Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • Die Reaktivierung der S-Bahn nur bis zum Bahnhof Gartenfeld ist sinnlos, soweit sind wir uns wohl einig. ...


    Sehe ich auch so. Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, einer schienengebundenen Reaktivierung der Strecke. Wenn der Bahndamm breit genug ist, könnte man eine einspurige Busstrecke einrichten, mit Ausweichstellen an den Haltepunkten. Vorteil. Geringe Investitionen und geringere Unterhaltskosten, mehr Flexibilität, schnelle Verbindungen, da keine weiteren Verkehrsteilnehmer.

  • Sanierung Holzmarktstraße

    Zuletzt hatte 'Rotes Rathaus' eine Aufnahme des Bauschildes, das den Umbau der Holzmarktstraße von der Alexanderstraße bis zur Lichtenberger Straße ankündigt, gepostet. Mittlerweile werden bereits die ersten tiefgreifenden Umbaumaßnahmen ersichtlich.



    Der Verkehr nutzt zur Zeit lediglich die nördliche Hälfte der Holzmarktstraße. Hier wurden die straßenbegleitenden Pappeln gefällt. Die südliche Hälfte ist im Umbau begriffen, wobei aktuell die Gehwegsüberfahrten zu den einzelnen Grundstücken und Gewerbetreibenden erneuert werden.





    An der neu angelegten Fläche vor dem einzig übrig gebliebenen Vorkriegsgebäudes erkennt man sehr schön (und vergleichend mit der Situation vor dem Beginn der Umbaumaßnahmen), dass dem Fußgänger deutlich mehr Bewegungsfreiraum geschenkt wird. In dieser Fläche werden, wo es möglich ist, in unregelmäßigen Abständen noch Baumpflanzungen vorgenommen.
    Daran schließt sich ein Parkstreifen für Längsparker an, gefolgt von einem Angebotsstreifen für Radfahrer. Die ehemals vorhandenen drei Fahrspuren pro Richtung werden auf jeweils zwei reduziert. Auch die mittig gelegene Parkzone wird verschmälert und abschnittsweise mit Bäumen versehen.




  • Ida-von-Arnim-Straße

    Die neue Ida-von-Arnim-Straße soll die die Scharnhorststraße mit der Chausseestraße verbinden, unmittelbar nordwestlich des BND-Komplexes. Seit Jahren fehlt ein ganz kleines Stück in der Mitte, so dass die Straße von beiden Seiten eine Sackgasse ist.


    Inzwischen scheint die Freigabe nicht mehr lange zu dauern. Es gibt dort zwar noch eine einfache Bauabsperrung, aber als Fußgänger und Radfahrer kommt man (halb legal?) schon durch.


    Blick Richtung Scharnhorststraße:



    Blick Richtung Chausseestraße:


  • U1 Radbahn

    Heute berichtet der Tagesspiegel von einem gut ausgearbeiteten Konzept für den Radweg unter der U1. Für viele Details an der Strecke gibt es Lösungen. Auf jeden Fall lohnt es, das Konzept näher anzuschauen.
    Die Idee wurde bereits 2015 vorgestellt und in den letzten 1 1/2 Jahren offensichtlich ausgearbeitet. Meine Skepsis ist mit dem Konzept dem Interesse gewichen.

  • ^das ist ein schönes Beispiel für die möglichen Synergie-Effekte einer als Hochbahn geführten U-Bahn. Statt den Boden teuer aufzugraben und die Fahrgäste im Dunkeln verschwinden zu lassen, kann die billigere Hochbahn errichtet werden, der Fahrgast bleibt an der Oberfläche und zusätzlich kann man noch ein Radbahnkonzept unter dem Fahrweg realisieren. Das konsequent mit Neubaustrecken in bisher schlecht erschlossenen Gebieten weitergeführt und noch deutlich mehr Berliner hätten attraktive Alternativen zum PKW.

