Neugestaltung der Hauptwache (aufgeschoben)

  • Eine Sperrung der Biebergasse war meines Wissens nach nie vorgesehen. Die Straße wird gebraucht um die Taxis, die dort einen Stand haben, und die Autos aus der PalaisQuartier-Tiefgarage Richtung Bankenviertel zu schleusen, da diese bei einer Sperrung noch zusätzlich über den Knoten Eschenheimer Tor fahren müssten. Durchgangsverkehr dürfte es - bis auf einige notorische Parkplatzsucher (da gibt's aber nur 2-3!) - kaum geben, da parallel die zweispurige Börsenstraße verläuft.


    Jetzt ist auch klar, dass es keine direkte Zufahrt vom Roßmarkt in die Junghofstraße geben wird (was FAZ und FR so ja gezeigt hatten), wäre auch ziemlich kompliziert geworden auf der Börsenstraße ...

  • Und der Zweirichtungsverkehr auf der Straße Roßmarkt kommt noch, siehe unter anderem hier. Der Einmündungsbereich zur Katharinenpforte wird jetzt schon umgebaut. Gestern wurde asphaltiert:



    Bild: Schmittchen

  • Eine Frage hätte ich da auch noch: Befinden sich wirklich Einfahrt UND Ausfahrt der PalaisQuartier-Tiefgarage in der Großen Eschenheimer Straße? Was ich da bisher gesehen habe sah mir eher nur nach einer Ein- ODER Ausfahrt aus ...

  • Gizmo23: Doch, doch, das ist schon so gedacht. Der Tunnelzugang in der Stiftstraße ist die LKW-Ein- und Ausfahrt.
    Wenn die Zufahrts- und Ausfahrtsschranken für PKWs nicht direkt an der Straßenkante liegen sondern beispielsweise wie im Parkhaus am Gericht ein deutliches Stück im Parkhaus drinnen (hier also wohl eher auf einer der Kellerebenen), dann reicht die schmale Lücke, zumal es ja außer dem Verkehr zum Parkhaus und aus dem Parkhaus heraus kaum Autos auf der Straße geben soll.

  • Heute ab 10:00 Uhr ist es soweit: Die Vorbeifahrt an der Hauptwache wird unterbunden.


    In der FR ist heute eine anschauliche Grafik mit den zukünftigen Verkehrsführungen vor Ort zu finden.
    Nach meiner Ansicht werden sich die Autofahrer schnell daran gewöhnen.

  • So, die Hauptwache ist dicht. Mein erster Eindruck, gesehen vor etwa einer Stunde: Von Verkehrschaos keine Spur, es verirren sich nur wenige Autos in die Kaiserstraße. Das Ordnungsamt ist vor Ort, auch am Eschenheimer Tor. Die Ampeln vor dem Kaufhof und an der Ecke Roßmarkt/Am Salzhaus werden bereits durch Zebrastreifen ersetzt, d.h. Fußgänger haben dann generell Vorrang. Dass dürfte auch Parkplatzsucher in der Biebergasse abschrecken, wobei es da sowie keine gibt sondern nur einen Taxistand.

  • Die o.g. Grafik zeigt deutlich: für den Individualverkehr wird's in der Stadt immer komplizierter, enger und umständlicher, um diese Barriere aus Fußgängerzone und Einbahnstraßen überwinden zu können. Man schaue sich nur an, welche Strecke man nun fahren muss, um vom Roßmark zum Kaufhof zu gelangen (1000m statt 100m und dabei 10 statt einer Ampel).
    Der Mobilitätsfreund in mir empfindet das als eine ziemliche Schikane. Gerade im Hinblick darauf, dass solche mobilitätsbehindernde Aktionen Nachahmer auf den Plan rufen, die am liebsten jeden Individualverkehr verbannen möchten.
    Andererseits bin ich zu 90% ohnehin mit der S-Bahn unterwegs und gerade an dieser Stelle macht es mir persönlich nichts aus. Ich stänkere daher eher aus prinzipiellen Überlegungen - also halb so wild ;)

  • Mal ehrlich: Warum sollte man vom Roßmarkt zum Kaufhof fahren wollen? Hier wurde eine Straße gesperrt, die dem Individualverkehr so garkeinen Nutzen brachte. Klar, das war schon geil, im Sommer abends dadurchzutuckern. Aber nötig? Nö, wirklich nicht - weder als Zugang zur Stadt noch als Zufahrt zu Parkplätzen.


