Bahnhofsviertel: Sanierung, Um- und Neubau

  • Elbestraße 21 / Kaiserstraße 61

    Der Sockel der Kaiserstraße 61 (ehemals Bäckerei Eifler) wurde renoviert und dabei die Fassade dem bauzeitlichen Zustand angenähert. Statt der unsäglichen weißen Alubleche sind die Flächen jetzt mit Natursteinplatten verkleidet. Neue Fenster gab es auch. (Relativ) kleiner Eingriff mit großer Wirkung - vgl. mit dem Vorzustand auf der Wiki-Seite bzw. Street View:



    Bild: epizentrum

  • The Inbetween Wilhelm-Leuschner-Straße+Gutleutstraße

    The Inbetween von der Wilhelm-Leuschner-Straße gesehen



    und von der Gutleutstraße



    und Farbmuster gibts auch

  • Für die Münchener Straße 17, Baujahr wohl 1955, gibt es eine Genehmigung zur "Nutzungsänderung von Bürogebäude in Beherbergungsbetrieb mit 60 Zimmer in den Obergeschossen sowie Umnutzung von Ladenfläche in Rezeption und Treppenhauserweiterung im Erdgeschoss eines Gewerbegebäudes". Das Aktenzeichen ist bereits aus dem Jahr 2014 und als Entwurfsverfasser ist eine Wisel-Bau GmbH aus Eschborn benannt (seit 2017 in Frankfurt ansässig). Bauherr ist ausweislich des online verfügbaren Bauschilds - der mittlerweile verstorbene - Heinrich Gaumer. Sonst war nichts zu finden; wahrscheinlich eines der Projekte, von denen man während der Planungs- und Bauphase wenig erfahren wird.

  • Wilhelm-Leuschner-Straße 30

    Auf dem inzwischen lange Jahre brachliegenden Doppelgrundstück neben dem "Inbetween" und den "Vision Apartments" sind seit dieser Woche Arbeiter zugange. Sie schneiden die nachgewachsene Flora zurück und entfernen den Bretterzaun. Zugange ist eine kleinere Baufirma aus Sachsenhausen.


    Der Abbruch der kleinteiligen Vorgängerbebauung kündigte sich Ende 2011 an, begann dann aber doch erst Anfang 2013 (siehe Abschiedsbeitrag und den Abbruchbeginn). Zwischenzeitlich gab es Pläne, das erste Hotel der Marke Toyoko Inn hier zu bauen, das dann doch an der Stuttgarter Straße entstand. Ob nun ein weiteres Toyoko Inn entstehen wird - wie noch 2016 angekündigt -, oder ob komplett umgeplant wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls sah es auf dem Gelände vorhin so aus:



    Bild: epizentrum


    Im Hintergrund ist das Projekt "The Inbetween" zu sehen, davor einer von drei Arbeitern, die sich am Grünzeug zu schaffen machen. Der Zaun fehlt bereits.

  • Umbau Taunusstraße 52-60

    Die planenden Fuchshuber Architekten (Leipzig) haben das Projekt nun auf ihrer Website. Außenansichten gibt es nicht, womöglich weil die Planung diesbezüglich noch nicht abgeschlossen ist. Am Entwurf aus #788 könnte sich also noch einiges ändern. Die Zahl von 124 Wohneinheiten ist bereits vom Bauschild bekannt. Die BGF wird mit 10.593 m² und die Nutzfläche mit 5.267 m² beziffert. Im kommenden Jahr soll der Umbau abgeschlossen werden.


    Zur Fassade schreiben die Architekten, dass "das Gebäude wird zukünftig wieder in klassischem Charme mit interpretierten Elementen seiner Errichtungszeit erstrahlen" wird. Die Natursteinfassade zur Taunusstraße soll erneuert werden. Auch mit der Innenarchitektur ist das Büro befasst, dazu gibt es einige Visualisierungen.


    Neu für mich ist, dass die Taunusstraße 52-60 zunächst dem benachbarten Albert-Schumann-Theater als Werkstattgebäude diente. Als Erbauungszeit geben die Architekten 1928-1929 an.


    Weil bereits angesprochen, abschließend noch zum Bauherrn: An der Projektentwicklung ist die Gateway Real Estate AG mit einer Quote von 90% beteiligt (die oben erwähnte Development Partner AG ist eine Tochtergesellschaft). Dies ergibt sich aus dem Geschäftsbericht 2018 (L). Für den Erwerb hat die Gesellschaft demnach 16,5 Millionen Euro bezahlt und darüber hinaus eine Grundschuld in Höhe von 25 Millionen Euro übernommen. Verkäufer waren eine Colossa Vermögensverwaltung GmbH und eine Helvetic Private Investments AG.

