Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • ^ 2 Tage (bzw. Abende) später ist die neue Straße auch offiziell freigegeben:


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    Neue Anbindung bzw. Einmündung an die Fennstraße. Rechts im Bild kommt ein Auto aus dem jetzt stark verschmälerte "Durchlass" zur Tegeler Straße, die bereits auf Höhe der künftigen S21-Trasse gesperrt ist.


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    Die neue Bushaltestelle. Hinten im Bild die Fennstraße:


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  • Keine Architektur, trotzdem interessant: Die Wagen der S-Bahn-Baureihe 481 werden derzeit umgebaut. Bin gestern in so einem sanierten Wagen gelandet und habe gestaunt: Blaukarierte Sitze wie im Regionalexpress ersetzen das Ko**-Grün, es gibt neue Haltestangen und Videokameras und die Wandverkleidungen sind heller geworden. Von außen sind die Türen schwarz lackiert und der obere der beiden roten Streifen ist verschwunden. Optisch bekommt man also schon mal einen Vorgeschmack auf die neue 483er-Reihe, die ab Januar 2021 im Einsatz ist.


    Laut Morgenpost werden die Züge komplett auseinander genommen, entkernt und wieder zusammengebaut. Hauptzweck der Sanierung sei nicht die frischere Optik, sondern die Langlebigkeit: Mindestens zehn Jahre sollen sie noch fahren und dabei seltener liegenbleiben als bisher. Die Türen sollen weniger störanfällig sein, Kabel und Schaltkästen wurden besser gegen Feuchtigkeit geschützt, etc. Neue Technik gibt es aber – abgesehen von den Kameras – nicht. Die Elektronik bleibt auf dem Stand der Neunziger.

  • Die blauen Sitze sind sicherlich eine ästhetische Verbesserung, jedoch kann ich mich mit der neuen Lackierung nicht anfreunden. Ohne den roten Querstreifen unter der Dachkante dominiert das Ocker zu sehr. Eventuell ist es so einfacher und billiger zu lackieren, was für die Bahn vermutlich eine größere Rolle spielt als das Erscheinungsbild.

  • Die blaukarierten Sitze gibt es auch schon lange in der Münchener S Bahn. Ich mag sie ehrlich gesagt nicht besonders, Ich finde sie eher unbequem und ziemlich hart.

    Die Sitze in der Berliner S Bahn mochte ich dagegen immer sehr, kann man sich viel besser reinlümmeln, :sleeping:. Die neuen Sitze sind robuster und ich denke auch kostengünstiger.

  • ^ Hm, mir sind bei meiner bisher einzigen – und nur drei Stationen langen – Erfahrung mit den renovierten Zügen keine neuen Sitze aufgefallen, sondern nur ein neuer Bezug. Irre ich mich? Kann sein: Ich stand nur. Aber ich vermute, die blaukarierten Bezüge gibt es für alle möglichen Sitzformen (siehe Regionalexpress). Ob die Sitze der neuen 483er-Reihe mit denen aus München identisch sein werden, kann ich nicht sagen. Aber die Züge selbst werden/wurden eigens für Berlin entwickelt.


    Eventuell ist es so einfacher und billiger zu lackieren, was für die Bahn vermutlich eine größere Rolle spielt als das Erscheinungsbild.

    Das glaube ich nicht. Dürfte preislich keinen relevanten Unterschied machen. Ich vermute eher, es ist der Versuch eines moderneren Designs. Tatsächlich wirken die Züge auf diese Weise (von außen) höher und erscheinen geräumiger. Mir gefällt die klassische Lackierung auch erstmal besser, aber vielleicht ist das Gewohnheit. Viel schlimmer als die neue Lackierung finde ich die Reklame-Beklebung auf vielen S-Bahnen. Das sieht wirklich würdelos aus.

  • Wie der Tagesspiegel berichtet, hat der Senat die Weiterführung der Straßenbahn von Moabit zum U-,S- DB-Bahnhof Jungfernheide beschlossen. Das 4 km lange Projekt soll ca 54 Millionen Euro kosten.

    Laut B.Z. sollen dafür 875 Parkplätze verschwinden. In diesem Artikel werden auch die weitern Berliner Tram-Projekte aufgeführt.

  • Irgendwie kann ich mir das "Lachen" nicht verkneifen wenn ich von Verwirklichungszeiträumen von 30 bis 50 Jahren lese. Kommt, wir planen einen neuen Tunnel durch Berlin, Fertigstellung 2070.

  • Wie die Berliner Zeitung berichtet, fordert der Fahrgastverband IGEB eine neue unterirdische S-Bahntrasse unter Kreuzberg.

    https://www.berliner-zeitung.d…berg-und-treptow-li.75685


    Ich finde das ist ein recht interessantes Projekt. Vordringlicher fände ich aber, endlich die U-Bahnlinine 10 und 11, zumindest im nordöstlichen Teil der Stadt anzugehen.

