungen, 66 "studentische Appartements" und 104 "vollmöblierte Microappartements", im hinteren Teil des ziemlich großen Grundstücks geplant ist. Dazu auch die älteren Fotos des mittlerweile abgebrochenen Bestands. Nun hat der Projektentwickler benchmark auch Visualisierungen des rückwärtigen Teils des Vorhabens online. Demnach ist dort ein Flügelbau für die Blockrandbebauung an der Mainzer Landstraße sowie ein zweites Gebäude zur Adam-Riese-Straße vorgesehen.



    Bild: benchmark. REAL Estate Development / Architekten Theiss Planungsgesellschaft


    An der Mainzer Landstraße haben sich im Vergleich zur bekannten Visualisierung einige Details an Fassade und TG-Einfahrt geändert. Interessanter sicher der offenbar L-förmige Bauteil mit den Microappartements, wie er aus dem neuen Behördenzentrum an der Adam-Riese-Straße zu sehen sein wird (Eingang und Fassade im Detail gibt es hier):



    Bild: benchmark. REAL Estate Development / Architekten Theiss Planungsgesellschaft

  • Kölner Straße 50-56: Wohnprojekt "Frankfurt Citylife"

    Der Umbau des alten Bürohauses von Wüstenrot und der Württembergischen Versicherung neigt sich dem Ende zu. Die Straßenseite ist entrüstet. Das mag auch ein Betrachter angesichts des Ergebnisses sein, den Renderings entspricht es jedenfalls.



    Bild: Schmittchen

  • Mainzer Landstraße 395

    Bei dem zuletzt (oder hab ich was übersehen?) hier erwähnten Areal scheint sich was zu tun, allerdings mit veränderter Planung.
    Von "Gallus Gärten" ist nichts mehr zu lesen, und als Bauherr tritt nicht OperaOne, sondern eine ZBI aus Erlangen auf. Das Projekt findet man in dieser Broschüre auf der Seite 30.

  • Neuentwicklung Lahnstraße 37-41

    Der Projektentwickler GeRo Real Estate AG teilt auf seiner Website mit, er sei in eine Projektgesellschaft eingetreten, die auf dem Grundstück Lahnstraße 37 ein Wohn- und Geschäftshaus mit 160 Wohneinheiten und einer Kindertagesstätte realisieren möchte. Je zur Hälfte seien Miet- und Eigentumswohnungen geplant, die Mietwohnungen sollen global verkauft werden.


    Mitte des vergangenen Jahres habe ich dort Fotos gemacht, weil mir schon dachte, dass dieses Grundstück dem Veränderungsdruck im Gallus nicht lange wird standhalten können. Es handelt sich um das ehemalige Betriebsgelände von Jean Bratengeier. Das Bauunternehmen war dort von 1931 bis zum Umzug nach Dreieich im Jahr 2004 ansässig (Q). Was zuletzt hier passiert, wird man als Kümmernutzung bezeichnen können (sehenswert auch die pittoreske Briefkastenanlage bei Street View).





    Eine der nächsten Projektentwicklungen dürfte es gleich westlich angrenzend geben, Lahnstraße 53, das Eckgrundstück zur Krifteler Straße, wo unter anderem noch eine mit "Mitteldeutsche Kühlerfabrik" beschriftete alte Gewerbehalle steht. Diese wird wohl noch genutzt, teils als Außenlager der Alten Oper, teils als Karaoke-Bar.



    Alle Bilder: Schmittchen

  • Koblenzer Straße 45-47

    Zum in Beitrag #304 vorgestellten Vorhaben, eine langjährige Baulücke an der Koblenzer Straße zu schließen, hat das planende Büro Jüttemann Architekten nun Informationen online. Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 20 Wohneinheiten und eine Tiefgarage mit 16 Stellplätzen sollen demnach gebaut werden. Das Vorderhaus erhält fünf Geschosse mit 16 Wohnungen. Das Sockelgeschoss soll verklinkert, die Geschosse darüber hell verputzt werden. Visualisierung:



    Hofseite des Vorderhauses:



    Das Hinterhaus erhält drei Geschosse. Hier sind vier Maisonette-Wohnungen mit jeweils eigenem Eingang geplant. Die Fassade wird verklinkert, das Flachdach begrünt.



