Palmengarten: Sanierung Gesellschaftshaus und andere Vorhaben

  • Jungfernfahrt des neuen Palmen-Express

    Nach 40 Jahren hatte der alte Palmen-Express ausgedient und heute war die Jungfernfahrt des Neuen. Laut Dr. Matthias Jenny, Direktor des Frankfurter Palmengartens, musste der neue Palmen-Express ein Zweirichtungsfahrzeug werden, da mit dem neuen Eingang zum Papagenotheater auch ein neuer Kopfbahnhof entstand. Nachfolgend ein paar Bilder (mehr Bilder hier )



    der mit modernster Technik ausgestattete Führerstand



    Dr. Jenny im Führerstand, ein Lächeln für die Presse



    ein Drittel der Bahn mit den ersten Gästen in voller Fahrt (waren nicht nur Jungfern drin)



    der neue Eingang zum Papagenotheater inkl. Kopfbahnhof



    ein Blick in den noch schienenlosen Kopfbahnhof



    als Abschluss das Gesellschaftshaus, Stand heute


    Bilder: thomasfra

  • Heute war Entrauchungstest im Gesellschaftshaus. Ich habe mal ein paar Bilder davon geschossen.
    Ist schon eine interessante Angelegenheit.






    Leider nur in Handyqualität. Aber immerhin. Sieht man ja auch nicht alle Tage ;)

  • Palmengartenexpress, Gesellschaftshaus, Kassenhäuschen

    ^ Sehr interessant, das hätte sich ohne Probleme auch als Kunstevent verkaufen lassen! ;)
    Der neuste Stand der Dinge: Der Palmengartenexpress kann wegen technischer Probleme derzeit nicht fahren, doch will man diese bis Ende April behoben haben (Quelle: Aushang). Hinter dem Eingang an der Palmengartenstraße ist das Blumenparterre (der Bereich mit dem Brunnen, der Rasenfläche und den flankierenden Lindenalleen) momentan abgesperrt. Die Wege unter den Linden werden neu gepflastert, ebenso die Wege vor der Frontseite des Gesellschaftshauses. Das ganze Areal wird bald ein öffentlicher Platz sein, da zukünftig jeder das Gesellschaftshaus erreichen können wird, ohne Eintritt zu zahlen. Die jetzigen Kassenhäuschen werden dann natürlich wegfallen.


    Lange hat’s gedauert, jetzt ist auch der Balkon über dem Eingang an der Ostfassade enthüllt. Wohl wegen der gesetzlich geforderten Absturzsicherung wurde der Brüstung ein weiteres Geländer hinzugefügt, was sich optisch aber glücklicherweise weitgehend zurückhält. Anklicken zum vergrößern.



    Ungefähr mittig zwischen Gesellschaftshaus und Pagagenotheater nähert sich das neue Kassenhäuschen der Fertigstellung. Die hölzerne Fassade wirkt freundlich und erinnert im Stil etwas an den ebenfalls holzverkleideten Lokschuppen an der Zeppelinallee (s.o., Bild von thomasfra). Auf diesem Foto von 12.2010 sieht man links im Vordergrund schon das Fundament.



    -Bilder von mir-

  • Gesellschaftshaus

    Man kann es beim Blick durch das grüne Dickicht des Palmenhauses schon ahnen…



    In der Tat – die Planen sind gefallen, endlich! :)



    Die aus heutiger Sicht völlig unverständlicherweise zugemauerten Fensteröffnungen sind wiederhergestellt. Anfang September 2010 sah es noch so aus, vor der Verhüllung so:



    Bild: Schmittchen


    Das Ergebnis ist absolut überzeugend, wirklich wunderschön. Heute Nachmittag wurden noch die untersten Gerüstetagen entfernt, weshalb ich mit der Kamera nicht so nah herankonnte, um auch Fotos vom Inneren des Gesellschaftshauses machen zu können. Doch schon die Außenseite der Saalfenster ist eine Aufnahme wert. Am zentralen Hauptfenster wird noch geputzt, man kann das Oberlicht erahnen.





    Man kann den Saal leider mehr ahnen als sehen, aber das was ich vom bald fertigen Ergebnis erkennen konnte (live besser als auf Fotos), war sehr vielversprechend.



