Zeil und Nebenstraßen / Konstablerwache

  • Das klingt doch alles ziemlich gut, finde ich. Von dem geplanten Bau an der Ostseite verspreche ich mir viel, auch weil es die hässlichen Gebäude von Strauss und Segmüller gnädig verdecken und voraussichtlich die schrottigen Aufbauten in dieser Ecke ersetzen würde. Gut auch der Verzicht auf neue Hochbeete und die Verwendung von Naturstein-Pflaster. Viel mehr kann man wohl mit dem Platz nicht machen, weitere Aufwertung könnten nur sanierte Fassaden an den Platzkanten bringen. Wollen wir hoffen, dass die Platzumgestaltung hier einen Schub gibt.

  • Meines Erachtens etwas abgedrehte Vorstellungen über die zukünftigen Gastronomie-Pavillons auf der Zeil hat die "Anliegergemeinschaft Zeil" lt. FR-Online geäußert:


    • angedacht ist ein zentrales Warenlager; ein "Zeilexpress" genannter Elektrowagen soll die Pavillons versorgen, der Elektrokarren soll auf Veranstaltungen oder Sonderaktionen der Kaufhäuser oder Läden aufmerksam machen
    • auf der anderen Seite soll keine Werbung auf den Pavillons, den Sonnenschirmen o.ä. erlaubt sein
    • die Läden und Kaufhäuser sollen Coupons ausgeben dürfen, die an den Pavillons eingelöst werden könnnen


    Die Betreiber der Pavillons werden sich bedanken.

  • Eine lesenswerte Polemik über die Zeil, sogar inklusive Gernhardt-Gedicht, findet sich heute bei FR-online.


    Übrigens: Das erwähnte, früher völlig verwahrloste, inzwischen aber zur Kneipe umgebaute Toilettenhäuschen (FR-Foto) in der Friedberger Anlage ist wirklich sensationell gut geworden - fast schon einen Beitrag für die Kleinode-Serie wert.

  • Das es jetzt doch keinen Brunnen geben soll finde ich ziemlich dämlich. Wenn bei dem Umbau einfach nur ein leerer Platz heraus kommt (und dann auch noch ohne Bäume), frage ich mich langsam, ob sich das überhaupt noch lohnt. Mehr Gastronomie wäre natürlich ganz wichtig, aber ohne ein brauchbares Konzept für den Platz bleibt es doch bei der gewohnten Tristesse. Da sieht man mal wieder, wie fantasielos die Planer vorgehen. Ich meine, irgendeine Möglichkeit muss es doch geben, den Platz optisch aufzuwerten ohne den Bauernmarkt zu stören. Ein kleiner Brunnen, eine Art Denkmal, Installation, eine Grünfläche oder wenigstens eine runde Sitzbank in der Mitte des Platzes dürften doch mit dem Markt durchaus vereinbar sein!?


    Z.B. würde sich ein Uhrtürmchen, wie es vorm Krieg offenbar an der Hauptwache eines gab, dort sehr gut machen.
    Siehe altfrankfurt.com


    Oder wie wäre es mit einem historischen Straßenbahn-Wagen (oder alternativ einem Wagon des Ebbelwei-Express) den man zu einem Cafe umgestalten könnte.


    undundund...

  • ^
    Eine Straßenbahn auf der Zeil? Welch Sakrileg.... :doof:


    Naja, mal ernsthaft: Ein gastronomisches "Straßenbahn-Denkmal" an Stelle eines Pavillions wäre in der Tat eine Idee. Einen Ebbelex-Wagen wird man dafür aber nicht nehmen, denn die VGF braucht alle 10 Fahrzeuge für den Linienverkehr und Anmietfahrten. Vielleicht könnte man einen O-Wagen (sowas) nehmen, sofern man da keinen zu einem Partywagen umbauen möchte, wie es der Buschfunk meldet.

  • Das mit der Straßenbahn hat man in Darmstadt auch gemacht. Dort hat ein Café am Luisenplatz im Winter seine Kapazitäten mit einem alten Straßenbahnwagen erweitert (natürlich geheizt). Kam aber nicht gut an, auch wenn es ganz cool aussah.

  • Zitat von nanda

    Wenn wir schon dabei sind.


    Warum heißt es denn eigentlich (auch offiziell) Ebbelwei-Express, wo doch der Ebbelwoi Ebbelwoi heißt? ;)


    Weil es keine offizielle Schreibweise für vergorenen Apfelsaft im hessisch-frankfurterischen Dialekt gibt? :D


    Äbbelwei, Ebbelwei, Ebbelwoi und Äbbelwoi dürften untereinander beliebig austauschbar sein. Übrigens heißt es trotz neuer Rechtschreibung immer noch Ebbelwei-Expreß. Ob das am Eigennamencharakter oder an der Tatsache liegt, dass die Schilder am Zug noch von 1977 sind, ist eine andere Frage...

  • [off topic ein] Natürlich gibt es eine "offizielle" Schreibweise, und die lautet Ebbelwei. Alle Freunde Frankfurts bestehen darauf. Ebbelwoi gibt es nur in Mainz. Mit Äppler kann man jeden Frankfurter auf den Apfelbaum bringen. Denn der Traubenwein heißt ja auch nicht Traubler ... [off topic aus]

  • 1. Vorschlag Umgestaltung Konstabler Wache

    Ein erster Vorschlag für die Umgestaltung der "Konstabler Wache" hat der Frankfurter Architekt Karl-Heinz Groll geliefert. Er plant eine "Stadt-Arena", die den Platz zur Kurt-Schumacher-Straße abgrenzen soll.


