Infrastrukturprojekte Hamburg

  • DiggerD21


    ich empfinde die fliesen als wichtiges Orientierungsmittel, nach über zwanzig Jahren auf der Strecke U1 genügt mir mitlerweile ein Blick von meinem Buch/Zeitung auf ein kleines Fliesenstück und ich weiß wo ich bin. Die einzelnen Stationen haben nämlich alle eine andere Farbgebung.


    Damit die Diskussion zu den Stationen nicht zu dröge wird:


    Uhlandstr. (U2; Ring)

    Dehnhaide (U2; Ring) hier wurde gerade das viadukt ersetzt

    Mundsburg (U2; Ring) sehr schön restauriert

    Rödingsmarkt (U3, Ring)

    Baumwall (U3, Ring)

    St.Pauli (U3, Ring)

    Klosterstern (U1)

  • "Historisch" sind alle 23 Bahnhöfe des Rings in dem Sinne, dass der gesamte Ring 1912 nach nur sechsjähriger Bauzeit eröffnet wurde. Wenn man an das heutige Tempo von etwa einer neuen Station alle 10 Jahre denkt, fragt man sich, wie Hamburg das damals überhaupt schaffen konnte. Die oberirdischen Bahnhöfe Mundsburg, Baumwall und Rödingsmarkt sind heute am besten restauriert, da stimme ich zu. Die meisten anderen wurden mehr oder weniger unsensibel renoviert und sind derbe mit Werbung zugekleistert.

  • Ich finde es zwar auch klasse, dass den eingeschossigen 50er-Jahre-Provisorien endlich der Garaus gemacht wird, aber die Neuplanungen nehmen meines Erachtens zuwenig Rücksicht auf das alte Blankeneser Bahnhofsgebäude, sowohl was die Architektur als auch was die Dimensionen angeht. Da wurde der Quadratmeteroptimierung zu viel Gestaltungswille geopfert.
    Ans Herz legen möchte ich euch noch den Bahnsteigbereich am S-Bahnhof Othmarschen, sehr schöne Stahl/Holzkonstruktion von der 19./20.-Jahrhundertwende.


    Das ganze Thema Bahnstationen taugt ja fast schon für einen eigenen Thread...

  • Ja mal ein echt interessantes Thema. Ich bin überascht, dass es doch noch soviele historische Stationen gibt. Uhlandstraße ist mir auch noch eingefallen, Dehnhaide hatte ich allerdings nicht auf dem Zettel, sieht richtig nach was aus. Bin dort nie ausgestiegen ist mir wohl deshalb nie aufgefallen.


    St. Pauli würd ich allerdings nicht als historisch ansehen, da ist nur noch der Eingang (im Prinzip nur noch der Zaun) historisch. Und so ein paar alte Eisenträger haben ja viele Station, die man trotzdem nicht als alt betiteln würde. Klosterstern kenn ich auch nur vom Durchfahren.


    Zu den Station die Ernst noch erwähnt hat: Feldstraße, Schlump, Mönckebergstraße und Rathaus mögen zwar alte Stationen sein, sehen tut man das aber in keinster Weise. Mir fiehle jetzt nichts ein, was dort noch alt ist. Lattenkamp hab ich jetzt gar nicht im Kopf.


    Als erwähnenwert fällt mir auch noch Habichtstraße ein (U3-Verlängerung Richtung Wandsbek Gartenstadt), dort gibt es noch ein sehr hübsches Eingangsgebäude. Bezüglich S-Bahn-Stationen: Sternschanze hat auch ein historisches Eingangsgebäude.

  • Es kann gut sein, daß ich Lattenkamp mit Sierichstraße verwechselt habe. Ich kriege es einfach nicht mehr zusammen.


    Wie auch immer. Hier:


    http://hamburger-bahnhoefe.de/indexzwo.html


    gibt es interessante Bilder dazu. Vor allem die Fotos der Walddörfer-Stationen sind sehr schön. Guckt Euch mal Buckhorn an. Ich glaube, eine solche U-Bahn-Station (auch in einer solchen Lage) gibt es sonst auf der ganzen Welt nicht.

  • Die Station Jungfernstieg ist eine Schande für die gesamte Stadt. Schlimmer kann man sich vor "der Welt" (zumindest der Teil den es nach Hamburg treibt) nicht präsentieren.

  • Jungfernstieg ist Geschmackssache. Hier wird wohl keiner historische Artefakte suchen, dafür sind aber einige Katakomben recht schön designed (zur Binnenalster hin und Richtung Rathaus/Mönckebergstraße). Wo es allerdings zu den S-Bahngleisen geht: Uhh, schaurig! Am Jungfernstieg beeindruckt in erster Linie das pure Ausmaß der Unterminierung, mich jedenfalls (ich habe einen Unterweltfaible).
    Zu St. Pauli: Von außen findet sich da echt nicht mehr viel, aber im Bahnsteigbereich gefallen doch die genieteten Stahlpfeiler. Diese "wilhelminischen" Konstruktionsmerkmale auf den historischen Strecken in Hamburg und Berlin haben es mir jedenfalls angetan.

  • Hatten wir eigentlich schon die A 26 als Thema?
    Die A 26 soll die B 73 ersetzen, führt von einem Städtchen ca 15km nördlich von Stade über Stade an die Hamburger Stadtgrenze.


    Wenn ich mich noch recht erinnere, soll laut Planungen von Niedersachsen in diesem Städchen nördlich Stade die Elbquerung Stattfinden.


    Später soll auch die A 26 noch mit der A7 verbunden werden.


    Etwas älteres Bild. ca. Jahr 2005

    Quelle: Land Niedersachsen


    Der erste Bauabschnitt müsste nächstes Jahr fertig sein.

  • Ja, aber nur ein kleines Stück kurz hinter Stade!! Außerdem bauen die schon seit Jahren (gefühlte Jahrzehnte) daran herum. Und auf Hamburger Seite stehen noch nicht einmal die Planungen zur weiteren Streckenführung. Und jedes Jahr verunglücken eben immer wieder Menschen auf dieser gruseligen Bundesstraße!!:Nieder:

  • In der Wikipedia steht das die A 20 im Schleswig-Holsteiner Bereich schon in Bau ist. Bad Segeberg - Geschendorf (seit 2004)


    Die A 20 wird schonmal wenigstens bis zur A 7 weitergebaut.