Mitte Altona

  • Bauabschnitte 1+2

    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung


    Bauabschnitt 1 Aurelius/Holsten

    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung



    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung


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    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung

    Quelle: André Poitiers Architekt,
    RIBA Stadtplaner Hamburg und arbos Freiraumplanung

  • Danke, Waxo. Von den Entwurfen die ich bislang gesehen habe fand ich in der Tat den Sieger am schluessigsten und am besten umgesetzt.


    Wenn ich es richtig verstanden habe sind alle Entwuerfe so angelegt, dass Phase 1 (auf dem Ehemaligen Gueterbahnhof) erstmal OHNE die Verlegung des Fernzug-Verkehrs von Altona nach Diebsteich realisiert werden koennen, wahrend Phase 2 dann erst kommen kann wenn auch die DB-Gleise weg sind.


    Kennt jemand denn einen aktuellen Stand zur Bahnhofverlegung nach Diebsteich? Wenn (!) diese denn kommt wird Hamburg sich hoffentlich nicht mit einer DB-Billigloesung abspeisen lassen. Ich erwarte zumindest eine Bahnhofshalle und eine Mantelbebauung und Umfelds-Gestalung in Diebsteich.



    Bild: Ich auf basis der oben gezeigten Plaene (Strassenbahn rot / Bustrassen gruen)


    Was ich ausserdem etwas 'schwach' finde, ist das der Siegerentwurf 'mal eben so' den kompletten Altonaer Busbahnhof verschwinden laesst. Das ist rein verkehrstechnisch nicht grade sehr ueberzeugend und voellig unrealitsich. Auch wenn der Fernverkehtr in Altona wegfaelt, wird der S-Bahnhof bleiben und (geschaetzte) 90% des Busverkehrs sind Umsteiger zur S-Bahn und Menschen mit Ziel Altona/Ottensen.


    Ausserdem ist des Verschwinden des Busbahnhofes doppelt unrealistisch: Hier soll in Zukunft ja auch noch eine Strassenbahnhaltestelle liegen.

  • Auf der Veranstaltung bei der die Plaene praesentiert wurden, gab es im Grossen und Ganzen offenbar ein sehr Positives Echo aus der Bevoelkerung. So berichtet zumindest das Abendblatt.


    Edit:


    Auch in der Mopo steht heute ein Artikel. Interessant finde ich den Grundton der Leserkommentare. Anscheinen haben die Staendig-Gegen-Alles Buergerinitiativen in der Oeefentlichkeit einiges an Rueckhalt verloren...

    2 Mal editiert, zuletzt von Midas () aus folgendem Grund: Mopo-Edit

  • Das Hamburger Unternehmen ECE (Otto Gruppe) will in der neuen Mitte Altona als Bauherr taetig werden und Wohnungen errichten. Bericht im Abendblatt


    Zitat.


    Der in Hamburg ansässige Konzern hat eine Fläche von insgesamt 60.000 Quadratmetern von der Holsten-Brauerei gekauft, zum Teil als Konsortium mit anderen Unternehmen aus der Baubranche. Die von Versandhauskönig Werner Otto 1965 als Einkaufs-Center-Entwicklung (ECE) gegründete Firma will dort erstmalig "ausschließlich" Wohnungen bauen, bestätigte ein Unternehmenssprecher. ECE betreibt in 14 Ländern 132 Einkaufscenter und entwickelte bisher auch Büro- und Spezial-Immobilien.


    Zitatende.

  • Auf altona.info wird ein Alternativkonzept zur beschlossenen Bebauung der Bahnflaechen in Altona vorgstellt. Hier gibt es dazu eine rund 20-minuetige Praesentation als Youtube Video. Es handelt sich nicht um eine offizielle Planung, sondern um ein 'ungefragt' eingereichtes Konzept.


