Altes Regierungsviertel - Wilhelmstraße und Voßstraße

  • hier Bilder vom Umbau des U-Bahneingangs des Bahnhofs Mohrenstraße und der Wiedererrichtung der Denkmäler die hier einst standen:


    hier der Platz im ganzen. man kann deutlich die Fundamente für die Figuren im Fußboden des Rondells erkennen:


    nicht direkt am Platz gelegen, aber wichtig für die spätere Einfassung ist ein Gebäudetrackt der Botschaft nordkoreas. dieser Teil wurde zwischenzeitlich zu einem Hostel umfunktioniert und könnte daher bald fallen:



    D.

  • Ist das Holz? Mal schauen, wie lange das halten wird...Nicht, dass es nach ein paar Jahren schon ausgetauscht werden muss und durch Blechplatten ersetzt wird, wie beim CDU-Hauptquartier...

  • Gefällt mir irgendwie überhaupt nicht die architektur.. Das sieht total altmodisch aus, erinnert an architektur aus den 60ern 70ern.. Jedenfalls das was ich auf den bildern sehe, ich muss da mal hinfahren.. Aberb ei den bildern ziehts mir echt zusammen

  • Da kann ich mich nur anschließen.Ich finde dieser Bau passt so gar nicht in diese Gegend.Die Optik der dunklen Fassadenelemente ist ja noch ganz interessant,aber das Holz finde ich einfach nur schrecklich.Auch die leichte Biegung des Gebäudes passt nicht wirklich in die klare Blockaufteilung der Umgebung.:Nieder:


    Naja wenigstens steht das Ding nicht in 1a-Lage,dann sehen es zum Glück nicht so viele Leute.


    Ergänzung:
    Hab mir das Ding heute mal angeguckt.Auf dem Bild sieht der Neubau ja schon nicht sehr überzeugend aus,aber wenn man davor steht sieht das ganze noch schlimmer aus.Sorry,aber dieser Neubau ist nicht mal Mittelmaß.

    2 Mal editiert, zuletzt von Spreesurfer () aus folgendem Grund: Habs mir heute angeguckt

  • Nochmal Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:




    Kopierrechte liegt natl. bei mir.


    Einigermaßen aussergewöhnliche Fassade über die sich streiten lässt. Zickzackmuster und Farbgebung wirkt in der Umgebung allerdings ähnlich fremdkörperhaft wie Tschechien. Ebenso ist mir die Baumasse definitiv zu groß und: wie kann man in der Friedrichstadt bei einem Neubau nur die Blockgeschlossenheit verwässern? Naja.

  • Zietenplatz: 4 Generäle / U-Bahn-Eingang Mohrenstr.

    ;) +++ Live-Ticker +++ ;)


    Für die zuletzt in #136 und #139 erwähnten Generäle werden in diesen Minuten die ersten Sockel aufgestellt.


    Der westliche U-Bahn-Eingang Mohrenstraße wurde vor kurzem fertiggestellt. Komischerweise wurde kein Aufzug gebaut, nur der Treppenaufgang wurde komplett erneuert.


    Und beim Neubau des BM Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind zumindest zur Wilhelmstr. die Gerüste weg. Vielleicht mache ich später Fotos, falls ich dran denke.

  • Danke tel33, ich hätte wetten können, dass es erst im nächsten Jahr soweit ist, bei dem bisherigen Tempo... :D


    So, Alzheimer muss warten, hab tatsächlich an die Bilder gedacht. Immerhin drei Sockel wurden an nur einem einzigen Arbeitstag geschafft:




    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/zieten1.jpg



    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/zieten2.jpg


    Der alte neue U-Bahn-Eingang:



    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/zieten3.jpg



    Ach ja, und hier noch die Bilder vom BM Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:



    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/wilh1.jpg



    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/wilh2.jpg



    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/wilh3.jpg



    Die Frz. Straße ist auch bald fertig:

    http://freenet-homepage.de/ladrillo/080909/wilh4.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von Backstein () aus folgendem Grund: Ergänzungen

  • Oh je, das BMELV gefällt mir gar nicht. Die Fassade wirkt grau und trist, selbst mit Sonnenschein und blauem Himmel. Auch grenzt sich das Gebäude zum nebenstehenden sehr stark ab. Die Fenster wirken im Vergleich zu den hohen des Altbaus winzig, fast wie Schießscharten. Auch mag ich es nicht, dass sie nach hinten versetzt sind.

