Messe Frankfurt - sonstige Bauprojekte

  • Torhaus

    Das vor 30 Jahren nach einem Entwurf von Oswald Mathias Ungers erbaute Messe-Torhaus hat zumindest an der Westseite ein Logo erhalten. Das der Messe ist an sich bunt, gut möglich also, dass es noch nicht fertig ist. In einem dunklen Büro muss deswegen übrigens niemand sitzen, denn in diesem Bereich wird der Schornstein des Heizkraftwerks durch das Gebäude geführt.



    Bild: Schmittchen

  • Tor Nord

    Das Tor Nord entstand durch Sperrung einer früher für den allgemeinen Verkehr geöffneten Straßenbrücke anlässlich der Erweiterung des Messegeländes (Lage). Es soll sich um die wichtigste Zufahrt zum Ausstellungsgelände handeln. Das bisherige Provisorium soll nun beseitigt werden, dazu wird ein über 600 Quadratmeter großes Dachoval aufgesetzt. Das Bauteil mit 110 Tonnen wird am kommenden Freitag mit zwei Spezialkränen eingehoben, schreibt die FNP heute. Besonders aufgrund der exponierten Lage dürfte Montage und Ergebnis recht spektakulär werden.


    Offenbar wurde 2008 ein Wettbewerb ausgerichtet, demnach hat der Architekt Ingo Schrader den 1. Preis gewonnen hat. Der jüngste Entwurf auf der Website des Architekten:



    Bild: Ingo Schrader Architekt

  • Tor Nord

    Die beiden Mobilkräne haben sich schon für ihren morgigen Auftritt positioniert. Neben ihnen liegt das vormontierte und sehr groß wirkende Dachoval bereit.


    Auf der Computergrafik im Vorbeitrag wirken die Metallpfeiler, die das Dach tragen werden, etwas unterproportioniert. Bin gespannt, wie das fertige Tor Nord nach getaner Arbeit wirkt.



  • Ich weiß nicht, ob es (schon) in der Presse war, aber das Unwetter gestern abend hat tatsächlich das Gerüst an Messehalle 6 auf voller Höhe auf die Varrentrappstraße gerissen, es sieht noch immer wie in einem Katastrophenfilm aus. Wenn man mal bedenkt, was aus Gründen der Arbeitssicherheit wohl an Anforderungen an solche Gerüste gestellt wird, kann man ermessen, welche Kräfte da gewaltet haben müssen.


    Ob Gebäude oder die Varrentrappstraße beschädigt wurden, konnte ich im langsamen Vorbeifahren nicht erkennen.

  • Ich stand per Zufall an der S-Bahn Station Messe. Soweit ich erkennen konnte war niemand auf dem Gerüst und Gottseidank ist auch gerade niemand über die Strasse glaufen bzw. ist kein Auto über die Strasse gefahren, das hätte schlimm ausgehen können, da ein teil des Gerüstes auf den Fußweg gefallen ist, aber "dank" des Unwetters war da niemand :lach:
    Die Polzei hat die Strasse derzeit noch abgesperrt.

  • Teilumbau Halle 4 zu Operation and Security Center

    Die Messehalle 4 wird teilweise zu einem "Operation and Security Center" umgebaut. Dies an der zur Emser Brücke weisenden Westseite, die bei Street View heute so aussieht. Es werden zentrale Einrichtungen der Sicherheitsdienste, Feuerwehr, Polizei, Sanitätsstation, die Verkehrsleitzentrale, Gebäudeleittechnik etc. untergebracht. Als Baubeginn nennen die Architekten 2013/14.




