Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • ^So wünschenswert das wäre, aber an der Schleuse Mühlendamm sinkt die Reisegeschwindigkeit rapide. In London fährt das Schnellboot sogar 30 Knoten (viel schneller als 30 km/h). Ohne es genau zu wissen denke ich so schnell darf man auf Berliner Gewässern nicht unterwegs sein.

    Im Artikel ist von bis zu 35 km/h Höchstgeschwindigkeit die Rede. Damit ist die Reisegeschwindigkeit deutlich geringer und maßgeblich abhängig von der Anzahl der Stationen. Es könnte ja an der Jannowitzbrücke erst einmal Schluss sein. Auf dem Teltowkanal und schmalen Abschnitten der Spree darf nicht so schnell gefahren werden. Aus Gründen des Naturschutzes und der Stabilität der Uferböschungen.

  • ^Von Köpenick aus muß das erste Mal am Mühlendamm (Spree), Neue Mühle (Dahme/KW) und in Kleinmachnow (Teltowkanal) geschleust werden. Das charmante am FlussBus ist, dass für die Infastruktur nicht großartig gebaut werden muß, ein paar Stege, aber der Fahrweg, Fluß und Kanal sind schon da.


    Für Köpenicker stellen Dahme und Spree sowie die Bahndämme der Frankfurter und der Görlitzer Bahn reale Querungshindernisse dar. Selbst wenn sich der FlussBus mit nur 10km/h bewegt, bedeutet das für viele einen Zeitgewinn. Denn MIV und ÖPNV stehen hier im selben Stau, und es gibt keinen U- oder S-Bahnhof jenseits von Spree und Dahme.


    Geschwindigkeitsbeschränkungen bestehen auf der Grundlage von Landesgesetzgebung; Hauptgrund dürften Lärmemission und Sog/Wellenschlag sein. Das läßt sich aber durch entsprechende Schiffskonstruktion minimieren. Die Initiatoren wollen hier Ausnahmeregelungen. Haltestellen Richtung Berlin z.B. braucht man nur zwei (Treptower Park > Ringbahn und Jannowitzbrücke > Stadtbahn). Weiter muß nicht gefahren werden.

  • ^ Also das klingt ja alles ganz charmant und wäre sicherlich schön instagrammable (#wirnennenesarbeit #mywaytowork #feelingblessed :S), insofern bezweifle ich den im Artikel erwähnten Zuspruch keinesfalls, aber ich würde mal hinterfragen, ob das Ganze wirklich einen Zeitvorteil bringt. Vom S Spindlersfeld ist man mit Umsteigen in 17 Minuten am Treptower Park, vom S Köpenick in 13 am Ostkreuz oder 20 Minuten an der Jannowitzbrücke. Die Bewohnerzahl der Altstadt dürfte sich im dreistelligen Bereich bewegen, der Großteil der 7.294 Einwohner/-innen dürfte eher im Bereich Kietz und Wendenschloßstraße ansässig sein, d.h. nur für eine recht kleine Personengruppe wäre die Abfahrtstelle am Luisenhain tatsächlich fußläufig bzw. schneller als die S-Bahnhöfe zu erreichen. Insgesamt würden die Schnellfähren also keine neuen Relationen erschließen, noch wären sie wirklich schneller als parallel verlaufende, nicht an der Kapazitätsgrenze operierende Schnellbahnlinien. Das dürfte (ohne mich da im Detail auszukennen) auch der Unterschied zum Angebot von TfL sein.

  • Das Ganze "schlägt hohe Wellen" - aber nur als Sturm im Wasserglas. Wer die Elbfähren in Hamburg kennt, weiß, dass das auf der beschaulichen Spree völlig unrealistisch ist. Die Dinger sind riesig und donnern mit einem Affenzahn an die Anlegestationen. Auf der breiten Unterelbe kein Problem und dort herrscht auch das entsprechende Fahrgastaufkommen.


    Hier müsste alles eher 2 Stufen kleiner und langsamer sein. Selbst bei max. 20 km/h, was aufgrund von Naturschutzgründen und des vielen Freizeitverkehrs (u. a. Paddler, Grillboote und die ganzen besoffenen "Floß-los" Gruppen") allenfalls auf Teilabschnitten möglich wäre, ergäbe sich bei der Entfernung von ca. 11 km bis Treptower Park und ca. 15 km bis Jannowitzbrücke keinerlei Zeitvorteil gegenüber der S-Bahn, wie DaseBLN schon ganz richtig schrieb. Zudem wären ein attraktiver dichter Takt und am besten eine Integration in den VBB Tarif erforderlich, um zumindest theoretisch konkurrenzfähig zu sein.

    Man wird damit kaum einen Autofahrer hinter der Windschutzscheibe hervorlocken.


    ich verspreche mir wesentlich mehr durch die geplante Einrichtung eines Regionalbahnhofs in Köpenick. Wenn künftig die Regios alle 20 (oder sogar 15) Minuten von dort gen City fahren, wäre das ein wirklicher Kapazitätsgewinn und Zeitvorteil. Und man käme direkt bis in die Innenstadt und darüber hinaus, als nur bis max. Jannowitzbrücke. Der Bahnhof liegt zwar nicht direkt an der Altstadt, aber dort wohnen ja auch nicht gerade die meisten Köpenicker.


    Charmante Idee, vielleicht für den Tourismus bzw. Ausflugsverkehr sogar brauchbar, aber als Teil einer Mobilitätswende oder Entlastung des Straßenverkehrs eher weniger hilfreich.