Sonstige Projekte und Meldungen

  • Der Verlust des Ausblickes auf das alte Kraftwerk ist natürlich tragisch.


    Bei derartigen Anbauten muss man immer davon ausgehen, dass diese mal aufgestockt, oder durch höhere Gebäude ersetzt werden;

    selbst wenn zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs kein B-Plan vorhanden war.

  • Ob man jetzt auf das (Gar nicht so alte - siehe Block Fortuna) Kraftwerk schaut, ist nicht so wichtig, aber der Rheinblick an sich macht die Wohnungen schon wertvoller.

    Wer sich da was unter dieser Prämisse und entsprechendem Preis gekauft hat - selber Schuld, wenn man sich vor dem Kauf nicht richtig informiert, vor allem, wenn es um den Ausblick geht.

    Es war doch von Anfang an klar, dass da noch was in die Lücke kommt - siehe hier von 2012 und hier von 2015.

  • RP berichtet über geplante Schul(-neu)bauten. Link Rp


    Für den Neubau der Dieter-Forte Schule in Eller werden 90 Mio in einer erster Kostenschätzung veranschlagt. Der Bestandsbau ist baufällig, ein Umbau ist bald nötig. Selbst die nicht gerade als klassenkämpferisch bekannte Rp merkt an, dass die BV8 nicht mit Investitionen verwöhnt ist. Daneben ist geplant: der Neubau des Luisen-Gymnasiums an der Völklinger Str, 70 Mio., Gymnasium Heinzelmännchenweg 60 Mio, Gymnasium Str. 30 Mio, Hauptschule Vennhauser Allee 40 Mio., Schmiedestr 60 Mio, Rückerstr 55 Mio. In Summe 400 Mio.


    Wenn man sich überlegt, dass die Kassen durch Corona leer sind, durch die Klimawende die Stadt bzw der ÖPNV umgebaut wird/werden müsste und ein opulenter Opern-Neubau auf dem Wunschzettel steht, kann man sich jetzt schon fragen, wo gekürzt werden muss.

  • Laut RP Online plant die Kunstakademie einen "spektakulären" Anbau mit einer "kreativen Idee" zur Erhalt der Bäume. Folgendes Rendering wird gezeigt:



    Ich halte den Vorschlag für so stümperhaft, dass sich eine ausgewogene Sachkritik kaum lohnt. Der respektlose Umgang des vorgeschlagenen Baus mit dem Bestand und die konzeptlosen Fassadeneinschnitte – man stelle sich die beiden Stellen einmal ohne die Bäume vor – sind zum Kopfschütteln.


    Gibt es hier andere Meinungen?

  • Mal abgesehen davon, dass der ganze Entwurf für mich sehr hässlich ist und der Standort eine neue Dimension der Stadtverschandelung darstellt, frage ich mich, was es mit dieser ständigen Freitreppenplanerei auf sich hat.

    Gibt es irgendein ungeschriebenes Gesetz, dass man als Architekt möglichst viele Freitreppen im öffentlichen Raum unterbringen muss?
    Man verstehe mich nicht falsch. Der Grundgedanke ist ja sehr schön (in den Anfangsjahren der Treppe am Schlossturm war diese ja auch noch ein schönes Plätzchen), aber im Allgemeinen sind solche Treppen, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, einfach nur ein Hotspot für Asoziale & Co.

    Neben diesem "tollen" Entwurf wird ja nun vor dem Carschhaus auch wieder eine solche Freitreppe gebaut.
    Außer sehr vielen Exkrementen der Feiernden vom Vorabend und ein paar Obdachlosen die dort Wetterschutz suchen wird sich auch hier sicherlich nicht viel von den Illustrationen mit spielenden Kindern und lachenden Flaneuren wiederfinden....

  • Ungewohnten Architekturkonzepten stehe ich grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegenüber.

    Ich habe mich erntshaft bemüht, dem gezeigten Entwurf etwas Positives abzugewinnen. Ohne Erfolg.


    Ernsthaft:

    Wie kann man zwei oder drei durchschnittlichen Stadtbäumen erlauben, ein architektonisches Konzept komplett zu dominieren?

    Wer immer so etwas geplant hat, hat nichts von der Funktion von stadträumlichem Grün verstanden.


    Außerdem: Welchem ästhetischen Anspruch sollen gewaltige fensterlose Mauerflächen genügen???


    Am schlimmsten aber: Wie kann man ein denkmalgeschütztes Gebäude, das lt. Amt für Denkmalschutz "aus städtebaulichen, architekturgeschichtlichen und historischen Gründen von überregionaler Bedeutung" ist und dessen prägendes Merkmal die perfekte Symmetrie darstellt, derart systematisch verschandeln?


    Sollte es notwendig sein, gegen einen derartig hirnrissigen Unfug Unterschriften zu sammeln (was ich nicht hoffe): Bin garantiert dabei.

  • Aus städtebaulicher Sicht, wie auch auf Grund des Baudenkmals und seiner Außenwirkung, ist für mich alleine schon der massive Baukörper vor der Schaufassade unvorstellbar; ganz unabhängig von der Architektur oder der Freitreppe.

    Auch der neben das Atelierhaus gequetschte Erweiterungsbau ist nur gruselig.

    Von der Architekturklasse hätte ich mehr Feingefühl für den Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz erwartet!


    Dem Denkmal angemessen wäre ein Flachbau, der nicht höher als das Sockelgeschoß ist und dafür in die Tiefe geht.

  • Dem Denkmal angemessen wäre ein Flachbau, der nicht höher als das Sockelgeschoß ist und dafür in die Tiefe geht.

    ...daran dachte ich auch, und mit vielen Lichteinlässen auf dem Dach. Es entständen sicher angenehmere Werkräume als in diesem " Bunker".


    Das mit diesen Baumaussparungen funktioniert sowieso nicht. Die Bäume bekämen dort zu wenig Licht und im Sommer würde sich dort die Hitze stauen.


    Bäume müssen frei und im Wind stehen, Pilz- und Schädlingsbefall wären dort vorprogrammiert.