Quartier Central (ehemals Güterbahnhof Derendorf)

  • Also ehrlich, 2014/ 2015 werden zwei gute Jahre für Düsseldorf.
    Bis dahin werden
    - Wehrhanlinie
    - Kö-Bogen I/II
    - U80
    und jetzt auch
    - Le Quartier Central
    abgeschlossen sein.


    Besonders gefallen mir die Hochbauten, wovon ich gerne mehr und höhere im südlichen Teil, dafür weniger im nördlichen Teil des Abschnitt B gewünscht hätte. Einhergehend müsste dass die Straße Am Wehrhahn aufgewertet werden!

  • Bislang scheint es also noch keine Investoren für die Bürohäuser zu geben; in Düsseldorf gibt es ja auch noch andere atraktive Bürostandorte.


    Meinetwegen können das Café les Halles und die Theaterkantine dort ruhig noch länger bleiben.


    Zwischen der Baustelle und dem Olio, an der Ecke Schinkel- u. Schirmerstraße, passiert irgendwie auch nichts; da steht derzeit noch immer ein vergammeltes Abbruch-Bürohaus rum.


    Das Einzige, was zur Zeit dort allem Anschein nach geht, ist wohl Wohnungsbau.


    Wann soll überhaupt der eigentliche Stadtgarten (der Park) gebaut werden?

  • @ Dus-Int


    Kö-Bogen II wird wohl kaum bis 2014 umgesetzt sein; da müssen zahlreiche Anlieger und Grundstückseigentümer mit einbezogen werden. das dauert manchmal länger als die reine Planungs- und Bauzeit.

  • Das macht schon richtig Laune – gerade diese Alleen und die Kette hoher Gebäude auf der Ostseite.



    Landeshauptstadt Düsseldorf; aurelis; imageshack


    Bei den Büros muss man etwas Geduld haben. Es sind stadtweit viele in Bau und die Nachfrage wird sicher von der Konjunkturkrise gedrückt. Investoren werden zumindest warten, bis die Erschließung in weiten Teilen umgesetzt ist.

  • Investoren werden zumindest warten, bis die Erschließung in weiten Teilen umgesetzt ist.


    Ich habe den Eindruck, das der Erschließungsträger mit der Straße und dem Stadtgarten wartet, bis er alle Flächen vermarktet hat.
    Zudem muß die Aurelis ja die Erstellungskosten letztendlich über den Verkauf der Bauflächen finanzieren.

  • Aurelis hat sich mit einem städtebaulichen Vertrag verpflichtet und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Stadt auf solch einen Vermarktungsvorbehalt eingelassen hat. Die nötigen Vorleistungen sind außerdem recht gering im Vergleich zu den Vermarktungschancen: Mitten in Düsseldorf gleichsam einen neuen Stadtteil zu bauen ist eine Gelegenheit, die nicht oft kommt.


    Die Erschließung wird einige Zeit dauern, genug Gelegenheit, um weitere Investoren an Bord zu holen.

  • Das Retrohaus wäre gar nicht sooo schlecht, aber der Portikus vorne sieht hilflos aus und erinnert stark an Sparkassenbauten der Endachtziger. Die Wirkung geht wirklich schnell flöten, wenn man kostengünstigere Materialien verwendet und eine Gestaltungslinie nicht konsequent durchzieht...

  • Die diversen neuen Straßen im Viertel haben nun schon ihre Namen - es bleibt francophil: Die Entlastungsstraße nennt man Toulouser Allee, die Anliegerstraßen Marc Chagall, Berty-Albrecht sowie Maurice Ravel und den südlichen Park Louis Pasteur.


    Einigen Streit gab es dazu noch, weiß der Westen.

  • Tag der Architektur

    Wenn ich den Straßennamen wählen dürfte, würde ich mich für keinen Widerstandskämpfer entscheiden, sondern für berühmte französische Modedesignerin, Unternehmerin, Sängerin, Stilikone, It-Girl, Staatsfrau, AIDS-Bekämpferin und alleinerziehende Mutter (Youtube-Video mit einst berühmten Bauwerken am Anfang); auch Sophie Marceau erhielte eine Straße. Jetzt aber zum Thema der Führung, die ein Manager des Investors und der leitende Architekt (auf dem Bild 1 in schwarzer Berufskluft beim Erklären dieser Pläne) organisiert haben. Die Einführung erfolgte im großzügigen Lichthof im nördlichen Teil der Anlage, um den einzelne Wohnungen angeordnet wurden (auf den Plänen ganz rechts): Bild 2. Für diese Lösung entschied man sich, weil sonst bei einer Gebäudetiefe von ca. 30m zahlreiche Dunkelräume entstanden wären. So konnte man auch die Briefkästen in einem separaten Raum unterbringen, wodurch der Eingang großzügiger wirkt.


