Messe Frankfurt - sonstige Bauprojekte

  • Die Messe hat ihr knapp 100.000-Quadratmeter-Teilstück vom Europaviertel West nun in Besitz genommen. Das DB-Auffahrtsbauwerk vom ehemaligen Rangiergelände zur Emser Brücke / Omegabrücke wurde inzwischen abgebrochen, auch ansonsten wird seit einiger Zeit heftig gearbeitet. Da der Bau der an dieser Stelle geplanten Hallen erst für später vorgesehen ist (s. o.), wird vermutlich zwischenzeitlich ein Freigelände angelegt. Bild von heute:


  • Inzwischen wurde der neue Teil des Messegeländes mit dem bekannten weißen Metallstabzaun umfasst, entlang des gesamten Zauns wurden Flachschnitt-Platanen gesetzt. Der überwiegende Teil der neuen Fläche südlich der Halle 10 wurde/wird asphaltiert, es müssen einige Hektar sein. Bestimmt der Ersatz für das jetzige, demnnächst durch den Bau der neuen Halle 11 wegfallende Freigelände "Agora West". Bild von gestern:



    Ganz im Osten der Erweiterungsfläche wird zur Zeit ein neues Frachtzentrum gebaut. Hierzu schreibt die Messe: "Die rund 6.000 Quadratmeter große Halle westlich der Emser Brücke wird ab November die Logistik des gesamten Gelände konzentrieren. An der Ostseite wird ein Bürogebäude mit 700 Quadratmetern integriert. An Messetagen werden sich bis zu 200 Mitarbeiter um die Fracht kümmern. [...] Die Messe Frankfurt investiert rund acht Millionen Euro in das Projekt. Der Neubau ist Teil der Erneuerung des Westgeländes und Teil des Masterplans, der innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Modernisierung des Geländes vorsieht" (Quelle).


    Die Webcam unter dem vorstehenden Link ist bereits in unserer Liste. Vom demnächst startenden Bau der Halle 11 wird es auch zwei Cams geben, derzeit tut sich dort aber noch nichts.


    Noch ein Foto des Cargocenter-Neubaus von gestern:



    Bilder: Schmittchen

  • Im Artikel wird die Messe Frankfurt als zweitgrößte genannt, warscheinlich nach Hannover. Ich dachte immer, es wär nur die drittgrößte, was stimmt nun?

  • Die Messe ist vom der verfügbaren Fläche nur auf Platz 3 nach Hannover (KA wer auf 2 ist) aber das Unternehmen der Messe ist das größte Messeunternehmen der Welt.

  • Die Messe baut ein weiteres Sonnenkraftwerk. Bis zum 1. Juli 2010 entsteht auf dem Dach des Messeparkhauses auf 8.700 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage. Neben dem Dach der Halle 10 ist dies das zweite Sonnenkraftwerk auf dem Messegelände. Die neue Anlage wird jährlich rund 750.000 Kilowattstunden produzieren. Verwendung findet die Energie in den Ladestationen für Elekromobile (Quelle).

  • Cargocenter (2008 fertiggestellt)

    Wenn ich mich nicht täusche, kam der/die/das 2008 fertiggestellte Cargocenter der Messe hier bisher etwas kurz. Schmittchen erwähnt das Projekt in seinem Beitrag #22 von 2007 und zeigt dort auch Bilder von der Baustelle. In Adamas Luftbild zur Messehalle 11 kann man das Frachtzentrum gleich rechts neben dem Gleisstrang an der großen asphaltierten Freifläche sehen. Es liegt zwischen Am Dammgraben und der Europa-Allee (Karte).


    Aus irgendeinem Grund hat competitiononline.de das Projekt heute ins Netz gestellt. Der Artikel enthält neben Hintergrundinformationen zum Entwurf von Kölling Architekten auch eine Reihe von Fotos und einen Grundriss. Auf der Architekten-Website sind noch mehr Fotos, Informationen und Pläne enthalten. Die Messe Frankfurt stellt das Gebäude in einem sehr knappen Steckbrief vor.


    Die Architektur ist pfiffig bis witzig. Es soll als Messegebäude klar erkennbar sein, sich aber von Messehallen unterscheiden. Die Architekten haben in Form und Farbgebung gestapelte Container angedeutet. Hier Bilder von ihrer Website:




    Bilder: Kölling Architekten (www.koellingarchitekten.com)

  • Solar-Carports auf dem Messeparkhaus am Rebstock

    Das Sonnenkraftwerk auf dem Messeparkhaus am Rebstock (auch oben #28) geht in Betrieb. Auf den bisher nicht überdachten obersten Parkdecks wurden "Solar-Carports" installiert (Plan). So und so sieht das aus. Es ist die weltweit erste Anlage dieser Art auf einem Parkhaus.


    Weitere Informationen:

  • Großes Lob an die Messe! Sieht super aus, spendet Schatten für die parkenden Autos und erzeugt sauberen Strom. Das Beispiel sollte Schule machen! Hat man auch an Steckdosen für zukünftige Elektroautos gedacht, die direkt beim Parken mit Sonnenstrom aufgeladen werden können?

  • Zitat

    Hat man auch an Steckdosen für zukünftige Elektroautos gedacht, die direkt beim Parken mit Sonnenstrom aufgeladen werden können?


