Wohnquartier "Stadtgärten am Henninger Turm" (in Bau)

  • Abstandsflächen sind viel zu groß. Anordnung, Kubatur und Architektur einfach unterirdisch. Genau das gleiche seelenlose Schlafghetto wie im völlig misslungenen Europaviertel.

  • Der kommende Bauabschnitt im Nordosten der Stadtgärten erhält übrigens diese "städtebauliche" Gestalt:



    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Die einen nennen es Planung. Andere erinnert es an ein Unglück mit der Eiswürfelmaschine, nur mit bleibenden Schäden. Keine Urbanität, nirgends. Dagegen glitzert selbst Jochem Jourdans zehn Jahre altes Konzept.

  • Für mich sieht's gar nicht mal so schlecht auf. Ja, es ist "luftig" und es ist keine Blockrandbebauung. Trotzdem finde ich es nicht unurban. Auch die Abstandsflächen sind nicht zu groß geraten. Jedenfalls finde ich es besser als das Rebstockviertel.

  • Das ist reinste Vorstadt-/Stadtrandarchitektur, gefällt mir deshalb/v.a. städtebaulich nicht. Es kann nicht sein, dass keine 2 km vom Stadtzentrum entfernt so verschwenderisch mit Baugrund umgegangen wird und die Ecke null Urbanität ausstrahlt.

  • keine 2 km vom Stadtzentrum entfernt


    Je nach Blickrichtung ist die Bebauungsgrenze der Stadt gerade mal 650m entfernt - danach ist das also schon fast Stadtrand und ggü. dem was da an Bebauung in Form von EFH, DHH und Kleingartendatschen in Richtung Bebauungsgrenze/Stadtwald noch folgt, sind vierstöckige Eiswürfelchen doch schon "verdichtete Bebauung".

  • Was mich an den Stadtgärten doch sehr wundert ist, das die SNR Privatgärten nicht eingefriedet sind, so sieht es doch sehr aus wie als sei hier einfach eine Grünfläche zwischen den Terrassen entstanden. Oder wird das noch erledigt?

  • ^


    Wahrscheinlich hat diese Entscheidung der Einfriedung der Bauherr den Eigentümern abgetreten.


    Bei unserer kleinen ETW-Wohnanlage in Mainz war das auch so, da mussten wir auf einer Eigentümerversammlung bestimmen und abschließen, welche Arten von Einfriedungen wir im Sinne eines einheitlichen Bildes nach außen wir zulassen und jeder Eigentümer musste das dann aus eigener Tasche zahlen, wenn er solch eine wollte.


    Das hat sich der Bauherr natürlich schön gespart ;)


    Denke, so könnt es hier auch sein.

  • Nein, es soll lt. Aussage des Vertriebs eine Abmachung mit der Stadt getroffen worden sein, die eine Einfriedung verbietet. Hintergrund ist der "parkähnliche" Charakter der Siedlung, der erhalten bleiben soll..

  • Nach den Fotos gestern von der anderen Seite des Hainer Wegs noch welche vom Zwischenstand auf Baufeld 3 im Nordosten der Stadtgärten (Lage auf dem Arealsplan). Außer eingerüsteten Rohbauten gibt es nichts zu sehen, daher kommentarlos Bilder von den Gebäuden an der Ostseite der neuen Straße Am Wassertempel:





    Bilder: Schmittchen

  • Das Baufeld 3 der Stadtgärten füllt sich. Ein hoher Bretterzaun verhindert jedoch einen ungehinderten Einblick.


    Blick über den Zaun von heute Abend:


  • Baufeld 2:


    Hier waren ursprünglich eigentlich einmal 3 Hochpunkte (Grafik) vorgesehen.
    Leider werden wir davon nichts sehen, denn es werden maximal 8 Etagen bei allen Gebäudeteilen, auch beim Baufeld 2.


    Ein wenig verwundert darüber bin ich schon, dass man a, soviel mögliche Geschossfläche nicht umsetzt und b, wir ja bekanntlich kein Wohnungsproblem in Frankfurt haben (NOT).

  • Grundsätzlich empfinde ich es als ärgerlich, dass es der hiesige Bauherr nicht als notwendig erachtet, die interessierte Öffentlichkeit auch nur ein wenig über das Vorhaben zu informieren. Das gilt besonders für die Aktivitäten auf "Baufeld 2". Bauen im öffentlichen Raum ist keine Privatsache.


    Die neuen Wohnhäuser auf "Baufeld 2", den Hainer Weg hinauf geblickt:



    Blick die neue Straße "Am Wassertempel" hinunter (Übersichtsplan weiter unten):



    Die südlichsten Gebäude auf "Baufeld 2", gelegen zwischen dem künftigen Quartiersplatz und der verlängerten Aschaffenburger Straße (die künftig östlich des Hainer Wegs "Am Henninger Turm" heißen wird):



    Die Villa Henninger ist schon seit Monaten eingerüstet. Was geschieht und wie die Villa künftig genutzt werden soll, ist bisher nicht bekannt geworden. Teilansicht Rückseite:



    Übersichtsplan, nicht nur für die Feuerwehr von Nutzen:


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/4345_henninger_stadtgaerten.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • In der Nachbarschaft erzählt man sich folgendes - es kann stimmen oder auch nicht.


    - Baufeld 2 wurde komplett an einen Investor (möglicherweise Versicherung) verkauft, der die Wohnungen vermieten wird. Es gibt in diesem Bauabschnitt keine Eigentumswohnungen


    - Auf die drei Hochpunkte wurde verzichtet, dafür sind die Gebäude insgesamt etwas höher und in der Grundfläche größer als ursprünglich geplant. Das Bauvolumen wurde also anders verteilt, was angeblich auf Betreiben der Stadt (?) erfolgt ist


    - Am Quartiersplatz soll es Geschäfte und evtl. Gastronomie geben, genaueres unklar


    - Bau der Häuser am/im Park der Villa Schubert würde sich verzögern, Gründe unklar


    Gar nichts bekannt ist zu:


    - Geplanter Nutzung der Villa Henninger
    - Sachstand bei den Fass-Wohnungen im Henninger Turm, die noch nicht fertiggestellt scheinen
    - Sachstand bei den Wohnungen über dem Aldi-Markt, die seit der Fertigstellung vor ca. 2 Jahren leer stehen

  • Gestern habe ich auch dieses Gelände besucht und ein paar Bilder gemacht.


    Zuererst vom letzten Bauabschnitt, der soeben erstellt wird:



    Hochpunkt rechts des HT:



    Unterhalb des HT, Blickrichtung nach Westen



    Hier jetzt noch ein paar Bilder von dem Bauabschnitt, der davor soeben fertiggestellt wurde, alles nicht schlecht geworden, Blickrichtung jeweils Richtung Innenstadt, rechts hinter mir steht die alte Brauereibesitzer-Villa:




    Bilder: Marty