Bahnhofsviertel: Sanierung, Um- und Neubau

  • Kaiserstraße 50

    Für die Akten. Der Sockel des Hauses Kaiserstraße 50, den ich zuletzt an dieser Stelle zeigte, ist jetzt fertig verkleidet und von beiden Mietern weiter in Beschlag genommen:



    Insgesamt sah die Gebäudefront damit gestern aus, wie auf der Briefmarke unten (klicken für größere Version). Zum Vergleich, siehe Schmittchens Beitrag von April 2012.



    Bilder: epizentrum

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  • Hauptsache Naturstein (oder etwas das danach aussieht) dran geklatscht
    – das Allheilmittel zur Stilrettung, da wird ein Architekt eben überflüssig!? ;)


    Obwohl, vielleicht hätte man zumindest versuchen sollen ein Steinimmitat zu wählen
    das in seiner Farbigkeit mit Rest des Gebäudes harmoniert, aber was weiß ich schon...

    2 Mal editiert, zuletzt von sweet_meat () aus folgendem Grund: Vertipper

  • ^ In der Tat lieblos, immerhin passend zum 1. OG. Laut planAS steht die Kaiserstraße 50 - so, wie alle Nachbarn und überhaupt ein großer Teil der Kaiserstraße - übrigens unter Denkmalschutz. Wie sich der Status und der Umbau damit vertragen, ist mir schleierhaft.


    Jüngere Beispiele für gelungene Annäherungen an den historischen Stand finden sich in der Kaiserstraße genug. Ein paar habe ich nachfolgend dokumentiert (ohne Entzerrung, sorry) - Kaiserstraße 70 (zu Kaiser-Friedrich-Haus), 72, 74 (hoffentlich - ist gerade im Bau), 77 und 67-69:




    Bilder: epizentrum

  • Vielleicht kann mich ja irgendwer belehren, aber anbetrachts der Tatsache, dass in Deutschland jedes Plumpsklo neben dem Gartenhaus über das Bauamt laufen muss, hätte das beim Genehmigungsprozess nicht irgendwem auffallen müssen? Die ganzen Satzungen, die derweil für irgendwelche Quartiere gelten, werden im Hochbauamt wohl auch hauptsächlich geknüllt zum Fußballspielen auf dem Gang genutzt...

  • Kaiserstraße 50

    So ganz kann ich die Fundamental Kritik hier nicht nachvollziehen.
    Ich finde sowohl Materialauswahl als auch den durchgehenden Wetterschutz als gelungen.
    Woran macht ihr eure Kritik fest? Da fallen mir zuerst die Fenster über dem Kaiser-Grill ein (bin mir nicht sicht wa dahinter ist, besonder das Fenster über dem Hauseingang gibt mir Rätsel auf).
    Aber da die Fenster vorher schon vorhanden waren, gibt es wohl kaum eine Handhabe dagegen.

  • Die Fenster waren schon da und sind das in Frankfurt sehr oft verwendete und sogenannte "Bobelage", auf deutsch Zwischengeschoß, was als Lagermöglichkeit über den Geschäftsräumen dient und kein Vollgeschoß ist. Ursprünglich war das auch über dem linken Geschäftslokal, allerdings original mit komplett durchgehenden Fenstern.

  • Das ist so ein Fall wo man darauf hinweisen möchte, dass Waschbeton schließlich auch eine Natursteinoberfläche ("mineralisch gebundene, verkieselte Sandstein Mikrolithe") ist.


    Naturstein alleine macht's halt nicht. Es gibt Gebäude, da wäre diese Fassade ein echter Gewinn, aber bei diesem Haus, dessen (vorsicht, schiefe Metapher) historische Wurzeln am Dach zu sehen sind, hebt es selbst mir den Magen.


