Bahnhofsviertel: Sanierung, Um- und Neubau

  • Mainluststraße 2-4

    An der ersten Reihe am Mainufer geht die Reihe der Sanierungen weiter. Dieses Mal dürfte es sich um eine Fassadensanierung handeln. Adresse: Mainluststraße 2 und 4 (Karte). Die beiden Gründerzeit-Häuser sehen aus, als gehörten sie "irgendwie" zusammen. Heute baut man jedenfalls die Gerüste auf:



    Bild: epizentrum

  • Kaiserstraße 69

    Endlich geht es an der Kaiserstraße 69 weiter! Vor fast 2,5 Jahren war das Haus eingerüstet - siehe Miguels Fotobeitrag -, und es stellte sich heraus, dass hier in "enger Abstimmung" mit dem Denkmalamt eine Sanierung beginnen sollte. Cowboy fasste an dieser Stelle die geplanten Maßnahmen so zusammen:


    Zitat

    - Um- und Ausbau der Kaiserstraße 69 erfolgt in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz
    - neue Nutzung vornehmlich als Bürogebäude
    - Schönbrunner Sandsteinfassade wird denkmalgerecht wieder aufbereitet
    - EG-Zone wird mit einer Metall und Glasverkleidung auf den Duktus der Originalfassade abgestimmt
    - Gebäude erhält Mansarddach mit 3 Meter hohen Gauben sowie - falls das Geld nicht vorher ausgeht - einen Natursteingiebel
    - zudem werden neue Holzfenster mit Zahnfries und profilierten Rahmen eingesetzt


    Jetzt arbeitet man gerade am Erdgeschoss gemäß obiger Liste:



    Die Fensterprofile warten auf ihren Einsatz:



    Hier lugt die alte Substanz hervor:



    Auf das neue Mansarddach mit den Gauben und auf den Giebel warten wir indessen noch. Nachfolgend im Zeitraffer die jüngste Metamorphose des Gebäudes. Zunächst ein Link auf den Zustand von 2009 inkl. Vorkriegsabbildung und FAZ-Artikel.


    Vor fast genau einem Jahr entstand dieses Foto:



    Ansicht von heute:



    Bilder: epizentrum


    So soll das Gebäude einmal aussehen, falls der Bauherr es doch noch schafft, sein Vorhaben zu vollenden:



    Bild: mainfeld digital arts, Darmstadt (Projektseite)


    Das ist die Visualisierung des Entwurfs des Frankfurter Architekten Eckart (Eckhardt?) von Schwanenflug, dessen Website seit eh und je nur eine Visitenkarte zeigt.


    Als kleines Bonbon hier noch ein Fassadendetail:



    Bild: epizentrum

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Link korrigiert

  • Mainluststraße 17 und 2-4, Kaiserstraße 58

    Ein Update von weiteren Projekten im Bahnhofsviertel. In der Mainluststraße 17 hängen die Fenster. Rahmenfarbe: rot.



    Die Staffelgeschosse stehen. Der Innenausbau dürfte bereits angelaufen sein:



    An der Mainluststraße 2-4 (Vorbeitrag) lässt ein dezentes Plakat keine Zweifel über die Art der laufenden Arbeiten:



    Und an der Abbruchbaustelle Kaiserstraße 58 gab ein Bagger zu meinem Besuch alles:



    Ein Blick über die schon fast plane Baustelle:



    Bilder: epizentrum

  • Weißfrauen Diakoniekirche

    Der Kirchturm an der Gutleutstraße (bzw. auf ihrem Gehweg) liegt nach längerer Beton-Sanierung seit ein paar Wochen wieder komplett frei:



    Nach den letzten Updates zu dieser Sanierung - siehe hier und folgende Beiträge - fragten wir uns zwei Dinge:


    Womit werden die Löcher in den Zwischendecken gefüllt (#368ff)? Das folgende Foto beantwortet die Frage. Man hat vorletzte Woche Sicherheitsglasscheiben mit eingelassenem Drahtgitter eingebaut:



    Bilder: epizentrum


    Die andere Frage ist noch offen: Wird man den Originalzustand von 1956, insbesondere die Ziergitter mit hervorgehobenen Kreuzen, wiederherstellen? Siehe "Frag das Forum", Beitrag #199ff. Die Projektankündigung von 2010 machte ja entsprechend Hoffnung. Antwort: Bis jetzt nicht, und nachdem nun auch die letzten Baugeräte und -firmen abgezogen sind, glaube ich nicht mehr daran. Zum Vergleich das von Harald beigesteuerte Foto, das den ursprünglichen Zustand zeigt:



    Bildnachweis: Siehe (c)-Zeichen im Bild selbst

  • Bedauerlicherweise werden die Maßwerksfüllungen tatsächlich nicht rekonstruiert, wie aus dieser Quelle hervorgeht (Beitrag vom 01.11.2010). Dies sei in "verschiedenen Abstimmungsgesprächen mit den Nutzern, Diakonie, Stadtplanung und Landesamt für Denkmalpflege Hessen" vereinbart worden. Ja, richtig gelesen, auch der Denkmalpflege.