    Die Fakten allgemeimein:

    • Kosten 2,5 bis 3,0 Million Euro
    • Hälfte der Kosten soll durch "Sponsoring" ähnlich Commerzbank-Arena gedeckt werden.
    • Erste Anfrage ist an Fraport raus
    • Konzept liegt schon Zeil-Anliegern, Edwin Schwarz und der Fraktion vor
    • In 14 Tagen sollen sich alle Beteiligten dazu äußern


    Die Details zum Entwurf:

    • Gebäude soll 40m lang, 21m breit und 10m hoch werden
    • im wesentlichen eine Art Tribüne die "offen" zur Konsti hin ist
    • 600 Personen sollen in den Sitzreihen Platz finden
    • Tribünendach soll sich an der Kurt-Schmacher-Straße 8m, an der Konstabler 10m über dem Boden befinden.
    • Im Obergeschoss mit 400qm sollen 2 Gastronomien Platz finden
    • Diese Restaurants sollen bis weit in die Nach geöffnet sein, um die "soziale Kontrolle" des Platzes zu erhöhen
    • weitere Angaben zu "wünschenswerten" Mietern wird gemacht und auch zu weiteren möglichen Nutzungen der Tribüne und des Platzes: Veranstaltungen etc...


    Letzte interessante Anmerkung:Der Entwurf ist ausführbar sowohl mit als auch ohne Podest der Konstabler Wache. Auch der bestehende U-Bahn-Aufgang kann integriert werden.


    Quelle: http://www.fnp.de
    link: http://www.rhein-main.net/sixc…2_news_article&id=3270822

  • Schöne Zusammenfassung. Und gar nicht mal die schlechteste Idee.


    Bin mal gespannt, ob in den nächsten Tagen auch noch irgendwo eine Ansicht von dem Entwurf auftaucht.

  • Die Planung bezüglich der Plantanen steht in der Magistratsvorlage, Link genau über deinem ersten Beitrag. Am "Baumkonzept" in dieser Form wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mehr ändern.


    Von dem derzeit vor H&M stehenden Gerüstchen würde ich mir erst mal keine tiefgreifende Fassadenumgestaltung versprechen, danach sieht es für mich nämlich gar nicht aus. Dass aber generell das Wille zur Fassadenerneuerung oder gar Abriss und Neubau bei verschiedenen Hausbesitzern vorhanden ist, das ist allerdings eine gute Nachricht.


    Warum schreibst du eigentlich jeden Satz in einen eigenen Absatz?

  • Karstadt: Umbau beginnt Anfang 2009

    Der aufwändige Umbau des Karstadt an der Zeil beginnt im Januar 2009 und soll etwa zwei Jahre dauern. Wie schon an dieser Stelle berichtet, wird das Frankfurter Kaufhaus zu einer der bundesweit vier Karstadt-Filialen gehören, die zum "Premium-Kaufhaus" aufgewertet werden. Die Stadt will sich nun um die Aufwertung der Schäfergasse bemühen, wie die FR heute schreibt.

  • Bzgl. Beitrag #58 ff (Zeil 85-93)

    Am H&M-Gebäude wird, wie bereits vermutet, die Fassade erneuert.


    Hier mal ein Blick hinter den grünen Vorhang:




    Fotos: Ahligator

  • Musterflächen für den neuen Straßenbelag der Zeil

    Aus einer Pressemeldung der Stadt:


    [INDENT]In der kommenden Woche werden auf der Nordseite der Zeil zwischen der
    Großen Friedberger Straße und der Schäfergasse Musterplattenbeläge verlegt.
    "Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur Umgestaltung der Zeil", so
    Verkehrsdezernent Lutz Sikorski: "Wir machen die verschiedenen Varianten
    eines neuen Oberflächenbelags anschaulich." Voraussichtlich gegen Ende
    Oktober wird dann eine Begutachtung der Musterflächen durch Stadtverordnete
    und Zeilanlieger stattfinden. "Damit", so Sikorski, "kommt der Magistrat dem
    Beschluss der Stadtverordneten nach, sowohl die Stadtverordneten als auch
    die Zeilanlieger an dieser wichtigen Entscheidung zu beteiligen."


    Der Einbau der Musterplattenbeläge wird spätestens am 26. Oktober
    abgeschlossen. Zurzeit wird der vorhandene Plattenbelag auf der Zeil
    ausgebrochen und die entsprechenden Flächen werden so vorbereitet, dass dort
    Bemusterungsflächen für den neuen Oberflächenbelag verlegt werden können.
    Hierzu werden sieben Bemusterungsfelder mit einer Größe von ca. sechs Meter
    mal 3,6 Meter so vorbereitet, dass dort die neuen Musterbeläge eingebaut
    werden können.
    [/INDENT]


    Quelle: Stadt Frankfurt am Main, Presse- und Informationsamt

  • Die Musterplattenbeläge wurden zwischenzeitlich verlegt. Aufgrund des besch***** Wetters waren aussagekräftige Bilder allerdings nicht drin. Die Bandbreite reicht von "naja" (Betonsteinplatten) bis "sehr ansehnlich" (Natursteinplatten). Neben den unterschiedlichen Oberflächen wurden auch verschiedene Verlegungsmuster ausgelegt. Es ist jedenfalls eine gute Idee die Beläge unter "Realbedingungen" zu testen, denn was nützt eine schöne Oberfläche, die nach kurzer Zeit wieder unansehnlich ist ....