Weltkulturerbe Zollverein [Sanierung & Bau]

  • Kokerei


    Ausbau Denkmalpfad


    Auf der Kokerei wird der Denkmalpfad Zollverein ausgebaut: Entlang der Koksofenbatterie entstehen dezente, kubusförmige Einbauten, in denen die komplexen Funktionsabläufe der einst größten Zentralkokerei Europas durch Projektionen und Animationen vermittelt werden.


    Durch Zuschüsse der NRW-Stiftung, der RAG-Stiftung und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein e.V. werden seit Mitte 2018 im Rahmen des ersten Bauabschnittes die erste von insgesamt zwölf Stationen des neuen Denkmalpfads realisiert.


    Quelle: https://www.zollverein.de/uebe…u-denkmalpfad-zollverein/


    Glück Auf

  • Kokerei Zollverein


    Seit vielen Jahren hat sich das Odtimertreffen auf der Kokerei Zollverein als regelmäßige Veranstaltung etabliert, sieht man einmal von Störungen durch Umbauarbeiten oder Corona ab.


    Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wie diese Veranstaltung weiter entwickelt werden kann.


    Und da muss wohl mal der Gedanke, eine Oldtimer Werkstatt zu etablieren, eine Rolle gespielt haben.


    Fest steht koschany + zimmer architekten kza hat einen Entwurf für die Kammgebäude im Jahre 2015 unter dem Titel „Oldtimer Werk.Stadt“ mit dazugehöriger Animation erstellt.


    Das haben die sicherlich nicht aus purem Zeitvertreib gemacht und wer die Dauer von Entscheidungsprozessen auf Zollverein kennt; so etwas kann dauern, Stichworte: Finanzierung, Denkmalschutz etc.


    Und wenn ich mir die Auslastung der Kammgebäude anschaue, glaube ich nicht, dass diese Idee schon final vom Tische ist.


    Zugegeben: Spekulation, aber durchaus noch denkbar.


    Kuckst Du:


    Bilderquelle: KZA


    Quelle: https://www.kza.de/projekt/oldtimer-werk-stadt/


    Glück Auf

  • Der Zollverein-Steig



    Für das Frühjahr 2022 plant die Essener Marketing GmbH eine neue Wanderroute; dieses Mal für den Essener Norden: den „Zollverein-Steig“.


    Nach den beiden bereits bestehenden Wanderrouten, dem „Baldeney-Steig“ (26 km, eröffnet 2017) und dem „Panorama-Steig Kettwig“ (34 km, eröffnet 2020) wäre das mit 26 km Länge die dritte Essener Wanderroute.


    Ausgangspunkt wird die Zeche Zollverein sein, weitere Ankerpunkte, die von der Route eingeschlossen werden, werden die Zeche Carl, der Rhein-Herne-Kanal und die Schurenbachhalde sein.


    Kuckst Du--> https://www.bild.de/regional/r…verein-75325740.bild.html


    Glück Auf

  • Ruhr Museum: Zentral- und Schaudepot

    Bekanntlich ist geplant, das neue Zentral- und Schaudepot auf der Kokerei der Zeche Zollverein im Frühjahr 2021 zu eröffnen.


    Siehe hierzu auch # 258


    Hierfür wurde das alte Salzlager der Kokerei für rund 3,5 Mio. € umgebaut und ertüchtigt.


    Hier ein aktuelles Foto von heute. Es zeigt das alte Salzlager und zukünftige Zentral- und Schaudepot mit seinem gläsernen Eingangsbereich.


    Bilderquelle: von mir!


    Glück Auf

  • Freilichtmuseum Zollverein


    Von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt hat die Stiftung Zollverein ein Freilichtmuseum als weitere Attraktion auf dem Welterbe etabliert.


    Auf einer Fläche von ca. 2 – 3 ha Größe, neben dem Parkplatz C der Kokerei und in unmittelbarer Nähe des Portalkratzers, stellt die Stiftung Maschinen und Maschinenbauteile rund um das Thema Bergbau aus.


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    Parkplatz C


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    Der Portalkratzer


    Museal entsprechen beschriftet mit Informationstafeln, kann sich der Interessent über diesen weiteren Baustein ein wenig über die Geschichte des Bergbaus und die Arbeit „unter Tage“ in Essen und im Ruhrgebiet ein wenig informieren.


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    Informationstafeln


    2 Exponate der Ausstellung


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    Für alle mit besonders großem Interesse:


    https://www.directupload.net/file/d/6102/6k66lg8d_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/8winioxw_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/mhywd6gz_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/2ain7hy2_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/3pskyrla_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/b8h7b556_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/78yi7a2n_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/ok52houm_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/gf5ivgu2_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/5ocqfkrs_jpg.htm

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    https://www.directupload.net/file/d/6102/s77f7v94_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/wh68x4w4_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/fsfx3y2r_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/x6zko6t5_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/hrozllwp_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/rk8hag5m_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/ni6kvsvw_jpg.htm

    https://www.directupload.net/file/d/6102/ptl3kdqi_jpg.htm


    Bilderquelle: Alle Bilder sind von mir!


