Domumgebung

  • Keine Ahnung wie meine Aussage falsch aufgenommen werden kann. Mir geht es nicht um die bestehenden Probleme, mir geht es um das übersteigerte Köln-Bashing.


    Die Probleme sind überall gleich und sind kein Köln spezifisches Problem. Eine solche Liste kann man für alle Städte erstellen. Aber anscheinend haben die Kölner in ihrem Lokalpatriotismus echt das Gefühl, dass dies bei ihnen etwas speziell besonderes ist (wie so vieles andere ja auch -so was gibt's nur in Kölle. Was ein Schmuh).Wenn man wirklich die Problematik klären will, dann reicht es halt nicht zu sagen "Köln kann es nicht", sondern "Warum laufen kosten und Zeitrahmen bei öffentlichem Projekten oft aus dem Ruder!", "Welche Regularien hindern am effektiven Bauen", "Welche Vergaberichtlinien müssen angepasst werden! und und und....und auch dann kann es passieren, dass sich Probleme ergeben. Bauen ist halt kein Briefe austragen oder Brötchen backen.

  • Hallo beisammen.
    Die oben genannten Bauprojekten zeigen genau das Problem auf. Sie sind entweder nicht in der Hand der Stadt Köln (LeV-Brücke) oder Privatprojekte (Domhotel, WDR-Karree), bei anderen Bauprojekten (Kalkberg, Chlodwigplatz) liegt die Stadt im Rechtsstreit mit den Baufirmen.


    Köln Bashing heißt für mich, dass nicht differenziert geguckt wird, warum da was schief gegangen ist und wer Schuld trägt, sondern pauschal eingedroschen wird auf die Stadt Köln.


    Dies führt zu keiner Lösung sondern immer nur zu dem diffusen Gefühl alles läuft falsch. Man sollte einfach auch mal hingucken. Daher ist das Thema "Wie wird ein Auftrag an wen vergeben" zentral. Auch der Blick in andere Städte, die mit der gleichen Beharrlichkeit glauben, ihre Stadt sei die einzige, in der die Bauprojekte nicht laufen, hilft.

  • Dieses "Köln-Bashing" entsteht, selbst bei differenziert denkenden Menschen, die vielleicht auch noch ansatzweise vom Fach sind, doch aufgrund einer immer tiefer werdenden Frustration (so bei mir), weil wirklich kein Bauvorhaben wirklich läuft, verbunden mit immer weiteren Neuprojekten, von denen man weiß, dass es eh zu unseren Lebzeiten nichts wird (Stadt-Museum auf dem Roncalliplatz, Ost-West-Stadtbahn).


    Heute steht im Stadt-Anzeiger, dass sich die Fertigstellung des Miqua um ein weiteres Jahr verschiebt.


    Also 2023 muss ein glückseliges Jahr für Köln werden -dann ist alles fertig:


    - Nord-Süd-U-Bahn
    - Miqua
    - WRM
    - RGM
    - Stadtarchiv
    - was noch...?
    - ach ja: Oper und Schauspiel...


    Der Frust richtet sich dabei ja nicht gegen bestimmte Personen, sondern gegen.... - ja was denn eigentlich. Das macht's ja noch trostloser.


    Ich mag kaum noch diskutieren, denn es gibt ja nichts zu diskutieren, da es ja kaum sichtbare Bauentwicklungen, geschweige denn -fortschritte gibt...

  • neues zum Thema Köln-Bashing:


    neben der zeitlichen Verzögerung: https://www.ksta.de/koeln/stat…-verzoegert-sich-28928320 wird der Kurt-Hackenberg-Platz sogar noch 500.000 Ocken teurer, wie der KStA heute zumindest in seiner Print-Ausgabe berichtet (Online noch nicht gefunden). Angeblich weil ein/der Brunnen 145.000 € mehr kostet - was allerdings nicht die 500.000 € erklärt!?


    Ich informiere, aber kommentiere das jetzt nicht..., da einem eh die Worte fehlen.

  • Kurt Hackenberg Platz

    Wahnsinn...schon wieder ein Projekt der öffentlichen Hand teurer. Waaaahnsinn. Sowas gibt et nur in Kölle.....verrückt!


    Das Excelsior ist richtig TOP geworden :daumen:!! In dem Ladenlokal ist ein Bernsteinhändler und keine Spielhalle mehr.

