Johann Kontor / Quartier am Klosterwall [im Bau]

  • ^^ Bei der Ausstellung am 30. Mai können die Besucher auch schriftliche Statements zu den gezeigten Entwürfen abgeben. Diese sollen der Jury vor der finalen Entscheidung vorgelegt werden.


    Außerdem gibt es am 01. Juni eine zusätzliche öffentliche Präsentation, auf der die Architekturbüros persönlich ihre Entwürfe präsentieren und zur Diskussion stellen. Ort und Zeit sollen noch bekannt gegeben werden.


    Die finale Entscheidung der Jury soll am 02. Juni stattfinden.


    Quelle: http://www.abendblatt.de/hambu…Hamburger-einmischen.html

  • Ich freu mich schon. Vllt schafft es ein in Hamburg ansässiges Forenmitglied zum abfotographieren. Dann könnte wir hier eine interne Abstimmung machen

  • ^ Da bin ich auch mal gespannt, vor allem nach den Diskusionen hier auf Seite 10 und 11.
    Ich hoffe dass der Bau sich in Form und Material der Umgebung anpasst.

  • ^^ Bei der Ausstellung am 30. Mai können die Besucher auch schriftliche Statements zu den gezeigten Entwürfen abgeben.


    und hab's gleich mit Frl Wegner abgegeben. Fotos durften wir keine machen.


    Für mich stehen die Top 2 fest und davon der Sieger.


    Der Rest war einfach schlimm. Teilweise Entgleisungen wie so ein Entwurf das mit dem Kontorhausviertel gar nichts zu tun hat (kein Klinker) oder vom Baustil eher der Verlängerungsarm der Hafencity ist und wunderbar in das Überseequartier passen würde -aber nicht ins Kontorhausviertel! Da haben meiner Meinung nach die Architekturbüros die Aufgabe nicht verstanden, ein Gebäude zu entwerfen, das optisch und thematisch ins Kontorhausviertel passt.


    Also der Siegerentwurf hat Rundbögen , tolle Balkone zum Johanniswall, ist sehr geschmackvoll. Ich meine der Entwurf 4 war das.

  • Vllt schafft es ein in Hamburg ansässiges Forenmitglied zum abfotographieren.


    Da der Wettbewerb noch laeuft und die Entwuerfe schon *vor* der Jury-Entscheidung ausgestellt wurden, musste jeder Besucher ein NDA unterschreiben und sich verpflichten keine Bilder zu machen und keine Details nach draussen zu tragen.



    Also der Siegerentwurf hat Rundbögen, tolle Balkone zum Johanniswall, ist sehr geschmackvoll. Ich meine der Entwurf 4 war das.


    Du meinst die Nummer 3.


    Es gibt einen architektonisch sehr starken Entwurf (3) und einen staedtebaulich ebenfalls guten Entwurf (7), bei dem allerdings die individuellen Gebauede eher schwach gestaltet sind: Keine Highlights, sondern eben nur solider Durchschnitt. Ansonsten gibt es zwei Entwuerfe mit guten Fassdenloesungen und guten Details, die aber insgesamt (meiner Ansicht nach) hinter den starken Entwuerfen zurueck bleiben.


    Es waren drei schwache Beitraege dabei (2, 5 und 6), die sicherlich auch in der Bevoelkerung wenig Rueckhalt faenden. Wenn ich tippen muesste, dann wuerde ich denken, dass (3) gewinnt, auch weil ein eher expressionistischer Entwurf mit einer klaren Architektursprache sicher auch beim 'Volk' besser ankommt.


    PS: Jetzt kann das froehliche Raten losgehen, wer hinter welchem Entwurf stand. Ich habe da schon meine Shortlist :-P Ich vermute von der Architektursprache her, dass erstaunlich viele 'Locals' in die Endrunde gekommen sind und viele der ortsfremden grossen Namen schon im ersten oder zweiten Rundgang rausgeflogen sind...

    3 Mal editiert, zuletzt von Midas () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Boahh ist das hart. Ich würd mir so gerne selbst ein Bild machen. Aber vielen Dank für eure Beschreibungen!!!