    Durch den Gerüstabbau lag viel Staub in der Luft, weswegen die baustellennahe Bepflanzung ziemlich paniert ist.



    Der Ein- und Ausgang unter dem großen Fenster, noch zugestellt und teilweise verhüllt.




    Wer keine Katzenklappe findet, um sich schon vor der offiziellen Eröffnung ein Bild vom Inneren zu machen, kann sich bis dahin ein paar Skizzen und Bilder auf der Gastronomieseite des Palmengartens machen. Dort gibt es auch diverse andere interessante Informationen, so auch dass die Wiedereröffnung am (oder wie es dort steht: "ab") 01.09.2012 stattfinden soll. Für das Restaurant Lafleur konnte der Koch Alfred Friedrich gewonnen werden, der bis dahin als Küchenchef im Tigerpalast wirkte. Sowohl Café Siesmayer als auch das Restaurant Lafleur werden, wie in #35 schon geschrieben, vom Tigerpalast betrieben (Mehr: FAZ).


    -alle nicht anderweitig gekennzeichneten Bilder von mir- (lassen sich durch Anklicken vergrößern)

  • Langsam nähert sich auch die neue Außengestaltung an den Ein- und Ausgängen Palmengartenstraße und Zeppelinallee ihrer Fertigstellung. Da das Blumenparterre und das Papagenotheater zukünftig außerhalb des eintrittspflichtigen Bereichs liegen, musste die Wegführung etwas angepasst werden. Früher ging der Hauptweg, der einmal rund um den Bootsweiher führt, zwischen Theater und KfW her. Zukünftig läuft er zwischen Theater und Ufer, also dort, wo vormals die Wendeschleife des Palmengartenexpress war. Dafür wird man zukünftig von der Zeppelinallee am neuen Lokschuppen vorbei zum Papagenotheater, dem neuen Kassenhäuschen und dem Gesellschaftshaus und Blumenparterre gelangen können. Zur Veranschaulichung der neue Wegeplan:



    Quelle: Stadt Frankfurt am Main; Chipperfield Architekten


    Der neue Zugang an der Zeppelinallee, noch abgesperrt, der Lokschuppen links im Bild. Jetzt ergibt auch der Fußgängerzugang zur KfW-Tiefgarage einen Sinn (der Betonbau hinter dem Klohäuschen), bei dem ich mich immer gefragt habe, wieso man von deren Tiefgarage direkt in den Palmengarten gelangen kann (wobei der Zugang natürlich immer verschlossen war). Im Plan oben ist er grau-bläulich eingezeichnet, links unterhalb des Theaters.



    Von rechts nach links gesehen: Zunächst der neue Lokschuppen (s. #61),



    gefolgt von einer neuen, schön gestalteten Böschungsmauer…



    …und dem erneuerten Uferbereich. Hier erkennt man auch gut den neuen Zaun zwischen Theater und Rundweg.



    Und noch weiter links: Das neue Kassenhäuschen (s. #63)



    Auch beim Blumenparterre ist schon einiges passiert. Hier war die Lindenallee noch eine Baustelle, so sieht es heute aus.



    Der westliche Ausgang der das Palmenhaus flankierenden Ausstellungshalle wird ebenfalls neu gestaltet.



    Im Gesellschaftshaus vollzieht sich der nächste spannende, jedoch extrem schlecht zu sehende Schritt: Die Kronleuchter werden installiert. Auf die Distanz durch die Scheiben mehr schlecht als recht zu erahnen. Der östliche (vom Palmenhaus gesehen rechte)…



    …und der westliche (linke) Kronleuchter.



    -Bilder von mir-

    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Rechtschreibung


  • In der Tat – die Planen sind gefallen, endlich! :)
    ...
    Dort gibt es auch diverse andere interessante Informationen, so auch dass die Wiedereröffnung am (oder wie es dort steht: "ab") 01.09.2012 stattfinden soll.


