Stuttgart & BW: Image, Wirtschaft, Kultur, etc.

  • Äh, ich bin Stuttgarter -- und weiß genau deswegen so gut, warum es in Stuttgart etwas ... speziell ist.


    Nö, überhaupt nicht. Je länger ich in Deutschland lebe und herumkomme, desto mehr hat sich die Erkenntnis verfestigt, dass sich insbesondere die deutschen Großstädte relativ ähneln, sei es Struktur, Menschen, Angebote, Probleme, was einerseits etwas enttäuscht, aber anderseits auch wieder beruhigt. So richtig heraus sticht in Deutschland eben keine Stadt, mit Ausnahme allerdings von Berlin, bezogen auf die Einwohnerzahl, wobei 3,6 Mio Ew. in einem 80 Mio.-Staat eher wenig sind.


    Es ist ja kein Wunder, dass viele Stuttgarter und Schwaben nach Berlin gezogen sind.


    Das ist wohl der Zeit geschuldet, als man (und nicht nur Schwaben) nach der Wende völlig naiv glaubte, Berlin werde jetzt das ganz große Ding - eine Megametropole mit enorm konzentrierter politischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Wucht, Verdoppelung der Einwohnerzahlen (konnte in der Bonner wie Berliner Republik mit verfassungsrechtlich garantierter Einheit bzw. Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im Staatsgebiet natürlich nichts werden). Das haben damals wirklich viele gedacht, ja, mich inklusive (ich kam allerdings seinerzeit aus Tokyo nach Dland). Nach 10, 20, 30 Jahren wich die anfängliche Euphorie dann der Ernüchterung (insbesondere zu deutlich im direkten Vergleich mit den echten Weltstädten wie London, Paris, New York oder Tokyo, aber selbst im Vergleich zu den westdeutschen Halb-Großstädten), phrasige Welt-Boomtown-Phantasmen verblassten ("arm aber sexy" machte später die Runde) mit der Zeit immer mehr (die Hartnäckigkeit der Behauptung hat aber offenbar wie etwa auch in diesem Forum teilweise überlebt). Soviel Geld und Herzblut reingesteckt, der Wunsch nach "Wir sind wieder wer - Weltstadt" war groß - hat nicht sollen sein, zumindest noch nicht, aber nach dem Lauf der Dinge werde ich es sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben. Da flüchtet man sich doch lieber wieder in die goldenen 20er, siehe "Babylon Berlin" (tolle Serie).


    Ich weiß daher nicht, ob anno 2020 Berlin immer noch einen Zuzugs-Sog auf die Westdeutschen hat und hätte (müsste man mal Statistik anschauen), ich vermute mal nicht. Viel eher war im letzten Jahrzehnt umgekehrt der Zuzug in die westdeutschen erfolgreichen Großstädte und deren Umland sehr bemerkenswert, insbesondere nach München, Frankfurt und Stuttgart (chronische Wohnungsnot). Daher: Nein es wäre ein Wunder, wenn heute noch Stuttgarter und Schwaben massenhaft nach Berlin zögen. Für ein Jahr würde ich es selber aber durchaus machen (ohne Schwabe zu sein, allerdings).


    Ich wohne übrigens nicht im Prenzlauer Berg und habe dort auch nie gewohnt. Und ich betreibe vor Dritten auch nie Stuttgart-Bashing, sondern habe auf eine Frage von "Regent" geantwortet.