    Bild: hhp Architekten / Messe Frankfurt

  • Teilumbau Halle 4 zu Operation and Security Center

    Äusserlich wars das wohl schon, am Samstag sah der westliche Teil der Halle 4 so aus, am Eingang wird noch gebastelt





    Bilder: thomasfra

  • Messeparkplätze auf dem Rebstockgelände

    In wenigen Wochen beginnt die Messe mit dem Ausbau ihrer Parkflächen auf dem Rebstockgelände. Bei großen Publikumsmessen ist die Messegesellschaft auf zusätzliche Abstellflächen angewiesen. Auf Grundlage eines langfristigen Vertrags mit der Stadt sollen nun die Parkmöglichkeiten auf dem Areal verbessert werden. Der Abschluss der Arbeiten ist im September geplant, pünktlich zur Messe Automechanika. Das schreibt heute die FAZ.


    Im Einzelnen werden Rasenflächen an der Max-Pruss-Straße mit Gittersteinen befestigt. Auf dem vor einiger Zeit geschlossenen ADAC-Verkehrsübungsplatz werden ebenfalls Stellflächen geschaffen. Die Zufahrten dazu werden asphaltiert. Außerdem werden bis zu 400 neue Bäume gepflanzt.

  • Halle 4 (OSC), Halle 6

    An der Halle 4 scheint es tatsächlich nur noch um Außenarbeiten zu gehen. Möglicherweise wird die Migration der betrieblichen Infrastruktur o.ä. noch längere Zeit in Anspruch nehmen:



    Die Halle 6 ist äußerlich ebenfalls fertiggestellt. In Vorbeiträgen kann man die alte Fassade und Sturmschäden am Gerüst sehen. Heute - wie geleckt:



    Das stolze Logo:



    An der Südseite hat man Steinplatten in warmen Farben angebracht:



    Bilder: epizentrum

  • Zum letzten Foto im Vorbeitrag: Es sind Keramikplatten, die an der Südseite der 1963 in Betrieb genommenen Messehalle 6 angebracht wurden. Die lebhaften Farbschattierungen ergeben sich, weil sechs verschiedene Tonmischungen für den Brand der Keramikelemente verwendet wurden und diese zudem mal ein und mal zwei horizontale Fugen aufweisen. Insgesamt hat die Keramikfassade eine Fläche von 3.500 Quadratmetern. Weitere Fotos gibt es auf der Website der planenden Architekten.


    Auch eine Innenraumsanierung der Halle mit 35.500 m² Ausstellungsfläche auf vier Ebenen wird es geben. Unter anderem wird das mehrgeschossige Foyer im westlichen Hallenanbau bis auf den Rohbau entkernt und dann neu gestaltet. Auch hierzu gibt es Ansichten auf der Seite des Büros Kölling aus Bad Vilbel.

  • Halle 4 (OSC)

    Die Arbeiten an der Halle 4 sind abgeschlossen, seit dem letzten Bild im Vorvorbeitrag wurde noch ein Glasvordach angebracht, die Anfahrt gestaltet und Leben ist eingezogen



    Bild: thomasfra

  • Flächenbedarf der Messe

    In welche Richtung wird sich die Messe vergrößern, wenn in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten weiterer Flächenbedarf entsteht? Gibt es Reserveflächen? Mit der Bebauung des Europaviertels werden in umittelbarer Nähe große Flächen durch Wohnbebauung verbraucht. Wäre es nicht besser gewesen, die große Fläche des Europaviertels freizulassen, um der Messe ein Wachstum nach Westen und Süden zu ermöglichen?

  • Flächenbedarf der Messe

    In die Höhe bzw. Tiefe! Und mit den geplanten Neubauten von Hochhaus und Messehalle geschieht dies ja auch bereits. Weitere Bürofläche, Parkplätze und Ausstellungsfläche könnte man ebenfalls übereinanderstapeln. Letztendlich ist dies doch nur ne Kostenfrage. Und in einer Güterabwegung macht es keinen Sinn, für die Messe jahrzehntelang Brachflächen bereit zu halten, auf der sie sich irgendwann einmal günstig in die Breite bauen könnte, während andererseits Flächen für den Wohnungsbau knapp sind.
    Bei den heutzutage so kurzen Lebenszeiten von Gewerbeimmobilien könnte sich die Messe auch in 20/30 Jahren bei Bedarf die ans Gelände angrenzenden Gebäude einverleiben.