  • Elbestraße 31 ("Pik-Dame-Haus")

    Die Elbestraße 31, das Gebäude mit Frankfurts ältestem Nachtclub "Pik-Dame", sah bis vor einem Jahr noch so aus. Das letzte Update in #779 zeigte den Abbruch des einzigen Obergeschosses. Inzwischen sind drei bis vier der geplanten sechs neuen Etagen im Rohbau fertig. Dem Bauschild zufolge entstehen 13 Wohneinheiten. Bildliches zur Gestaltung ließ sich nicht finden, doch immerhin ein bisschen Textliches in einem FNP-Artikel. Der Bauherr wolle das Haus "außen in anspruchsvoll modernem Stil mit goldfarbenen Messingrahmen an den Fenstern gestalten", heißt es dort. Die "Pik-Dame" soll nach Abschluss der Bauarbeiten bekanntlich wieder öffnen.



    Bild: Schmittchen

  • Gutleutstraße 21-23

    Das quasi seit den Vorbereitungen zum Einzug der DVAG in den Block zwischen Gutleut-, Windmühl-, Wilhelm-Leuschner- und Mainluststraße verhüllte Gründerzeitpärchen mit den Adressen Gutleutstraße 21 und 23 liegt jetzt nach Sanierungsarbeiten frei. Der Sockel ist noch nicht ganz fertig, aber dass die wunderschöne Substanz von 1885 auf Vordermann gebracht wurde, kann man deutlich sehen:



    Bild: epizentrum


    Entstanden sind dort 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, die gerade mit etwas Geheimniskrämerei in die Vermarktung gehen. Es gibt eine Visitenkarten-Website gutlt.de, auf der zwei Grundrisse zu sehen sind und ein Interessenbekundungsformular. Das Hausdesign kommt vom Frankfurter Büro Áclm Studio, das praktischerweise direkt um die Ecke in der Mainluststraße 15 (ein Objekt von Claus Wisser) residiert.

  • The Inbetween + Nr. 30 (Wilhelm-Leuschner-Str.)

    Am EG und dem 1. OG werden Steinplatten in zwei Grau/Beige-Farbtönen angebracht:



    Bei der Brache an der Wilhelm-Leuschner-Straße 30 (siehe #825) hat mich die Hoffnung falsche Schlüsse ziehen lassen. Nach der Entfernung der zwischenzeitlich gewucherten Büsche wird das Gelände eingezäunt, möglicherweise zur Absicherung vermieteter Parkplätze; denn nach einem notdürftig aufgestellten Provisorium sieht er solide Metallzaun nicht aus:



    Bilder: epizentrum

  • Revitalisierung Niddastraße 39-41 (ehemals "Conference Hotel")

    In den denkmalgeschützten Häusern Niddastraße 39 mit Neurenaissancefassade aus rotem Sandstein (erbaut 1893 | Foto) und 41 mit Neobarockfassade aus hellem Sandstein (erbaut 1898 | Foto) wurde bis mindestens 2017 ein Hotel unter dem Namen "Conference Hotel" betrieben. Auch ein chinesisches Restaurant befand sich in einem oder beiden Gebäuden. Ein paar Eindrücke gibt es auf der noch aktiven Website des Hotels. Ein Foto auf einem Hotelbewertungsportal zeigt, dass auch innen noch manches aus der Bauzeit der Häuser erhalten ist.


    Hotel und Restaurant sind mittlerweile geschlossen. Bei der Hausnummer 41 wurde das Vordach mit dem Schriftzug des Hotels demontiert, die straßenseitigen Eingänge sind mit Spanplatten verschlossen.


    Seit 2017 ist die Frankfurter a.a.a. aktiengesellschaft Eigentümerin der beiden Häuser. Die Gesellschaft mit Sitz in der jüngst umgebauten Friedrich-Ebert-Anlage 3 ist unter anderem als Betreiberin der Lindenberg-Hotels bekannt. Zu den bisher drei Hotels (Rückertstraße, Alt-Sachsenhausen und Lindley-Quartier) dürfte ein weiteres an der Niddastraße kommen. Denn nach dem Geschäftsbericht 2018 der Gesellschaft (PDF) soll das aus zwei Grundstücken bestehende Hotelobjekt weiterhin als Hotel genutzt werden. Geplant ist eine Revitalisierung und eine Wiedereröffnung Ende 2020. Die Hotelfläche ist mit 2.096 Quadratmetern und die Zahl der Hotelzimmer mit 65 angegeben. Nach "vollständiger Revitalisierung" soll "ein trendiges Hotel für Gäste aus aller Welt entstehen", heißt es in dem Bericht.


    Schnelles Fonfoto vom vergangenen Samstag:



    Bilder: Schmittchen

  • The Inbetween - Alternativentwurf

    Das "The Inbetween" hätte nach einer Projektstudie von B&V Braun Canton Architekten statt so auch wie folgt aussehen können:



    Die stark rhythmisierte Fassade:



    Bilder: B&C Braun Canton Architekten, Frankfurt

  • Das wäre toll gewesen.
    Aber diese Idee könnte ich mir als Möglichkeit für Überarbeitung für die Fassade vom InterConti vorstellen. Vielleicht sogar mit verschiedenen Farben, sodass die aktuell etwas erschlagende und beherrschende horizontale Gestaltung aufgebrochen wird.