    Das einigermaßen Tragische an den nach Berlin ausgewanderten Stuttgarter Schwaben (Der Schwabe ist ja in Stuttgart eine von vielen Minderheiten, wie auch in Berlin) ist nicht selten - und das ist nur meine persönliche Beobachtung - dass sie nach und nach das Stuttgart-Bashing verinnerlichen (oft sogar unbewusst!), zum einen um sich dem Berliner Umfeld anzubiedern, anderseits auch gegenüber den besorgten Daheimgebliebenen, aber auch gegenüber sich selbst, um sich regelmäßig (bei manchen nimmt das gar manische Züge an) zu rechtfertigen, warum man "immer noch" in Berlin ist (trotz im Vergleich chronisch schlecht bezahlter Jobs, oft Irgendwas mit Medien). Das führte bei dem(r) einen oder anderen folgerichtig zu einer gewissen Verklärung der realen Verhältnisse in Berlin, Feindbilder entstehen, gepaart mit einer gewissen Gereiztheit (kann, muss nicht bei Dir so sein). Das ist eine Beobachtung, die ich bei etwaigen Auszügen von Stuttgarter Schwaben in andere Regionen Dlands so nicht registriert habe (Frankfurt, Köln etwa). Es scheint daher ein Berlin-spezifisches Phänomen zu sein.


    In Stuttgart kann man nicht nur gut, sondern sogar sehr gut leben -- wenn man keinen Wert auf ein schönes Stadtbild und auf eine breite Gastroszene Wert legt.


    Ich bin gerade wegen des für eine deutsche Großstadt sehr seltenen schönen Stadtbilds + Hanglage in Stuttgart hängen geblieben. Und dass Berlin insgesamt "ein schönes Stadtbild" hätte, kann man glaube ich (selbst den "Verklärungsbonus" wie oben berücksichtigt) nicht wirklich ernsthaft behaupten. Es gibt einige beachtliche, toll wieder her gerichtete Viertel (wobei die moderne Architektur mich nur teilweise überzeugt), gar keine Frage, aber in meinem Gesamteindruck ist und bleibt Berlin doch eine Stadt, die in der Mehrzahl aus grauen, breit-flachen Blöcken besteht, wo zwischendrin Unkraut aus Bodenplatten sprießt und damit auch eine gewisse Trostlosigkeit. Was nicht heißt, dass ich Berlin aber insgesamt - trotz des eher (entschuldige) hässlichen Gesamteindrucks - als Stadt (war vor Corona-Zeiten geschäftlich wie privat 3-4 mal jährlich da) nicht sehr gerne hätte, trotz der Jahrzehnte der Enttäuschung, was die Entwicklung betrifft, ist die Stadt immer noch (vor allem historisch) interessant und in seinem mehr oder weniger kreativen Chaos irgendwie doch immer wieder drollig und unique.


    Bei der Zahl an Dönerbuden und -fabriken kann Stuggi sicher nicht mithalten, aber wenn man sucht, findet man mittlerweile schon ein auch qualitativ sehr gutes, breites Angebot, was man aber sicher quantitativ noch steigern kann und auch sollte (hoffentlich findet die Gastronomie hier noch nach Corona die Kraft). Daher kann ich Deine Behauptung oben ganz klar für mich jedenfalls zurück weisen. Natürlich habe ich in Berlin auch schon gut bis sehr gut gespeist.


    Übrigens wird im Stuttgarter Forum mehr gemeckert als im Berliner Forum, und das zu Recht. Fakt ist, dass Stuttgart durch viele Neubauten in den letzten 10 - 15 Jahren spürbar abgebaut hat. Mit dem "KronprinzCarré" wird jedenfalls das Hofbräueck "kongenial" ergänzt.


    Wenn Du Stuttgarter bist, solltest Du das eigentlich wissen, ich musste es erst lernen, aber der Stuttgarter wird seine Stadt nie wirklich loben, sondern in erster Linie zubruddeln, ist aber gekränkt, wenn andere diese (Selbst-)Kritik (zu) ernst nehmen. Bei den Berlinern ist es eher so, dass sie nicht selten die Stadt (fernab jeder Realität) zu sehr über den Klee loben, dass man ihnen darauf relativ schnell die Ernsthaftigkeit insgeheim oder offen abspricht, worüber er natürlich auch nicht amused ist.