    Es passiert aber schon noch etwas. Allerdings schwer verschwurbelt-sinnbeladen, wie zu befürchten ist: Die Maßwerköffnungen des Turms sollen von einem Künstler gestaltet werden. Alle Geschosse sollen in den Straßenraum hinein "sichtbar und begehbar" werden. Dies um in "dieser besonderen städtebaulichen Situation eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Ort zu wagen und so dem öffentlich-kulturellen Charakter der heutigen Weißfrauenkirche zu entsprechen". Durch die Einblicke soll unter anderem - ächz! - auf die heutige "Nutzung als Zentrum für wohnsitzlose Menschen" hingewiesen werden.

  • Wilhelm-Leuschner-Straße 30, Windmühlstraße 17

    Auf diesen Augenblick warte ich seit Jahren. Wenn ich die Zeichen der letzten Wochen richtig deute, darf ich mich demnächst freuen. Im selben Block östlich des zweiten Turms des InterContinental-Hotels - welches jüngst eine weitere Einrüstung erhielt - befinden sich entlang der Wilhelm-Leuschner-Straße (Satellitenkarte) drei Schmuckstücke aus den 1960er- und 1970er-Jahren:



    Von links nach rechts: Ehemaliges IBM-Haus (Wilhelm-Leuschner-Straße 32), Bürohaus von 1961 von W. Zimmermann (Nr. 30) und das ehemalige Gebäude der Deutschen Hypothekenbank (Windmühlstraße 17) von Braun & Schlockermann. Bei Braun & Schlockermann dürfte vielen von uns dieser schöne Entwurf hier einfallen, aber auch jenes technische Gebäude nebendran. Der grüne Gürtelwürfel oben auf dem Foto stammt von 1971. So lange sind die Herren schon im Geschäft!


    An der Wilhelm-Leuschner-Straße gab es in den letzten Wochen einige Hinweise auf bevorstehende Aktivitäten: Vermessungsarbeiten, Hofräumung, Halteverbotsschilder...



    ... und heute sind Entrümpler im Gebäude an der Nr. 30 zugange. Sie werfen Teppiche und andere Einbauten in diese Container - und auch munter nebendran:



    Meine große Hoffnung ist seit langem, dass diese lockere und heterogene Bebauung einer geschlossenen Blockrandbebauung Platz macht. Mit dieser könnte man selbst die herausstechenden InterContinental-Türme besser ertragen. Zumindest an der Nr. 30 wird höchstwahrscheinlich demnächst etwas passieren; denn niemand entrümpelt gänzlich grundlos ein Haus, das seit (mehr als?) 10 Jahren leersteht. Der Bestandsdokumentation wegen hier noch weitere Fotos der Gebäude. Das Ex-IBM-Haus vor einer Woche:



    Wilhelm-Leuschner-Straße 30 von vorne:



    ... und von hinten:



    Und die Rückseite der Windmühlstraße 17:



    Bilder: epizentrum


    P.S.: Happy Nikolaus!

  • Vielen Dank für den Rundgang.


    Das völlig verramschte Gebäude Windmühlstraße 17 ist wahrlich keine Augenweide. Es ist ein gutes Fallbeispiel wie stark sich der Zeitgeist gewandelt hat. Braun & Schlockermann legt mit dem klassischen Stil des Sofitels fast eine 180 Grad Wende hin im Vergleich zu dieser völlig deplatzierten 70er Jahre Perle.


    Da die Windmühlstraße von vielen Fussgängern/Fahrradfahrern benutzt wird, die den Holbeinsteg in Richtung Sachsenhausen überqueren, ist es umso verblüffender, wie lange diese Ecke schon vor sich hin fault. Besonders abends möchte man sich hier nicht gerne lange aufhalten. Wohnungen würden sich sofort verkaufen lassen, da das Mainufer quasi vor der Tür wäre.

