Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • Dresdner Bahn - Update


    Der Tagesspiegel berichtet vor Ort zum Stand der Bauarbeiten zwischen Lichtenrade und Atillastraße. Anlass ist die bevorstehende Sperrung des Bahnübergangs Lichtenrade.


    Ergänzung: hier übrigens eine interessante Zusammenfassung der DB Netz, mit Informationen und Visualisierungen zu den einzelnen Teilprojekten.

  • Die Kreuzung Alt-Friedrichsfelde/Alt-Biesdorf/Märkische Allee (Lage bei Maps) soll (als künftiger Teil der Tangentialen Verbindung Ost (TVO)) umgebaut werden. Künftig werde die Kreuzung drei Ebenen haben und der Verkehr in Ost-West-Richtung im Tunnel verlaufen - ganz ohne Ampeln. Das besondere wird ein schwebender Kreisverkehr für Radfahrer und Fußgänger - so wie in der niederländischen Stadt Eindhoven (Hovenring).


    In der Berliner Zeitung und der Berliner Morgenpost erschienen heute dazu Artikel, inkl. erster Visualisierungen:

  • Die Mühlendamm-Brücke soll im Zuge der neuen Verkehrsführung verschmälert und neu gefasst werden.
    Nach Abriss der baufällig gewordenen Stadtsparkasse im Stil des Florentiner Rathauses (vor dem WK II) wird auch
    über eine historisierende Einfassung gedacht.

    Bei aller Liebe: das ist selbst mir zu - naja - kitschig. :saint: ;)


    https://www.berliner-zeitung.d…_QQmPAfMwfUIlfZ1rAHZLvImI

  • Lieber angeblichen Kitsch (Liegt eh im Auge des Betrachters.), als weitere seelenlose Zweckbauten wie z.B. Schillingbrücke, Elsenbrücke, Jannowitzbrücke etc. fast alle.

  • < Einverstanden. Dann sollte aber auch der Unterbau der Brücke zum dekorativen Aufbau passen. Ich bin ja sonst immer für verwegene Kontraste zu haben, eine Brücke an so prominenter Stelle sollte aber schon aus einem Guss soll heissen Stil sein. Zumindest sollte soetwas wie ein Bogen erkennbar sein.

  • Ich glaube, der gezeigte Entwurf ist nur bedingt ernst zu nehmen und soll eher als Anregung dienen um zu zeigen, was groß der Kontrast zur heutigen Situation sein kann. Prinzipiell begrüße ich aber, dass sogar offiziell darüber nachgedacht wird, mehr als einen 1-zu-1-Neubau zu bauen und auch die Dimensionen des Neubaus grundsätzlich offen zu lassen.


    Absolut richtig ist der Tonus des Artikels, dass die Chancen, die mit dem Neubau einer Brücke an so exponierter Stelle und Position einhergehen, so schnell nicht wieder kommen und daher genutzt werden sollten. Hier ist Stadtreparatur im großen Stil möglich, dessen Tragweite über die eigentliche Brücke hinaus strahlen kann. Stichwort Randbebauung an den Brückenköpfen. Gilt für die Mühlendammbrücke, aber auch bzw. erst recht für die Gertraudenbrücke.

  • ALSO Kitsch und Baustilfragen hin oder her – was ich auf jeden Fall gut finden würde wäre eine Bebauung der Brücke - möglichst mit Innennutzung (also nicht nur Arkaden). Das wäre, wenn man es richtig macht, ein totaler Publikumsmagnet...

  • Ja, klar: eine Erfurter Krämerbrücke oder gar ein Ponte Veccio wie in Florenz wäre toll.
    Ich würde das begrüßen.
    Aber trägt die gegenwärtige Statik das?

  • (...)
    Aber trägt die gegenwärtige Statik das?

    Muss sie ja auch nicht, da die Brücke wg. der geplanten Straßenbahntrasse, die ja für die jetzige Brücke, ja auch schon zu schwer ist, abgerissen und neu gebaut werden muss. Da kann man ja dann etwas "kräftiger" planen und bauen. ;)

  • De gustibus non disputandum est.

    Und trotzdem gibt es Dinge, die über persönlichem Geschmack stehen, die allgemeine Gültigkeit haben. Zum Beispiel der goldene Schnitt oder Harmonien von Bach. Beides ist Mathematik.

    Von daher ist Kitsch vor allem das Negieren von Proportionen und Harmonien. Das sehe ich bei diesem Brückenentwurf nicht. Im Gegenteil, ich finde ihn sehr harmonisch. Wichtig wäre aber in der Tat, auch den Unterbau entsprechend zu gestalten, um keine Harmonie zu zerstören und somit in den Kitsch abzugleiten.