Bahnhofsviertel: Sanierung, Um- und Neubau

  • Weserstraße 31-33, Twenty7even (Niddastraße 27)

    Die Front der Weserstraße 31-33 ist nun frei von Gerüsten. Zur Feier des Tages ein ansehnliches Stück vom Straßenzug:



    Die Arbeiten an der Fassade haben sich gelohnt:



    Im hinteren Bereich und im Inneren wird noch kräftig gearbeitet. Gröber geht es noch an der Ecke Niddastraße / Weserstraße zu, wo der Abbruch noch läuft. Nachfolgend ein Bild mit raschem Blick auch auf ein wenig unter die Erde. Fundament und Keller bleiben möglicherweise stehen:



    Bilder: epizentrum

  • Twenty7even Niddastraße/Weserstraße

    epizentrum : Da waren wir mal wieder fast zur gleichen Zeit am gleichen Ort.


    Hier nochmal die Ecke Niddastraße Weserstraße aus der östlichen Niddastrasse gesehen.



    Bild von mir

  • Wohnbauprojekt "Twenty7even", Niddastr. 27

    Gestern konnte ich im Showroom von "formart" einen Blick auf das Modell werfen:




    Desweiteren war zu erfahren, daß die Wohnungen zum Innenhof teurer sind als die zur Strasse hin. Meine Vermutung, dass dies auf Lärmgründe zurückzuführen sein wird, wurde bestätigt.

  • Kaiserpassage

    Im Moment überschlagen sich einige Presseberichte, in dem die Rede von einem Umbau der Kaiserpassage ist. Inwieweit die Pläne fortgeschritten sind ist unklar bzw. nicht ersichtlich. Ebenso was genau und in welchem Umfang die entsprechende Immobilie verändert wird. Wie hier im Forum bereits anfang des Jahres gepostet, gab es bei der Stadt eine Bauvoranfrage bzw. eine Bauberatung. Laut Journal Frankfurt ist nun insbesondere die Rede davon das hier ein Supermarkt (Kein Discounter) vorgesehen wäre :cool:.


    Momentan sind dort einige Orientalische Läden die nun auch Ihre Angst bezüglich der Ankündigung äußern. Einige Mietverträge sind lt. Pressebericht bereits gekündigt und es schaut nun so aus das man hier demnächst Tatsachen zeigen wird. Es könnte wirklich spannend werden was sich hier ankündigt. Von außen her ist ein größerer Leerstand unübersehbar. Bleibt nur zu hoffen das die Fassade des gebäudes ebenfalls aufgewertet wird. Ein Teil des gebäudes wird derzeit von einem Hotel belegt.


    Hier die entsprechenden Presseberichte.


    Journal Frankfurt vom 15.10.15 "Zukunft der Kaiserpassage - Zwischen Furcht und Vorfreude"


    Frankfurter Rundschau vom 07.10.15 "Ungewisse Zukunft"

  • Twenty7even (Niddastraße 27), Weserstraße 31-33

    Der Bestand bei Twenty7even (Baustellenfotos, Modellfotos, Karte) ist bis auf die Tiefgarage abgerissen. Der Neubauentwurf sieht echt gut aus, bin schon gespannt auf die Umsetzung!



    Apropos gutaussehend: Weserstraße 31-33 (Karte) ist bald vollendet und vor allem das neue Dach, aber auch die gereinigte Fassade und die neuen Fenster geben dem Doppelgebäude ein ganz neues Aussehen. Ein Panorama davon hat epizentrum weiter oben gepostet. Vorher sah es so aus (06/2012)...



    ...heute so.




    -Bilder von mir-

  • ^ Weserstr. 31-33: Im Vergleich zum Vorzustand eine klare Verbesserung. Etwas merkwürdig sehen allerdings die "verstümmelte" Brandwand am Dachüberstand und die glänzenden Regenfallrohre an den Gauben aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Hausmeister () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Stadt kauft Gutleutstraße 8-12 - kulturelle Nutzung bleibt

    Bis auf weiteres wird das wohl kein Projekt (aber doch an dieser Stelle, weil hier schon angesprochen). Denn die Stadt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Gutleutstraße 8-12 nun dem Land Hessen abgekauft und stellt es dauerhaft Verein "basis" zur Verfügung. Dieser wiederum vermietet dort Künsterateliers. Die an dieser Stelle erwähnte mögliche Sanierung, der schon in der Nachbarschaft tätige Claus Wisser soll interessiert gewesen sein, gibt es also nicht. Damit wird auch das verstümmelte Dach des 1907 erbauten und zunächst als Hotel genutzten neobarocken Gebäudes ("Hotel Silvana") noch lange erhalten bleiben. Die heutige Pressemitteilung der Stadt:


    [INDENT]Die Kreativwirtschaft wird weiterhin einen festen Platz mitten im Herzen Frankfurts haben. Dort gehört sie auch hin“, freut sich Hessens Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland. Zusammen mit Frankfurts Bürgermeister Olaf Cunitz und Kultur- und Wissenschaftsdezernent Felix Semmelroth kann sie am Freitag, 22. Januar, den geplanten Verkauf des landeseigenen Gebäudes in der Frankfurter Gutleutstraße 8-12 an die Stadt verkünden. Nach dem Kabinettsbeschluss der Landesregierung in dieser Woche hat ihm auch der Magistrat der Stadt Frankfurt zugestimmt. Der Kaufpreis beträgt 4,7 Millionen Euro.