    Bilder: Jüttemann Architekten

  • Revitalisierung Mainzer Landstraße 178-190 "Atrium Plaza"

    Das ehemalige AMC (Asset Management Center) der Deutschen Bank wurde bereits vor knapp einem Jahr geräumt (man ist jetzt ggü. den Doppeltürmen im DB Campus ansässig). Nachdem die Deka den Ex-DWS-Sitz zuerst ab dem 1. April 2015 zur Wiedervermietung angeboten hatte, hat man dann offenbar sehr schnell gemerkt, dass ein solches Objekt mit fast 25.000 qm (genauer: 24.713 qm) auf sieben Stockwerken plus UG und Tiefgarage mit 151 Stellplätzen nicht sofort marktgängig ist.


    Deshalb hat man sich den ungeheuer originellen Namen "Atrium Plaza" ausgedacht und eine schöne Website dazu gebastelt. Anders als der Website ist dem Bauschild aber zu entnehmen, dass nur noch eine LEED Gold Zertifizierung angestrebt wird. Die ursprünglich mal angestrebte (und auf der Website noch erwähnte) LEED Platin Zertifizierung war für das 2003 fertiggestellte und von BRT Architekten (Bothe Richter Teherani) entworfene Gebäude wohl zu teuer oder nicht machbar. Zur Vermarktung der ML 178-190 hat Ganter Isenböck Visualisierungen angefertigt, schaut ihr hier.



    Von außen waren noch Aufkleber zu erkennen, die ankündigten dass die Revitalisierung Ende 2015 abgeschlossen sein sollte. Vor Ort sah es danach aber noch nicht aus.

  • Wohnbauprojekt Mainzer Landstraße 395

    Das vormals "Gallus Gärten" genannte Projekt auf dem früheren Areal von "Holz Fiedler" ist von OperaOne auf die Erlanger ZBI Zentral Boden Immobilien AG übergegangen, das hatte Baufrosch in #316 mitgeteilt (mit Link zu Visualisierung und Projektdaten). Rund 50% der Projektentwicklung hat die ZBI kürzlich an "zwei institutionelle Käufer" weiterveräußert, wie in einer Pressemitteilung vom 19. Januar 2016 nachzulesen ist. Demnach handelt es "sich um 21.100 Quadratmeter Mietwohnungen sowie eine Quartierstiefgarage". Das Projektvolumen betrage ca. 85 Millionen Euro, die Fertigstellung sei für 2017 geplant, heißt es weiter.


    Für das Bauvorhaben benötigt die ZBI eine kleine Arrondierungsfläche an der Ecke Lahnstraße und Gustavsburgstraße. Diese ist Eigentum der Stadt, weswegen es für einen Verkauf nun eine Magistratsvorlage (M26-16) gibt. Dort ist zu erfahren, dass auch eine Kindertagesstätte vorgesehen ist. Interessant ist vor allem ein beigefügter Lageplan, daraus ergibt sich nämlich die Anordnung der geplanten Wohngebäude auf dem Grundstück. Rot markiert ist die Arrondierungsfläche.



    Plan: Stadt Frankfurt am Main

  • Projekt "Gallus Green Gardens – G³" an der Weilburger Straße

    Noch in diesem Quartal soll der Wohnungsbau an der Weilburger Straße beginnen, zuletzt Thema oben in #299 ff. (mit Fotos). Laut Mercurius Real Estate sind das die Projektdaten :


    Gebäude I

    • Fertigstellung: Q1 2018
    • Wohneinheiten: 66
    • Gesamtwohnfläche: 5.201 m²
    • Stellplätze: 46
    • Gewerbefläche (Kita): 676m² mit Außenfläche