    Das bedeutet, dass der Palmengarten ziemlich genau zehn Jahre nach seiner Schliessung wieder eröffnert wird (siehe hier). Das sind wahrlich Frankfurter Planungsdimensionen. Ich hatte 2001 noch das Vergnügen den Festssaal in seiner alten Form im Zuge der Absolventenfeier der Goethe-Universität zu erleben. Der bot schon ein trauriges Bild, ließ aber noch die alte Pracht erahnen. Sicher wird die neue Version sehr schön werden, dennoch sind zehn Jahre Renovierungszeit für eine solchen Saal in einer Stadt, die wenig vergleichbare Veranstaltungsorte zu bieten hat, wirklich eine peinliche Angelegenheit.

  • Also erstmal bleibt zu konstatieren, dass die Schließung 2003 aus Sicherheitsmängeln erfolgte. Das sind deutsche Sicherheitsstandards, damit es hier nicht zu merkwürdig anmutenden Zeitungsmeldungen von unter Gebäuden begrabenen Menschen kommt, wie man sie öfter mal aus anderen Ländern Europas oder von Ländern an dessen Grenzen hört – die Himmelsrichtung erspare ich aus Gründen der political correctness.


    Nächste Tatsache ist, dass die Entdeckung der bauzeitlichen Fassung unerwartet kam, bis dato ging man davon aus, dass der große Ernst May damit in typisch deutscher Gründlichkeit Sachlichkeit kurzen Prozess gemacht hatte.


    Auch hier konnte die Stadt Frankfurt am Main nicht einfach irgendetwas machen, sondern muss als Gebietskörperschaft ausschreiben – sowohl den Architekturwettbewerb als auch die einzelnen Gewerke dessen Ausführung. Aufgrund des (sicher fragwürdigen) EU-Rechts und des Auftragsvolumens sogar EU-weit. Das kostet Zeit. Und hat auch hier im Wesentlichen zu Verzögerungen über fast vier Jahre geführt.


    Unverständlich bleibt somit letztlich nur, wieso nach Baubeginn 2009 dann der avisierte Fertigstellungstermin 2011 um fast anderthalb Jahre verfehlt wurde.

  • Kurz vor dem Projektabschluss

    Heute fand ein ganz besonderer Pressetermin statt. Vertreter der Stadt stellten eine architektonische Perle vor, die in Frankfurt, wenn nicht weit darüber hinaus, ihresgleichen sucht. Nach 10 leidvollen Jahren steht die Wiederherstellung des Gesellschaftshauses kurz vor ihrem Abschluss. Was die Gastgeber heute präsentierten, ist solch ein besonderes Stück der Stadt, dass es bald ganz vorne in der Liste der Dinge stehen sollte, die man in Frankfurt unbedingt getan beziehungsweise gesehen haben sollte.


    Der große Festsaal erstrahlt in wiederhergestelltem Glanz:




    Die aktuelle Südansicht:



    Gerade-Noch OB Petra Roth und Architekt Sir David Chipperfield:



    Weitere Innenansichten (klicken für etwas größere Versionen):








    Impressionen der Gastgeber und Sprecher - unter anderem Petra Roth, Sir David Chipperfield (Portrait), Manuela Rottmann (aktueller Bericht), Olaf Cunitz, Matthias Jenny (Portrait):









    Weitere Außenansichten:



    Ein kurzer Abriss der Chronologie - alles hier auch im Thread nachzulesen:


    1869 - Bis 1871 Neubau durch Friedrich Kayser (unter Palmengarten-Chef Heinrich Siesmayer). Saaldekoration von F. Thiersch (Neorenaissance)
    1877 - Brand und Wiederaufbau durch H. T. Schmidt (Neorenaissance)
    1929 - Moderner Anbau durch Martin Elsaesser (unter Dezernent Ernst May)
    1944 - Zerstörung des Westflügels durch Brand
    1954 - Beseitigung der Kriegsschäden. Überdeckung der verzierten Wände durch einfache Holzverschalungen
    2002 - Sicherheitsmängel festgestellt. Deshalb ab 1.1.2003 geschlossen
    2005 - Entdeckung der bauzeitlichen Fassung unter Spanplatten
    2005 - Bewilligung der Mittel für grundlegende Renovierung
    2006 - Provisorische Reparaturen
    2008 - Ursprünglicher Wiedereröffnungstermin
    2008 - Europaweite Ausschreibung der Restauration nach langem Rechtsstreit
    2009 - Baubeginn
    2011 - (Herbst) Ursprüngliche Fertigstellungstermin durch Hausschwammbeseitigung verzögert
    2012 - (Herbst) Wiedereröffnung