    Bei Dächern in engen Straßen bin ich recht tolerant, aber das ist Ansichtsebene, Augenhöhe, das muss jeder ansehen, der da vorbei will.:nono:

  • Hinter den Fenstern des Zwischengeschosses des Kaiser-Grills befindet sich ein zusätzlicher Gastraum, der über die Treppe im Laden erreichbar ist. Keine allzu große Deckenhöhe, aber doch recht gemütlich. Leider mit etwas wackeligen Stühlen versehen ;)

  • Sockelsanierung Bahnhofsviertel

    Nun sind beide Ladenflächen im Erdgeschoss geräumt und die Sanierung läuft auf beiden Seiten des Einganges der Kaiserstraße 74. Hoffentlich wird hier auf die Gesamterscheinung des Hauses mehr Rücksicht genommen als in der Kaiserstraße 50 :nono:



    http://www.abload.de/img/kaiserstrae74svruh.jpg" style="float:left; width:auto; margin-right:10px; margin-bottom:10px;" alt="" />

  • ^ Ja, anscheinend nimmt man Rücksicht, wie der Werbebanner der Firma Wolfertz bereits andeutete. Der linke Sockelteil erhält gerade eine Einfassung aus zweifarbig gelbem Naturstein:



    Bild: epizentrum

  • Weserstraße 14

    Vorhin kam ich an der sanierten und für Eigentumswohnungen aufgeteilten Weserstraße 14 vorbei. Den Sockel hatte man bei der Sanierung einigermaßen verhunzt, wie wir aus den letzten Updates (hier und dort). Inzwischen sind die Handwerker verschwunden, die neuen Eigentümer bzw. ihre Mieter eingezogen (wohl auch im Hinterhaus), der Sockel hat einen Anstrich erhalten, es gibt ein neues Gittertor, und zwei neue Läden:



    Bild: epizentrum

  • k.58 (Kaiserstraße 58); Brunnen Jürgen-Ponto-Platz

    Heute mal aktuelle Bilder von k.58, hier die letzten bebilderten Beiträge dazu. Der markante Erker hat – bis auf im obersten Geschoss – seine Fenster erhalten.




    Und auch die Fassadengestaltung zur Kaiserstraße hin ist weiter fortgeschritten. Bisher macht das Gebäude auf mich einen sehr überzeugenenden Eindruck: Schöne Holzfenster, ansprechende Verkleidung in Riffeloptik und gelungende Proportion, inklusive Dach.



    Der 1980 eingeweihte Brunnen auf dem Jürgen-Ponto-Platz zu Füßen des Silver Towers (Quelle) wurde in den letzten Monaten saniert und ist jetzt teilweise wieder ausgerüstet. Hier zunächst die 9m hohe, mit verschiedenen Mosaiken verzierte Kaskade. Der vorherige Zustand kann hier und da bewundert werden. Wenn das Wasser wieder läuft, versuche ich mal eine Aufnahme ohne störendes Gegenlicht hinzukriegen. Der Brunnen hat auf der Rückseite sogar eine Tür.



    Vorher hat mir das Kunstwerk nicht übermäßig gefallen, doch ich muss sagen, dass die aufwändige Sanierung da wirklich viel rausgeholt hat, das ganze wirkt jetzt wesentlich ansprechender, vor allem wenn die frisch polierten Mosaike in der Sonne glitzern. Das kommt hier auf den Bildern leider nicht wirklich rüber.



    Noch hermetisch abgeriegelt ist der zum Ensemble gehörende kreisförmige, flache Brunnen ein paar Meter weiter, der immerhin 16m Durchmesser hat. Durch leichtes strecken konnte ich aber einen „Blindschuss“ mit der Kamera machen :)



    Und RMA kann geholfen werden: Er hat – völlig zurecht – die lästigen Bauzäune moniert, die hier noch zu sehen sind. Jetzt sind sie weg. Et voilà, gleich ist die Aussicht besser! Und das ist in der Tat eine interessante Perspektive, die epi da gepostet hat. Im Grunde bisher die einzige (mir bekannte), wo der Wohnturm des Taunustorprojekts völlig zur Geltung kommt. Sonst wird er immer im wahrsten Sinne von seinem großen Bruder oder den benachbarten Hochhäusern in den Schatten gestellt.