    Ich weiß nicht, ob dieses Freilichtmuseum nun schon fertig entwickelt ist, denke aber, da noch Freiflächen auf dem Areal sind, dass da noch weitere Exponate ihren Platz finden werden.


    Glück Auf

  • Danke für die Info. Das schaut sehr interessant aus. Muss ich beizeiten mal hin. Der Zollvereingelände lockt ja so oder so und derlei ist eine sinnvolle Ergänzung.

  • Die Kammgebäude


    Bei meinem letzten Rundgang über die Kokerei Zollverein, habe ich mir noch einmal genau die Kammgebäude auf der weißen Seite der Kokerei angesehen.


    Die Kammgebäude heißen übrigens Kammgebäude, weil ihre Vorderseite gerade verläuft wie die Griffleiste eines Kamms, der die Zähne des Kamms zusammen hält.


    Vorderseite der Kammgebäude, Bild von mir!


    Auf der Rückseite allerdings sind einzelne Gebäudeteile angebaut, die herausragen wie die Zähne des Kamms, daher der Name „Kammgebäude“.


    Rückseite der Kammgebbäude, Bild von mir!


    Ich muss sagen, respektive schreiben, es herrscht auch mehrere Jahre nach der Instandsetzung der Gebäude überwiegend Leerstand. Das ist verwunderlich und lässt Raum für Spekulation.


    Da ist zum einen das Projekt „Oldtimer Werk.Stadt“, siehe hierzu auch #263, von mir und das Rendering von Koschany & Zimmer (KZA).


    Da gibt es aber noch ein weiteres Projekt von KZA, ebenfalls die Kammgebäude betreffend. Projektname: „Zunft[Viertel]“ Als Bauherr trat im Jahre 2007 die Zunft AG, Wachenheim, auf.


    Quelle mit aufschlussreichen Renderings: https://www.kza.de/projekt/zunftviertel-zollverein/


    Auch die Zunft AG hat das Projekt noch auf ihrer Website öffentlich einsehbar: Quelle: https://land-der-ideen.de/projekt/die-zunft-ag-2001


    Nun wird manch geneigter Leser vielleicht sagen: „Quatsch, längst eingemottet, diese Projekte!“


    Wer aber weiß, wie lange Entscheidungsprozesse auf Zollverein mitunter dauern können, sieht das völlig anders. Gestorben sind die Projekte erst, wenn die Gebäudeteile, in diesen beiden Fällen die Kammgebäude, anderen Nutzungen zugeführt worden sind, nicht früher!!!


    Glück Auf

  • Zollverein – ein kleines Kompendium - Teil 1

    Den Doppelbock, oftmals als „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ bezeichnet, kennen inzwischen sehr viele Menschen.


    Was aber weniger bekannt ist, ist der Platz vor und unter dem Doppelbock, der sogenannte Ehrenhof mit seinen angrenzenden Gebäuden.


    Das gesamte Ensemble (die 2 Pförtnerhäuschen, Schalthaus (Halle 2), Fördermaschine Süd (4), Schachthalle mit Doppelbock (1), Zentralwerkstatt (5) und, Elektrowerkstatt (6) war nämlich Teil einer riesigen Marketingstrategie.



    Hier wurde über Jahrzehnte Bergwerkstechnologie verkauft. Finanzkräftige Investoren aus der ganzen Welt wurden hier in einer Art Rundgang durch und über den Ehrenhof geführt.


    Bild: Förderturm mit Schachthalle und rechts im Bild ein Teil der Zentralwerkstatt.


    Es sollte die Illusion vermittelt werden, Zollverein sei eine menschenleere Zeche, die ohne Bergleute auskommen würde.


    Denn man muss wissen: Ein Bergmann, der sich in jener Zeit auf dem Ehrenhof aufgehalten hat, konnte direkt am Folgetag seine Papiere abholen und war fristlos gekündigt. So streng und hart waren die Regeln!


    Über den Doppelbock sind nie Bergleute eingefahren, er wurde ausschließlich zur Förderung der Kohle genutzt.


    Das Bild ist von mir.



    Viel Spaß



    Glück Auf

  • Zollverein – ein kleines Kompendium - Teil 2

    In Teil 1 meines kleinen Kompendiums habe ich versucht, den Ehrenhof mit seinem Gebäudeensemble als Bühne einer riesigen Marketingstrategie für den Verkauf von Bergbautechnologie vorzustellen.


    Der heutige Teil 2 wird daran anknüpfen, und die beiden Pförtnerhäuschen in den Blickwinkel rücken. Denn auch sie waren Teil dieser Marketingstrategie.