  • Schließe mich penultimos Worten an. Trotz der 'Rhythmisierung' wirkt die Fassade wesentlich ruhiger und harmonischer. Eindeutig der bessere Entwurf.

  • Taunusstraße 52-60

    Die Fassade steht teils frei. Erhalten geblieben ist nicht mehr viel, immerhin ein Gesimsband mit Profilierung im Stil eines Zinnenfrieses sowie das Dachgesims:



    Lookup:



    Bilder: epizentrum

  • The Inbetween - Alternativentwurf

    Ich kann die Begeisterung über den Alternativentwurfs und das gleichzeitige Bedauern seiner Nichtrealisierung an diesem Standort nicht ganz nachvollziehen.


    Der Entwurf macht grundsätzlich und auf den ersten Blick etwas her und hätte z.B. auch im Europaviertel durchaus seine Berechtigung. Er würde dort zum Beispiel für eine gelungene Abwechslung oder Auflockerung sorgen. Aber im Bahnhofsviertel an dieser Stelle wäre es meines Erachtens unpassend gewesen. Die geschwungenen halbkreisförmigen Balkone nebst der geflochtenen Fassade würden in dem Umfeld eher wie ein Fremdkörper wirken.


    Zugegebenermaßen sprüht der zu realisierende Entwurf nicht gerade vor Kreativität, aber zumindest scheint er eine Natursteinfassade zu erhalten und einen anständigen, vom Rest des Baukörpers visuell stark abgesetzten Sockel. Damit findet er doch weit eher eine Entsprechung zu der vorherrschenden Bausubstanz des Viertels als der Alternativentwurf.

  • Der Sockel von "The Inbetween" wird über zwei Geschosse mit Naturstein bekleidet, darüber wird es eher Putz werden. Ein eineinhalb Wochen altes Foto von der Wilhelm-Leuschner-Straße:



    Bild: Schmittchen


    Auch aus meiner Sicht wäre der für sich gesehen gelungene Entwurf von B&C Braun Canton Architekten in dieser Umgebung zu unruhig gewesen.

  • Am Hauptbahnhof 16 / Moselstraße 43 - Parkhaus und Baulücke Moselstraße


    Während der langjährige Leerstand Taunusstraße 52-60 bekanntlich an Gateway Real Estate AG ging und derzeit umgebaut wird, hat wohl Corpus Sireo Real Estate das nördlich davon gelegene Areal erworben. Dort steht ein seit einigen Monaten geschlossenes Parkhaus, das demnächst abgebrochen werden soll. Anschließend soll im Blockinneren ein Wohngebäude errichtet werden. In der Bebauungslücke an der Moselstraße ist ein weiterer Neubau geplant, der die Lücke aber anscheinend nur teilweise schließen wird.


    Geplant sind 5.430 m² BGF und 58 Wohneinheiten. Schon 2020 soll das Projekt realisiert sein. Die Planung kommt von Grabowski Spork Architektur, Wiesbaden.


    moselstrasse_43_gs-architektur_sireo.jpg


    Modell:


    moselstrasse_43_gs-architektur_sireo_modell.jpg

    Bilder: Grabowski Spork Architektur


    Die Kubatur des Wohnhauses im Blockinneren dürfte von zahlreichen sachlichen und rechtlichen Zwängen beeinflusst sein. Genaueres lässt sich noch sagen, doch bisher sieht es so aus, als könne man froh sein, dass es von öffentlichen Flächen aus kaum sichtbar sein wird. Das Wohnhaus am Blockrand der Moselstraße, der Visualisierung zufolge mit Hausnummer 43 a, scheint arg schlicht auszufallen.

  • Zu @Schmittchens #838: Au Backe, das wird ja noch uninspirierter als befürchtet! Das Projekt gleicht aber auch der Quadratur des Kreises - weshalb man sich mit der Fassadengestaltung natürlich trotzdem Mühe geben kann.

    Zur neuen Taunusstraße 52 braucht man mehr Abstand als bislang, wenn dort wirklich sowohl an der Taunusstraße als auch im Block gewohnt werden soll. Zum Bürohaus Hbf 16 braucht es für Wohnungen im Block auch mehr Abstand. Und dann sind da ja noch die Bestandswohnhäuser im Block und die Zuwegung zu den Häusern Taunusstraße und Hauptbahnhof. Aktuell schließt das Parkaus nämlich bündig mit vorgenannten Gebäuden ab, wie man aus Schmittchens Luftbild auch unschwer erkennen kann.


    Anbei ein paar Bilder von der verzwickten Situation um nicht zu sagen Enge. Die Breite links dürfte vermutlich freibleiben, um sicherzustellen, dass die Feuerwehr, das Hotel nebenan anfahren kann:

    img_406527jbb.jpeg


    img_4066mbjac.jpeg


    Die Taunusstraße von hinten, samt Anbau des Parkhauses:

    img_4054bnjji.jpeg


    Die Rückseite der DB mit deren Parkhaus (in rot) und den Wohnhäusern an der Moselstraße (hinten grün im Bild) und direkt angebaut ans Parkhaus (Mitte, in grau)

    img_4059i5kl8.jpeg