    Nein, Stuttgart hat in dieser Zeit sicher nicht abgebaut, sondern hat erstmalig nach dem Krieg viele auch qualitativ gute Neubauten hinzugewonnen. Allein in den letzten Jahren kam die eigentlich ganz gute Entwicklung ins Stocken, nicht zuletzt durch den Euphemismus "Wachsen nach Stuttgarter Maß" fürs tatsächliche Nichtstun im Städtebau. Richtig ist, dass man an der einen oder anderen Stelle mutiger hätte sein können und eigentlich müssen, aber auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal Stuttgarts. Wäre es so, wäre die moderne Architektur etwa in Berlin auch aufregender.

  • das tragischste ist oftmals, dass die ausgewanderten „Stuttgarter Schwaben“ oftmals gar nicht aus Stuttgart kommen sondern von irgendwo bei Ober-Hintertupfingen (in Berlin dann als Stuttgarter vorstellig), den Wandel vom Landei (das meine ich in keinster Weise abschätzig) zum urbanen Megalopolishipster innerhalb von Sekunden vollzogen. Das ist in der Regel völlig reibungsfrei, oftmals etwas putzig, in Einzelfällen halt ziemlich nervig.


    Nach Berlin fahre ich tatsächlich sehr gerne, als „schön“ habe ich es allerdings nie empfunden. Faszinierend ist eher die Geschichte, welche an vielen Stellen der Stadt plastisch erlebbar wird. Wohnen würde ich dort allerdings nicht wollen.


    Den besten Döner des Landes gibts aber trotzdem in Stuttgart ;-)

  • Habe selber mal sehr glücklich in Berlin gelebt, zu einer Zeit, in der sich viel gewandelt hat, es alles möglich war, einige Jahre später hat das Schwaben Bashing angefangen, weil man in Berlin wohl keine Weckle bekommt, dafür konnte man dort badische Maultaschen (mit Erbsen) genießen. Berlin hat dieses Bashing nicht gutgetan, das von misslaunigen Kreuzbergern die von sich behaupten tolerant bzw. weltoffen zu sein, sich über ganz Berlin ausgestreckt hat. Erschreckt hat mich, dass der Treiber Missgunst und Neid war, man in seinem Kampf gegen den neuen Feind "die Gentrifizierung" plötzlich das selber machte, was man vorher seinen Großvätern vorgeworfen hatte, man suchte einen Sündenbock und fand ihn, den Schwaben, der alles wegkauft.


    Eine weltoffene Stadt kämpft weder gegen Rollkoffer noch gegen Menschen aus "Schwaben", Stuttgart dagegen ist weltoffen und hatte mit dem von OB-Rommel initiierten Integrationsbeauftragten hierfür frühzeitig die richtigen Weichen gestellt.

  • Anstatt die Treppe wieder freizugeben, werden jetzt Aufenthaltsverbote ab Mitternacht am Marienplatz und Feuersee verhängt.

    Wer auf so eine Idee kommt, hat entweder nie eine ausgelassene Jugend erlebt oder glaubt, weil er sie hatte, ist es gut.


    Frage, wo sollen Jugendliche abhängen, wenn alle Clubs, Diskos ... noch zu sind? Wir haben jetzt noch 3 Monate in denen man den sogenannten Anwohnern etwas zumuten kann.


    Hätte ich die Aufgabe gehabt, es hätte ein paar Dixies gehagelt und am Killesberg und Schlossplatz würde es eine Freiluftdisko geben...

    So werden junge Leute vom Marienplatz zur Karlshöhe vom Feuersee zu .... vertrieben.


    Das Ganze hätte auch den Effekt das die Clubetreiber, die ich diese gemeinschaftlich betreiben lassen würde, wieder einen wirtschaftlichen Horizont hätten.