    -Bild von mir-

  • Unglaublich, die Zäune standen da tatsächlich seit mehr als einem Jahr, da kann man ja paranoid werden. Die k.58 sieht in der Realität erheblich wertiger aus als auf dem Rendering, das vor allem die Proportionen falsch vermittelte. Auch der verwendete Sandstein passt gut ins Viertel, und die Riffeloptik lässt das Ganze gleich viel filigraner wirken. Schade nur weiterhin um das Dach, da hätte z. B. eine Tonne anstatt einer flachen Neigung ganz anders gewirkt.

  • Kaiserstraße 74

    Die Hoffnung auf eine angemessene Renovierung der Hausnummer 74 scheint sich (zumindest vorerst) nicht zu erfüllen:
    Nachdem in den vergangen Tagen Bauarbeiten zu beobachten waren (wenn auch ohne größeres Gerät) sind die Scheiben von ihren Abklebungen befreit worden. Doch leider sind neue "Euroshop" Aufkleber angebracht worden. Hier scheint ein neuer 1-Euro-Laden einzuziehen.

  • k.58, J.-Ponto-Platz (Brunnen), Kaiserstraße 55

    Am k.58 wachsen die Steinplatten weiter die Wände hoch. Außerdem kamen die Brüstungsgitter:



    Detail:



    An der denkmalgeschützten Kaiserstraße 55 besteht die Hoffnung auf eine weitere Folge der beliebten Reihe Annäherung der Sockelfassaden an ihre historischen Vorbilder. Im März sah das Gebäude so aus, heute der Sockel wie folgt:



    Bilder: epizentrum


    Der große Wasserteller auf dem Jürgen-Ponto-Platz ist jetzt fürs Publikum (= Bahner, Bänker und Straßenstrich - je nach Uhrzeit) freigegeben, wenngleich noch unnass. Hier gibt es ein Bild aus der Nähe mit der Wasserwand im Hintergrund.

  • Elbestraße 18 / Münchener Straße 28

    An der Ecke Elbestraße 18 / Münchener Straße 28 (Karte) steht ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus, von dem 2011 hier im Strang schon einmal die Rede war. Die Wikipedia-Denkmalliste zum Bahnhofsviertel zeigt das folgende Bild von März 2013: (Klicken für Seite mit größerer Auflösung)



    Bild: epizentrum unter der Creative-Common-Lizenz (CC-BY-SA 3.0)


    Seit heute wird ein Gerüst aufgebaut:



    Bild: epizentrum


    Laut Bauschild hat der Bauherr und Entwurfsverfasser Ralf Teschauer (Projektliste) folgendes vor:


    Zitat

    Erweiterung der Schank- und Speisegaststätte im Erdgeschoss, Nutzungsänderung von Kellerräume in Nebenräume für die Gastronomie, Rückbau und Neubau der Treppe Erdgeschoss - 5. Obergeschoss, Einbau eines Personenaufzuges, Ausbau des Spitzbodens zur Wohnraumerweiterung 5. Obergeschoss, Einbau von 9 Gauben sowie Errichtung von 2 Dachterrassen in dem Wohn- und Geschäftshaus


    Das Projekt ist auf seiner Projektliste aufgeführt, Renderings allerdings keine. Damit auf einer zweiten Ebene im Dach Wohnraum mit neun zusätzlichen Gauben und zwei Dachterrassen entstehen, wird das Dach sicherlich - trotz Denkmalschutzes - erhöht werden müssen. Wiederum wegen des Denkmalschutzes ist von einer Fassadensanierung im Sinn einer Wiederherstellung des Schmuckwerks auszugehen. Vielleicht installiert die Goldene Schere dann auch endlich anständige Schritzüge statt der flatternden Werbebanner.

  • k.58

    Das Dach des k.58 (Kaiserstraße 58) ist so hoch, dass es wie ein Haus auf dem Haus wirkt. Hier ein Blick von oben:



    Bild: epizentrum


    Die Gerüste an der Kaiserstraße 55 und der Elbestraße 18 / Münchener Straße 28 - beide, siehe weiter oben - reichen inzwischen jeweils bis ans Dach.

  • Die noch nie gezeigte Rückseite dieses Gebäudes, am vorvergangenen Samstag (durch eine Scheibe) vom Wolkenkratzer Westendstraße 1 fotografiert:



    In der weiteren baulichen Umgebung:



    Bilder: Schmittchen