    Andererseits reicht's damit auch, zwar sollte die Verkehrsführung noch hier und da verbessert werden - doch Fußgängerzone haben wir nun genug.


    Im übrigen konnte ich gestern abend die neuen Zebrastreifen ausprobieren - viel besser als vorher!

  • Ffm486: Also für alle Wege, die von Süden kommend sowohl den Willy-Brandt-Platz als auch den Eschenheimer Turm passieren ist der Weg über die Hochstraße jetzt vermutlich eine Verbesserung, da an dieser Kreuzung die Ampeltakte für den Weg Hochstraße nach Eschersheimer Landstraße verbessert werden, da der Takt von der großen Eschenheimer zure Erschersheimer verkürzt werden kann.


    Für Wege mit Ziel in der Innenstadt südlich der Zeil über Willy-Brandt-Platz wird es eine Verbesserung geben, da bis zur Katharinenpforte der Verkehr entfällt, der da "nur" durchfahren wollte. (Ausnahme bilden die paar I****en, die wie gestern beobachtet, hinter der verstärkten Trennlinie unbedingt noch verbotswidrig wenden müssen, um ins Parkhaus Hauptwache zu fahren und dabei beide Fahrspuren blockieren).


    Umstellen muss sich der Andienungsverkehr der Geschäfte in der Großen Eschenheimer gegenüber dem Palais, der halt bei der Anfahrt immer über den Eschenheimer Tum fahren muss, sich bei der Abfahrt aber zwischen Biebergasse und Eschenheimer Turm entscheiden kann - vielleicht sogar eine Verbesserung?
    Der Lieferverkehr für den Kaufhof muss, soweit er von Süden kommt vielleicht schon auf der Autobahn über Nordwestkreuz/Miquelknoten/Eschersheimer Landstraße planen, von Westen dürfte der Weg über den Cityring nicht wesentlich langsamer sein als über Mainufer und Willy-Brandt-Platz. Und alles was ohnehin von Norden kam freut sich sowieso. Für den Lieferverkehr für das Einkaufszentrum selbst gilt das gleiche, halt mit der Ein-/Ausfahrt in der Stiftstraße, wobei ich mir hier Sorgen über den Anteil mache, der dann am Parkhaus Konrad-Adenauer-Straße vorbei richtung Alte Brücke fahren will. Hier wäre dann eine Beschränkung des LKW-Verkehrs in diese Richtung auf Anlieger anzustreben.

  • Bisher laufen nur wenige auf der ehemaligen Fahrbahn...



    Den Ampeln ging es heute an den Kragen, sie haben nun ausgedient... :daumen:



    (Bilder von mir)

  • Bin heute Morgen erstmals die Große Eschenheimer Straße "verkehrtherum" bis zur Hauptwache gefahren und dann rechts rein in die Biebergasse. Musste auf die Mainzer Landstraße. Klasse zu fahren, vorher musste ich immer über den Cityring an der Alten Oper vorbei, ein Umweg. Schneller geht das jetzt auf jeden Fall. Nur schade, dass man, aus der Stiftstraße kommend ordnungswidrig abbiegen muss, wenn man nach links Richtung Hauptwache will. Da hätte man doch auch das Linksabbiegen ermöglichen sollen.


    Grüße!
    Euer Schöni

  • Hier kann jetzt gewendet werden:


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-02-20

    Die neuen Zebrastreifen zwischen Zeil und Hauptwache:


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-02-20

    Die Einfahrt in die Biebergasse:


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-02-20

    Und die Sperrung von oben:


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-02-20


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2009-02-20

  • Seit sechs Tagen keine Wortmeldung mehr zum Thema?


    Ist das Chaos so derart vollständig ausgeblieben? Keine kilometerlangen Staus? Keine verhungerten Autofahrer? Noch kein Einzelhändler pleite?

  • gestern und heute gabs schon stau, allerdings lag das mehr an dem parkhaus hauptwache und der ampelschaltung unten zur berliner strasse, da läuft es nicht flüssig ab. wenn dann in den abendstunden der verkehr nicht richtig abfließen kann, wirds eng. am morgen auf dem weg in die stadt ist es auf jeden fall deutlich angenehmer und entspannter, zumal, wenn man mit dem zweirad bis zur neuen fussgängerzone fährt und dort den motorradabstellplatz nutzt. da ist die kaiserstrasse deutlich staufreier im vergleich zu vorher!

