Wiederaufbau Berliner Stadtschloss

  • Architektenwettbewerb für das "Humboldt-Forum" mit Schloßfassade


    Dazu bereitet das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag des Bundesbauministeriums derzeit einen Realisierungswettbewerb vor. Für die Architekten, die in ihrer großen Mehrheit immer gegen den Wiederaufbau waren, bleibt also trotz der Festlegung auf ein historisches Äußeres noch genügend Arbeit.


    http://morgenpost.berlin1.de/c…/01/20/berlin/805412.html

  • Senat sucht Ideen für Riesen-Brache: Wo noch der Palast steht, wird jahrelang nichts seinä


    "Mit dem Aufschub für das Humboldt-Forum ist eine andere Perspektive nötig",
    Es muss dem Ort angemessen sein", betonte sie. Möglich seien Veranstaltungen wie die Beachvolleyball-WM oder auch eine Eislauffläche. Eventuell werde man auch einen landschaftsplanerischen Wettbewerb für den Platz ausloben. Sie vertraue auf die Kreativität der Berliner. "Gegen einen dauerhaften Rummelplatz werden wir uns sicher wehren."


    http://www.berlinonline.de/ber…eitung/berlin/518991.html

  • Was mich wirklich an der Diskussion stört, dass keiner der Schloßaufbaugegner auch nur ein wirkliches Argument für den Palast bringt.
    Wo steht denn hier irgendetwas über seinen eigenen deutschen modernen sozialistischen Stil, der Anleihen beim Bauhaus und beim Palast der Sowjets macht? Wo steht denn hier was über das sozialistische Bauensemble mit dem Fernsehturm? Wo steht denn hier irgendwas über die hervorragenden Nutzungsmöglichkeiten, über die Innenraumgestaltungsmöglichkeiten und die Anleihen bei Rubinow????
    Wo steht denn hier irgendetwas über die Ausstattung?
    Nein gar nichts steht hier! Hier wird nur Kosten des Schloßes und den unglaublichen Charme einer Betonbrache mit Wanne philosophiert!
    Ich habe schon mehrfach kundgetan, dass ich den Palast sehr schätze, aber das Schloß eben noch mehr favourisiere an diesem Standort!
    Ihr Schloßgegner hingegen kümmert euch überhaupt nicht über den Palast und schreibt immer nur diesselben Argumente!
    Und vorallendingen fehlen da auch noch einige!!
    Wo bleiben die Bedenken bezüglich der Rückseitigen Fassade?
    Wieso wird nicht hinterfragt, ob man nicht Teile der Schloßfassade industriel vorfertigen kann?
    Wieso fehlen die Anregungen den Palast zum Monument der Einheit zu machen
    ?
    Ebenso die polit Arg.: Das Schloss als Siegesdenkmal über die Verlierer des Ostens oder so etwas?
    Nein, alles was man hier ließt ist nur eine primitive Kostendiskussion!
    Ich bitte euch, es geht hier um ein Prestigeobjekt, das man nicht zerreden sollte!
    Ich wäre ebenso gerne dabei den Palast an anderer Stelle wieder zu errichten!
    Aber auch nur dann mitdenjenigen, die wirklich auch mal ein bisschen Interesse für den Palast und seine Geschichte und Vorzüge einbringen, und nicht nur billige PDS Polemik a la die Kapitalisten lassen die Rentner und Kinder verhungern um ein den Absolutismus zu feiern!

  • @ Bato
    Soweit ich mich erinnere, habe ich alle diese Argumente schon mehrfach erwähnt! Ich kann mich aber nicht erwähnen, dass andere sich derartig an der Diskussion beteiligt haben!
    Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass ich der einzige bin, der in diesem Forum positives über den Palast schreibt, dass über die Kostendiskussion und die Faszination von Beton und Stahlträgern hinausgeht!
    (Mit Ausnahme von AeG's Beiträgen und der kleinen Diskussion über Bezüge von DDR Bauwerken!)


