Zeil und Nebenstraßen / Konstablerwache

  • Gestern wurde in der FAZ ein Artikel mit dem Titel "Schönheitsoperation am Herzen der Stadt" veröffentlicht. Ihm kann man unter anderem auch entnehemen,
    das die Reinigung des Bodenbelags durch das aufbringen einer Imprägnierschicht erheblich vereinfacht werden soll.


    Außerdem gibt der Artikel auch einen recht netten Gesamtüberblick, über die einzelnen Teile des Großprojekts, wieder.


    Viel Spaß beim lesen:
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B…Tpl~Ecommon~Scontent.html

  • Versiffter Pavillion hin oder her, der jetzige hat wenigstens ein Giebeldach. Der neue natürlich ein Flachdach und wird damit mangels Pflege seitens der Stadt (wie üblich) in spätestens 5 Jahren genauso undicht sein wie z. B. die Überdachung des Rödelheimer Bahnhofs - wer da mal im strömenden Regen auf den Zug gewartet hat, kann kubanische Verhältnisse erleben, was die Heruntergekommenheit angeht. :nono:


    Bezüglich der Pflasterung: ebenso typisch für Frankfurt. Anstatt mal den großen Wurf zu wagen und in wirklich hochwertigen, wenn auch teuren Belag zu investieren, nimmt man Betonsteine. Auch die sehen, wie es Beton nun mal mit sich bringt, spätestens in 5 Jahren wieder versifft aus und die ganze Geschichte fängt von vorne an.

  • Naturstein versifft doch genauso schnell. Mal abgesehen davon, ist das Problem auf der heutigen Zeil nicht der jetzige Stein, sondern eher die ganzen Stellen wo er fehlt und mit Asphalt ausgebessert wurde.
    Das ist auch der Grund warum ich billigeren Betonstein für sinnvoll halte.Auf einer derart dynamischen Achse muss man relativ oft was am Pflaster machen. Da ist Beton schon ok. Naturstein (was meint ihr eigentlich damit? Granitplatten?) sollte man sich für Sonstwo aufheben, z.B. Goethestraße, Bankenviertel oder vorm Schauspielhaus. Passt da wiederum am besten....


    Zu den Pavillions:
    Gestalterisch gehen die jetzigen Buden aber auch doch mal gar nicht?! Also Zeilforum, Zeilgalerie aber auch Kaufhof und Allianz - da passen solche Weihnachtsmarktbuden nicht rein.


    Die Flachdächer der Neuen werden schon dicht bleiben, das ist heutzutage kein Problem mehr.
    Wenn man mal die Detailzeichnungen von heute mit von vor 30 Jahren und dann vor 60 Jahren vergleicht, versteht man so einiges.
    Die undichte Dachpappe auf klassischen 60er-Jahre Schulbauten, wo's dann in die Klasse tropft nimmt man heute ja nicht mehr so ungeschützt. Die Wasserführende Schicht wird heute eigentlich immer witterungsgeschützt angelegt und hält dadurch ewig.


    Allerdings: Das Dach ist die fünfte Fassade und ich bin 80% der heutigen Neubaudächer nicht wirklich einverstanden. Ich bin mal gespannt wie die Pavillions sich dann von "oben" machen werden.

  • Ich finde das Flachdach viel besser als die Spitzdächer von heute.


    Die Pavillion haben hauptsächlich eine Funktion und sollen nicht zu sehr, vor allem optisch, im Weg sein. Das wird sowohl mit vielen großen Glasflächen erreicht, aber auch mit den Flachdächern.
    Deren Optik von oben gesehn, ist mir reichlich egal, denn wenn ich über die Zeil wandere, kann ich eh nicht drauf schauen und kaum ein Haus auf der Zeil bietet mir eine direkte Draufsicht.Denn von Zeilgalerie und FFHV werden die Pavillions eh nicht richtig zu sehen sein, weil zu weit weg und Bäume dazwischen.


    Und seien wir mal ehrlich, oberhalb vom 1. Stock ist die Zeil meist eh so hässlich, das man eh nur gesenkten Blickes drüber wandert, da ist dann das Pflaster mehr im Blick :D

  • @ Fizig: Bezüglich der Hässlichkeit der Zeil, wo du Recht hast, hast du Recht. Aber das Thema hatten wir ja schonmal, will's net zum hundertsten Mal auftauen.

  • Ich pack's mal hier rein, da der Umbau der Großen Eschenheimer Strasse mit der Umgestaltung der Zeil ja in direktem Zusammenhang steht.


    Also, die Arbeiten haben nun begonnen. Noch nicht sehr spektakulär, aber immerhin ein Anfang ist gemacht - Leitungsbau eben.



    Bild von mir

  • Hat jemand einen Plan, wie genau der neue Strassenverlauf sein soll?
    Das rechtsabbiegen in die Große Eschernheimer Straße ist ja wohl ein richtiges Problem.

  • und wieviel Tiefgaragenstellplätze hat das Palais Quartier nochmal?
    Uiuiui, mir schwant nix Gutes, wenn ich mir den Plan so ansehe. Zugegeben, es ist nicht viel Platz an dieser Stelle, aber nur eine einzige Rechtsabbiegespur in die Eschenheimer ist ziemlich dünn. Ich sehe schon die Rechtsabbieger die Hochstraße und damit DIE Ausfahrt aus dem Bankenviertel verstopfen. Da wird die Entwicklung einer brauchbaren Ampeltaktung zur Herausforderung. An der Kreuzung Eschenheimer/Stiftstraße darf sich so gut wie kein Ampelrückstau bilden. Die Stellfläche vorm Eschenheimer Turm ist minimal. Die Autoampeln Richtung Innenstadt dürfen eigentlich nie Rot anzeigen. Wenn man dann noch die realistische Annahme macht, daß die Zufahrer aus der Eschersheimer Landstraße prinzipiell erstmal die beiden rechten Linksabbiegespuren nehmen, um zu FFHV zu kommen und dann erst auf der Kreuzung feststellen, ups, ich muß ja jetzt rechts rüber ;), dann sehe ich hier schwarz für die Hochstraße.
    Was ist das eigentlich für ein Gebäudeteil, welches am Eschenheimer Turm gestrichen wurde?

