Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • ^Vor ein paar Tagen habe ich mir auch diese Ausgrabungen angesehen. Die Wände dieses Grabens sehen teilweise aus wie aus Sandstein. Das scheint mir für einen Abwasserkanal zu aufwendig. Sehen wir nicht eher die Reste der Contrescarpe der Berliner Stadtbefestigung?


    Der Verlauf in alten Karten ist nur sehr ungenau, muss aber hier irgendwo gewesen sein:



    © 2022 Zentral- und Landesbibliothek Berlin

  • Die Wände dieses Grabens sehen teilweise aus wie aus Sandstein. Das scheint mir für einen Abwasserkanal zu aufwendig. Sehen wir nicht eher die Reste der Contrescarpe der Berliner Stadtbefestigung?

    Ich meine wir sehen da links den Deckel und die Wände des U2-Bahnhofs. Der liegt ja nicht sehr tief und auch in einer Krümmung.

    Aber genaues ist mir auch nicht bekannt...


    d.

  • Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Siemensbahn vorgestellt

    rbb24 berichtet über die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die die Verlängerung der S-Bahnstrecke bis über die Havel hinaus untersucht hat.


    Demnach wäre dies technisch möglich. Drei Streckenvarianten bis Hakenfelde wurden geprüft. Zwei davon würden Tunnel erfordern und wären somit relativ kostenintensiv, dafür würden Umwelt und Stadtbild weniger beeinträchtigt werden. Die dritte und nördlichste Variante verliefe oberirdisch, was kostengünstiger wäre, aber eine neue Brücke über die Havel erfordert.


    Dazu gibt es eine Grafik mit den möglichen Streckenvarianten, der jeweiligen Lage der Bahnhöfe und weitere Infos zu damit verbundenen Problemen und Herausforderungen sowie zur Geschichte der Siemensbahn.


    Dazu soll heute auch in der Abendschau berichtet werden.


    Ergänzung 12.01.2022: Die Grafik mit den möglichen Streckenvarianten liegt in besserer Auflösung hier als PDF vor.

  • Entweder U2 oder Reste des Abwassersammlers aus den 1930ern. Vor ein paar Jahren wurde in der Nähe ein Teil des Abwasser-Dükers unter der U2 (anno 1913) freigelegt, der seit dem Umbau der 1930er Jahre außer Betrieb ist. Der war gemauert, dass hier sieht mir nach Beton aus, also eher 1930er vor dem erneuten Umbau in den 1960ern.

  • Berlin prüft Ausbau des Nachzugangebots

    Für den Fernverkehr gibt es ja keinen eigenen Thread. Ich hoffe es ist ok, dieses Thema hier anzugliedern. Ich finde es jedenfalls spannend, dass Berlin seine Potentiale als möglicher Knotenpunkt von Nachzügen eruiert. Solche Angebote gab es ja immer wieder mal, ohne Subventionen sind diese aber aktuell leider schwer zu behaupten. Somit blutete das Angebot der Deutschen Bahn zuletzt völlig aus und man verkaufte Züge an die Österreicher, die zu entsprechenden Subventionen bereit sind. Im Zuge der Verkehrswende will nun auch Berlin wieder neu über dieses Angebot nachdenken, das gerade innereuropäische Flüge ersetzen könnte.


    Absehbar wird es Nachtverbindungen nach Brüssel, Paris, Amsterdam und Prag geben. Nun hat der Senat eine Studie vorgestellt, wonach es diverse Verbindungen bis nach Skandinavien, Italien und Osteuropa geben könnte. 150 Vertreter von nationalen und internationalen Unternehmen und Behörden/Regierungen haben nun in einer Videokonferenz über die Studie erfahren und sich vernetzt. Ich hoffe, dass man da dran bleibt. Neben dem Omnibusnetz wäre das eine weitere attraktive und umweltfreundliche Alternative zum Flieger.

