Museumsinsel und Erweiterungsbauten (James-Simon-Galerie)

  • So, bitte sehr! Es sind wie gesagt nur Handy-Fotos, also...


    Die sog. "Basilika", der zentrale Raum entlang der Hauptachse, nach dem Vorbild irgendeiner Kirche in Florenz...


    Der ehem. "Gobelin-Saal". Einst beherbergte er das "Allerheiligste" des Museums, irgendwelche Gobelins von Raffael für Heinrich IIX. geschaffen, gelten sie heute verschollen. In Zukunft wird der Raum für Lesungen, Konzerte etc. genutzt...


    Originale Renaissance-Decken...


    Und gefälschte...


    Hier erkennt man leider den Witz der Sache nicht. Man hat ein son Stuckelement durch den Kopf des Architekten oder des Museumsdirketors oder so ersetzt...


    Einer der vielen Karmine, die Bode überall aus Europa zusammengetragen hat...


    Was bzw. woher genau das ist, weiß ich nicht...


    Ich habe noch ein Paar auf der Kamera. Kommen später!

  • Hier sind noch Mal 5 Fotos vom Raum unter der Hauptkuppel. Sorry, sind ziemlich bescheiden geworden...


    Blick nach oben...


    Die Pfeiler sind mit Medallions, die die Profile der die Künste am meisten fördernden Hohenzollern aufweisen, geschmückt...


    Friedrich III./I....


    Friedrich der Große...


    Friedrich-Wilhelm IV....


    Friedrich III....


    Und schließlich Wilhelm II., der Erbauer bzw. Auftraggeber des Museums...


    Irgendwo habe ich hier schon Mal bessere Bilder gezeigt, von einem vorigen Tag der offenen Tür, da kann man wesentlich mehr erkennen...

  • "Pergamonmuseum wird für 351 Millionen Euro saniert"


    "Der Bund kommt für die gesamten Baukosten auf.
    Berlin - Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel soll mit einem Kostenaufwand von 351 Millionen Euro grundsaniert werden. Das teilte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nach einer Sitzung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit, deren Stiftungsratsvorsitzender Neumann ist. Der Bund kommt laut Neumann für die gesamten Baukosten auf. Nach weiteren Detailplanungen soll mit dem Bau 2011 begonnen werden. morgenpost.de/dpa"


    http://morgenpost.berlin1.de/desk/850386.html


    EDIT:


    "Die gemeinsame Arbeitsgruppe entschied sich bei den von Ungers vorgelegten Planungsalternativen für die Variante, die neben der grundlegenden Sanierung des Pergamonmuseum einen Rundgang auf der Ausstellungsebene für die Besucher vorsieht. Damit soll die Möglichkeit offen gehalten werden, künftig die einzelnen Museen auf der Museumsinsel zu verbinden"

  • Das aber auch der vierte Flügel kommt, war bis jetzt ungewiss, jetzt ist es offiziel, er kommt.:


    "Stiftung: Sanierung der Museumsinsel kostet 1,5 Milliarden Euro"


    "Berlin (dpa) - Der Um- und Ausbau der Berliner Museumsinsel wird nach Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 1,5 Milliarden Euro kosten. Stiftungspräsident Klaus-Dieter Lehmann sagte am Montag, Summen von über 2 Milliarden Euro und mehr seien für ihn nicht nachvollziehbar. Das Pergamonmuseum als Mittelpunkt des UNESCO- Weltkulturerbes soll für 351 Millionen saniert werden. Das Museum mit dem berühmten Pergamonaltar erhält außerdem einen vierten Flügel, der vom Architekten Oswald Mathias Ungers entworfen wird."


    http://www.rbb-online.de/_/nac…_jsp/key=news3896383.html


    Bin ich erfreut, ohne wäre das nicht gut geworden, so denke ich jedenfalls.


    hier ein ältere Entwurf des 4 Flügels:


    http://www.baunetz.de/upload/73342az.jpg


    wird ja sowieso eher schlicht ausfallen.


    EDIT:


    hier noch ein schönes Bild:


    http://www.museumsinsel-berlin…s/standorte_perga_050.jpg

  • Fehlt ja eigentlich nur noch das zentrale Eingangsgebäude von Chipperfield? Aber dafür müssten sie jetzt auch noch die Mittel zusammenbekommen.