    Stuttgart.de - hot-spots-stadt-weitet-massnahmen-fuer-sicherheit-und-sauberkeit-aus-aufenthaltsverbot-rund-um-den-feuersee-und-fuer-den-marienplatz-ab-samstag-24-uhr

  • Das problem ist das die Stadt überhaupt keine Freilichtdeko oder Ähnliches genehmigen könnte da das infektiosschutzgesetz solche Veranstaltungen verbietet! Vor Gericht würde die Planung sofort einkassiert, die Stadt Stuttgart wäre voll in der Haftung. Die Lärm und Müllproblematik am Marienplatz und auch am feuersee gab es übrigens schon vor Corona. Ein Großteil des Publikums dort geht eher nicht in Clubs und Diskos sondern trifft sich in größeren Gruppen und kauft Getränke beim Rewe – was eben auch billiger ist. Das einzige was die Stadt machen könnte ist stärker Präsenz zu zeigen, Toiletten aufzustellen und am nächsten morgen schnell einen Putztrupp hinzuschicken. Das Problem der Anwohner bleibt allerdings.

  • @Wohnzimmer

    In Madrid und anderen Städten kann man das schon sehr lange beobachten, es gibt halt immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft, die sich teure Clubs nicht leisten können/wollen. Für die sollte es Angebote geben. Die werden sich jetzt woanders treffen, wie ich schon sagte. Schaue ich nach Düsseldorf, ist das was hier passiert schon lange Realität, jeder der in der Altstadt übernachtet wird erleben, das es dort jede Nacht rund geht, trotzdem gibt es dort weit weniger Anrufe von Anwohnern als bei uns.

    Der öffentliche Platz ist unser neues Wohnzimmer und wer pinkelt dort wild in die Ecke oder schmeißt seinen Dreck in die Ecke. Hierzu gab es letzte Woche eine positive Geschichte, ein 34-Jähriger hat hier einfach am Abend Müll aufgesammelt und im Laufe des Abends einige Andere animiert es ihm gleich zu Tun. Das sind die Beispiele, die man braucht, neben der Geduld und Ausdauer jene die Roller oder ähnliches in den See zu schmeißen, durch rechtsstaatliches Vorgehen zeitnah zu bestrafen.

    StZ- Wie ein junger Mann zum Putzen am Feuersee motiviert


    @ Coronaregeln

    Es muss imho ein Hygienekonzept für öffentliche Bereiche in der frischen Luft geben und wenn man den Parkplatz vorm Schloss zum geschlossenen Areal für 500 Personen macht, dann ist man dort der VIP, der den Clubbetreibern wieder Geld bringt und die anderen die wie Du sagst, den Rewe leer kaufen, können sich zur Musik auf dem Schlossplatz aahlen.


    Zwei öffentliche Bereiche sperren, ohne Ausweichmöglichkeiten anzubieten, führt nur zu weiteren Frust, den keiner braucht äußer Parteien, die diesen Frust wie die Muttermilch brauchen.

  • Ich sehe das schon ähnlich wie du, ich glaube das Hauptproblem der Stadt ist das man es in den letzten Jahren nicht geschafft hat die wachsende Partyszene auf öffentlichen Plätzen auch nur irgendwie ernstzunehmen, geschweigedenn anzusprechen oder einzubinden. Bis zu den Krawallen letztes Jahr war es der Stadt offensichtlich überhaupt nicht bewusst das es eine solche Szene in der Stadt gibt. Woher auch, die Politiker verziehen sich nach Dienstschluss in ihre Vorortsiedlungen. Mir fehlt hier auch der Pragmatismus mit Streetworkern oder Anti-Konflikt-Teams wirklich verstärkt in die #Menge zu gehen und das Gespräch zu suchen, gleichzeitig Angebote zu machen – z. B. Dixi-Klos – und die Zivilgesellschaft dazu zu animieren sich hier ebenfalls konstruktiv einzubringen. So schwankt die Stadt Stuttgart hier offensichtlich zwischen Wegschauen und Verbieten. Das Problem was in Stuttgart dazukommt ist das Plätze wie der Marienplatz oder der Feuersee mitten in Wohngebieten liegen, während z. B. die von dir erwähnte Düsseldorfer Altstadt oder die Rheinpromenaden schon immer sehr belebt waren und da schon immer Halligalli war. Was man in Stuttgart allerdings auch sieht, durch den (künstlich erzeugten) Druck auf den Wohnungsmarkt sind Wohnungssuchende gezwungen auch Wohnungen anzunehmen die Mitten in solchen Party-Hotspots sind. Früher hätten in solchen Lagen vielleicht Studenten gewohnt, heute wohnt da der Daimler Ingenieur oder Manager der morgens um 6 aufsteht um vor dem Business-Meeting noch eine Yoga-Session einzulegen.