  • Nun ja, es ist zeitgenössische Architektur, und Anderhalten Architekten sind glatt so unverschämt, das auch noch offen zu zeigen...;)
    Die zurückgesetzten Fenster haben durchaus einen Sinn: Sie verstärken den optischen Effekt der horizontalen Fensterbänder, und unterstützen (ähnlich wie das Relief der Schieferplatten) die Plastizität der Fassade...
    Ein schöner Bau, der sogar das Understatement praktiziert, seinen Höhepunkt (den Lichthof mit seinen expressiv geformten umlaufenden Galerien) im Inneren zu verbergen...

  • 'zeitgenössische Architektur'... das ist wohl das, was nur zum Augenblick der Errichtung einen einigermaßen passablen Eindruck hinterlässt, um dann wenige Jahrzehnte später als üble Scheußlichkeit entsorgt werden zu müssen? Na das ist ja in Berlin zu einem bewährten System geworden. :D

  • Urbanist, ich nehme mal an das war ironisch gemeint, denn schön wird diesen Bau wohl kaum jemand finden.
    Zeitgenössische Architektur manifestiert sich leider nur zu oft entwender als Kommerzbau bei dem nur die Bruttogeschossfläche zählt und die Fassade möglichst einfach gehalten wird, oder als Behördenbau, der mit der Fassade Understatement betreiben möchte um nicht als Herrschaftsbau daherzukommen. Also, als Ausdruck unserer demokratischen Grundordnung.
    Das Ergebnis sind dann solche Gebäude wie das von BM Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
    Die abstrakte Kunst am Bau Fassade werden die meißten Menschen eher als Zumutung als an Anmutung empfinden.

  • Ich finde das BM auch eher nicht gelungen. Hat so was 70er Jahre mäßiges. Irgendwie haben wir diese Art der Fensterbänder doch hinter uns hatte ich gehofft.
    Stunden: Sehe ich auch so. Der Kontrast zu den Etagenhöhen des Altbaus ist deutlich und spricht Bände. Die Jungs und Mädels im BM Ernährung … sind wohl etwas eingepferchter als ihre Nachbarn im Altbau (besonders in der dritten Etage).

  • tel33: Um deinen Satz mal etwas weiterzuflechten:


    ....um dann wiederum ein paar Jahrzehnte später als Perle einer vergangenen Epoche erkannt zu werden und kurz vor dem Abriss heftige Proteste auszulösen. Ging schließlich allen Epochen so, nicht nur in der Architektur.


    Nunja, mag hier nicht der Fall sein (obwohl ich die Kritik nicht nachvollziehen kann, ich finde die hölzernen Fensterbänder elegant und die Plastizität der Fassade sehr gelungen), aber im ewigen aufrechen der Epochen kommen wir hier keinen Schritt weiter.

  • million. Das sehe ich nicht so. Es gab immer und gibt auch heute noch nachhaltige, hochwertige Architektur und es gab und gibt gesichts- und stillosen Retortenbau. Die guten Seiten vergangener Epochen bleiben letztendlich erhalten, der Rest wird früher oder später durch den nächsten Versuch ersetzt. Gebäude die aber bereits zu ihrer Einweihung als Hässlichkeit empfunden werden, erfahren im Regelfall auch keine Aufwertung in ihrer weiteren Bestandsgeschichte. Die haben quasi ein eingebautes Verfallsdatum.

  • Du meinst so wie der Berliner Dom und der Reichstag?


    Ich geb dir schon Recht, es gibt zu jeder Zeit gute und schlechte Bauten, aber die gesichtslosen und quasi auf Abruf abrissbereiten unserer Zeit würde ich nicht hier suchen. Zumal ich bezweifle ob du den Innenraum schon gesehen hast, der scheint Urbanist ja gefallen zu haben. Im übrigen will ich einfach (schon wieder) darauf hinweisen, dass die Reflktion von Architektur sich über die Jahre ändert. Die bloße Aussage ein Bau sei zeitgemäß und deshalb schlecht, ist dabei wenig produktiv und hat darüberhinaus überhaupt nichts mit Berlin zu tun.