  • Mainluststraße 17 + Kaiserstraße 48

    Beide Projekte mal wieder von oben, an der Mainluststraße 17 sind auch in den Staffelgeschossen die Türen und Fenster fast alle eingebaut



    By thomasfra at 2011-12-18


    Der Dachbereich der Kaiserstraße 48 ist fertig gestellt, hier dürften in nächster Zeit die Gerüste fallen, m.M.n. eins der spannensten Projekte



    By thomasfra at 2011-12-18


  • Der Dachbereich der Kaiserstraße 48 ist fertig gestellt, hier dürften in nächster Zeit die Gerüste fallen, m.M.n. eins der spannensten Projekte


    In der Tat! Heute standen an der Seite zur Kaiserstraße keine Gerüste mehr! Die groben Arbeiten müssen nur noch im Erdgeschoss stattfinden, dort sind noch keine Plastiken vorhanden. Obergeschosse und Dachgeschoss sind fertiggestellt, nur die Balkongitter fehlen noch. Eine Pracht!
    Bei einem entsprechenden Fotoupdate zu Kaiserstraße 48 kann dieser Beitrag liquidiert werden.

  • ^ Das Ergebnis macht wirklich was her, ganz besonders im vorher-nachher-Vergleich (Bild von Schmittchen, #58). Auch wenn es geregnet hat und trüb war, möchte ich euch zwei schnelle Aufnahmen nicht vorenthalten, die ich im Vorbeilaufen gemacht habe.



    Das erste Balkongrün ist bereits eingezogen :)



    Mit diesen schönen Eindrücken verabschiede ich mich in die Weihnachtspause und wünsche allen Forumsmitgliedern und -mitlesern schöne Feiertage! :)


    -Bilder von mir-

  • Wenn jetzt noch die Balkone entsprechend nachgerüstet werden, ist das Ergebnis als wirklich gelungen zu bezeichnen.Bleibt zu hoffen das sich hierdurch ein gewisser Nachahmungseffekt einstellt.

  • Wenn man das Ergebnis mit dem Zustand der Fassade nach Abnahme der Steinverkleidung vergleicht kann man wirklich kaum glauben, dass eine solche Rekonstruktion in einer westdeutschen Stadt noch möglich ist. Sieht wirklich toll aus. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der ursprünglich gezeigte Entwurf für die Rekonstruktion der Fassade (siehe link in Beitrag #158 Klicken und staunen!) im Bereich der Balkone noch vollständig umgesetzt wird.
    Ausserdem frage ich mich, aus welchem Material die Fassade ist. Im Ursprung scheint es Sandstein gewesen zu sein. Jedenfalls sieht es so auf der Aufnahme aus Beitrag #400 aus. Die Rekonstruktion scheint allerdings nur strukturierter Putz zu sein. Da befürchte ich, dass nach dem Abflauen der aktuellen Rekonstruktionswelle wieder die Stimmen stärker werden, die sowas als billiges Disney-Land interpretieren und es als "nicht historisch" abschlagen lassen. Aber bis dahin werden hoffentlich noch Jahrzehnte vergehen, in denen man sich an dem Anblick erfreuen kann.

  • ^


    Historismus war noch nie historisch (ein paar akademische Großbauten mal ausgenommen, von denen eh 90 % mittlerweile abgegangen sind), insofern wäre der Disneyland-Vorwurf reichlich albern. Der verspielte Umgang mit der Historie ist ja gerade das Kennzeichen des Historismus, weswegen der liberale Umgang damit weit weniger problematisch ist als bei vorhistoristischer Architektur. Auch die ehemalige / jetzige Fassade, die vollkommen ahistorisch Elemente v. a. aus Renaissance und Barock durcheinanderwirft, ist nur Zeugnis dafür.


    Übrigens sind nur die wenigsten Historismusbauten in Natursteinoptik wirklich massiv aus diesem Material gewesen. Meistens handelte es sich um Ziegelbauten mit äußerst dünner, furnierartiger Verblendung, oft aber auch nur Putztechniken (gerade bei einfacheren Mietskasernen). Mit letzterem dürften wir es hier auch zu tun haben. Ein bisschen Mut zur Farbe, um den Architekturteilen wie z. B. Fenstergewänden den Anstrich von massiven Teilen zu geben, hätte hier freilich nicht geschadet, kann aber natürlich jederzeit nachgeholt werden.