    Gebäude II und III

    • Fertigstellung: Q1 2018
    • Wohneinheiten: 356
    • Gesamtwohnfläche: 17.571 m²
    • Stellplätze: 194


    Ansichten hat der Projektpartner Domus Vivendi Group online. Zuordnung und Lage der Teilprojekte sind nicht recht klar, ich bitte um Nachsicht, wenn etwas nicht stimmen sollte. Teilprojekt im Osten (wohl "Gebäude II und III" auf Höhe der Adler-Werke):





    Teilprojekt im Westen (wohl "Gebäude I" auf Höhe der Neubauten der "Adler Quartiere"):





    Bilder: Domus Vivendi Group / Mercurius Real Estate

  • Ach, es ist ein Trauerspiel. Zu niedrige, bunkerhafte Erdgeschosse, weil man wieder "wegen der Barrierefreiheit" die Erdgeschosse straßenbündig, aber nur in Standardhöhe anlegt.


    Dann merkt einer, das da wohl keiner wohnen will, also bleiben an vielen Stellen und Waschküchen und Müllraumtüren, abwechselnd mit TG-Einfahrten übrig.


    Was im letzten Bild mit Treppe und Rampe erreicht werden soll erschließt sich mit nicht ganz - sind das etwa bodentiefe Fenster im EG zur Straßenseite? Also doch nicht straßenbündig, aber mit einer Optik als ob? Die Treppe hat fünf wahrnehmbare Stufen, das macht etwa einen Meter zur Fensterunterkante, typische Augenhöhe eines Erwachsenen damit in der Höhe der Fensterteilung.


    Wie eingangs gesagt: die Erdgeschosse sind zum Heulen. :nono:


    Der Architekt hat sicher eine Beteiligung bei einem Hersteller für Sichtschutzfolien, Halbgardinen oder ähnlich eleganter Wohnaccessoires.

  • Ist wahrlich kein Augenschmaus das ganze. Die Visualisierungen sind zwar so hundsmiserabel, dass sie mit Sicherheit nur anseitweise die Realität wiedergeben. Aber Hoffnung, dass das nach der Realisierung nicht so schlimm sein wird, werden wohl nur die krassesten Optimisten haben.


    Was ich mich frage, ist, welche Funktion die Brücke auf der zweiten Visualisierung in Schmittchens Beitrag hat? Würde es sich bei den durch die Brücke verbundenen Häusern um Büroobjekte handeln, so könnte man sich noch etwas zusammenreimen. Aber so komme ich auf keine plausible Erklärung.

  • Neuentwicklung Kölner Straße 82-84 (70 WE)

    Letztes Jahr hat die Bamberger Project-Gruppe den prominent an der südlichen Rampe zur Emser Brücke gelegenen Garagenhof mit ehemaliger Tankstelle und Autowerkstatt gekauft. Dazu die Beiträge #305 ff. Damals wurde über die Platzierung der Wohngebäude auf dem Grundstück gerätselt. Denn dieses ist nicht nur ziemlich schwierig geschnitten, es soll darüber auch eine Wegebeziehung zwischen Hellerhofstraße und der bisher als Wendeschleife ausgebildeten Lissabonner Straße hergestellt werden. Also eine weitere Straßenverbindung zwischen dem "alten Gallus" und dem Europaviertel.


    Der Projektentwickler hat inzwischen einen kleinen Lageplan online, der sich auf Seite 5 eines PDF in größerem Ausschnitt findet. Ich habe diesen, so gut es eben ging, auf ein Satellitenbild übertragen. Rot sind ungefähr die Baulinien, Vor- und Rücksprünge der Gebäude habe ich weggelassen. Die hellgrauen Linien stellen den wahrscheinlichen Straßenverlauf dar. Voraussichtlich sollen nur die jeweils nordöstlichen Fahrbahnen von Hellerhofstraße und Lissabonner Straße miteinander verbunden werden (womöglich als Einbahnstraße).