    Quelle rbb24

  • ^ Spannendes Thema. Bin seit Interrail-Zeiten (und einer abenteuerlichen Reise von Moskau nach Kasan) großer Fan von Nachtzügen. Die Ausdünnung des Angebots auf wenige (vor allem ÖBB-)Strecken ist ein Jammer. Abends am Südbahnhof in einen Zug steigen, sich mit einem Rotwein ins Bett legen und morgens in Venedig wieder rauskommen – wie geil wäre das?


    Verstehe bloß nicht ganz, wie hier die Stadt als Akteur ins Spiel kommt. Der Senat kann sich da vieles wünschen; beschlossen werden Fernverbindungen, anders als Regionalstrecken, vor allem von den Bahn-Unternehmen...

  • S-Bf. Johannisthal (ehem. Betriebsbf. Schöneweide)

    Wurde zuvor teils im Square1-Thread gezeigt (siehe hier, Bilder 4 bis 6) , passt thematisch aber besser hierhin.


    Die Umbennenung des S-Bf. wurde in den Medien zunächst verspottet, da der Zugang über die Brücke Richtung Johannisthal aufgrund des schlechten Zustands der Fußgängerbrücke nicht möglich war. Die Bahn versprach dann aber, die Brücke bis Ende 2021 zu sanieren und den Zugang Richtung Westen zu ermöglichen.


    Das wurde auch geschafft, allerdings erstmal nur über eine provisorische Behelfstreppe (die in der Mitte). Der westlichste Teil der Brücke mit der „richtigen“ Treppe (ganz links im Bild) ist noch gesperrt, auch der Aufzug fehlt noch:


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  • Neubau Regionalbahnhof Köpenick

    Der Tagesspiegel berichtet, dass in gut einem Jahr der Bau des neuen Regionalbahnhofs am S-Bahnhof Köpenick beginnen soll. Die Baugenehmigung liege inzwischen vor. Wenn alles gut geht, kann der Betrieb 2027 starten. (Ich glaube es erst, wenn ich es sehe.) 🙂


    Der RE1 soll dann alle 30 Minuten fahren, in der Hauptverkehrszeit sogar alle 20 Minuten. Die Fahrtzeit in die Innenstadt würde deutlich verkürzt.


    Gebaut wird ein zusätzlicher Bahnsteig mit 2 weiteren Gleisen. Es wird 3 Zugänge geben, u. a. eine neue Personenüberführung am westlichen Ende.


    Der Umbau umfasst einen rund 3 km langen Streckenabschnitt inkl. neuer Stützbauwerke und ca. 4 km Schallschutzwände. Zudem soll ein zusätzliches Überholgleis den Personen- und Güterverkehr entflechten.

  • ^ Die Berliner Zeitung listet ergänzend auch ein paar der neuen Verbindungen und weitere interessante Aspekte auf:

    -30 Minuten bis Bahnhof Zoo

    -40 Minuten bis Frankfurt an der Oder

    -50 Minuten bis Potsdam

    -Aktuell zählt der S-Bahnhof Köpenick als relativ wichtiger ÖPNV-Knoten mit Halt der S3 sowie immerhin 3 Trams und 4 Buslinien. Durch die Anbindung ans Regionalbahnnetz soll er nochmal in eine andere Liga aufsteigen und dem Ostteil der Stadt eine bessere Bahnanbindung ermöglichen.

    -Als RE1 wird nicht der bekannte rote Regionalzug der DB verkehren, sondern ein weißlicher Regionalexpress der sogenannten Ostdeutschen Eisenbahn aka ODEG mit bis zu knapp 800 Plätzen.

    -Es werden täglich im Schnitt mit 5.500 Reisende auf dem Regio-Bahnsteig erwartet, bei größeren Veranstaltungen wie Spielen des FC Union Berlin (die Alte Försterei liegt ca. 15 Minuten fußläufig entfernt) auch schon mal deutlich mehr.