    Das unter Denkmalschutz stehende Haus aus dem Jahr 1907 ist seit 2007 an den Verein Basis vermietet. Er bietet dort ein Förderprogramm für junge Künstler und Kreative an, das auch von der Stadt Frankfurt gefördert wird. Der Kaufvertrag sieht eine zehnjährige Zweckbindung für die Kreativwirtschaft vor. Die Stadt beabsichtigt in diesem Sinne, die Nutzung durch Basis fortzuführen.


    „Auf dieser sicheren Grundlage lässt es sich sicherlich nun noch kreativer arbeiten. Das ist ein wichtiges Signal nicht nur für den Verein, der tolle Arbeit leistet. Es ist auch ein klares Bekenntnis zum Kulturstandort Frankfurt. Landes- und Stadtregierung entwickeln ihn gemeinsam weiter. Uns ist es wichtig, mit diesem Verkauf die Kreativwirtschaft nachhaltig zu fördern. Ich bin mir sicher, dass in der Gutleutstraße zwischen Oper, Bankentürmen und dem Bahnhofsviertel viele frische Ideen entstehen werden“, so Weyland.


    „Durch den Ankauf des Atelierhauses können wir den Verbleib von Basis an dieser Stelle sichern“, freut sich Bürgermeister Olaf Cunitz. „Das ist deshalb sehr wichtig, da die Kreativszene nicht nur ein fester Bestandteil des Bahnhofsviertels ist, sondern auch einen sehr positiven Einfluss auf das unmittelbare Umfeld ausstrahlt. Damit wird der Einsatz unserer Förderprogramme flankiert, mit denen wir im vergangenen Jahrzehnt im Frankfurter Bahnhofsviertel zusätzlichen Wohnraum ermöglicht, den öffentlichen Raum attraktiver gestaltet und das früher in weiten Teilen durch Leerstand geprägte Quartier deutlich stabilisiert haben. Mit dem Erwerb setzen wir auch ein Zeichen gegen drohende Verdrängungsprozesse im Bahnhofsviertel.“


    Auch Kulturdezernent Felix Semmelroth zeigt sich begeistert: „Der Erwerb des Gebäudes erhöht die innovative Strahlkraft des Kulturstandorts Frankfurt. Das Projekt zeigt, wie erfolgreich ein integrativer Ansatz von Kultur- und Kreativwirtschaft ist und gleichzeitig das Bahnhofsviertel belebt und aufwertet. Die jungen Künstler aus dem freien und angewandten Bereich, die im Rahmen der Produktions- und Ausstellungsplattform Basis arbeiten, befinden sich in einer Professionalisierungsphase und sind hervorragende Repräsentanten der jungen Kreativszene.“


    Die beiden Künstlerischen Leiter vom Verein Basis, Felix Ruhöfer und Jakob Sturm, ergänzen: „Wir freuen uns sehr, die Arbeit des Vereins an diesem zentralen und etablierten Standort mit einer langfristigen Perspektive fortsetzen zu können. Die nun erreichte Lösung verstehen wir als bedeutsames und nachhaltiges Signal gegenüber dem innovativen Modell der Förderung kreativer Inhalte, wie sie Basis entwickelt. Die erfolgreiche Arbeit und deren Fortsetzung werden dadurch sichergestellt. Ganz herzlich möchten wir uns bei Olaf Cunitz, Bernadette Weyland, Felix Semmelroth und allen, die sich zugunsten eines Verbleibs an dem Standort Gutleutstraße eingesetzt haben, bedanken.“


    Die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Hessischen Landtags wie der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung steht noch aus und soll bis Ende Februar eingeholt sein.[/INDENT]


    Foto von März 2013:



    Bild: epizentrum (mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia)

  • Mainluststraße 13 + 15

    Zwei Umbauprojekte gibt es Seite an Seite in der Mainluststraße zu bewundern. Beide waren bis dato als Bürogebäude genutzt und werden nun zu Wohnhäusern umgebaut bzw. die Nummer 13 auch erweitert. Beide sind denkmalgeschützt.