    Weitere Daten:


    • Gesamtsumme des Restaurationsprojektes: knapp 40 Mio. Euro (Ende 2011: 35,2 Ende, urspr.: 29,0)
    • Jahresfolgekosten für Zinsen und Abschreibung: 1,8 + 0,9 Mio. Euro
    • 7 Veranstaltungsräume für max. 1.300 Personen
    • Großer Festsaal: 1.021 qm für 600 - 1.300 Personen. 15,9 m hohe Decke


    OB Roth hob in ihrer Rede neben diversen Eckdaten, den Kosten etc. - was alles hier nachzulesen ist - die vielfältigen Erinnerungen hervor, die Frankfurter mit dem Gesellschaftshaus verbinden: Karnevalssitzungen, Bälle, offizielle Feiern der Stadt etc. Olaf Cunitz fügte später noch die legendäre Versammlung Eintracht Frankfurts hinzu ("mit Ohrfeige"). Sir Chipperfield sprach über die besondere Architekturmischung, die ständig vorhandenen Sichtbeziehungen zum "Grün" des Palmenhauses, insbesondere aber von der zwangsläufigen Subjektivität jeder Restauration. In diesem Fall habe man sich nach langer und intensiver Diskussion über die Farbgebung des großen Saals ganz bewusst für gedeckte Farben entschieden. Das sieht man auf den Fotos oben sehr gut. Man wollte den starken Konstrast zum Palmenhaus unterstreichen und die Palmen des Palmenhauses zur Geltung kommen lassen.


    Im Herbst wolle man das Gebäude der Nutzung übergeben.

  • Danke für das Update epizentrum. Kann es kaum erwarten den Festsaal nach seiner Fertigstellung in Natura bestaunen zu können. Das man sich für gedeckte Farben entschieden hat empfinde ich als richtig. Sie passen zur Innenarchitektur und dem "klassischen Stil". Es sieht alles sehr stimmig, angenehm und hochwertig aus. Zum Glück hat sich das Frankfurter Finanzloch bis 2011 Zeit gelassen, sich zu offenbaren, so dass man gar nicht in Versuchung kommen konnte, bei diesem Projekt zu sparen. Ansonsten kann ich nicht mehr sagen, außer: super, klasse, prächtig & wunderschön!!! :daumen:

  • Dem kann ich mich nur anschließen, auch wenn es lange gedauert hat, ist das Ergebnis sehr überzeugend geworden! Sehr gut finde ich die Entscheidung, die Oberlichter wieder zu öffnen, was dem Raum eine angenehme Beleuchtung von oben verschafft. "Nur" mit dem Licht der großen Fenster zum Palmenhaus und den Nachbarräumen hin wären es doch vermutlich etwas dämmrig gewesen. Eine Wucht sind auch die rekonstruierten Kronleuchter, toll dass sowas heute noch hergestellt werden kann. Die Leuchter aus den 1950'ern, die dort zwischenzeitlich hingen, waren an sich zwar auch elegant und sicher nicht schlecht gelungen, würden aber nicht in den neuen alten Neorenaissancekontext passen :) Das heute zur Verfügung gestellte Pressematerial findet sich übrigens hier. Zu finden sind dort neben der Geschichte des Gesellschaftshauses und Berichten aus der Planungs- und Bauphase auch zahlreiche Fotos aus allen Epochen des Baus sowie diverse Zeichnungen, Pläne, Querschnitte...

  • Ich bin absolut sprachlos, im positivst möglichen Sinne. Und mehr als erleichtert, dass man sich augenscheinlich den Anfangs angedrohten Blödsinn von "sichtbaren Brüchen" wohl gespart hat. Ich kann es nicht abwarten, den Saal in Natura zu sehen.