  • Das müsste diese schwarze Steinstele sein, die zum Seiteneingang des Cafés gehört (beim genauen Hinschauen auf meinem Bild direkt rechts vom Turm zu sehen eingerahmt durch die drei roten Ampeln).

  • Ahligator, Vielen Dank!
    Der Plan zeigt nochmal deutlich, wie problematisch diese Kreuzung wird.Wichtig ist, das auf der Hochstraße schon frühzeitig Schilder stehen, die auf die Fahrspuren hinweisen, so das der Verkehr sich rechtzeitig einordnen kann.
    Die Ampeln muessen dann so geschaltet werden, das der Verkehr in die Eschersheimer rein immer abfliessen kann, so dass die Kreuzung nicht blockiert wird.
    Gut finde ich, das wohl anscheinend eine feste Insel die Abbiegespur trennt. Da kann dann dort noch Ampel + Schild hin.

  • @Und seien wir mal ehrlich, oberhalb vom 1. Stock ist die Zeil meist eh so hässlich, das man eh nur gesenkten Blickes drüber wandert


    Das stimmt auch und liegt daran, dass die Gebäude nach den pseudomodernistischen Ansätzen gestaltet wurden. Würde man etwas gewinnen, würde man eventuelle Buden ähnlich gestalten? (Die jetzigen sind postmodern)


    Es wäre übrigens schön, würde man die Fassaden am Zeil und der Konstablerwache optisch aufwerten (die Konstablerwache zähle ich zu den hässlichsten Plätzen, die ich kenne). Aber nicht plumpe Kisten durch z.B. plumpe Kisten mit chaotisch angeordneten Fenstern ersetzen - und heutzutage muss man sowas stark fürchten.

  • Ja, genau so müsste man auf der Zeil, an der Konsti, an der Hauptwache usw verfahren: Mit einer (oder auch mehreren) Gestaltungssatzung!


    Die garantiert zwar keineswegs, dass nur herausragendes ensteht, sie kann aber helfen das Schlimmste zu verhindern, siehe hierzu Pariser Platz in Berlin.


    Leider ist die Frankfurter Stadtplanung notorisch unwillig einen solchen "restriktiven Schritt" zu gehen weil man sich ja traditionell als fortschrittllich begreift und daher auch die unselige Gebrauchsarchitektur schönredet...
    :Nieder:

  • Die besten Gebäude auf der Zeil sind die Zeilgalerie und das werdende Zeilforum. Was bisher mit Steinfassade dasteht ist auch noch ganz akzeptabel, aber einfach Image-los. Ich akzeptiere lieber den ein oder anderen Fehlgriff für nur ein Gebäude wie das P&C in Köln....
    Wobei die Fehlgriffe an der Konsti ja auch schon der Vergangenheit angehören und so gar nicht mehr gebaut wird!


    Und jetzt die Gestaltungssatzung: Ich kann mir schon ganz gut vorstellen, was dann da schön restriktiv drinnsteht. Und dann gibts ein Gebäude vom Typ Allianz an der Hauptwache nach dem anderen. Und wenn man davon dann 5 Stück hat, wünscht man sich ein bischen Trash zurück, um optisch nicht zu verdursten.


    Hier Restriktionen sind absolut der falsche Weg. Dann kommt Langeweile pur. So wie die 50er und frühen 60er Bauten - Wobei diese ja noch durch die Leuchtwerbung Stil erhalten. Aber bunte Werbung und dergleichen würde mit Gestaltungssatzung wohl eher verboten als gefördert werden.


    :nono: Bitte fördert die wenigen Stärken die die Zeil hat: Bunt, Big, Laut, anstatt ihr das noch zu nehmen und nur die Langeweile übrig zu lassen.
    Die alten Fassaden werden auch ohne Satzung aufgemöbelt werden. So wie beim Kaufhof - einfach aus Investoreninteresse. Die Stadt sollte da lieber Kreativität und Wagnis fördern, anstatt Öde vorzuschreiben.
    Und Öde ist das, was bei Restriktionen meistens rauskommt. Das ist nur in Stadtteilen sinnvoll, wo es viel zu bewahren gibt. Aber nicht an der Zeil!

  • Auf der Zeil werden gerade Nägel mit Köpfen gemacht. Die alte Lady gleicht zur Zeit einem Kriegsgebiet.
    Heute wurde damit begonnen die vor wenigen Tagen bereits markierten Bäume zu entfernen. Dafür wurde nahezu die Hälfte der Zeil mit Baugittern abgesperrt!


    Habe euch mal ein paar PICs davon mitgebracht:


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    Die PICs sind von mir! Enjoy!!!

  • ...Ich weiss nicht so ganz was ich davon halten soll, das der Baumbestand gelichtet wird auf der Zeil....Ich falnd das Fast durchgehende Baumdach immer sehr schön im Sommer...dennoch freue ich mich sehr , das es auf der Zeil langsam losgeht....