    Zudem kann man sich die Frage stellen, ob der Flächenbedarf überhaupt noch dramatisch weiter ansteigen wird. Die geplante neue Frankfurter Multifunktionsarena dürfte z.B. so manche Veranstaltung aus den Messehallen abziehen und damit Kapazitäten frei setzen. In Frankfurt finden zudem keine Messen statt, die ein großes Freigelände benötigen.


    Und auch wenn Frankfurt noch zur Millionenstadt wächst. Es macht nicht wirklich Sinn, die in Frankfurt stattfindenden Messen beliebig zu vergrößern. Eine Messe wird nicht dadurch erfolgreicher, wenn immer mehr Aussteller präsentiert werden und immer größere Menschenmengen durchgeschleust werden. Da tritt dann irgendwann nur noch ein Sättigungseffekt ein, weil Besucher und Aussteller in der Masse untergehen /sich in der Weite verlieren - das führt eher zu Frust, als zu guten Geschäften.

  • Abbruch und Neubau Messehalle 5 (2019-2022)

    Die Messehalle 5 wird abgerissen und neu gebaut. Zum direkt an das Kongresszentrum der Messe angebundenen Bestand mit 21.000 m² Bruttofläche gibt es hier ein Video. Wie die Messe heute mitteilt, wurde das Frankfurter Büro Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten mit der Planung beauftragt. Die Meldung in voller Länge:


    [INDENT]Für den Neubau der Halle 5 im laufenden Veranstaltungsbetrieb ist ein Entwurf des Frankfurter Büros Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten von der Messe Frankfurt ausgewählt worden. „Der Neubau der Halle 5 erfolgt im Rahmen unseres Masterplans zur Modernisierung des Geländes, für dessen Realisierung wir insgesamt über eine Milliarde Euro investieren. Für die Messe Frankfurt stehen beim Neubau der Halle 5 vor allem wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Es geht um den Ersatz der zwar funktionierenden, unter baulichen Aspekten aber überholten Messehalle 5“, sagt Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, und ergänzt: „Aufgrund der Komplexität des Abrisses eines in die Geländearchitektur eng eingebundenen Gebäudes, das unmittelbar an das Congress Center, die Halle 6 und an die Via Mobile angrenzt, benötigen wir ein Architekturbüro, das ohne lange Anfahrtswege schnell vor Ort ist. Vor diesem Hintergrund haben wir gezielt Frankfurter Architekturbüros eingeladen, die sich durch die Teilnahme an den Wettbewerben für den Messeeingang Süd und die Halle 12 qualifiziert hatten. Da wir nicht auf einer Freifläche bauen, wie z.B. bei der Halle 12, ist eine maximale Planungsgenauigkeit mit Überprüfung des vorhandenen Bestands zwingend erforderlich.“


    Die Rahmenbedingungen für die neue Messehalle 5 sind bis auf wenige Teilaspekte exakt definiert. Zum Beispiel wird das Gebäude sowohl den gleichen Grundriss wie auch die Zweistöckigkeit der bisherigen Halle 5 abbilden. Auch die Via Mobile, das Transportsystem mit den Laufbändern für Messebesucher, soll nicht verändert werden. Eine markante Verbesserung wird die stützenfreie Ausbildung der ersten Ausstellungsebene sein, die wie bislang ebenengleich an den großen Saal Harmonie im CMF anschließt. Insgesamt ist der gestalterische Spielraum jedoch kleiner als bei Architekturikonen wie den Messehallen 3, 11 und 12 oder dem Portalhaus, die eine stärkere visuelle Wirkung in Richtung der angrenzenden Stadtteile Europaviertel und Kuhwaldsiedlung besitzen.