    Was mich sehr freut ist, dass ein Entwurf dabei ist, den ihr beide toll findet. Außerdem sehr gut, dass sich die Bürger vor der Entscheidung einklinken dürfen, und somit hoffentlich Einfluss auf die Entscheidung nehmen können.


    Verschiedene besonders großartige Gebäude und Stadtentwicklungen gehen auf Bürgerengagement zurück. Bei wichtigen Projekten könnte das Schule machen.

  • ^^ Mir hat auch der Entwurf mit den Rundbögen am besten gefallen. Das wäre eine stimmige Ergänzung des Kotorhausviertels. In Kombination mit der Markthalle und den Deichtorhallen in der Nachbarschaft würde von dem Ensemble das Signal ausgehen: Hier ist Hamburgs Altstadt.


  • Bild: KPW Papay Warncke


    ^^ Leider hat nicht mein Favorit (Schenk+Waiblinger wenn ich raten muesste) gewonnen.


    Ich weiss nicht wie die konkrete Planung aussieht, aber der siegreiche KPW Papay Warncke Entwurf ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn (wie von den Architekten vorgesehen) anstelle des heutigen Bauer-Verlagshauses eine um 90 Grad gedrehte 'Kopie' des südlichen Kopfbaus entsteht, so dass beide Teile ein 'Tor' zum Kontorhausvierel bilden. Wenn das nicht kommen sollte, dann waere der KPW Papay Warncke Entwurf leider wenig sinnvoll...


    Und mal sehen ob jemand schaerf auf die 'freien', nicht gefoerderten Wohnungen auf der Ostseite (Laerm, keine Abendsonne) ist. Die anderen Entwürfe hatten das Wohnen auf der Kontorseite und die Bueros zum Steintorwall...


    Seit 5 mins wieder Netz und gleich sowas ;-)

  • Von Nordosten gesehen, vorn das Hotel:



    Bild: KPW Papay Warncke


    Und der Jury-Vorsitzende heisst in der Tat Fritz Schumacher! :-) :-)

  • Ich bin enttäuscht. Ja es war mein 2. Favorit - aber mit großem Abstand!


    Ist wie beim Eurovision: Die Expertenjury entscheidet am Geschmack der Bevölkerung vorbei.

  • ... entscheidet am Geschmack der Bevölkerung vorbei.


    Und in 99% der Faelle muss man dafuer sehr dankbar sein. Hast du dir den 'Geschmack der Bevoelkerung' schon mal aus der Naehe angesehen?


    Ich bin gespannt wer hinter 'meinem' ersten Platz steckt.

  • Kein Eyecatcher, nicht besonders originell, ziemlich konservativ, zu ängstlich, wenig prickelnd, sonst nur anständig, wie phantasielose Hamburger in der Mehrheit eben so sind. Sehr solide Arbeit halt. Die Jury-Entscheidung könnte gewiss schlimmer ausfallen.
    Sehr positiv, wenigstens, dass gegen Mittag es zu wunderschönen Licht-Schatten-Spielen kommen wird, und auch eine weitere Plage von hässlichen, modernen Balkons blieb diesmal aus.
    Es fehlt beim Ergebnis einfach der "Stopp mal! Was ist denn das? Gehen wir hin?" - Effekt, wie, beispielsweise auf diesem "Entwurf" von mir, der die Silhouette des Sprinkenhofs von oben, darstellen soll. Nur Spielerei mit unpassenden Proportionen, zur Verdeutlichung meiner Überlegung https://c1.staticflickr.com/6/…49811772_876b7d25f2_z.jpg.
    PS. Mit der Zurückhaltung wegen der UNESCO-Problematik sollte man nicht übertreiben. Schließlich hat der Speicherstadt auch die inmittelbare Nachbarschaft der "modernen" HafenCity bei der Entscheidung überhaupt nicht geschadet, wie auf dem Panoramabild vom Chilehaus, auf der linken Seite, zu sehen ist https://www.chilehaus.de/de/Auf-einen-Blick.html.

