Neugestaltung der Hauptwache (aufgeschoben)

  • Terrasse auf der Hauptwache

    Stühle, Tische und Sonnenschirme (heute eher Regenschirme) stehen auf der Terrasse und ich vermute von Maredo, da gelb/rote Schirme. Starbucks hat grüne und die haben ihre Bestuhlung zurzeit noch vor der Terrasse stehen. Auf dem 3. Foto habe ich mal die Einteilung eingezeichnet wie das in Zukunft aussehen könnte. (rot = Maredo / grün = Starbucks)


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-06-11


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-06-11


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-06-11

  • Wie die FNP heute berichtet, könnte das Schiller-Denkmal von der Taunusanlage zum Schillerplatz umziehen. Das geht aus einem Magistrats-Bericht hervor. Ab dem 27. Oktober, wenn das Schillerfest beginnt, wird für einen Monat ein originalgroßes Schiller-Modell an dem ursprünglichen Standort des Denkmals zu sehen sein.


  • garcia #157 und Fizgig #158

    Es hat sich gezeigt, dass die neu renovierte Außen-Terrasse des Maredo bei gutem Wetter ihr Publikum findet. Die Plätze sind sehr oft komplett belegt. Sieht also zunächst so aus, als würde sich das Engagement des Maredo hier lohnen, auch wenn die Aufenthaltssituation dort nicht ganz nach meinem Geschmack ist.

    Beggi #164

    Kann der Politik im Zusammenhang mit dem Platz, Loch (Schillerplatz) noch nichts abgewinnen. Auf der einen Seite werden schon lange Gerüchte gestreut, dass das Loch geschlossen werden soll und die Pflege desselben wird dementsprechend vernachlässigt. Auf der anderen Seite wird die Außen-Terrasse vorm Maredo renoviert und der Aufzug entfernt und jetzt wieder diese Aktion mit dem Schiller-Modell.
    So als hätte die Politik zwar eine Idee oder gar einen Plan, will aber erst mal abwarten wie die Reaktionen ausfallen. Bisher waren die Reaktionen in der Öffentlichkeit recht dürftig, wohl deshalb wird jetzt Schiller hier persönlich ins Feld geschickt.

    Eine Neugestaltung mit zwangsläufiger Schließung des "Loches" sehe ich selbst aber mit zwiespältigen Gefühlen. Ganz so Übel wie verschiedentlich dargestellt sehe ich das Loch übrigens gar nicht, es macht auf jeden Fall die U-Bahn Ebene attraktiver. Es müsste nur mal gestalterisch überarbeitet und besser genutzt werden. Z. B. müssten die Läden in der offenen Zwischenetage attraktiver belegt und gestaltet werden, ganz abgesehen von der Wertigkeit der zu verbauenden Materialien und der Sauberkeit und der Pflege in diesem Bereich. Die oberirdische Platz-Größe ist ja mittlerweile durch die Schließung der Querstraße riesig genug. Jetzt bedarf es eigentlich nur noch einer Super Platzgestaltung rund um die Hauptwache bis zu den angrenzenden Straßen, mit hellen edlen Materialien und auch der gute Schiller kann dann hier einen schönen Platz, zumindest ganz in der Nähe seines früheren Originalstandortes, bekommen, warum nicht?

  • Es wird konkreter:Schillerplatz Gestaltungsvorlage im Herbst

    Wie die Frankfurter Neue Presse heute berichtet, wird im Herbst (früher Oktober) eine Gestaltungsvorlage für einen neuen Schillerplatz beim Stadtparlament eingereicht. Diese wird derzeit vom Stadtplanungsamt erstellt und hat den historischen Grundriss als Vorbild. Für die Schliessung des U-Bahn Treppenabgangs wird etwa 13,4 Millionen Euro veranschlagt. Eine genauere Kostenschätzung für das Gesamtprojekt ist aber derzeit noch nicht möglich. Leiter des Stadtplanungsamtes, Dieter von Lüpke und Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) sind zuversichtlich, dass die Verwirklichung des Vorhabens unter diesen Bedingungen durchaus machbar sein dürfte. Über einen genauen Zeitplan oder die konkrete Verlegung des Schiller Denkmals auf den Platz (scheinbar zu schwer für den Untergrund) wird erst zu einem späteren Zeitpunkt beraten.


    Quelle: http://www.fnp.de/fnp/region/l…/rmn01.c.6373322.de_1.htm

  • Weg mit dem Loch

    In der Online - Ausgabe der FR vom 10.09.2009 ist unter der o.g. Schlagzeile dieser Artikel erschienen, in welchem berichtet wird, dass die schwarz - grüne Koalition im Römer den Beginn der Umgestaltung der Hauptwache nun endgültig beschlossen hat. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

    • 2010 Planung
    • 2011 Baubeginn
    • 2013 Fertigstellung
    • Haushaltsmittel i.H.v. 15 Mio Euro werden bereitgestellt
    • Umsetzung des Entwurfes von Chestnut und Niess (Berlin)


    Die Ein- und Ausgänge sollen demgemäß durch eine Betonplatte verschlossen sowie ein neuer Zugang zur B-Ebene "an der Biebergasse" angelegt werden. Für die Platte selbst ist eine Begrünung mit Bäumen vorgesehen.


    Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes zugunsten der Hauptwache verschoben wird.

  • Durchaus lobenswert, dass man angesichts begrenzter Mittel nun erst zusammenhängende Projekte angeht. Die Konstablerwache ist ohne umfangreiche Um- oder Neubauten rundherum eh nicht wirklich zu retten, und der Bahn kann man sicher auch noch den einen oder anderen Euro abringen in den kommenden Jahren. Auf ein paar Jahre mehr kommts da nun auch nicht mehr an...

  • Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Stadt die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes gern im Zusammenhang mit dem Bau des Campanile umsetzen würde, damit der Busbahnhof gleich mit einbezogen werden kann. Nachdem das erstmal zurückgestellt ist, wie es aussieht, schiebt man das zugunsten der Hauptwache auf die lange Bank. Macht auch Sinn, denn nach der Zeil sollten Hauptwache und anschließend Konstablerwache in Angriff genommen werden, dann ist zumindest die innerstädtische Platzgestaltung weitgehend abgeschlossen. Und dass finanziell im Moment nicht alles auf einmal geht, ist auch klar.


    Und hier noch der zugehörige FAZ-Artikel.

    Einmal editiert, zuletzt von Miguel () aus folgendem Grund: Neue Quelle eingefügt

  • Auf der Seite von Chestnut & Niess heißt es "Die Hauptwache wird als ebener, klar definierter Raum ausgebildet, begrenzt durch architektonische Kristalle als S- und U-Bahneingänge. Ergänzungsbauten um die Katharinenkirche stellen den historischen Platzraum wieder her."


    Was habe ich mir denn unter Ergänzungsbauten um die Katharinenkirche vorzustellen?

  • Irrlicht : Vielen Dank für den Link zur Architektenseite bzw. den Hinweis auf das Zitat. Es könnte einem Übles in den Sinn kommen...


    Wenn man "den historischen Platzraum" wieder herstellen möchte, müsste man sich eigentlich an diesem Bild orientieren, welches ich exemplarisch für die historsichen Aufnahmen auf der Seite www.altfrankfurt.com herausgreifen möchte.


    Ich möchte aber behaupten, die historischen Gebäudemassen werden nicht wieder neu entstehen.


  • Was habe ich mir denn unter Ergänzungsbauten um die Katharinenkirche vorzustellen?


    Wenn Du deinem Link folgst, dann siehst Du auf der winzigen Grafik, dass der Bereich von der Naspa/den E-Kinos bis zur Verbindungslinie Hako-Katharinenkirche mit einem Gebäude zugestellt wurde.


    Plausibel wäre also in diesem Bereich ein Gebäude, das die Höhe des Hako-Gebäudes aufgreift.

  • Da ich schon länger an einer Grafik zeichne, die die Rücknahme der Fluchten nach 1944 verdeutlicht, will ich euch anlässlich dieser Diskussion eine Arbeitsversion zur Verfügung stellen, auf der das Ganze zumindest in Ansätzen zu sehen ist:



    (Klicken zum Vergrößern)


    Das verschwundene Gebäude direkt östlich der Katharinenkirche war das 1904/05 als Modehaus erbaute Haus Robinsohn, angeschnitten ganz rechts hier:



    (Klicken zum Vergrößern)


    Nachdem die Firma in der Weltwirtschaftskrise der 1920er einging, zog hier die Nassauische Landesbank ein. Nach der Zerstörung des Gebäudes (wobei es nur ausbrannte, die aufwändige Fassade hätte man wohl retten können) tauschte die Bank die Parzelle gegen die des dahinter liegenden städtischen Pfandhauses ein, wo der bis heute erhaltene, aber mittlerweile von den E-Kinos genutzte und erweiterte Bau errichtet wurde. Grund des Tauschs war nach meinen Recherchen die bewusste Absicht, die zuvor in den Straßenfluchten "versackte" Katharinenkirche freizustellen.


    Wie man am obigen Überlagerungsplan sehen kann, wurde die Straßenflucht auch westlich der Kirche beim Wiederaufbau – wie überall auf der Zeil nach dem neuen Fluchtlinienplan von 1955 – deutlich nach Süden verschoben. Die Gebäude von Schuh-Hako und Saturn dürfen meines Wissens auch nur deswegen nahezu die alten Parzellen ausfüllen, weil sie durch die begehbaren Arkaden "fiktiv" den Platz brauchen, den sich daran haltende Gebäude einnehmen.


