Bahnhofsviertel: Sanierung, Um- und Neubau

  • Weserstraße 14

    Ebenfalls in der Weserstraße befindet sich das helle Jugendstil-Juwel, dessen Renovierung sich die letzten Jahre dahinschleppte. Hoffnung keimte im Februar bezüglich der Erdgeschossgestaltung auf, die vor der Renovierung vor allem schlicht verunstaltend und müllig war. Dann kamen allerdings Schaufenster mit diesen Rahmen hier (von thomasfras' letztem Foto-Update):



    Bild: thomasfra


    Wer glaubt, das sei nicht zu toppen, irrt. Vorhin beim Vorbeigehen habe ich meinen Augen nicht getraut:



    Auch ein Anstrich kann aus den Aluprofilen keine Wertigkeit zaubern. Im Gegenteil wird in wenigen Jahren die Farbe abbröseln und noch schrottiger ausschauen. Und, nicht nur, dass die Gestaltung, hm, Stilunsicherheit zeigt, die gelben Läden sind Nachbildungen von Holz-Rolläden (ich glaube, aus Aluminium). Hier nur zur Erinnerung, welche Architektursprache sich darüber befindet:



    Bilder: epizentrum

  • Mainluststraße 17

    Sonst eher in der Elbestraße üblich, fallen in der Mainluststraße die Hüllen:



    Im Kontext:



    Jetzt kann man auch die gestuften Abschlüsse der Staffelgeschosse gut erkennen. Leider sind sie nicht (teuer) gemauert, sondern einfach aus Blechen gefertigt. Aber urteilt selbst:



    Bilder: epizentrum


    In jedem Fall ein besserer, weil "gestalteter", Abschluss als bei den allermeisten neugebauten Flachdächern. Auch die ungewöhnliche Farbgebung ist stimmig. Die Metallbrüstungen tragen ebenfalls zur Wertigkeit bei.

  • Kaiserstraße 50

    Gestern habe ich ein neues Foto gemacht:





    Den neuen Bauschild mit einem kaiserlichen Stuhl (s. 05.06.2012 15:03) hätte ich beinahe ebenso fotografiert. Den Aufwand hätte man auf die Fassadengestaltung lenken sollen - wieso darf der Schild Dekor haben und die Fassade (von den meisten der Straße abweichend) nicht?

  • Kaiserstraße 58

    Hier geht es jetzt endlich voran, ein Foto aus der Elbestraße. Man setzt die Wände für die erste Etage. Schön zu sehen die Rückseiten der Nachbargebäude in der Kaiserstraße - nur vom Feinsten!



    Bild: thomasfra

  • Elbestraße 52 / Niddastraße 35

    Eine Neuentdeckung an der Ecke Elbestraße / Niddastraße, gleich gegenüber Eros Center 55, Leierkasten und wie sie nicht alle heißen. Siehe Karte. Der Prachtbau dürfte aus dem beginnenden 20. Jahrhundert stammen und ist reich und schwungvoll verziert. Leider fehlt ihm das ursprüngliche Dach. Stattdessen hat er ein Staffelgeschoss, das für sich genommen gar nicht verkehrt ist, nur eben nicht auf solch ein Gebäude gehört:



    (Klicken für große Version)


    Zur größeren Version des Werbebanners geht es hier entlang. Zur Niddastraße hin gibt es einen großen Giebel, und die Gebäuderückseite zeigt Backstein:



    Die Rückseite:



    Das Bauschild informiert darüber, dass hier 29 Wohnungen entstehen (bzw. lt. Banner 30):


    Herstellen von 2 Büro- und Gewerbeeinheit im Souterrain, innere Umbauten im Erdgeschoss, Nutzungsänderung von Büroeinheiten in 29 Wohnungen im 1. - 4. Obergeschoss, Anbringen eines Balkons im 4. Obergeschoss und Herstellen von 2 Dachterrassen und 3 Stellplätzen.