    Lieber realistische Ziele setzen. Wäre mal was Neues in Berlin, auch beim IGEB! Augen öffnen, über den Tellerrand blickend. Eben, U Bahn-Verlängerungen wäre absolut sinnvoll und langfristig realistisch. Aber auch Seilbahnen, (Flugtaxen), Schnellbahnen, Straßenbahnen innerhalb der Stadt wo es städtebaulich möglich erscheint. :-)

  • ... und heute berichtet die Berliner Zeitung darüber. LINK

    Vor allem über die kontroversen Positionen. CDU, FDP und ADAC lehnen die Planungen ab.

    Vor allem der Planabschnitt 4 (Kreuzungsbereich mit der Friedrichstraße) bereitet Sorgen. Weil es dort recht eng für Straßenbahn-, Fahrrad-, Fußgänger- und Autoverkehr wird.

  • [...] CDU, FDP und ADAC lehnen die Planungen ab. [...]

    Wahrscheinlich weil ablehnen einfacher ist, als eigene Konzepte auszuarbeiten?

    Dieselben Bremser lehnen auch die Umwandlung der Friedrichstraße in eine Fußgängerzone ab, sicherlich weil es davon in Mitte schon so viele gibt.
    Die testweise Sperrung zwischen Leipziger– und Französischer Str. wird übrigens von 3 auf 6 Monate ausgedehnt, von Juni bis Ende November 2020. Während dieser Zeit wird die Friedrichstraße jeweils 8m breite Fußwege haben und zwei Fahrradspuren mit jeweils 2,5m Breite.

    https://www.tagesspiegel.de/be…-gleich-mit/25609024.html

  • Die Friedrichstr. ist ja nun wirklich keine Schönheit, ich würde dort nicht "flanieren" gehen wollen. Man sollte sich lieber drauf konzentrieren, das Schlossumfeld "flanierwürdig" zu gestalten, denn das Potential dort -vor allem mit der Promenade am Spreeufer- ist viel größer als in der Friedrichstr. Die Museumsinsel, der Dom und das Schloss müssen wieder eine Einheit bilden, einen Pilgerpfad für Flanierfreunde. Mein Vorschlag wäre daher entweder Unter-den-Linden zu einer verkehrsberuhigten Straße umzubauen oder wenn das nicht geht, zumindest die Straßenführung links am Schloss vorbei zu entfernen, denn die scheint mir wirklich eher unnötig (warum muss man auf beiden Seiten am Schloss vorbeifahren können?), nimmt aber viel Raum für spannende Entwicklungsmöglichkeiten. Mein Vorschlag wäre daher in etwa so:


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    copyright@google maps

  • Die Friedrichstr. ist ja nun wirklich keine Schönheit, ich würde dort nicht "flanieren" gehen wollen.

    Henne-Ei-Problematik? Es steht ja die durchaus berechtigte Vermutung im Raum, dass die Friedrichstraße eben wegen dem massivem Autoverkehr so unattraktiv zum Flanieren ist. Klar, die Bürgersteige sind so schmal, wie soll da Laune am Flanieren aufkommen? Von daher halte ich die 6 Monate autofrei für überfällig, auch im Hinblick auf die Untersuchung, in wie fern sich die Umsätze des Handels entwickeln. Es gibt ja genug Beispiele z.B. in Wien, die gezeigt haben, dass autofreie Flanier- und Einkaufsmeilen starke Umsatzgewinne erfahren haben, nachdem der störende Autoverkehr als Hemmnis weggefallen war.

    Man sollte sich lieber drauf konzentrieren, das Schlossumfeld "flanierwürdig" zu gestalten, denn das Potential dort -vor allem mit der Promenade am Spreeufer- ist viel größer als in der Friedrichstr.

    Wieso denn schon wieder dieses entweder oder? Man kann die ganze Gegend durchaus als zusammenhängende Einheit betrachten, deren einzelne Handlungsbedarfe eben nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten. Eine perspektivisch komplett autofreie Friedrichstraße zwischen Bahnhof und Leipziger Straße dürfte von einem immer noch offiziell geplanten, autofreien Unter den Linden profitieren, schließlich entstünde somit eine Art autofreies und zusammenhängendes Wege- und Straßennetz. Ist die Friedrichstraße erstmal dauerhaft autofrei und die autofreie Zone gen Norden über Unter den Linden ausgedehnt, dürfte es den Handlungsdruck verstärken, auch den Plan autofreie Unter den Linden umzusetzen. Davon würde auch das Schlossumfeld massiv profitieren, richtige und konsequente Umsetzung vorausgesetzt.

  • Ich denke es gibt viele Gründe warum die Friedrichsstraße nicht besonders erfolgreich ist. Auch eine Fußgängerzone (wogegen ich gar nichts habe), wird daran vermutlich nichts ändern. Es muss eher die U Bahn zwischen Alex und Brandenburger Tor endlich fertig gestellt werden damit "Unter den Linden" wieder belebt wird und sich die "Kieze" Museumsinsel und Friedrichsstraße wieder gegenseitig beleben.

  • ^^Auf beiden Straßenseiten Bäume pflanzen, hier und da ein paar Bänke... ich denke die Friedrichstraße hätte das Potential, (wieder) eine der beliebtesten und belebtesten Straßen Berlins zu werden.