    Wenn man, von der Gelsenkirchener Straße kommend, auf den Ehrenhof mit seinem markanten Doppelbock zusteuert, begegnet man zunächst besagten 2 Pförtnerhäuschen.


    Bild, von mir!


    Dieses ist der erste Anblick für den Besucher.


    Nur! Das aus dieser Sicht linke Pförtnerhäuschen ist niemals in der Geschichte der Zeche Zollverein als Pförtnerhäuschen genutzt worden, bis heute nicht. Zuletzt diente es als Postablagestelle für die Zustelller.


    Es diente ausschließlich dem Marketing und sollte einen symmetrischen Eindruck der Zeche erzeugen.


    In Teil 3 werde ich diesen Punkt an anderer Stelle nochmals aufgreifen, denn die Pförtnerhäuschen waren nicht das einzige Beispiel dafür.


    Glück Auf

  • Zollverein – ein kleines Kompendium - Teil 3

    Der große Bluff


    Kamen also nun potenzielle Investoren zur Zeche Zollverein, ging es den Weg hinunter, zwischen den beiden Pförtnerhäuschen hindurch.


    Bild von mir


    Auf dem Ehrenhof und vor dem großen Doppelbock angelangt, wurden sie nun links herum geführt, an Halle 2 (nicht im Bild) vorbei.


    Hier standen sie nun den Hallen 5 & 6 gegenüber. Halle 5, rechts (ehemalige Elektrowerkstatt) Halle 6, links, (ehemalige Zentralwerkstatt).


    Beide Hallen scheinen die selbe Breite zu haben, Es wurde die Illusion von Symmetrie erweckt.


    Bild von mir!


    Was die Investoren nicht zu sehen bekamen, zeigt uns Bild 3. Es zeigt die Elektrowerkstatt von der hinteren Seitenansicht:


    Bild von mir!


    Diese Ansicht blieb den Investoren aufgrund der vorgegebenen Führung natürlich verbogen.


    Die bauliche Verbreiterung der Elektrowerkstatt, die ausschließlich dem Ziel des Marketings (die Illusion der Symmetrie) diente und keinerlei Sinn für die Nutzung der Werkstatt hatte.


    Die Führung der Investoren führte nun zwischen beide Hallen hindurch, geradewegs auf das ehemalige Kesselhaus hinzu, in dem sich heute das Red Dot Design Museum befindet.


    Bild von mir!


    Bild von mir!


    Und auch hier wurde wieder sehr auf die Symmetrie des Gebäudes und der Hallen geachtet, bis hin zur Höhe der Lampen.


    Wer bei seinem nächsten Besuch auf Zollverein ist, gehe bitte einmal diesen Weg und er wird feststellen, dass die Lampen keine einheitliche Höhe haben. Sie sind von der Höhe her so angeordnet, dass sie nur die Illusion vermitteln, die selbe Höhe zu haben.


    Nach dem Besuch des Kesselhauses ging es dann direkt hinüber in die Verwaltung zur Vertragsunterzeichnung ;).


    Glück Auf

  • Zollverein – ein kleines Kompendium - Teil 4

    Schacht 12 am Ehrenhof


    Eine Zeche kann aus einem einzigen Schacht bestehen oder auch aus mehreren Schächten.


    Zollverein bestand aus 12 Schächten, von denen der letzte, der Schacht 12, zwischen 1928 und 1932 gebaut worden ist.


    Bilderquelle: Wikipedia


    Viele Menschen kennen inzwischen den Doppelbock. Was aber nur die wenigsten wissen ist, dass die Zeche Zollverein alleine über diesen Schacht in ihrer Glanzzeit täglich !!! 24.000 !!! Tonnen Rohkohle gefördert hat.


    24.000 Tonnen Rohkohle bedeutet in etwa 12.000 Tonnen Brennmaterial, also das erwünschte Fördermaterial, und ca. 12.000 Tonnen Abraum, aus dem wir heute die „Alpen des Ruhrgebiets“ modellieren.


    Kuckst Du--> https://www.zollverein.de/ueber-zollverein/geschichte/


    Glück Auf

  • Bundesinstitut für Fotografie


    Essen soll das Fotogedächtnis der Republik bekommen. Dafür gab schon vor einem Jahr die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters beauftrage Expertenkommission eine Empfehlung ab. Nun folgte eine vom Bund beauftragte Machbarkeitsstudie für den Standort Essen, die sich ebenfalls für das neue Bundesinstitut der Fotografie auf dem Welterbe Areal ausspricht. Damit ist der Düsseldorfer Konkurrent aus dem Rennen, der das Institut in der Kulturmeile am Ehrenhof installieren wollte. Einer der Hauptgründe gegen Düsseldorf; die zu geringe Fläche.

    Überragender Erfolg der Stadt Essen mit ihrem Welterbe Zollverein. Neues kommt ins Alte.


    Quelle: Deutsches Fotoinstitut: Essen soll den Zuschlag bekommen - waz.de