    Die auf Facebook gezeigten Bilder sowie historische Aufnahmen, Planskizzen und Ansichten des Zustandes nach Entfernung der Verkleidungen hat der Palmengarten hier zum Download bereitgestellt (achtung, 30,9 MB).

  • :daumen:, eine echte Perle!


    Es fehlen aber noch die Büsten von Mozart und Beethofen (siehe Foto 2 ... die von Wagner & Strauss sind schon an ihren Plätzen).


    Weiß jemand zufällig, wie & wer die herstellt? Oder sind die Originalbüsten sogar noch vorhanden?

  • Ich hoffe, das wird nicht zu inflationär mit den optischen Reizen des neuen Saals, aber ich habe eben zufällig entdeckt, dass die Hessenschau das ganze in bewegten Bildern zur Verfügung stellt. Vier Minuten Film über die Eröffnung, garniert mit ein paar emotionalen Elementen. Man erfährt unter anderem, dass die alten Kronleuchter jetzt in Salzburg hängen.

  • Neben hier im Forum bekanntem, nennt die FNP in ihrem Online-Artikel zum Gesellschaftshaus ein interessantes Detail: 1,2 Tonnen (!!) wiegt jeder der Kronleuchter. Hätte nicht gedacht, dass Glas eine so hohe Tragkraft hat, dass man die schweren Kronleuchter direkt an die Oberlichter hängen kann. Oder sieht das nur so aus und sie werden noch irgendwie anders (z.B. Außenkonstruktion) mitgehalten?


    Die Eröffnung soll übrigens am 01. September stattfinden.

  • Ich kann mich Fachwerkhaus nur anschließen, epizentrum ein großes Dankeschön (Karma darf ich leider nicht schon wieder verteilen) für diese eindrucksvollen Bilder. Es ist wirklich ein ungemeines Glück, dass nach den ungeheuren Verlusten an historistischen Inneneinrichtungen vor allem in der Nachkriegszeit ausgerechnet ein öffentlicher Paraderaum dieser Epoche nun wieder seinen alten Glanz erhalten hat. Ich denke, es ist nicht verkehrt, das Projekt in seiner Bedeutung auf eine Eben mit der Rekonstruktion der Alten Oper zu heben.

  • Die Südfassade und die davor liegenden Terrassen des Gesellschaftshauses nähern sich der Fertigstellung:



    Besonders an Tagen mit gleißendem Sonnenlicht wie gestern übt die "weiße Moderne" schon einen gewissen Zauber aus. Mit Fotos lässt sich dies allerdings nur unvollkommen wiedergeben.



    Der Hochzeitssaal an der Westseite:



    In einem für mich reizvollen Kontrast dazu die spätklassizistische Ostfassade, hier der nunmehr fertige Bereich um den dortigen Eingang:



    An der Westseite muss entlang des Palmenhauses noch Pflaster verlegt werden:



    Zum Schluss noch Fotos aus dem Inneren des Palmenhauses. Die diesseitige Fassade des Gesellschaftshauses ist nun komplett von Gerüsten befreit:



    Seitlicher Eingang am Übergang vom Gesellschaftshaus zum Palmenhaus (spiegelbildlich dazu die gegenüber liegende Seite):



    Dazwischen ist eine Terrasse entstanden, man kann so ohne Stufen von der unteren Festsaal-Ebene in das Palmenhaus treten.



    Bilder: Schmittchen

  • Eröffnung

    Unter der stimmungsvollen Überschrift "Frankfurts glänzendes Herz" berichtet die FNP über die Eröffnung des Gesellschaftshauses im Palmengarten, nicht ohne den Umbau Revue passieren zu lassen und mit interessanten Details aufzuwarten.


    Die Dauer von insgesamt 10 Jahren nach der Schließung aus Brandschutzgründen ergab sich daraus, so wird rekapituliert, dass bei der Ausschreibung kein Generalunternehmer gefunden werden konnte und auch die "denkmalpflegerischen Arbeiten aufwendiger waren als vermutet". Daraus resultierten ebenfalls die um 10 Millionen auf knapp 40 Millionen Euro gestiegenen Gesamtkosten.


