Infrastrukturprojekte Hamburg

  • Klar, wenn es jemand bezahlt. Es erscheint mir wenig sinnvoll, über hundert Millionen Euro zu investieren, um die Wohnqualität von ein paar 50er-Jahre-Gebäuden zu heben, bei denen man davon ausgehen kann, dass darin mittlerweile nur noch Leute wohnen, die sich diese Wohnlage selbst ausgesucht haben. Und während der mehrjährigen Bauzeit für einen Tunnel wäre die Lärmbelästigung noch weitaus größer als heute. Zudem entstehen bei einem Tunnel beträchtliche laufenden Kosten.


    Dann lieber einen schönen Kreisverkehr. Auf dem Streetview-Bild von 2010 sieht es so aus, als ob man dabei wäre, dafür Platz zu schaffen. Nur das kleine weiße Haus müsste noch weichen.


    Das kleine weiße Haus ist gewichen. Ebenso wie die leere Fläche, auf der mittlerweile ein relativ großer Wohnblock entstanden ist. Namentlich das Quartier 294:
    http://www.quartier294.de/seiten/

  • oder hier das Quartier 294 DAF Bericht


    um die Wohnqualität von ein paar 50er-Jahre-Gebäuden zu heben, bei denen man davon ausgehen kann, dass darin mittlerweile nur noch Leute wohnen, die sich diese Wohnlage selbst ausgesucht haben.


    und mit nichten sind das nur 50er Jahre bauten, sondern End 20er / Anfang 30er wie z.B. der direkt angrenzende Adolf-von-Elm-Hof DAF Beitrag der unter Denkmalschutz steht.


    Also ist die Hochbrücke nachträglich entstanden und könnte durch einen Rückbau eine Lebensqualität an dieser Ecke zurück geben.


    Ist ja nur ein Gedanke. Düsseldorf hat es auch geschafft

  • Mit Düsseldorf ist die Situation nicht so recht vergleichbar, denn der Jan-Wellem-Platz liegt so ziemlich mitten in der Innenstadt. An so exponierter Stelle nimmt man natürlich gerne etwas mehr Geld in die Hand, um die Qualität der Stadtlandschaft mit einem Tunnel zu steigern.


    Ob in Barmbek mit dem Neubau die Möglichkeit für einen Kreisel verbaut ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Kürzlich bin ich dort vorbeigeradelt, es ist schon noch eine Menge Platz vorhanden.

  • Die Bürgermeister von Norderstedt und Henstedt-Ulzburg wollen sich für eine Verlängerung der U-Bahnlinie U1 über Norderstedt Mitte hinaus einzusetzen - bis nach Ulzburg-Süd. Auch gibt es den Vorschlag, die geplante S-Bahn (S 21) über Kaltenkirchen hinaus bis nach Bad Bramstedt oder Neumünster zu verlängern.


    Die Pläne der Landesregierung von Schleswig-Holstein sehen anders aus: Sie will mit einer neuen AKN-Linie eine durchgehende Verbindung von Norderstedt-Mitte über Ulzburg-Süd, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt nach Neumünster schaffen.


    Quelle: http://www.abendblatt.de/regio…ahn-bis-Ulzburg-Sued.html

  • Alster Fahrradstraße


    Die Fahrradstraße wird nun erweitert.


    Der Harvestehuder Weg war erst der Bauabschnitt 1.
    5 sind es insgesamt.
    Der Bauabschnitt 2 verläuft ab Harvestehuder Weg/Krugkoppel und dann östlich über die nördlichen Brücken bis zur Einmündung Schwanenwik/Eduard Rhein – Ufer. Der Straßenraum ist unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem Pilotabschnitt im Harvestehuder Weg mit allen erforderlichen Maßnahmen als Fahrradstraße herzustellen


    https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/202901


    Wenn die Bild davon Wind bekommt, regen die sich bestimmt wieder auf und pöbeln unter Benutzung ihrer Wortkreation "Verkehr(t) Staatsrat" höhö


    Als Radfahrer finde ich die Fahrradstraße super. Allerdings beobachte ich im Harvestehuder Weg, dass nicht das Auto zu Gast auf der Fahrradstraße ist, sondern eher umgekehrt. Insbesondere die Touristenbusse drängeln die Radfahrer gerne mal in die Büsche.