    Die Mainluststraße 13 (Karte) ist von 1899 und hat eine neogotische Fassade, die hier mit Stand von 2013 noch gerüstfrei zu bewundern ist. Heute:



    Neuerdings hört das Gebäude auf den Namen "you and main" und wird kernsaniert und erweitert. Den Umbauentwurf lieferte das Kasseler Büro Westermann Architekten. Investorin ist eine Objektgesellschaft aus Eschborn. Das online verfügbare Bauschild beschreibt das Vorhaben wie folgt:


    Zitat

    Nutzungsänderung von Büro ab Erdgeschoss in 13 Wohneinheiten mit Rückbau des Daches und Neuerrichtung mit einem Geschoss und einem Staffelgeschoss zu Wohnzwecken, Errichtung einer Balkonanlage, Fassadenänderung durch Einbau von Loggien an einem Wohn- und Bürogebäude


    Der Vermarktungs-Website sind Visualisierungen, Grundrisse und weitere Daten der 13 bis zu 146 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen zu entnehmen. Bis auf eine, die nur reserviert ist, haben alle Wohnungen bereits Abnehmer gefunden. Die Hälfte der Wohnungen liegt komplett im Innenhof zum höher bebauten DVAG-Block an der Windmühlstraße 14 / Wilhelm-Leuschner-Straße / Gutleutstraße. Dort dürfte man nicht ganz so "hell" und "im Licht" wohnen, wie es die Website verspricht.


    Das Gebäude nebenan, die Mainluststraße 15 (Karte), hat wohl noch keinen Vermarktungsnamen. Die Neobarockfassade des Baus von 1888 kann man ohne mit der Wimper zu zucken als opulent bezeichnen:



    Bilder: epizentrum


    Bauherr ist Claus Wisser, der in der Nachbarschaft schon einiges auf die Beine gestellt hat. Der Entwurf stammt vom Frankfurter Büro P-ZWO GmbH (hier: Sandra Wieting). Auch hierzu kann man lobenswerterweise das Bauschild online abrufen. Die Vorhabenbeschreibung:


    Zitat

    Nutzungsänderung von Büro in Wohnen EG-DG und Büro in Laden in Teilen des EG mit baulichen Änderungen, Vergrößerung der Gauben + Anbau von Balkonen und Fassadenänderung [epi: vermutlich die Hofseite]

  • Kaiserstraße 36, Twenty7even (Niddastraße 27)

    Ein weiteres Prunkstück wird saniert, eventuell auch umgebaut. Es handelt sich um die ebenfalls denkmalgeschützte Kaiserstraße 36 (Bild von 2013), in der seit Jahrzehnten Eis Fontanella jung und alt mit Kaltem und Heißem glücklich macht. Vielleicht finden sich Details zum Bauvorhaben; die Arbeiten sind jedenfalls in vollem Gang:



    Der Rohbau des Twenty7even ist bereits in Arbeit. Man setzt ihn einfach auf das Fundament und die Tiefgarage des Vorgängers:



    Bilder: epizentrum

  • Windmühlstraße 14 (DVAG)

    Zum Projekt: Infobeitrag, Karte. Die im Inneren begonnene Modernisierung des fast blockumfassenden Gebäudekomplexes ist nun auch außen sichtbar. Der Gehweg zwischen Windmühl- und Mainluststraße entlang der Wilhelm-Leuschner-Straße ist auf der Nordseite gesperrt:



    Bild: epizentrum

  • Im vorherigen Beitrag hat epizentrum über den Beginn der Bauarbeiten geschrieben, heute berichtet die FAZ von diesem Projekt (auf Papier). Der Entwurf stamme aus dem Büro Meyer Schmitz-Morkramer. Bis zu 600 Arbeiter seien zugleich beim Umbau tätig.


    Auf der einzigen bisher auffindbaren Visualisierung fällt ein nun offen gestaltetes Foyer an der Wilhelm-Leuschner-Straße auf, der künftige Haupteingang. Ansonsten scheint die Fassade des von Novotny Mähner und Partner geplanten und 1993 fertig gestellten Komplexes zumindest teilweise erhalten zu bleiben.



    Bild: DVAG / MSM Meyer Schmitz-Morkramer


    Interessant ist noch, dass der FAZ zufolge noch nicht entschieden ist, was aus dem bisherigen Stammsitz Münchener Straße 1 (Foto) wird. Das steht in gewissem Widerspruch zur Pressemitteilung der DVAG von März 2015. Dort ist noch davon die Rede, dass der Erwerb an der Windmühlstraße die Sanierung des Gründungsstandortes möglich mache, der mittelfristig erhalten und ausgebaut werde. Nun erscheint es zumindest möglich, dass die DVAG die Münchener Straße 1 aufgibt und sich auch langfristig auf den neuen Sitz beschränkt.

  • ^ Anscheinend wird der postmoderne Touch, den das Gebäude bis dato hat, mit der Sanierung verschwinden. Die Profile in RMV-Türkis entfallen wohl nicht nur im Sockelbereich, der gleich neue, transparente Glasscheiben bekommt, sondern auch an den oberen Etagen. Das wird die Fassade ein wenig zeitloser, aber auch langweiliger machen.


    Ob es größere Änderungen an der sehr exponierten Münchener Straße 1 geben wird, ist eine wirklich spannende Frage. Der jetzige Bau ist in meinen Augen schlicht eine städtebauliche Sünde. Musste ihm nicht ein halbwegs erhaltener Altbau weichen? Die letzte Sanierung des Neubaus war 2009 (Beitrag) und betraf vor allem den Sockelbereich.