  • Aufgrund der hohen Mieten kommt zusätzlich zu Deinem beschriebenen Phänomenen, dass in den Städten immer mehr in engen Verhältnissen wohnen werden, sodass die Plätze auf Dauer zu unseren Wohnzimmern werden, so werden wir "ähnliche" Zustände wie in der Düsseldorfer Altstadt haben.


    Ja wir haben eine belebte Stadt, da sollte man frohlocken,

    über den mangelnden Respekt vor der Polizei und Älteren nicht, da muss man was Tun und da sollte jeder stille Zuschauer sich angesprochen fühlen.

    Wenn man Angebote macht, hat man ja immer, welche die das Falsch verstehen, die muss man erwischen bzw. erreichen das selbige nicht dominieren. Da kann imho jeder helfen, der diesen kein Podium gibt, indem er schweigend/staunend zuschaut, wenn man sich nicht traut was zu sagen, ist weggehen oder wie der 34-Jährige am Feuersee vorgemacht hat einfach mal ohne zu moralisieren das Richtige zu Tun und froh zu sein, dass von 500 Passanten, 15 einen folgen.

    Da ist endlich der Südheimer Platz belebt, die von Kindern stark frequentierte Pumptrack Bahn musste ja durch einen Mitarbeiter um 20:00 Uhr abgesperrt werden, weil mal wieder sich (ein) Anwohner beschwert hatte und seit einer Woche ist sie ganz weg, keiner weiß warum.

    Diese Anwohner, die immer aus der Deckung die Polizei anrufen, sind die mich z.Zt. am meisten aufregen, nicht das sie sich beschweren, dass man es Ihnen so einfach macht, die erfolgreiche Spaßbremse zu sein.

  • Meint ihr das ernst mit der "Partyszene"? Das ist doch lachhaft. Die Clubbetreiber haben sich gegen diese Begrifflichkeit schon vehement gewehrt.

    Diese Horden bestehen zum Großteil aus stunk-suchenden Migranten. Davor sollte man die Augen nicht verschließen. Das gehört leider zur Wahrheit dazu. Ob man die mit irgendwelchen Angeboten besänftigen kann, stelle ich sehr in Frage. Ich denke eher, dass wir uns mit dieser kulturellen Bereicherung anfreunden müssen. Es wird nie wieder so sein wie früher.

    Es wird anscheinend vertuscht wie damals bei der katastrophalen Kölner Silvesternacht.

    "Inzwischen konnten die Behörden 88 Tatverdächtige im Zusammenhang mit der Krawallnacht identifizieren. Zwei Drittel von ihnen sind deutsche Staatsbürger, von denen wiederum drei Viertel aus Einwandererfamilien stammen."

  • Diese Horden bestehen zum Großteil aus stunk-suchenden Migranten.

    Das mag für den Großteil der Teilnehmer der Krawalle gelten, aber nicht für den Großteil der Leute am Marienplatz oder dem Feuersee. Da sucht in der Regel auch keiner “Stunk” sondern man will halt feiern und vergisst dabei die Rücksicht auf andere. Da war ich in meiner Jugend aber auch nicht anderst.