    Ich kann mir unter den genannten Ergänzungsbauten eigentlich auch nur vorstellen, dass man die Parzelle von Robinsohn neu erbaut. Für die Kirche wäre das unkritisch, da sie eh zu dieser Seite nicht auf Sicht gebaut ist. Was die E-Kinos und Schuh-Hako dazu sagen würden, steht wohl auf einem anderen Blatt. Westlich der Kirche sind Veränderungen oder Neubauten aufgrund der Verkehrsführung wohl ausgeschlossen.


    Bildnachweis: Google Earth / ältere Stadtpläne bzw. eigene Uploads für Wikimedia Commons, aufgrund des Alters sämtlich gemeinfrei.

  • Da ich schon länger an einer Grafik zeichne, die die Rücknahme der Fluchten nach 1944 verdeutlicht, will ich euch anlässlich dieser Diskussion eine Arbeitsversion zur Verfügung stellen, auf der das Ganze zumindest in Ansätzen zu sehen ist:


    Die Arbeit kannst du dir sparen. Ich habe so einen Plan, sogar mit allen alten Grundstücksgrenzen und Hausnummern. Da ich mir unsicher bin, ob ich den hier reinstellen darf, muß ich Interessenten mal wieder um eine PN bitten.

  • Terrasse auf der Hauptwache

    Wie schon im Beitrag #161 vermutet, ist die Terrasse auf dem Platz der Hauptwache jetzt aufgeteilt. Der untere Teil ist von Maredo schon seit längerer Zeit in Beschlag genommen, auf dem oberen Bereich stehen jetzt die grünen Starbucksschirme.


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-10-12

  • Meiner Meinung nach hat die Hauptwache in letzter Zeit eine enorme Wandlung vollzogen: Der Raum, der durch die Sperrung der Durchgangsstraße frei wurde, wird gut angenommen, der entstandene Platz ist schön frequentiert. Auch die Terassen finden durch die Gastronomie eine ansehnliche Nutzung und bekommen (leider vollig verspätet) somit etwas wie eine Daseinsberechtigung verliehen.

  • Hats noch niemand bemerkt und bin ich der einzige? Leider hatte ich gestern nicht die Möglichkeit bei meinem abendlichen Besuch auf der Hauptwache / dem künftigen Schillerplatz das Schillerdenkmal zu fotografieren, aber er steht, der Schiller! Ersichtlich ist nur Schillers Kopf, darunter wurde das Denkmal mit (wahrscheinlich temporären, aber gelungenen) Grafittis der Frankfurter Skyline versehen.

  • Das Schillerdenkmal steht weiterhin in der Taunusanlage, Project. Schüler der Schillerschule (Sachsenhausen) haben eine Büste von Schiller gebaut, am vergangenen Dienstag mit einer "Schillerparade" zur Hauptwache gebracht und dort aufgestellt (FR-Bericht). Ziel dieser Aktion ist durchaus die Rückkehr des echten Denkmals an den angestammten Platz.

  • Da hier offenbar die Wiederherstellung eines Zustandes angestrebt ist, der nicht der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern dem 19. Jahrhundert entstammt, muss man schon sehr tief in die Bilderkiste greifen, um historische Aufnahmen zu finden, die das zeigen, was nun wiederkommen soll.


    Es handelt sich nachfolgend um gescannte, großformatige Lichtdrucke von 1904, die damals nach den Originalplatten des wohl wichtigsten Frankfurter Fotografen des 19. Jahrhunderts, Carl Friedrich Mylius, gezogen wurden. Die hier zu sehenden Fotos hat er 1869 (Nr. 1) und 1875 (Nr. 2) im nassen Kollodiumverfahren angefertigt - alleine das eine technische Meisterleistung (vgl. zum dem Verfahren z.B. Wikipedia)!


    Blick vom Rossmarkt zur Hauptwache, Mylius dürfte hier in etwa auf Höhe des Englischen Hofes, entsprechend heute etwa GM Foto gestanden haben:



    (Klicken zum Vergrößern)


    Auf diesem Bild, fotografiert aus der Zeil in etwa der Höhe der damals erst knapp 20 Jahre alten Liebfrauenstraße, ist sehr gut die Grünanlage mit dem Schillerdenkmal hinter der Hauptwache zu erkennen. Rechts die Biebergasse, klar erkennbar dort das letzte historische Gebäude, das erst 1962 sinnlos der Abrissbirne zum Opfer fiel:



    (Klicken zum Vergrößern)


    Die Bilder sind noch nicht retuschiert, den vielen Dreck auf den Negativen bitte ich also zu entschuldigen. Ich werde sie, wenn letzteres erledigt ist, mal austauschen.

    Einmal editiert, zuletzt von RMA () aus folgendem Grund: Auf eigenen Webspace verlinkt