    Sehr erfreulich alles. :daumen:

  • Eingangsgebäude von Chipperfield?!!! Bitte nicht!!!! Hoffe, dass dafür nie die Mittel zusammen kommen. Verstehe nicht, warum man auf der einen Seite einen schrecklichen Glaskasten abreist und ein paar hundert Meter weiter einen neuen wieder hinstellt. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen moderne Gebäude aber dieser Entwurf verschandelt in meinen Augen die Museumsinsel. Finde das ganze hätte viel dezenter und unaufdringlicher ausfallen müssen.


    Wie steht es denn eigentlich ums Neue Museum? Werden da jetzt wirklich die barbarischen Pläne des Masterplans umgesetzt? z.B. Konservierung des Backsteinmauerwerks und Einbau einer Betontreppe im ehem. Treppenaufgang?

  • semper: Noch unaufdringlicher als transparentes Glas? Wie soll das denn möglich sein? Sichtbeton, Aluminium, Holz?? Oder etwa dieser vollkommen abartig historisierende Gegenentwurf? Eher müsste ja der Glasanteil noch erhöht werden. Und was soll überhaupt unaufdringlich sein? Ist das jetzt neuerdings die Aufgabe von Architektur, unsichtbar zu sein?

  • Der Chipperfield Entwurf, so wie er im Masterplan auch steht. Ich finde den Entwurf nicht sehr "aufdringlich". - Für Semper ist das ja schon ein Glaskasten. Soll das Gebäude aber noch "unaufdringlicher" werden, müsste der Glasanteil ja eher noch weiter erhöht werden. Durch noch mehr Glas würde der Nutzwert des Gebäudes aber auch sinken.


    Hier ist noch ein schönes Bild (muar.ru). Und hier noch aus einer anderen Perspektive (leider sehr klein). Und hier auch noch einmal 2 Bilder (dewmac.com).

  • Ich bin erschrocken, können die nicht einmal die Finger von modernen Kontrasten nehmen und ein Gebäude bauen, das nicht die Ensemblewirkung zerstört, sondern sich den Gebäuden drumherum anpasst? :nono:


    Manuel: Glas kann -zumindest in diesem Ensemble- sehr aufdringlich sein, weil es die Bebauung drumherum ignoriert und kontrastiert. Es würde ein Fremdkörper sein.

  • Anpassen hieße letztlich historisieren. Und Historisieren ist für mich, zumal in Ergänzung zu historischem Baubestand, platte Lüge und Anmaßung auf der einen und mangelnder Mut und Identitätslosigkeit auf der anderen Seite. Ein Neubau in dem Kontext muss klar als solcher zu erkennen sein. Das steht nicht nur für mich außer Frage. Der Chipperfield-Entwurf fügt sich in den Kontext der Museumsinsel ein, versteckt sich aber nicht darin und er erhöht ihren Nutzwert. Die Museumsinsel braucht ein solches zentrales Eingangsgebäude.


    Es gibt keine historische Vorlage für ein solches Gebäude. Man muss folglich mit der Architektur des 21. Jahrhunderts bauen.


    Was Du Ignorieren und Kontrastieren nennst, kann man übrigens auch Ergänzen und Weiterentwickeln nennen.

  • Bis auf weiteres weigere ich mich zu akzeptieren, daß moderne Architektur respektlos mit ihrem Umfeld umgehen muß. Wenn die Anpassung an das bestehende Ensemble in Größe, Baumaterial, Farbe und Form - oder wenigstens in einigen dieser Kriterien - gleichzusetzen ist mit "Historisierung", dann ist mir das zwar unverständlich, aber sei's drum. Dann ist es eben Historisierung. Der Begriff macht einen behutsamen Umgang mit der Umgebung nicht weniger notwendig.


    Das Ärgerliche ist die Weigerung, sich auf die städtebauliche Umgebung einzulassen. Dabei wäre das doch eine lohnende Aufgabe für einen Architekten, eine moderne Ergänzung zu bauen, die ihre Modernität nicht leugnet und einen eigenen Akzent setzt ohne gleich das Gesamtbild des Ensembles zu ruinieren. Diese Aufgabe ist viel anspruchsvoller als der Schlag ins Gesicht von Chipperfield, der auch deswegen so unglücklich wirkt, weil man bereits jetzt den ungeheuren Qualitätsunterschied zwischen den Gründerzeitbauten und dem geplanten Eingangsgebäude nicht übersehen kann.