    Basis: Google, Markierungen: Schmittchen


    Ein paar Impressionen des pittoresken Bestands:



    Anstelle der weiß gestrichenen Mauer in der Bildmitte müsste in wenigen Jahren eine Hauswand stehen:



    Blick nach Osten:



    Alle Bilder: Schmittchen


    Weitere Bilder zum Großklicken:


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  • Also das hier ist ein Forum und hier kann/sollte ich eigentlich auch mal meine Meinung sagen können ohne gleich gesteinigt (verbal) zu werden. Das ist alles ziemlich gruselig was hier so gebaut werden soll. Anscheinend gibt es die Investoren Schublade aus der man dann so die "bewährtesten" klötzchen rausholen kann. Ich verstehe bis heute nicht wie man im EG an einer Strasse Raumhohe Fenster machen kann ? Klar, tolle/schöne Architektur muss auch bezahlt werden, aber wenn ich mal alle Beiträge so anschaue, dann ist hier überwiegend Klötzchenbildung zu sehen ("Frank" an der Kennedyallee *furchtbar*) oder die beiden Wohnhochhäuser im Europaviertel. Riedberg das gleiche usw. usw. Aber okay, das ist dann wahrscheinlich so. Ich finde es absolut nicht schön. So, jetzt bitte mir Dreck werfen :lach:

  • Projekt "Bright Side" an der Weilburger Straße

    Das bisher "Gallus Green Gardens – G³" genannte Wohnbauprojekt an der Weilburger Straße, zuletzt oben in #323 ff. erwähnt, heißt jetzt "Bright Side". So soll es sich besser vermarkten lassen, meint der Bauherr laut IZ.


    Auf die Baugenehmigung wird noch gewartet. Wenn diese erwartungsgemäß im Mai vorliegt, soll auch gleich der erste Spaten gesetzt werden. Die Investitionssumme wird mit rund 100 Millionen Euro beziffert. Insgesamt soll die Wohnfläche 22.260 Quadratmeter betragen, die Zahl der Wohnungen hat sich indessen von 450 auf 422 vermindert. Ein neues Rendering gibt es außerdem, und so schlecht sieht das doch nicht aus, in dieser Lage ist das m. E. in Ordnung:



    Bild: Mercurius Real Estate

  • Kleyerquartier (ex Avaya-Areal)

    Aus einem Artikel in der heutigen FAZ-Druckausgabe im Zusammenhang mit dem Umzug einer Flüchtlingsunterkunft geht hervor, dass "Häuser im Gallusviertel, die nur temporär genutzt werden konnten" "nun" abgerissen würden. Damit können eigentlich nur die ehemaligen Avaya-Gebäude an der Kleyerstraße gemeint sein. Noch im Dezember war nicht klar, ob und wie lange das Gelände nördlich der Kleyerstraße für die temporäre Unterbringung von Flüchtlingsfamilien zur Verfügung steht, siehe oben. Kuriorerweise formiert sich allerdings auch gegen die aktuellen Umzugspläne, also gegen den Wegzug aus eben den abzureißenden Gebäuden, Widerstand, also schaumermal.


    Bebaut werden soll das Ex-Avaya-Gelände nach einem städtebaulichen Entwurf von Baufrösche, Kassel. Dazu, siehe hier und dort. Zur Lage, siehe auf der Karte.

  • zu #321


    Ich hatte vergangene Woche die Gelegenheit das "Atrium Plaza" zu besichtigen - Die Revitalisierung ist in vollem Gange, das Gebäude wird sich in Zukunft stärker zur Mainzer Landstraße hin öffnen, eine Repräsentationswirkung wird sich aber dennoch hauptsächlich im Inneren zeigen.


    Die ersten Mieter haben wohl schon unterschrieben, zumindest ist die Wahl der Etage für potentielle Interessenten nicht mehr völlig frei.


    Wann genau der Umbau abgeschlossen ist, wurde nicht gesagt - wohl aber recht bald. Ich persönlich war von dem wirklich gelungenen Inneren überrascht - das Äußere ist zwar nicht übel, doch das namensgebende Atrium ist tatsächlich beeindruckend.