    Bauherr ist Jürgen Zoubek beziehungsweise seine Zoubek Group aus Maintal (Website). Der Entwurf stammt vom Architektenkontor Faller & Krück (Website), die in Frankfurt unter anderem für den Umbau des Hauses an der Hanauer Landstraße zum Hotel Goldman 25h verantwortlich waren. Auf der Satellitenkarte sieht man übrigens gut, wie sich der Widerspruch des Längenunterschieds zwischen der Gebäuderückseite und der Elbstraßenfront löst: Die südliche Stirnseite verläuft schräg. Es scheint fast, als zerquetsche sie das Nachbarhaus Elbestraße 50.

  • k58 (Kaiserstraße 58)

    Die Samstagsausgabe der FAZ und Thomas Daily berichten, die Drogerie-Kette Rossmann habe das 1.000 qm große Ladengeschäft des Neubaus an der Kaiserstraße 58 angemietet.


    Die FAZ hat in Erfahrung bringen können, dass die Wohnungen in etwa einem Jahr ("Sommer 2013") bezugsfertig würden und bereits zur Hälfte verkauft seien - "zum Teil" an Kapitalanleger. Aufgrund der städtischen Förderung lägen die Mieten für 13 Wohnungen bei 12,50 Euro / qm. Das entspricht dem Mietspiegel.

  • Turm der Weißfrauen-Diakoniekirche

    Die Struktur des Turms ist seit einiger Zeit saniert, die weitere Gestaltung steht aber noch aus. Bekanntlich werden die früher vorhandenen Maßwerksfüllungen aus Metall nicht rekonstruiert.


    Das Stadtplanungsamt und das Diakonische Werk haben zwischenzeitlich einen Wettbewerb namens "Kunst am Turm" ausgerichtet. Details wie Teilnehmer und Besetzung des Preisgerichts sind hier nachzulesen. Den Wettbewerb hat die Frankfurter Künsterin Andrea Büttner (Web) gewonnen, wie sich aus einer =9758838"]Pressemitteilung der Stadt ergibt. Auszug:


    [INDENT]Die vorgeschlagenen vier unabhängigen Veränderungen des Turms verbinden den religiösen Ort mit der kulturellen Arbeit in der Kirche und dem Wirken des Weser5 Diakoniezentrums.


    Durch ein Gitter aus Lärchenholz werden die Öffnungen des Turmes gefüllt und gleichzeitig in ihrer Durchlässigkeit erhalten. Auf der dritten Ebene ist die Einrichtung eines nutzbaren Turmzimmers vorgesehen, das sich farblich von der Gitterstruktur absetzt. Das Gitter selbst wird durch drei abstrakte Bronzeformen dekoriert. Eine seitlich am Turm installierte Markise dient nicht nur als gedachte Stütze des Turms sondern auch als Baldachin für die Passanten und die Besucher des Tagestreffs.


    Der Wettbewerb wurde vom Stadtplanungsamt zusammen mit dem Diakonischen Werk für Frankfurt am Main im Rahmen des Programms Stadtumbau im Bahnhofsviertel durchgeführt. Insgesamt wurden vier Arbeiten zur künstlerischen Gestaltung des Turms eingereicht, die ab der Langen Nacht im Bahnhofsviertel am 16. August für den Zeitraum von zwei Wochen in der Weißfrauen Diakoniekirche ausgestellt werden.


    Die bauliche Umsetzung der Arbeit von Andrea Büttner ist für 2013 aus Mitteln des Programms Stadtumbau und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung geplant.[/INDENT]

  • Mainluststraße 17

    Letzter Beitrag, hier.


    Dafür gibt es rote Fensterrahmen. Die fehlen auch auf dem Rendering des Banners.


    Von den roten Fenstern dürfen wir uns bald verabschieden. Das ist nur eine Schutzfolie, die sich an manchen Ecken schon ablöst. Heute (glücklicherweise) gesehen im vorbeifahren.

  • Mainluststraße 17

    ^ In der Tat:



    Die vor den Fenstern herunterhängenden Kabel dürften der Rolladensteuerung dienen. Man beachte auch die Dicke der Dämmung. Die Ladenzeile ist weiter in Arbeit. Hier kleben die roten Schutzstreifen noch am Fensterrahmen, und die ersten Vordachstützen sind montiert:



    Bilder: epizentrum


    Ohne die roten Farbtupfer sieht das Gebäude jetzt ein wenig gediegener, allerdings auch konventioneller aus.