  • Aktuelles Bild zum Thema (Bsp. aus München): https://www.sueddeutsche.de/im…?v=1624202899&format=webp. Sehe keine "stunk-suchenden Migranten", aus denen "diese Horden" angeblich größtenteils bestehen sollen.

    Genau, das waren die Jungs, die Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen haben und "Allah Akubar" geschriehen haben, als sie Polizisten verprügelt haben. Man kann sich auch dümmer stellen als man ist. Lebe weiter in deiner Gutmenschen-Blase.

    Recheriere selber. Jedes Kind weiß, was damals in Stuttgart los war. Ist mir wirklich zu blöd, dir das Einmaleins beizubringen. Und deine Rassismus-Keule geht mir sonst wo vorbei. Mach einfach die Augen auf und seh, was da ist.


    Das mag für den Großteil der Teilnehmer der Krawalle gelten, aber nicht für den Großteil der Leute am Marienplatz oder dem Feuersee. Da sucht in der Regel auch keiner “Stunk” sondern man will halt feiern und vergisst dabei die Rücksicht auf andere.

    Das kann wiederum sein. Dann muss man aber keine Angebote für die Leute machen machen, sondern früh morgens die orangere Kavalerie drüber laufen lassen. Das Anwohner-Problem bleibt natürlich. Schwer, da eine vernünftige Lösung zu finden.

  • Nittaidai Booah ey, also weil wer auch immer Stunk macht und die gab es auch in meiner Jugend, die haben sich rauchend in die Mitte der Tanzfläche gestellt und gewartet bis sie einer berührt, um dann Ihren Gockel zu machen...

    Sollen dann alle anderen keinen Spaß mehr haben.

    Ich persönlich freue mich, wenn Menschen in meiner Umgebung frohlocken.


    Wer Stunk macht, glaubt aus irgendeinen Grund was Besseres zu sein oder das Regeln für Ihn nicht gelten, legitimiert weil er /sie nicht an den Weihnachtsmann glauben, der sollte in Monatsfrist seine Strafe erhalten.


    Weder ein genervter Anwohner noch ein Stänkerer sollten die Stadtgesellschaft bestimmen bzw. runterziehen auf ihr Niveau.


    P.S: Keiner hat etwas von "Partyszene" erzählt, das ist Deine selektive Wahrnehmung.

  • @es wird nie wieder so sein wie früher

    Das ist erst mal nichts Schlechtes, denn Fortschritt bedingt dies, das ist auch der Spruch, wenn man den zum ersten mal sagt das man feststellt jetzt bin ich alt.


    Das Stuttgarter Club-Kollektiv wollte eine Genehmigung auf dem kleinen Schlossplatz auflegen zu dürfen und hat dies nicht wegen Corona nicht erlaubt bekommen, sondern wegen dem Lärmschutz. Wenn der Lärmschutz sich so entwickelt wie der Brandschutz dann komme ich auch auf den Gedanken, dass wir bald wieder zum lachen in den Keller gehen müssen.


    P.S: Ich habe etwas ganz anderes aus Regents Beitrag rausgelesen, da die Worte bei mir keine allergische Reaktion hervorrufen. Mea Culpa.

  • Da war ich in meiner Jugend aber auch nicht anderst.

    Ich wollts grad sagen. Wer in seiner Jugend nicht ordentlich gefeiert oder gar Scheiß gebaut der oder die werfe den ersten Stein, und das ganze ohne Lockdowns und geschlossene Clubs.


    Natürlich hatten die letzten Eskalationen eine neue Qualität, ohne Frage, aber das einseitige Fingerpointing auf Migranten bzw. Deutsche mit Migrationshintergrund ist schon ekelhaft.


    Den Marienplatz müllen in erster Linie Feierabendbiertrinker zu, so zumindest meine anekdotische Beobachtung.


    P.S: zu meiner Jugend war der Bereich ums Planetarium absolute NoGo-Area.

  • Man kann sich auch dümmer stellen als man ist. Lebe weiter in deiner Gutmenschen-Blase.