  • Kaiserstraße 48, Taunusstraße 19

    Noch ein Nachtrag zur Kaiserstraße 48. Wir hatten Ende 2010 über die ehemalige Hofeinfahrt (siehe Foto und Folgebeiträge) gesprochen. Hier noch einmal im Detail, was von außen betrachtet daraus geworden ist:



    An der Taunusstraße 19 befindet sich ganz bestimmt nicht das schnellste Umbauprojekt Frankfurts, aber immerhin geht es voran. Chronologie: Ankündigung Juli 2010, Fotos vom Status Quo März 2011, Erste sichtbare Bautätigkeiten im Juli 2011. Ein halbes Jahr später gibt es neue Fenster, ein hergerichtetes Dach und zwei Klingelschilder im Sandsteinmantel:





    Bilder: epizentrum


    Drinnnen arbeiteten heute Handwerker. Mit weiterem Fortschritt ist also zu rechnen.

  • Revitalisierung Kaiserpassage - oder doch Flickschusterei?

    In der Kaiserpassage tut sich was. Die Demontage der alten Beleuchtungsinstallationen ist fasst abgeschlossen und die Neuinstallation soll bis ca. März abgeschlossen sein. Geplant ist eine bessere Ausleuchtung der Passage um wieder Menschen in das Objekt zu locken. Dazu kommen die Überarbeitung der Werbeanlagen, Wegweiser und zudem neue Vordächer über den Eingängen zur Kaiserstraße -welche allerdings erst später (wenn überhaupt) realisiert werden. Diese sind noch vor Abgabe des Bauantrags aus kostengründen zurückgestellt worden. Eigner der Immobilie ist die "DIC". Die Maßnahme ist zwar ein Tropfen auf den heißen Stein da hier immenser Investitionsstau besteht aber mal sehen wie es wird...



    Sorry für die schlechte Qualität aber manchmal muss es halt schnell gehen...

  • Kaiserstraße 69

    An der Kaiserstraße 69 (Dossier) kommen gerade die Sockelsteine, welche die vertikal verlaufenden Reihen des 1. OG nach unten fortsetzen:



    Detail am Boden:



    Detail vom 1. OG:



    Bilder: epizentrum


    Damit setzt sich im Bahnhofsviertel der Trend fort, die Fassaden der Sockelgeschosse wieder in die Nähe des Originalzustandes zu bringen und Werbung ohne (ab-/) andersartige Hintergrundflächen anzubringen. Ähnliches passierte letztes Jahr gegenüber an der Kaiserstraße 70 und jüngst an der Kaiserstraße 72 sowie am Roßmarkt 13 (ex Cri Cri, jetzt Urban Outfitters). Kleine Eingriffe mit großer Wirkung.

  • Kaiserstraße 58 | k.58

    Die Frankfurter Volksbank scheint aus dem Projekt ausgestiegen zu sein. Wie mir ein Bekannter erzählte sind die geforderten Quadratmeter Preise extrem hoch.


    Am Bauschild wurde die Volksbank mit Neujahrswünschen überklebt.
    Die Website ist nicht mehr erreichbar und bei ImmoScout ist das von epizentrum verlinkte Objekt nicht mehr verfügbar.


    Ich meine allerdings heute morgen beim Vorbeifahren Baugeräusche gehört zu haben.


  • k.58 + Sockelreparaturen

    ^ Gut gehört. An der Baustelle herrschte heute Betrieb. Der Bagger fuhr, Arbeiter werkelten. In den letzten Tagen floss reichlich Beton, auch wenn dies zu meinem Besuch nicht der Fall war. Nach Geräteabzug sahen die Arbeiten nicht aus:



    Allerdings ist die Website "www.k58-lebensstil.de" nicht nur abgeschaltet, auch die Internet-Domain (k58-lebensstil.de) ist komplett freigegeben. Das kann man bei http://www.denic.de nachschlagen. Zu den beiden zugehörigen Gesellschaften (Grundstücksgesellschaft k.58 bzw. deren Eigentümerin k.58 Verwaltungsgesellschaft) gibt es in jüngster Zeit keine Handelsregistereintragung. Mal sehen, ob bzw. was sich in den nächsten Wochen dort tut.


    Noch ein Nachtrag zum angesprochenen Trend, die Sockelfassaden von ihren unpassenden Nachkriegswerbeverkleidungen zu befreien und die Originalfassade in etwa wiederherzustellen. Genau dies passierte und passiert auch an der Kaiserstraße 70 und 72 (neben demKaiser-Friedrich-Haus Kaiserstraße 68, siehe #221ff, Karte). Hier die Nummer 70:



    Der Sockel von Nummer 72 ist noch in Arbeit:



    Ein prächtiges Gebäude:



    Bilder: epizentrum