  • S-Bahn

    In einer aktuellen Kundenbefragung erhält die S-Bahn Hamburg eine Schulnote von 2,23. Das ist eine leichte Verbesserung.


    271 Millionen Menschen nutzten sie im letzten Jahr. Das entspricht einer Steigerung von rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


    Mit 6,7 Millionen Fahrgästen wird die Flughafenlinie besonders gut angenommen und verzeichnet eine Zuwachs um sechs Prozent.


    Das E-Ticketing soll 2017 eingeführt werden. Neu ist CIBO ("Check In, Be Out"). Bei diesem System checkt der Fahrgast via Handy oder Chipkarte in den Zug ein und wird beim Verlassen automatisch ausgeloggt.


    Speziell für Pendler wird es einen "Störungsagenten" geben. Die App warnt durch Push-Nachrichten vor Betriebsstörungen auf dem Arbeitsweg.


    Die S21 nach Kaltenkirchen wird voraussichtlich 2020 ihren Betrieb aufnehmen.


    Die S4 Ost nach Bad Oldesloe soll voraussichtlich 2027 starten.


    Eine neue Linie S32 von Harburg bis zur Elbgaustraße wird durch die S-Bahn angestrebt. Vor dem Hintergrund der noch offenen Linienführung der U5 West plädiert Geschäftsführer Arnecke für eine kurze Variante. So könne die S32 auch über Stellingen und die Arenen direkt an den Osdorfer Born geleitet werden. Dies sei die kürzeste und somit günstigste Variante.


    Für den Ausbau des Streckennetzes sucht die S-Bahn Hamburg dringend S-Bahnfahrerinnen und -fahrer.



    Quellen:
    http://www.abendblatt.de/hambu…m-und-sucht-Personal.html


    http://www.nahverkehrhamburg.d…-s-bahn-nach-bad-oldesloe

  • Als Radfahrer finde ich die Fahrradstraße super. Allerdings beobachte ich im Harvestehuder Weg, dass nicht das Auto zu Gast auf der Fahrradstraße ist, sondern eher umgekehrt. Insbesondere die Touristenbusse drängeln die Radfahrer gerne mal in die Büsche.


    Und trotzdem findest du als Radfahrer diese sogenannte "Fahrradstraße" super? Ich als Radfahrer, der die Strecke täglich fährt, finde sie unmöglich, schlimmer geht es kaum. Direkt daneben ist das 300 m breite Alstervorland, dort ist mehr als genug Platz für einen exzellenten separaten Radweg. Stattdessen wurden 1,4 Millionen versenkt, damit Radfahrer sich auf der engen Straße zwischen Autos und Bussen drängeln sollen. Das ist für mich Schildbürgertum pur. :nono:


    Die meisten Autos sind Durchgangsverkehr und wesentlich schneller als 30 km/h unterwegs. Manchmal stauen sie sich auch und die Radfahrer kommen nicht durch. Nach massiven berechtigten Bürgerprotesten bezüglich der Sicherheit für radfahrende Schulkinder wurde immerhin der existierende, leider etwas schmale separate Radweg beibehalten. Allerdings ist er nun zusätzlich auch für Fußgänger freigegeben, wird nicht mehr gereinigt, und seine Auffahrt im Norden wurde so getarnt, dass er kaum noch wahrnehmbar ist. Trotzdem benutzt die Hälfte der Radfahrer ihn weiter, einschließlich mir, denn dort fährt es sich wesentlich angenehmer und sicherer.

  • Im Bramfeld gab es die erste Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung zum Thema U5. Hier mal eine Zusammenfassung:


    http://www.nahverkehrhamburg.d…r-der-geplanten-u5-wissen


    Interessant hier schon einige Details, zB zur Endhaltestelle Bramfeld Dorfplatz. Diese soll 20m tief liegen, Seitenbahnsteige haben und Zugänge Richtung Heukoppel sowie zur Bramfelder Chaussee hin. Die Lage dieser soll aber mit den Bürgern abgestimmt werden.
    Hinter Bramfeld Dorfplatz wird der Tunnel noch 500m weiter gebohrt, darin soll eine Abstellanlage entstehen, ähnlich Niendorf Nord oder Mümmelmannsberg.