    2. Den Aspekt, dass nicht alle Fassadenteile von Hand hergestellt werden müssen konnte ich bis jetzt noch nicht in der Diskussion auffinden!!


    3. Denke ich immernoch, dass mein Kommentar ebenso seine Berechtigung in diesem Thread hat, wie viele andere Beiträge auch!

  • Zitat von Kent of Neapel

    Was mich wirklich an der Diskussion stört, dass keiner der Schloßaufbaugegner auch nur ein wirkliches Argument für den Palast bringt.


    Ich sag ja, meine Beiträge sind offenbar für die Katz... warum schreib ich überhaupt noch irgendwas?


    Ansonsten: "Monument der Einheit" ist natürlich totaler Quatsch - wo ist da die Motivation und warum sollte über das Brandenburger Tor noch ein zusätzliches existieren?

  • @ Stativision
    Tschuldigung, war vorhin ein bisserl sauer, aber vergessen wir das!;)


    Nein, es gibt schon viele User und Beiträge die den Palast auf die unterschiedlichste Beleuchten und Vor und Nachteile deutlich machen!
    Okay?;)


    Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, es gibt einen richtig schönen dicken Bildband vom Verlag für Bauwesen über den PDR, mit verschiedenen Abbildungen und Entwicklungsstudien!
    Vielleicht ja was für nächsten Weihnachten oder so! Zumindest bekommt man dadurch ein guten Einblick über den PDR!:daumen:

  • Ohh fast vergessen:
    am gestrigen Tag war ja nocheinmal Abstimmung über den Palast:
    Gysi sprach von Verdrängung von Geschichte, Siegerjustiz und wies auf die Zeiten von Ulbricht hin!
    Friedbert Pflüger (CDU) bezeichnete den PDR als nichtdemokratisches Bauwerk!
    (naja!?! Wo sind denn Teile des deutschen Außenministerium untergebracht?? etwa nicht in der ehemaligen SED....... egal lassen wir das!)
    und Wolfgang Thierse betonte nocheinmal, dass der PDR nicht zu seinem Teil der ostdeutschen Identität gehört!

    Wenn man sich das so anhört hat unser Forum doch mehr gehalt als die Bundestagsdiskussion, mit der Ausnahme, dass wir meist schlechter sitzen:lach:
    Ps: die Sessel der Volkskammer sollten doch irgendwo mal zwischengelagert werden, Kann man irgendwo vielleicht mal einen günstigen bekommen!
    mein Schreibtischstuhl ist wohl hinüber! IKEA sucks!
    Bei Ebay habe ich nämlich mal vor 3 Jahren den Chefsessel von Egon Krenz gesehen! Ist aber leider schon Jahre her!

  • Staat und Stadt sind hochverschuldet. Die Schlossrekonstruktion sollte man wie die Errichtung der Sagrada Familia in Barcelona nur durch private Spenden finanzieren. Die Schlossbaustelle würde uns eventuell eine weitere Dekade erhalten bleiben, wäre aber an sich auch bereits ein touristisches Highlight.

  • Ich habe in der Zeit ein Interview mit Wolfgang Tiefensee gelesen!
    Nach Tiefensee ist der Termin von 2012 bis 2020 realistisch!
    Einbindungen des Palastes in das neue Bauwerk erteilte er eine Absage, da dies Fragen seien, die man am Anfang einer Diskussion beurteilen sollte und man wäre ja schon mittendrin! (naja....)
    Es wird zudem überlegt, ob nicht der Mehrzwecksaal des Palastes im Schloss wieder errichtet werden soll (der sechseckige!).
    Dieser würde überragende Nutzungsmöglichkeiten bieten!
    Tiefensee lehnte dabei die Übernahme des jetzigen noch bestehenden Saales ab und verwies daraud, das der jetzige Zustand des Palastes den Steuerzahler jeden Monat rund 160.000,-€ kostet.
    Ebenso bezeichnete er den WErt des übriggebliebenen Gebäudes als zu hoch angesetzt in der Diskussion. (Palastfreunde beziehen sich auf eine ältere Ausgabe des Facility Managers in der der Palast mit einem Restwert von 110 Millionen Euro taxiert wurde).
    Besonders fraglich ist zudem die Fassadenrekonstruktion, da es sowohl im 17., im 18. und im 19 Jahrhundert verschiedene Versionen gab!
    (Kann jemand mal evtl ein Bilder davon zeigen, wie unterschiedlich die aussehen?)