    -Als Nebeneffekt dürfte die S-Bahn Fahrgäste verlieren, weil der Regionalexpress deutlich schneller unterwegs ist. Dafür wird aber auch der S-Bahnsteig künftig besser zugänglich werden.


    Mod: Überflüssiges Zitat des Vorposts gelöscht.

  • Bahnhof Lichtenberg soll Hub für Nachtzüge und Fernbusse werden

    Der Bahnhof Lichtenberg war einst der wichtigste Fernbahnhof Ost-Berlins - ebenso wie der Bahnhof Zoo bekanntlich für den Westteil der Stadt. Und ganz ähnlich wie der Bahnhof Zoo verlor auch das Pendant in Lichtenberg nach der Wende stark an Bedeutung (aktuell halten dort neben mehreren S-Bahnen und der U5 auch einige Regionalzüge mit 85.000 Fahrgästen pro Tag). Und wiederum ähnlich wie in den vergangenen Jahren beim Bahnhof Zoo geht nun auch hier vom Bezirk ein Impuls zur Renaissance aus:

    -So hat die BVV in einem ersten Schritt bereits beschlossen, dass der Bahnhof zu einem Hub für Nachtzüge entwickelt werden soll (sowie wohl auch Flix-Züge, falls ich das richtig verstanden habe). Die entsprechenden Kapazitäten sind demnach wohl nach wie vor vorhanden.

    -Außerdem will man möglichst auch ergänzend zum ZOB einen kleinen Hub für Fern-Busse aufbauen, damit die Bewohner der östlichen Bezirke diese künftig deutlich besser nutzen können. Hierfür wäre jedoch ein gewisser baulicher Aufwand am Vorplatz des Bahnhofs zu leisten. Aktuell berät der Verkehrsausschuss diese Pläne daher erst noch genauer, damit man dann hoffentlich bald im nächsten Schritt BVG und Deutsche Bahn mit ins Boot nehmen kann.

    -Falls es zu dem "Mini-ZOB" kommt, könnte man im Zuge des Umbaus auch ein Fahrradparkhaus sowie einige E-Ladesäulen installieren.

    -Insgesamt betrachtet man die Aufwertung des Bahnhofs somit als Beitrag zur Mobilitätswende sowie als Stärkung der Mobilitätsangebote in den östlichen Bezirken der Stadt.


    Falls das alles so gelingen sollte, fände ich das schon ziemlich erfreulich. Auch die B.Z. zeigt sich sehr angetan von den Plänen.

    Basisartikel der B.Z.

    Kommentar der B.Z.

  • Update zu Maßnahmen an der Linie U2, fotografiert von mir am 06.03.



    Die Baumaßnahmen für einen Aufzug am U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz

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    Vor einigen Jahren wurde der U-Bahnhof Spittelmarkt saniert und seinem Ursprungszustand (inkl. der Öffnungen zum Wasser) angenähert. Schnell zeigten sich aber Feuchtigkeitsschäden an den Bauwerksdecken. Inzwischen wir die Decke also nochmal saniert

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    d.

  • Im Dezember 2022 sollte ein erster Teil der City-S-Bahn (ehemals S21) als Interimslösung vom Bahnhof Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof im Pendelverkehr in Betrieb gehen. Allerdings verzögert sich die Inbetriebnahme weiter. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

    Grund: Lieferengpässe bei Schaltanlagen und speziellen Betonbauteilen wie Kabelschächten und -kanälen. Und aufgrund von Corona fehle Fachpersonal insbesondere bei der Planung.


    Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts mit dem neuen unterirdischen Bahnhof am Hauptbahnhof sollte 2026 erfolgen. Auch dies wird sich verzögern.

    Grund: Korrosion an einem Fundament der Humboldthafenbrücke.


    Voraussichtlich Mitte des Jahres sollen neue Termine genannt werden.


    Pressemitteilung der Bahn

  • Umbau und Modernisierung Bahnhof Schöneweide

    Die Berliner Zeitung fasst in einem längeren Artikel - inkl. zweier Visus - die aktuellen und geplanten Umbauarbeiten am Bahnhof Schöneweide zusammen, den täglich ca. 20.000 Fahrgäste frequentieren. Die DB baut hier ja schon seit einigen Jahren.