    Hey Miguel, selbst wenn man an Steckdosen gedacht hat, so werden diese keinen Sonnenstrom tanken. ;)


    Habe früher in der Energiebranche gearbeitet und auch schon viele so genannte "Solartankstellen" gesehen, die den Eindruck machen, dass der Strom direkt aus den Solarzellen ins Auto fließt. In Wirklichkeit wird das bisschen Solarstrom aber ins Netz eingespeist und der Strom aus der Steckdose ist dann ganz normaler Strom gemäß dem Strommix.


    Aber wenn Batterie- und Solartechniken in Zukunft noch effizienter werden, dann wird deine Vorstellung vielleicht war. :)

  • Hey Offenbacher Bub, die technische Entwicklung war anscheinend schneller als Du dachtest! ;)


    Zwar wird natürlich Strom aus den Solarzellen an die Mainova abgegeben, weil es noch gar nicht so viele Elektroautos gibt, die all das tanken könnten. In der aktuellen Ausgabe von Planen + Bauen heißt es aber auf Seite 20:


    "Der erzeugte Strom wird an Ort und Stelle, zum Beispiel als klimafreundliche Antriebsenergie für Elektromobile, zur Verfügung gestellt."


    :gibgrin30

  • Heute morgen bin ich mal über die Emser Brücke zur Arbeit gelaufen (dank der U4/U5 Bauarbeiten im Tunnel zwischen Konsti und Hauptwache) und dabei vielen mir die Arbeiten an der Westfasade der Halle 6 auf.


    Scheinbar wird nur diese Seite erneuert. Bin mal auf den Übergang zur alten Nordfasade gespannt.


  • Außer in diesem Jahr wird die Internationale Automobil-Ausstellung IAA jedenfalls auch 2013, 2015, 2017 und 2019 in Frankfurt stattfinden. Darauf haben sich haben sich der FAZ zufolge der Verband der Automobilindustrie, die Stadt und die Messe Frankfurt geeinigt. Morgen gibt es eine gemeinsame Pressekonferenz im Römer.

  • Theodor-Heuss-Allee 9 | Abriss

    Das alte, wohl schon länger leer stehende Gebäude in der Theodor-Heuss-Allee 9 wird derzeit abgerissen.


    Bei einer kurzen Google Suche habe ich nichts mehr zu früheren Nutzung gefunden.


  • Auch weil die Theodor-Heuss-Allee 9 hinter dem charakteristischen weißen Zaun liegt, gehört oder gehörte das Gebäude wohl zur Messe*, zumindest in weiterem Sinn. Bis 2005 stand gleich nebenan noch die inzwischen abgerissene Messehalle 7 (Plan / Abrissfotos hier und dort). Vor einigen Jahren war der Rat für Formgebung / German Design Council in diesem Gebäude (inzwischen Messeturm). Als daneben die Kia-Europazentrale gebaut wurde, war dort das Baubüro von Takenaka.


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    * daher hierhin verschoben

  • Das Areal von oben:



    Im Thread zum 2007 fertig gestellten Neubau der Kia-Europazentrale findet sich ein Link zu einem älteren Plan der Messe. Dieser sieht an dieser Stelle einen U-förmigen Bau vor.


    Wahrscheinlicher ist aber, dass Kia Motors einen Anbau in diese Richtung plant (so etwas habe ich schon läuten hören). Angesichts des Erfolgs der Marke ist das gut vorstellbar. Zumal auch die Schwestermarke Hyundai derzeit am Kaiserlei ordentlich weitere Kapazität schafft. Von allen bisherigen Bauten der Koreaner ist man gewohnt, dass Projekte nicht geraume Zeit vor Baubeginn ankündigt und der Öffentlichkeit vorstellt werden.


    Sieht man sich etwa die Lage des Treppenhauses rechts neben der blanken Gerüststange an, wurde die Möglichkeit zur Erweiterung wohl bereits damals eingeplant. Der Bauteil mit dem tonnenförmigen Dach gehört übrigens zum "Design Center". Das Dach lässt sich öffnen, so dass Modelle bei Tageslicht betrachtet werden können.



    Bilder: Schmittchen

  • Messehalle 6

    Die Messe lässt, wenn ich die Google-Funde richtig verstehe, seit 2009 ihre Halle 6 (Karte) im laufenden Betrieb ertüchtigen. Das Gebäude ist von 1963 und hat an der langen Seite zur Varrentrappstraße hin noch die typischen kleinen Fassadenkacheln dieser Zeit. An der Stirnseite zur S-Bahnstation hin gab es schon immer Glasbänder, neuerdings allerdings mit schmalen dunkelgrauen Profilen mit insgesamt höherem Glasanteil. Hier der Blick auf die Stirnseite von der Bahnstation aus:



    Die nördliche Längsseite befindet sich neuerdings in Arbeit:



    Bilder: epizentrum


    Die neue Gestaltung dieser und der südlichen Längsseite ist auf der Projektseite sowie diesem PDF-Dokument der verantwortlichen Architekten Kölling aus Bad Vilbel dokumentiert. Dort finden sich weitere Bilder und Informationen zum Vorhaben, auch zur Innengestaltung.