    Als bemerkenswerte Informationen am Rande listet der Artikel nicht nur auf, dass der Festsaal mit einer 120 qm großen Tageslichtdecke in Deutschland einmalig ist, sondern auch, dass die beiden Kronleuchter komplett nach alten Zeichnungen restauriert wurden.


    Bis auf den preußischen Adler - der wurde durch das Frankfurter Wappentier ersetzt...

  • Eine richtige Eröffnung war das gestern noch nicht, die ist erst im kommenden November geplant, aber eine erste Veranstaltung. Anders als bei epizentrums Führung war die Tageslichtdecke abgedunkelt. Die von einer Wiener Firma nach alten Zeichnungen rekonstruierten Kronleuchter, jeder belastet die ebenfalls neue Stahlfachwerkkonstruktion (Foto) über der Saaldecke mit 1,2 Tonnen, kamen daher besonders gut zur Geltung:



    Bild: Schmittchen


    Mehr Fotos der gestrigen Veranstaltung füge ich später ein. Doch ein Satz noch zu den auf dem Foto sichtbaren Traversen für die Veranstaltungstechnik: Diese hängen an 18 Kettenzügen, die, nach Abhängen der Traversen, unsichtbar in der Decke verschwinden können - wie man auf epizentrums Foto sieht bzw. eben nicht sieht.

  • Gesellschaftshaus, Vertikaler Garten, Eingangsbereich

    Der offizielle Eröffnungstermin des Gesellschaftshauses ist am 08.10.2012. Aus diesem Anlass hat die Autorin Sabine Börchers gestern vor Ort ein Buch über die Geschichte des Gebäudes präsentiert: „Wo Frankfurts Bürger feiern – Das Gesellschaftshaus im Palmengarten“. Darüber berichten FNP und FR und stellen auch weitere Bilder aus dem Inneren des Hauses zur Verfügung. Wobei epi in diesem Beitrag im Grunde ja schon alle relevanten Perspektiven abgelichtet hat :)


    Weitere Meldung: Der vertikale Garten (murs végétaux), eine Idee von Patrick Blanc (homepage), könnte doch noch realisiert werden. Thema war das schonmal in #37, #47 (unten) und #52. Nun hat sich laut FR ein namentlich nicht genannter Spender gefunden, der 115.000€ für die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie zur Verfügung stellt. Diese startet im März 2013, wo fünf Firmen bis zum Sommer ihre jeweiligen Systeme aufbauen und bepflanzen. Diese müssen sich dann ein Jahr lang beweisen, bevor man im Sommer 2014 auswertet. Insgesamt wird die begrünte Wand – sollte die Studie zu ihren Gunsten ausfallen – 500m lang und 2-3mio€ teuer werden, was diesen vorherigen Aufwand sicher rechtfertigt.


    Nach umfangreicher Renovierung ist auch der Eingang zum Palmenhaus an der Ostseite wieder geöffnet. Die furchtbaren Alutüren (Foto) sind glücklicherweise ersetzt worden (sieht man auch schon auf diversen anderen Bildern weiter oben).



    An der Außengestaltung im Eingangsbereich wird nach wie vor gearbeitet. Vom bisherigen Eingang aus gesehen rechts neben dem Blumenparterre wurden Richtung Gesellschaftshaus Drehkreuze und ein Zaun aufgestellt. Momentan kann man diese aber noch „umgehen“. Zur Planung und Vergleichsbildern siehe #65.



    Der Bereich zwischen Terrasse und dem Parterre wurde mittlerweile auch neu gestaltet. Zum Teil mit einem Blumenbeet (s.o.), an der linken Seite mit schön gemauerten Stufen.



    Nur der Weg zwischen Gesellschaftshaus und neuem Kassenhäuschen sieht noch ziemlich wüst aus.



    Das Kassenhäuschen von oben.



    Der Bereich vor der Westseite ist praktisch fertiggestellt. Wenn auch scheinbar noch nicht offiziell eröffnet, denn vom Palmenhaus kommt man zwar auf die Terrasse raus, aber dank blockierter Klinke nicht wieder rein.



    Der Rundweg um den See hat jetzt teilweise ein Geländer und hübsche, halbrunde Aussichtsplattformen erhalten.




    -Bilder von mir-