    Eine Herausforderung besteht in der Baulogistik. Die Via Mobile und die Freifläche Agora inmitten des östlichen Messegeländes sollen während der Abriss- und der Neubauphase weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden. Daher muss die Anlieferung vorwiegend von der nördlichen Seite des Messegeländes, aus Richtung Theodor-Heuss-Allee, erfolgen.


    Um größtmögliche Terminsicherheit zu erzielen, wird die Konstruktion in erster Linie aus Betonfertigteilen zusammengesetzt, die andernorts industriell vorgefertigt werden und dann per Schwertransport auf den Tag genau angeliefert werden können.


    „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Messe Frankfurt zugunsten unseres Entwurfs für die neue Messehalle 5. Durch unsere Beteiligung am Wettbewerb für den neuen Messeeingang Süd konnten wir bereits Erfahrungen sammeln und haben die Ansprüche der Messe Frankfurt als Auftraggeber kennengelernt“, sagt Architekt Martin Gruber, Mitinhaber von Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten.


    Ausschlaggebend für die Entscheidung der Messegesellschaft waren die gelungene Lösung für den Anschluss an die angrenzenden Gebäude und die Via Mobile sowie die Gestaltungsvorschläge für die Foyerbereiche und die Fassade. Dabei ist ein sehr klarer, selbstbewusster und doch im besten Sinne einfacher Entwurf entstanden, der nun weiter vertieft wird.


    Nach Abschluss der Modernisierung der angrenzenden Messehalle 6 wird die aktuelle Halle 5 ab Ende 2019 zurückgebaut. Die neue Messehalle 5, für deren Dach auch eine Photovoltaikanlage im Entwurf vorgesehen ist, soll bis Ende 2022 entstehen.[/INDENT]


    Ansicht Nordfassade:



    Südfassade:



    Gebäudeecke:



    Bilder: Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten

  • ^ Schade, dass die Messegesellschaft sich für diese Minimallösung entschieden hat. Gewünscht hätte ich mir deutlich mehr Höhe; eine Verbindung mit bzw. ein Andocken an die nackten West-Wände des CCs wäre das Non-Plus-Ultra in meinen Augen (fällt aber natürlich in die Rubrik "Träumerei").


    Auch die Gestaltung der Südseite ist ziemlich mau und die geringe Höhe macht sich hier besonders nachteilig bemerkbar, da die Via Mobile ein Großteil der Halle verdeckt. Eine bauliche Integration der Via Mobile und eine ansprechendere Gestaltung der Südseite inkl. mehr Höhe wäre mMn gerade im Zusammenspiel mit dem Forum, der Halle 3 und den benachbarten Hochhäuser die (teurere) Bestlösung.

  • Die Messe schreibt es doch in der Meldung: Bei den Messehallen 3, 11 und 12 oder dem Portalhaus wurden Konsequenzen aus der stärkeren visuellen "Wirkung in Richtung der angrenzenden Stadtteile" gezogen. Auf die äußere Gestaltung wurde gesteigerter Wert gelegt, und man kann nicht absprechen, dass das auch gelungen ist.


    Bei der Messehalle 5 verhält es sich anders. Die Halle hat keine "Außenwirkung" - heute nicht und auch künftig nicht. Aus meiner Sicht nachvollziehbar, dass der Fokus hier auf Funktionalität gelegt wird. Und die eine Fassade nach Süden, zur Agora gerichtet, soll nach der Visualisierung doch ganz ansprechend werden. Augenzucker steht in der näheren und weiteren Umgebung genügend. Mehr Höhe wird hier schlicht nicht benötigt (mehr als ein Obergeschoss wird im heutigen Messebetrieb als unzeitgemäß angesehen). Ein gewinnorientiertes Unternehmen baut dann auch nicht höher.


    Die Messehalle 5, schwer umbaut:



    Bild (von 2015): Messe Frankfurt GmbH / Markierung: Schmittchen