    Mein erster Eindruck dazu:


    positiv - langfristig mehr Wohungsbau


    positiv- Denkanstoss, dass der neue Fernbahnhof an der Holstenstrasse wohl besser aufgehoben waere als am Diebsteich (eine Ansicht die ich teile).


    positiv - langfristiges Andenken einer Bebauung des Holstenareals.


    negativ - die vorgeschlagene Alternative erfordert zwingend einige sehr aufwaendige Sonderbauten (S-Bahn Untertunnelung, ggf neue S-Bahn Haltestelle).


    negativ - Laermschutz vor der Bahn wird wie ein Mantra ueber andere staedtebauliche Aspektegestellt (dabei ist eine Strecke auf der - spaeter - lediglich S-Bahnen und keine Gueterzuege fahren sehr leicht staedtisch integrierbar)


    negativ - ablehnende Haltung gegenueber ein paar punktuell gesetzten 'hoeheren' Bauten (es geht um zehn-zwoelf geschosse in Einzelfaellen)

  • Das detaillierte Alternativkonzept scheint die teurere Variante zu sein.


    Lässt sich die Untertunnelung eines Teils der S-Bahn tatsächlich finanzieren? - Wenn ja, bleibt die Frage, wie sich die Bauarbeiten mit dem laufenden S-Bahn-Betrieb vereinbaren lassen. Ich vermute, dass für derart umfangreiche Bauarbeiten der S-Bahn-Betrieb unterbrochen werden muss.


    Ein Fernbahnhof im Bereich der Holstenstraße hat wenig Platz. Dieser soltte schon mehr als zwei Gleise haben. Dafür ist der Standort Diebsteich besser geeignet. Die Erreichbarkeit mit der S-Bahn macht die Lage im städtischen Abseits wieder wett.

  • Ein Fernbahnhof im Bereich der Holstenstraße hat wenig Platz. Dieser soltte schon mehr als zwei Gleise haben. Dafür ist der Standort Diebsteich besser geeignet. Die Erreichbarkeit mit der S-Bahn macht die Lage im städtischen Abseits wieder wett.



    Bild: Ich


    Wenn man davon ausginge, dass mittelfristig die Holsten-Brauerei an einen anderen Standort verlagert wuerde, dann waere ausreichend Platz fuer einen 7-gleisigen Bahnhof an der Holstenstrasse mit zwei S-Bahngleisen, zwei Reionalbahngleisen, und zwei Fernbahngleisen. Dazu kaeme ggf ein Kehrgleis fuer die AKN, was sich machen laesst, weil AKN und S-Bahn Zuege kuerzer sind als Fernzuege.


    Die Illustration ist nur Beispielhaft, aber Bahnsteiglaengen und Breiten sind massstaeblich.

  • Nach Deiner Bildmontage zu urteilen, müsste für einen Fernbahnhof mit 6 oder 7 Gleisen an der Holstenstraße der Bahndamm verbreitert werden. Im gleichen Zuge wäre der Abriss einiger angrenzender Häuser im Süden fällig. Dabei handelt es sich um Neubauten.
    http://cdn.wn.com/pd/f4/7c/44f…649a59d877ff3b_grande.jpg
    http://commons.wikimedia.org/w…msen_Group_Hamburg_01.jpg


    Das "Holsten-Haus" am Holstenplatz möchte ich gern erhalten sehen. Es hat zu einer Aufwertung der Gegend beigetragen.
    http://farm5.static.flickr.com…4919698087_4d1d4597bf.jpg
    http://www.panoramio.com/photo/35406027


    Der PKW-Verkehr würde im Umfeld des Bahnhofs zunehmen. Inwieweit das bestehende Straßennetz das verkraftet, vermag ich nicht zu beurteilen.


    Positiv zu bemerken ist, das der Bahnhof Holstenstraße von mehreren Buslinien angefahren wird. Darunter sind drei Metro-Bus-Linien. Diese Vernetzung mit dem ÖPNV wäre ein Argument für den Standort.


    Fazit: Gegenüber dem Standort Holstenstraße bleibe ich insgesamt skeptisch. Die Errichtung eines Fernbahnhofs am Diebsteich ist nach meiner Einschätzung leichter durchführbar.

  • Die Errichtung eines Fernbahnhofs am Diebsteich ist nach meiner Einschätzung leichter durchführbar.


    Das ist ja genau der springende Punkt! Hostenstrasse ist langfristig der deutlich bessere, sinnvollere und geeignete Standort. Diebsteich ist der kurzfristg leichter machbare. Wer Hamburg kennt, der wird zugeben muessen, dass Diebsteich allerhoechstens eine Notloesung ist. Es geht halt am Ende um folgende Abwaegung: In wieweit sind alle Beteiligten bereit einmalig mehr Lasten (Planungskosten, Grunderwerb, aufwaendigere Bauten, etc.) zu schultern um dann dauerhaft (fuer die kommenden 100 Jahre) eine bessere Loesung zu haben.