  • k.58 (Kaiserstraße 58)

    k.58 wächst. Hier der Blick durch die Elbestraße:



    Schwer zu erkennen, aber das hier ist der Beginn der Eckturms. Genauer handelt es sich um einen Erker, da er auf einer Konsole über dem 1. Obergeschoss fußt. Oben sieht man die Schalung für eine weitere Stütze:



    Bilder: epizentrum

  • Taunusstraße 27 / Ecke Elbestraße

    Das Gebäude an der Taunusstraße 27 (Ecke Elbestraße, siehe Karte) erhält gerade ein Gerüst. Unklar ist, ob am Dach oder an der Fassade gearbeitet werden soll. Ein Bauschild konnte ich noch nicht ausfindig machen. Das Haus selbst dürfte ein Gründerzeitler sein, den man in den letzten 30 Jahren durch Fensterverkleinerung, Vorhängen fürchterlicher Fassadenplatten und Nutzung als Sexmultistätte schwer misshandelt hat:



    Bild: epizentrum


    Ich bleibe am Ball.

  • Die Taunusstraße 27 ist doch ein Laufhaus. Da ist wohl kaum irgendetwas mit Anspruch zu erwarten. Zumal diese Häuser meist eh schon vor langem praktisch entkernt worden sind.

  • Epizentrum hat weiter oben (Beitrag 466) bereits über die Sanierung eines weiteren Gründerzeitlers im Bahnhofsviertel berichtet.


    Nun wurden auch hier straßenseitig die Gerüste aufgebaut und das Bauplakat wurde an ihnen befestigt:



    Mein Foto.

  • K.58

    Aktueller Baufortschritt mal von einer anderen Perspektive...



    Und auch an der hinteren Fassade der Kaiserstr. 62-64 (Kaiserpassage und Mercure Hotel) wird nun gewerkelt. So wie es aussieht wird hier gerade eine Dämmung angebracht was auch allerhöchste Zeit wurde. Der Putz war an vielen stellen schon am abfallen! Leider nur ein kleiner Ausschnitt...

  • Kaiserstraße 48

    An der Kaiserstraße 48 geht es nach längerer Pause an der Fassade beziehungsweise den Balkonen weiter. Der letzte Fotobeitrag ist von April. Jetzt kann man gut erkennen, wohin die Reise geht. Verspielt werden sie mit ihren Ecksäulen:



    Gesamtansicht heute morgen:



    Auch nebenan, an der Nummer 50, gehen die Arbeiten weiter, im Moment sind Schlosser zugange. Letztes Foto hier. Die Fenster am Zwischengeschoss sind eingebaut. Ich hatte mir mehr Liebe zum Detail erhofft:



    Bilder: epizentrum

  • Taunusstraße 27 und 19

    An der Taunusstraße 27 sind die Hoffnungen auf eine Sanierung verpufft und weggeblasen. Stattdessen hängen jetzt einfach Werbebanner, die das bestehende Profil des Etablissements stärken:



    Leichte Ernüchterung auch der Taunusstraße 19. Die letzten Bilder stammen von Januar. Mit diesem Sockelanstrich schließt die langwierige Sanierung wohl ab:



    Oben:



    Bilder: epizentrum

  • Kaiserstraße 48

    ^ In der Tat, das Resultat am Erdgeschoss ist ernüchternd, da fehlt nur noch so ein Rolladenkasten wie an der Weserstr. 14…


    ^^ (#479) Die Ecksäulen sehen toll aus, so eine Liebe zum Detail hebt in meinen Augen den Gesamteindruck nochmal an und rundet das Projekt stilvoll ab (Gegenbeispiel s.o.). Und ich hatte mich schon gefragt, warum das mit den Balkonbrüstungen so ewig dauert. Aber bei so einem Resultat ist das die Wartezeit wert :) Ebenfalls vielversprechend werden wohl die Balkongitter, auch wenn das einzige Exemplar, was ich entdecken konnte, sich noch etwas versteckt.



    -Bild von mir-