  • Ich bin mittlerweile schon 5-6 mal an der Ecke vorbeigekommen und, oh Wunder, kein Stau und ich war zu verschiedenen Zeiten da. Von einigen wurden für die Hochstr. oder die Berliner Str. Staus vorausgesagt, aber auch hier nicht mehr als sonst. Vielleicht war bei den Voraussagen die Glaskugel defekt. :D

  • Ich bin heute mal im Selbstversuch gegen 14 Uhr durch die Innenstadt gefahren, allerdings nicht die Berliner Straße, da fahre ich nur ungern, weil es mir in Richtung Battonstraße schon immer zu langsam geht.


    In der Hochstraße hat es sich bis zur Ampel an der Goethestraße etwas gestaut. Die Ampelphasen waren sehr kurz und nicht jeder Autofahrer hat gleich das Gaspedal gefunden, wenn es grün wurde. Dabei war der Rest des Anlagenringes fast wie ausgestorben, weil diese Ampel zu stark bremste. Am Hilton vorbei und dann nach rechts in die große Eschenheimer fühlte ich mich fast wie am Sonntag. Offenkundig ist das Parkhaus noch nicht hinreichend bekannt und zu viele versuchen noch ins Parkaus Hauptwache zu fahren, anstatt sich zum Goetheplatz und in die Große Eschenheimer zu bewegen. Das wird sich einspielen, denke ich.


    Die Große Eschenheimer selbst ist wie verwandelt! Zumindest an diesem Samstag wimmelte es auf der Straße unterhalb der Parkhauseinfahrt (ja, auf der Straße!) von Fussgängern und Radfahrern zwischen denen sich einzelne Taxis und nur sehr wenige andere PKW durchschlängelten. Eine sehr erfreuliche Mischung aus Frühlingsanfang (es waren 13 Grad) und Volksfeststimmung. Natürlich strömten alle zu "My Zeil".
    Die Biebergasse war zu meiner Verblüffung schwächer befahren als früher. Ich hoffe, das bleibt so. Was ich zu beobachten vergaß: dürfen die aus dem Parkhaus Ausfahrenden eigentlich nach links abbiegen?


    Früher jedenfalls ist doch eine erkleckliche Anzahl von Autofahrern an der Hauptwache links in die Biebergasse eingebogen. Ich weiß bis heute nicht warum.


    Erst bei soviel Musse und ohne die bislang gewohnten vielen Autos kann einem so richtig auffallen, wie schäbig die 50er-Jahre-Notarchitektur rund um Lorey ist. Da lässt sich in den kommenden Jahrzehnten sicher noch viel entwickeln.


    Auf der anderen Seite der Sperrung war es auch nicht so schlimm, wenn auch immer noch einige Autofahrer versuchen, über die Katharinenpforte ins Parkhaus zu gelangen. Das geht aber nicht und führte heute zu einigem Gedrängel. Das Salzhaus war leicht überfüllt, aber das war dieses traurige etwas von einer Parkhauszufahrt schon immer.


    Wenn ich an die Innenstadt noch vor zehn Jahren denke: Samstags machten die Läden am frühen Nachmittag zu und es gab vormittags einen einzigen innenstadtumfassenden Anfahrts-Stau und ab 14 Uhr einen einzigen innenstadtumfassenden Abfahrts-Stau. Wer damals von der Eschersheimer zur Taunusstraße wollte, war ein Idiot, wenn er die Börsenstraße nahm. Heute ist dieser Weg praktisch ganztägig befahrbar. Wer damals Samstags an der Hauptwache vorbei zum Oederweg oder zur Eschersheimer wollte war genauso ein Idiot, weil er vom Theater an im Stau stand und oft am Salzhaus kaum vorbeikam. Merkwürdigerweise geht das heutzutage (via Neue Mainzer natürlich) alles viel flüssiger. Es wird wohl nicht zuletzt an den geänderten Ladenöffnungszeiten liegen.


    Mir hat die Stimmung rund um die heute sehr belebte Hauptwache wirklich gut gefallen. Das Aussperren des Autoverkehrs scheint tatsächlich ungeahnte Freiheitsgrade für die Einkaufenden zu bewirken. Verblüffend!