    Recheriere selber. Jedes Kind weiß, was damals in Stuttgart los war. Ist mir wirklich zu blöd, dir das Einmaleins beizubringen. Und deine Rassismus-Keule geht mir sonst wo vorbei. Mach einfach die Augen auf und seh, was da ist.

    Deine "kulturelle Bereicherung" hat mit dem hier aktuell diskutierten Thema, den feiernden Nachtschwärmern in unseren Großstädten nach einem Jahr Corona, nur rein gar nichts zu tun. Leider kann ich mich nicht dumm genug stellen, deinen Versuch, diesen Thread gezielt für deine persönliche Anti-Migranten-Agenda zu missbrauchen, zu überlesen. Ich bin eben gerne ein blinder Gutmensch :saint:


    Da sucht in der Regel auch keiner “Stunk” sondern man will halt feiern und vergisst dabei die Rücksicht auf andere. Da war ich in meiner Jugend aber auch nicht anderst.

    Das vergessen leider viele Ältere Semester gerne. Aber was war da los in den 70er und 80er Jahren... hui hui hui 8o

    Vielleicht bräuchte es auch einfach noch mehr Angebote für alle Altersgruppen, damit die einen abends nicht nur zuhause sitzen und die anderen feiern, sondern auch Ältere Teil der Abendgesellschaft sind. Ich weiß, dass es aufgrund unterschiedlicher Mentalitäten natürlich schwer zu vergleichen ist, aber in Fernost gibt es auch abends / nachts große gut besuchte Märkte, offene Geschäfte, belebte Sportparks, Straßenmusiker, z.T. sogar offene Museen etc., Ansprache für alle Altersgruppen also und das zeigt sich dann auch. Bei uns sind abends überwiegend Jugendliche und Studenten unterwegs, bis auf ein wenig Gastronomie ist so gut wie alles andere geschlossen.

  • @Feierabendtrinker oder "Rüpel"

    Wir haben schon eine Aufgabe in der Gesellschaft dazubekommen, die Optimierung des Einzelnen, führt halt nicht in ein besseres Miteinander. Wir haben auch immer mehr Menschen die in einer Blase leben, die mit der Realität wenig zu Tun hat.


    Es gibt zum Glück, welche die Vorbildhaft ohne moralische Überheblichkeit agieren, diese werden andere animieren es Ihnen gleich zu Tun. Diese muss es mehr geben. Durch Belohnungen wie Erwähnung in der Zeitung oder einfach ein gutes Gefühl zu haben.


    Eine Belohnung wäre auch gewesen den Feuersee nicht zu schließen, als Antwort auf die gezeigte Initiative zu feiern ohne alles zu vermüllen. So hat jemand das Richtige getan und ...


    P.S.: Der von mir oft zitierte 34-Jährige hat nicht gewollt, dass sein Name in der Zeitung steht, das ist uneigennütziges Engagement für die Gesellschaft und davor kann man nur den Hut ziehen.

  • Der Müll ist ja nicht das Hauptproblem, sondern der Lärm. Was in Stuttgart fehlt ist ein echtes Ausgehviertel wo sich Anwohner dann eben auch nicht gestört fühlen dürfen wenn sie da bewusst hinziehen. Vor ein paar Jahren war das noch die Theo-Heuss, aber da ging es in den letzten Jahren ziemlich bergab, auch vor Corona schon. Vielleicht sollte die Stadt sich überlegen dort und im Bohnenviertel sowie rund um den Hans im Glück Brunnen das Nachtleben zu forcieren – was ja teilweise auch schon so ist. Die Theo-Heuss könnte man versuchsweise Freitags und Samstag nachts für Autos sperren und hier Open-Air Gastronomie erlauben. Ich spreche hier nur vom Teilstück vom Palast der Republik bis zum Rotebühlplatz, ähnlich wie man es auch zur WM gemacht hast.