    Anlass ist der Beginn der Bauarbeiten durch die BVG am 15.03. Dabei werden 50 Millionen Euro investiert, die sich BVG und Senat je zur Hälfte teilen. Ende 2024 will man fertig sein.


    Bis dahin ist viel zu tun. Gebaut werden ein neuer Tunnel für die Straßenbahn, eine neue Wendeschleife, ein neuer Busbahnhof mit 8 barrierefreien Haltestellen und auch ein großes unterirdisches Regenrückhaltebecken. Des Weiteren werden 1,6 km Gleise, zehn Weichen, 57 Masten mit 2,2 km Fahrdraht sowie 4,5 km Bahnstromkabel gebaut bzw. verlegt.


    Einschränkungen wird es zwischenzeitlich auch für den Autoverkehr geben. Phasenweise wird auf der Michael-Brückner-Straße nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen.

  • Update U-Bahntunnel- und Straßensanierung Chausseestraße, fotografiert von mir am 12.03.2022



    Inzwischen sind die Arbeiten auf der westlichen Fahrbahnhälfte in diesem Abschnitt beendet, bis auf die finale Asphaltschicht ist hier alles fertig. Nun kommt die östliche Fahrbahnhälfte mitsamt des darunter liegenden Tunnelbereichs dran...

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    Die Gehwege schlie0en jetzt nahtlos an die bereits im Zuge des BND-Neubaus neu angelegten Abschnitte an...

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    d.

  • Straßenbahnbau Hauptbahnhof-Turmstraße, Abschnitt Turmstraße und Rathenower Straße, fotografiert von mir am 12.03.2022


    Fast im ganzen Bereich der späteren Trasse laufen die Arbeiten, lediglich an der Kreuzung Turmstraße/Rathenower Straße ist noch nicht begonnen worden. Deutlich wird hier, welcher Aufwand in der Spartenverlegung liegt. Letztlich ist die Straßenbahn hier also auch ein Mittel zur Erneuerung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur. Ob Beleuchtung, Böden oder Fahrbahnbeläge, der Straßenraum zeigt sich total abgewirtschaftet...


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    d.

  • Straßenbahnbau Hauptbahnhof-Turmstraße, Abschnitt Alt-Moabit und Invalidenstraße, fotografiert von mir am 12.03.2022



    Dieser Abschnitt ist schon deutlich weiter, sicher auch, weil man hier zügig die Straßensperrung für die Tram und auch den MIV wieder aufheben will. In der Invalidenstraße werden abschnittsweise die Gleise verlegt um die Grundstücke nicht komplett für Anlieferungen und Rettungsfahrzeuge zu blockieren


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    d.

  • Bei den Gleisarbeiten zur S21 gehts auch lanfsam vorwärts.


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    Hier dürften mal die zukunftigen Gleise zum Westhafen verlaufen


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    Auf der anderen Seite sind sie schon erkennbar


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  • ^ Danke Theseus. Leider geht es mit den Gleisbauarbeiten für die S21 zur S-Bahn-Station Westhafen nicht so schnell voran. Das ersten Foto (und auch das zweite am linken Bildrand und auf dem dritten am rechten Bildrand) zeigt die erneuerten Gütergleise der Gleisverbindung zwischen dem Westhafengelände und der Fernbahntrasse am Nordring. Da zwischen diesen und dem Westhafen die bestehende S-Bahn-Trasse des Nordrings verläuft, müssen die Container- und Tankzüge seit jeher eine lange Spitzkehre nehmen, die fast bis zur Döberitzer Straße reicht.


    Nur auf dem letzen Bild links sieht man schon einen Teil der neuen S-Bahn-Gleise am Beginn des Unterführungsbauwerks zum S-Bahnhof Westhafen.