    Die Strecke selber soll mit einer TBM entstehen, die einen Tunnel mit 11 Metern Durchmesser frisst, wo dann beide Gleise Platz finden sollen.
    So soll der Bau angeblich nur am Bramfelder Dorfplatz an der Oberfläche mitzubekommen sein. Ne ist klar! Außer dies wird die einzige Station ;) .

  • Die Strecke selber soll mit einer TBM entstehen, die einen Tunnel mit 11 Metern Durchmesser frisst, wo dann beide Gleise Platz finden sollen. So soll der Bau angeblich nur am Bramfelder Dorfplatz an der Oberfläche mitzubekommen sein. Ne ist klar! Außer dies wird die einzige Station ;) .


    Geht alles. Der Trick heisst Twin-Level-Tunnel, siehe Barcelona Metro 9.


    Hier sieht man das nochmal in gross.

  • Geht alles. Der Trick heisst Twin-Level-Tunnel, siehe Barcelona Metro 9.


    Hier sieht man das nochmal in gross.


    Genau das habe ich heute auch entdeckt, wirklich spannend. Jemand schrieb aber in einem Forum, dass die Gleise nebeneinander angeordnet sein sollen. Aber das kann ich mir weniger vorstellen, ich glaube auch, dass die genau so etwas Andenken, warum sonst ein so großer Querschnitt. Barcelona L9 hat 11,95m Durchmesser, die U5 soll 11m werden. Bedenkt man das kleinere Profil in Hamburg, so passt es.


    Jedoch kann man auch so nicht bauen, ohne dass jemand davon etwas mitbekommt. Es müssen Zugänge zu den Stationen her und Notausgänge. Unstrittig jedoch ist, dass diese Baugruben um einiges kleiner wären als eine in offener Bauweise gebaute Station oder mit einer TBM größeren Durchmessers.

  • Jemand schrieb aber in einem Forum, dass ...


    Bloss nie in Internet-Foren lesen! Da steht viel zu viel Muell drin :-D


    PS: Es ist nebenbei nicht so, dass ich belastbar etwas von einem Doppelstock-Tunnel wuesste. Allerdings wuerde sich grade die Hamburger U-Bahn mit ihrem recht bescheidenen Querschnitt ziemlich gut dafuer eignen. Der ist naemlich ironischerweise geringer (!) als er bei einer deutlich billigeren und aehnlich lesitungsfaehigen Stadtbahn waere (255cm / 265cm). Allerdings sind sinnvolle OePNV-Entscheidungen bei der Hamburger ADAC-FDP-Mentalitaet ja leider kaum moeglich. Bald druckt das depperte Abendblatt bestimmt wieder Leserbriefe von 'Experten' die eine Monorail oder gar eine Seilbahn nach Steilshoop fordern. Drei... zwei... eins...

  • Übrigens will die Stadt verstärkt gegen Radweg-Parker vorgehen wie hier in der Grindelallee. Wie gefährlich so ein Zuparken ist sieht man hier, wie die Radfahrer auf die Autospur ausweichen müssen. Wenn die Autos an der Abbiegespur vor der roten Ampel warten, kommt gar kein Radfahrer vorbei.



    Bild (c) Häuser


    http://www.abendblatt.de/hambu…ker-auf-Radwegen-vor.html


    Können sie mal gleich in der Fuhlsbüttler Straße anfangen. Wurde schon zweimal fast über en Haufen gefahren da wegen so etwas.

  • ^^ Bei der Diskussionsveranstaltung in Steilshoop hat sich die Mehrheit der Anwohner für die Errichtung der U-Bahn-Station an der Gründgensstraße ausgesprochen - so wie es in den 60er Jahren bereits geplant war. Die Hamburger Hochbahn hat zugesagt diese Süd-Variante zu untersuchen.


    Außerdem soll untersucht werden, welche Bauvorleistungen an der Gründgensstraße bestehen. Nach Auskunft der Hochbahn gibt es dort nur einen Fußgängertunnel, verstärkte Fundamente und eine Spundwand - also keinen Stationsrohbau.


    Es ist die Frage zur Lage des Bahnhofs, ob weiterhin mehrere Buslinien die Siedlung erschließen und wo diese am einfachsten einen U-Bahnhof erreichen.


    Quelle: http://www.nahverkehrhamburg.d…gen-gibt-es-in-steilshoop