    Der Investor und sein Architekt betonten mehrmals, wie wichtig es war, gestalterische Kleinteiligkeit zu schaffen, die für Adressbildung sorgt. Während im südlichen Teil des Areals mehrere Büros mit kleineren Gebäuden beauftragt wurden, im nördlichen Teil mit ca. 130 Wohnungen unterteilte das Büro ASTOC (von dem auch der städtebauliche Plan des ganzen Ex-Bahnhofsgeländes stammt) die Anlage in mehrere Fassadenabschnitte, die einzelnen Mitarbeitern übertragen wurden. Die Sorge um individuelle Gestaltung ging so weit, dass in jedem der Eingangsbereiche andere Lampen verwendet wurden.


    Die Kaltmiete beträgt ca. 10 EUR/qm; fast alle Wohnungen (die von 35 bis über 100 qm reichen) sind vermietet. Die Mieter der Erdgeschosswohnungen haben kleine Gärten über der Tiefgarage, außerdem gibt es einen Privatgarten für alle Mieter: Bild 3 (rechts der ARAG-Turm), Bild 4, Bild 5.


    Bild 6 - die Wohnanlage von der Schinkelstraße. Bild 7 - die besichtigte Wohnanlage vom Süden, links weitere Objekte des Investors. Weitere Blicke auf die Bauten im Süden des Areals: Bild 8, Bild 9.

  • ASTOC Architekten präsentierten beim Tag der Architektur ein Wohnhauskomplex mit ca. 130 Wohnungen


    Südfassade am Parkzugang


    Die eindrucksvolle Eingangs- u. Treppenhalle



    Am gleichen Wochenende wurde durch den gleichen Investor zwei Blöcke weiter südlich auch ein neues "Muster-Loft" eröffnet.


    Einrücke des Wohnbereichs im EG



    der Innenhof des schon bewohnten Teils


    alle Bilder: mamamia

  • Nicht schlecht, aber was heutzutage so als Loft bezeichnet wird, ist ein Witz. Wer vermarktet die Dinger denn? Ganz gute Fotos übrigens.

  • Der Begriff "Loft" hat schon lange nichts mehr mit seiner ursprünglichen Herkunft zu tun. Mangels ausreichender, leerstehender Fabriketagen (Loft) gibt es halt viele entsprechende Neubauten, die entsprechend "gestylt" werden.


    Die meißten Fans von Loft-Wohnungen würden wohl auch kaum in eine echte alte Fabrik einziehen wollen - mit allen Nachteilen und Problemen solch betagter Bauten.


    Heute steht "Loft" eigentlich nur noch für offenes Wohnen mit möglichst wenig abgetrennten Einzelräumen, möglichst noch über zwei Ebenen und große Fensterflächen.


    Ursprünglich waren es ja arme Künstler, die heruntergekommene und leerstehende Fabriketagen nutzen ( z.B. in New York oder London); mehr aus der Not heraus als wegen des Style. Das entdeckten dann die Bänker und Broker - nach dem Highländer Film.




    Alle Wohnhäuser auf dem Areal an der Schinlkelstraße werden durch den Investor Interboden vermarktet.

  • Die RP schreibt heute zur vierspurigen Strasse, die noch folgen wird.


    Man befürchtet die Strasse könne als willkommene kurze Verbindung quer durchs Herz der Innenstadt genutzt werden. Man will dies aber durch Ampelschaltungen und Abbiegespuren in die einzelnen Wohn- und Bürobereiche erschweren.

  • Da sich der Büroriegel ja auf unbestimmte Zeit verschiebt, sind die Wohnungseigentümer der Neubauten etwas unbegeistert.


    Hätte man sich ja auch denken können, dass es so kommt.

  • Die geplante Entlastungsstraße soll meines Wissens nach direkt neben der Gleistrasse gebaut werden; also in großem Abstand zur Wohnbebauung. Außerdem dürfte es noch einige Jahre dauern, bis die Straße durchgehend fertig ist; vielleicht steht ja bis dahin das eine oder andere Bürohaus davor. (Hauptsache nicht dort, wo das Café Les Halles ist)


    Das hier eine vierspurige Straße gebaut werden soll ist ja zudem auch schon lange bekannt - wer sich vorher nicht informiert, kann sich nachher nicht beschweren.


    Wer eine Immobile (z.B. Eigentumswohnung) kauft, sollte sich vor dem Kauf immer über derartige Dinge informieren. (Bisweilen reicht es ja, bei der Stadt den entsprechenden B-Plan anzuschauen)