  • Stiftung will «Humboldt-Box» auf dem Schloßplatz aufstellen


    Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) will auf dem Schloßplatz bis zur Eröffnung des geplanten Humboldt-Forums ein Informationszentrum aufbauen. Die «Humboldt-Box» solle das Forum wie in einer Nussschale abbilden, sagte am Dienstag SPK-Präsident Klaus-Dieter Lehmann. Geplant seien Ausstellungen, Workshops und Podien, die auf die Zukunft des Hauses verweisen. Einen Termin für den Beginn des Aufbaus der Box nannte Lehmann nicht.


    http://www.berlinonline.de/akt…_html/ddp_1381081460.html

  • Neue Ideen für die Palastbrache
    Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer will Wettbewerb zur Gestaltung des Freiraums am Schlossplatz. Landschaftsarchitekten befürworten den Vorstoß, die Grünen sind allerdings skeptisch


    Sechs Jahre Brache in der Berliner Mitte waren wohl auch der Stadtentwicklungssenatorin zu viel. Nachdem Ingeborg Junge-Reyer noch in der Vorwoche ihre Vorstellungen für die Gestaltung der Freifläche anstelle der derzeitigen Palastruine vorgestellt hatte, lässt die SPD-Politikerin nun die Möglichkeit eines Wettbewerbs prüfen. Dies bestätigte Junge-Reyers Sprecherin Petra Rohland der taz. Hintergrund der Überlegungen, so Rohland, sei eine öffentliche Diskussion über die künftige Gestaltung des Schlossplatzes bis zum Baubeginn für das Humboldt-Forum.


    http://www.taz.de/pt/2006/01/25/a0232.1/text

  • Aus der WELT:


    http://www.welt.de/data/2006/01/27/837257.html


    "Sie merken, ich bin noch ein bißchen verbittert. Für wie blöd halten die mich eigentlich? Glaubt wirklich jemand, daß ich mich 15 Jahre lang ehrenamtlich für den Wiederaufbau des Schlosses engagiere, um mir die Taschen voll zu machen?"


    Wilhelm von Boddien war gestern abend beim Neujahrsempfang des "Förderverein Berliner Schloß e.V", dessen Geschäftsführer er ist, noch etwas angegriffen. Nicht nur eine ungenießbare Auster war ihm kürzlich auf den Magen geschlagen, sondern auch die schweren Vorwürfe des Architekten Philipp Oswalt. Der Kämpfer für den Erhalt des Palastes der Republik hatte Boddien Mißbrauch von Spendengeldern und eine nicht vorhandene Gemeinnützigkeit des Fördervereins unterstellt (wir berichteten). Vorwürfe, die sich Boddien in der Vergangenheit schon öfter mal anhören mußte, für die aber nie Beweise vorgelegt wurden. Oswalt hat auch keine Anzeige erstattet. "Es handelt sich um eine miese Intrige. Es macht mich traurig, daß es in Berlin immer wieder Menschen gibt, die versuchen, unser Engagement für die Stadt zu beschädigen. Wir haben alles offen gelegt, für jeden einsichtig und Herrn Oswalt aufgefordert, an einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit unseren Finanz-Experten teilzunehmen. Er hat abgesagt. Gekniffen", sagte Boddien dieser Zeitung.