    Nach Deiner Bildmontage zu urteilen, müsste für einen Fernbahnhof mit 6 oder 7 Gleisen an der Holstenstraße der Bahndamm verbreitert werden. Im gleichen Zuge wäre der Abriss einiger angrenzender Häuser im Süden fällig. Dabei handelt es sich um Neubauten.


    Selbstverstaendlich muesste ber Bahndamm verbreitert werden und der Abriss von zwei Gebaueden waere unumgaenglich. Es handelt sich dabei allerdings nicht um hochwertige Neubauten sondern um 15-20 Jahre alte Buerohaueser mittlerer Qualitaet. Wenn (und nur wenn!) man ein solches Grossprojekt mitsamt Verlagerung der Brauerei angehen wuerde, dann darf es kein Hindernis sein zwei vllt finanziell erst halb abgeschriebene mittelgrosse Bueobauten abzureissen. Wenn man solche kleinen Hindernisse nicht in Kauf nimmt, dann wird man nie eine gute Loesung finden, sondern immer nur mit Notloesungen hantieren, weil jede 'echte' Loesung immer an einem kleinen Problem scheitert.


    Das Gesamtprojekt (wenn man zB das Holsten-Areal dazurechnet) haette fast Hafencity-Dimensionen und mann muss klar sagen, dass so eine riesige Entwicklung dann eben auch greoessere Invesitionen zu Beginn braucht.


    Wenn man sieht, was Bahn und Bund in zB Berlin (nicht nur am milliardenschweren neuen Hbf, sondern auch in zahlreichen anderen nicht grade kleinen Bahnhoefen - Suedkreuz etc) investiert, dann muss man sich schon fragen, warum am Ende in Hamburg angeblich nur eine Notloesung am Stadtrand moeglich sein soll. Von Projekten und Investitionen wie S21 will ich gar nicht anfangen zu reden...


    Ich sage nebenbei nicht, dass Holstenstrasse die einzige Wahl ist und Diebsteich eine Katastrophe. Ich finde nur, dass so eine wichtige Standortwahl nicht ohne Diskussion und Abwaegung passieren darf.

  • Mal angenommen, das Geld für eine "gute Lösung" am Standort Holstenstraße ist vorhanden. - Wie wahrscheinlich ist es, dass die Holsten-Brauerei ihr Gelände aufgibt? Gibt es auf deren Seite bereits die Erwägung eines Standortwechsels?

  • ^^ Das kann ich nicht recht beurteilen, denn es haengt ja auch sehr davon ab ob Holsten (bzw deren Eigner) Eigentuemer oder Paechter des Grundstuecks sind.


    Als Eigentumer waere es sicherlich mittelfristig denkbar das Grundstueck fuer viel Geld zu verauessern und anderswo in Hamburg eine neue moderne Brauerei zu bauen, zB auf der Elbinsel Wilhelmsburg.


    Wenn Holsten nur Mieter ist, dann sieht es schon ganz anders aus. Nebenbei: Ich will die Brauerei nicht unbedingt dort weghaben, aber man sollte ja alle Optionen einmal andenken. Einen Bahnhof am Diebsteich zu bauen, nur damit Holsten dann 2020 zB sowieso die Verlagerung seiner Brauerei in irgendein Gewerbegebiet am Standtrand ankuendigt - das waere misslich.

  • habe mir das Video nun auch teilweise mal angeschaut.


    Da sind ein paar einfache, gute Vorschläge dabei (Lärmschutz, kurze Wege nach Ottensen), die relativ leicht in den Siegerentwurf integriert werden könnten, wie auch ein Wettbewerbsgewinn keineswegs bedeutet, daß die Planung am Ende ist.
    Gerade der S-Bahn-Tunnel ist ein sehr guter, wenn auch kostenintensiver und dank der trägen DB schwer umzusetzender Vorschlag.


    Die Einbeziehung von der Brauerei und eine mögliche Verlegung eines Fernbahnhofs sind aber so spekulativ, daß sie nicht Gegenstand der Planung sein sollten; vielmehr muß die Planung mit den zur Verfügung stehenden Grundstücken optimal funktionieren.

