Großprojekt am Rödingsmarkt

  • Meine übliche Kritik wäre: Kein Lokalbezug, Allerweltsarchitektur die genau so gut in Bottrup oder einem Gewerbepark bei Stuttgart stehen könnte.


    Dennoch - eine sehr deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängerbau! Und mehr war an einem Standort wie der "Ost-West"-Straße ohnehin nicht zu erwarten. Die Wundheilung entlang dieser Nachkriegschneise kommt erfreulich voran, siehe auch das Quartier an der Katherinenkirche und die sich abzeichnende Umgestaltung am Hopfenmarkt.

  • Zu Donjons Frage:


    Im Wohnungsbauprogramm 2012 von Mitte wird die Fläche behandelt, der Bezirk sieht Potential für 80 bis 100 WE.


    Man ging 2012 von einem Baubeginn frühestens 2014 aus, die Finanzbehörde soll damals bereits einen eine Ausschreibung für die Fläche vorbereitet haben, die letztlichin einen vorhabenbezogenen B-Plan münden soll. Bislang weist der Baustufenplan (?) von 1963 für Fläche nur das Parkhaus aus.


    Die zu schaffenden WE sollen sich an alle Zielgruppen richten, explizit werden auch Ein- und Zweipersonenhaushalte als mögliche Zielgruppe erwähnt.


    Über den aktuellen Stand des Verfahrens weiß ich leider auch nichts...

  • Wenn ihr die freie Wahl hättet und statt des Parkhauses bauen dürftet, was ihr wollt, welche Art der Nutzung könntet ihr euch da vorstellen, vor allem in Hinblick auf den Stadtentwicklungsplan HHs. Büroflächen schließe ich jetzt einfach mal aus. Einfach soll es ja nicht werden..

  • Es schmerzt mir mein Herz, wenn ich den Verfall der letzten Original Häuser am Rödingsmarkt mit ansehe


    Blickwinkel Steintwiete






    Bilder (c) Häuser

  • Die Speicher-Fassade sieht in der Tat schlimm aus. Sind das Kriegsschäden, die mit Zement geflickt wurden?


    Ich habe den Eindruck, das die Häuser auf Deinen Fotos schon länger leer stehen. Ist der Eigentümer der Immobilien bekannt?

  • Ich habe leider keine Ahnung. Das Gebäude steht in der Tat leer und ist innen drinnen eine Perle (mit Innenhof etc)


    Es muss dringend etwas getan werden. Das Gebäude ist erhaltenswert. Doch befürchte ich, dass unser Denkmalschutz aufgrund der groben Reparaturarbeiten das Gebäude nicht auf der Liste stehen haben.


    Ich finde generell, dass die Steintwiete sehr stiefmütterlich behandelt wird. Dabei ist die Lage sensationell



    Bild (c) Häuser

  • ich habe deine Bilder auch mit Schrecken betrachtet,
    aber ich muss zugeben, ich hab erstmal gegoogelt wo das eigentlich ist - noch nie gehört gesehen, wobei Deichstraße - Hohe Brücke, Cremon schon mehrfach auf u- und abgewandert sind. Und einmal rundum abgelichtet wurde.


    Aber Steintwiete? Hinter dem Bankenkomplex - oh je.
    Die Häuser wirken auch wie alte Speicher nebenbei und, die sind gewiss auch nicht so alt wie jene in der Deichstraße.
    Und, dem eigenartigen Muster an Verfall bei einem der Häuser liess mich auf den Gedanken verfallen, ob da eine andere Fassade davor war?
    Denn dieser weisse Träger da ein Haus weiter, der passt da so gar nicht in die Häuserzeile.


    Ich weiss nicht mehr wre die Zeichnung mit den Kreisen angefertigt hatte -
    und - es ist ja auch ureigenste Keimzelle mit da in Hamburg - als wenn da die alte Socke von Grund auf umgekrempelt werden soll um Neustadt einen wahren Namen zu geben.
    Irgendwann muss das wohl mal sein ???? Man kann wohl nicht alles erhalten - wir sind nicht Rom.

  • Vielen Dank für die Seite brickman


    SEHR interessant. Da sehe ich doch einige Häuser, die auf meiner Abschlußliste stehen, die nicht unter Denkmalschutz stehen :)


    Ich habe auch etwas heraus gefunden. Das Gebäude heißt Pflückerhaus und steht seit 2009 leer.


    Bericht aus der ZEIT


    Ich sehe hier einen akuten Handlungsbedarf Seitens der Stadt / des Denkmalschutzes. Es kann nicht sein, dass bei so einem Gebäude spekuliert wird, dass es komplett zerfällt und nur noch abgerissen werden kann! In dem Artikel wird das Haus in der Turnerstraße als mahnendes Beispiel genannt.


    Spontan fällt mir auch das Drama um die Schilleroper ein.