  • Ich bin äußerst glücklich mit dem Ergebnis, da es sich hierbei um meinen um eine Nasenlänge voraus liegenden Lieblingsentwurf handelt. Gleich dahinter kommt der Favorit von Midas...


    Es kommt auf den Bildern hier vielleicht nicht so rüber, aber die Fassaden sind wirklich äußerst ansprechend und filigran detailliert und die Gebäude muss sich nicht hinter dem Kontorhausviertel verstecken. Leider fehlt hier auch das Bild, dass die sehr schöne neue Situation in der Burchardstraße zeigt, in der eine sehr schön gefasste Platzsituation geschaffen wird. Ebenso ist die Situation zum Wallring und in Richtung der Kurzen Mühren ansprechend gelöst, auch wenn Midas' Verweis auf die Schlüssigkeit des südlichen Gebäudeabschlusses sicherlich berechtigt ist. Aber wir können ja hoffen, dass sich der Bauer-Verlag auch zu einem Neubau hinreißen lässt und so die von KPW skizzierte Situation entsteht.


    Ich hoffe jedoch, dass die angekündigte Überarbeitung diese Details respektiert und nicht aus Kostengründen glattbügelt. Ein Thema, dem sich die Überarbeitung gern widmen darf, ist der Anschluss der Traufkanten der einzelnen Baukörper, die ich bislang noch sehr zusammengestoffelt finde.


    Zurückhaltung ist an dieser Stelle für meine Begriffe jedoch nicht nur aufgrund des Denkmalschutzes und aufgrund des Weltkulturerbes, sondern einfach aufgrund eines grundsätzlich ausgewogenen und ästhetischen Städtebaus angeraten. Und soetwas wie der von Umlaut verlinkte Entwurf ist mir deutlich zu flashy und wirkt doch etwas sehr banalisierend in diesem anspruchsvollen, von architektonischem und städtebaulichem Ebenmaß geprägten Bereich.

  • Ich bin äußerst glücklich mit dem Ergebnis


    - ich auch!


    Ich bin wirklich positiv überrascht. Unterordnung in den Kontext statt eitler Selbstbezogenheit. Hoffentlich werden die Entwürfe nicht noch verschlimmbessert, um "mutige Kontraste" zu erschaffen. Ich wage kaum zu hoffen, dass es tatsächlich so kommt.


    Die Gebäude wären ein für Hamburg ein unglaublicher Gewinn.


    P.S. Für so ein Ergebnis gebe ich gerne unser Büro auf.


    Edit: Und da ist er schon, der erste Dämpfer - im NDR-Bericht wird klar ausgesagt, dass der Entwurf nicht wie vorgestellt gebaut werden wird. Der UNESCO sind die Gebäude zu hoch. Sehe ich komplett anderes. Die Höhe ist angesichts der weiten Strassenräume ringesherum genau richtig, die Proportionen stimmen wie sie sind.

  • ^


    Gegenwärtig ist Deutschland der drittgrößte Beitragszahler der UNESCO. Da haben wir es doch auch mehr als verdient, dass bei uns genauer hingeschaut wird. Vor Jahren nahm doch auch Köln davon Abstand, in Deutz (andere Rheinseite vom Dom), Hochhäuser zu bauen, da UNESCO darauf hinwies, Weltkulturstatus des Doms sei gefährdet, wenn Sichtachsen zum Dom von Deutz aus gestört seien. Man hatte daraufhin die Planungen geändert; na ja, ich als Düsseldorfer sagte mir, die können es eben nicht in Köln. Nun ist also auch in Hamburg eine vielleicht zehngeschossige Bebauung in der Nähe des Hauptbahnhofs zu viel. Ich war damals schon mehr als irritiert, jetzt bin ich aber völlig perplex. Wie kann es denn sein sein, dass da Mitarbeiter einer Institution, die von Spenden lebt, die vermutlich an die Jobs kamen durch Vitamin B, nun die Entwicklung einer Stadt beeinflussen können, die sie vermutlich noch nie jemals besucht hatten? :nono:

  • hier noch einmal die offiziellen Render in gross:



    Bild: KPW Papay Warncke



    Bild: KPW Papay Warncke



    Bild: KPW Papay Warncke