  • Es gibt noch einen weiteren Artikel in der Rundschau.
    Gleicht man beide miteinander ab, merkt man schon ein wenig wohin die Reise geht.
    https://www.rundschau-online.d…scheidung-im-mai-29870036


    Das Senatshotel bleibt erhalten und wird auch nicht aufgestockt.


    Offensichtlich stehen die Chancen sehr gut, dass eine Markthalle zum Ensemble gehören wird; denn fast alle Büros haben sie mitgedacht
    und die Fachjury hat diese Idee nicht abgelehnt.

    Die Jury will auch die Sporergasse neu denken, was bedeuten könnte, dass die Straße begradigt wird.
    Dann läge der Dom in der Sichtachse der ganzen Gasse, die (wie bei Ingenhoven sehr schön gedacht) durch die Markthalle führen könnte.


    Von der Markthalle aus, durch die neue Sporergasse auf den Dom zu blicken, stelle ich mir ziemlich klasse vor.
    http://www.bilderbuch-koeln.de…_sporergasse_gesehen_5109


    Möglicherweise wird auch der Karl Küpper Platz verlegt und rückt dann in die Nähe der Sporergasse (Idee von Schilling Architekten)
    Sozusagen als kleiner Platz vor der Markthalle.
    Das wäre auch sehr schön.


    Hört sich alles erstmal gut an, aber warten wir es ab.
    Das Senatshotel bleibt auf jeden Fall stehen und das ist eine gute Nachricht.
    Wer noch mal wissen möchte warum, der kann sich diesen Beitrag ansehen:


    https://www1.wdr.de/fernsehen/…hitektur-in-koeln100.html


    (Die anderen Beiträge sind auch sehenswert)

  • Die Hiszorische Mitte soll etwa 100 Millionen kosten. Am Donnerstag sollen die Planungen vorgestellt werden


    Update KstA, das neue Fassaden-Foto erinnert eher ein wenig an das Gerling Areal....


    2027 :-) 115 Mio. in Köln kann man das ja bekanntlich nicht so erst nehmen, weder in Zeit noch Kosten. :lach:


    Nachtrag: In der Kölnischen Rundschau ist dazu noch eine 7 Bilderstrecke.

  • visualisierungen

    man muss ja immer vorsichtig sein, bei visualisierungen, aber das sieht von allen seiten wirklich gut aus, auch wenn mich ein loch vor einem museum auf einem platz jetzt nicht vom hocker reisst, aber die fassaden sehen vom hackenberg-platz vom roncalli-platz und vom-hof wirklich sehr gut aus.

  • Die leicht geschwungenen Lamellen am Stadtmuseum lassen den Bau zumindestens schon mal nicht mehr ganz so dunkel erscheinen wie beim ersten Entwurf. Die vorgegaugelte Transparenz wird aber höchstens im Dämmerlicht und an allgemein dunklen Tagen zum Vorschein kommen. Im hellen Tageslicht wird das von der hellen Fassade reflektierte Licht jedes Licht aus dem Inneren überstrahlen und so dass ganze Gebäude als grau-weißer Cube erscheinen.


    Ich bin mal gespannt, was man sich da überhaupt als Fassadenmaterial bei den Lamellen vorstellt. Naturstein wird sich kaum so verarbeiten lassen. Kunstoff und Metall mag so hell vielleicht kurzfristig schön aussehen, altert aber schnell.
    Vielleicht sollen das aber auch Elemente aus speziellem Glas/Glaskeramik sein. So etwas ist aber garantiert in der Größe nicht günstig zu produzieren, da besteht dann also die Gefahr von hohen "überraschenden" Kostensteigerungen - oder dass man nach Baubeginn zur Kostensenkung kurzfristig wieder doch auf eine Billigvariante zurückgreift und man so doch wieder einen Bunker bekommt.


    Aber es sind ja noch 10 Jahre hin, eigentlich Zeit genug für Detailplanungen und Materialerprobung...

  • Domhotel

    Zum Thema Domhotel bin ich im Express doch über einen wie ich finde positiven Satz gestolpert und bin mal gespannt, was das optisch heißen mag....


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    Mod: Gelöscht, bitte kein copy & paste aus der Presse.
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  • Maik66


    Da wäre ich nicht so optimistisch. Ich denke, die letzten Entwürfe sind noch aktuell. Auch im Artikel von Koeln.de steht:


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    Mod: Gelöscht, bitte kein copy & paste aus der Presse.
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    PS: Eine Aufwertung gab es bereits, die Schließung des „Colonia-Fashion“ Ladens am Wallrafplatz. :D