  • Dem muss ich leider widersprechen K-Roy. Nach meiner Einschaetzung waere die Verlagerung der Brauerei und eine Raeumung des Holstengelaendes mittelfristig realistischer und guenstiger machbar als die vorgeschlagene Tieferlegung der S-Bahn. An der besagten Stelle teilt sich die S-Bahn kreuzungsfrei aus Altona kommend in drei Richtungen. Es muessten also zahlreiche aufwaendige Ausfaedelungen und Ueberwerfungsbauwerke neu geschaffen werden. Diese muessten zudem bei laufendem Betrieb und unter Berucksichtigung aktueller Brandschutzregelungen fuer Tunnel gebaut werden. Ausserdem gibt es an dieser Stelle auch noch eine betrieblich notwendige Abstellanlage der S-Bahn, die man ebenfalls tieferlegen muesste. All das waere sehr teuer. Der Bau einer unterirdischen Haltestelle wuerde die Kosten weiter steigern.


    Unmoeglich waere es sicherlich nicht, aber eine Holsten-Loesung koennte (sofern einvernehmlich) sicher guenstiger ausfallen und haette zudem den Vorteil die Weg fuer einen Fernbahnhof an der Holstenstrasse frei zu machen.


    Zugegeben sind das jeweils nur Schaetzungen. Dass das neu hinzugewonnene Bauland mehr (oder ausreichend) Geld bringt als die Ueberdeckelung der S-Bahn kostet, das wage ich zu beweifeln. Wenn dem so waere, haetten dann nicht Investoren schon laengst etliche S- und U-Bahnen In Hamburg tiefergelegt und die neuen Grundstuecke bebaut?

  • Die Saga GWG hat von der ECE einen Teil der Flaechen auf dem ex-Bahn-Areal uebernommen um dort staedtisch gefoerderte Wohungen zu bauen. Hier die Pressemeldung.


    Zitat:


    SAGA GWG will sich in dem neuen innerstädtischen Entwicklungsgebiet „Mitte Altona“ engagieren und in einem ersten Schritt 200 öffentlich geförderte Wohnungen errichten sowie langfristig in Bestand halten. Dazu hat das Unternehmen mit der ECE Projektmanagement aus Hamburg eine Vereinbarung getroffen, einen Teil der von ECE optionierten Fläche im Norden des Areals an der Harkortstraße mit über 8.000 qm zu übernehmen

  • Ich traue nebenbei der DBAG keinen Meter und es ist mir unverstaendlich warum die Politik (also zB der HHer Senat) nicht einmal auf den Tisch haut und Transparenz in den Planungen fordert. Wenn man bei der DBAG nichts hoert, dann heisst das meist nichts Gutes.


    Es ist doch schon mehr also bezeichnend, dass sich die Bahn dazu aeussert was sie in Stellingen nicht plant, aber sich gleichzeitig nicht dazu auessert was sie in Diebsteich plant! Das ist als haette ein Restaurant draussen am Eingang eine Speisekarte haengen mit zehn Gerichten die man dort nicht bekommt. Was man bekommt - da muss man sich halt ueberraschen lassen. Ueberall wird Transparenz in der Stadtplaung gefordert und bei einem so zentralen Projekt wie einem Fernbahnhof (nicht irgendeine S-Bahn Station!) wird geschwiegen.


    Meines erachtens kann das nur bedeuten, dass die Bahn an einer billigen Sparloesung tueftelt. Am Ende gibt es dann nur vier Fernbahngleise und eine winzige Bahnsteighalle. Ich sehe es kommen - waehend in Berlin, also vor der Haustuer der DBAG, selbst drittrangige Stationen (Beispiel 1 / Beispiel 2) massiv und grosszuegig ausgebaut werden kriegt Hamburg die Sparversion... Klein, billig und gelegen zwischen Friedhof und Lagerhallen.


    Ich hoffe, ich irre mich!

  • Ich sehe es kommen - waehend in Berlin, also vor der Haustuer der DBAG, selbst drittrangige Stationen massiv und grosszuegig ausgebaut werden kriegt Hamburg die Sparversion...


    Naja, das geht nicht nur Hamburg so. In Frankfurt (Bahnhofsvorplatz) und München (Neu des Hauptbahnhofs) verhält die DBAG sich nicht viel besser.