  • A 100 - 17. Abschnitt

    Kein Projekt ist zu verrückt, dass es nicht in einer der Berliner Zeitungen landen würde.


    Unter der Überschrift "Stadtplaner wollen auf künftiger Autobahntrasse lieber Hochhäuser bauen" berichtet die Berliner Zeitung über eine Vorschlag von Tim Lehmann, einem Architekten und Stadtplaner, der auf der Trasse des 17. Abschnittes der A 100 statt einer Autobahn lieber 8842 Wohnungen in Hochhäusern und einen vier Meter breiten Radschnellweg bauen würde.


    Die Pläne will Lehmann heute vorstellen. Wo? Beim Bündnis "A100 stoppen". Aha!

  • Es wird mal wieder über die Verlängerung von U-Bahn-Linien in Berlin spekuliert. Angeblich (Quelle: BILD-Berlin) hat die Verkehrsverwaltung des Senats untersucht, wo es am sinnvollsten ist, die U-Bahn zu verlängern. Herausgekommen ist die Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel. Kosten je nach Anzahl der Bahnhöfe zwischen 61 und 104 Mio. Euro und die Verlängerung der U1 von der Uhlandstraße zum Adenauerplatz.

  • Dresdner Bahn

    Die Dresdner Bahn durch Lichtenrade darf wie, von der Deutschen Bahn beantragt, ebenerdig ausgebaut werden. Dies hat heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in erster und letzter Instanz entschieden. Der Planfesstellungsbeschluss für den Abschnitt 2 des Vorhabens „Ausbau Knoten Berlin, Berlin Südkreuz - Blankenfelde“ hat Bestand.
    Q: Link
    Die Bahn will mit den Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Der Ausbau ist mit Kosten in Höhe von rund 605 Millionen Euro taxiert und die Bauzeit mit bis zu acht Jahren.

  • Verlängerung der U7 nach Schönefeld

    Der BER könnte in Zukunft eventuell per U-Bahn zu erreichen sein, da der Senat erwägt, die U-Bahnlinie 7 um drei Stationen bis nach Schönefeld zu verlängern. Im Landkreis Dahme-Spreewald ist man dafür offen.
    Von einer Anbindung Schönefelds an das Berliner U-Bahn-Netz könnten rund 18.000 Pendler täglich profitieren.


    Q: RBB

  • ^ dort steht, dass der Senat laut Müller über eine Verkürzung der Wege zum BER nachdenke, falls der Volksentscheid über Tegel erfolgreich sein sollte!


    Ich sehe das als klare Aufforderung für Tegel zu stimmen, um Investitionen in die Berliner Infrastruktur zu fördern. Strategische Volksentscheide scheinen die Zukunft bei den notorisch schwachen Berliner Regierungen zu sein.

  • Der BER könnte in Zukunft eventuell per U-Bahn zu erreichen sein, da der Senat erwägt, die U-Bahnlinie 7 um drei Stationen bis nach Schönefeld zu verlängern...


    ... allerdings wird mit dieser geplanten Verlängerung laut Berliner Morgenpost nur der Bahnhof Schönefeld erreicht und nicht das 3 km entfernte Terminal des BER. Denn hierhin ist kein U-Bahn-Schacht möglich...

  • ... allerdings wird mit dieser geplanten Verlängerung nur der Bahnhof Schönefeld erreicht und nicht das 3 km entfernte Terminal des BER. Denn hierhin ist kein U-Bahn-Schacht möglich...


    Natürlich ist das möglich, ob es sinnvoll ist, ist die andere Frage. Es gab bereits 1999 eine Untersuchung der ETC zum Anschluss des BER mit der U-Bahn. Im Wesentlichen geht es um Folgendes: Eine Verbindung von S+U am derzeitigen S-Bahnhof Flughafen Schönefeld hat bereits positive Effekte. Dort könnten z. B. Busse zu den diversen Gewerbegebieten des Flughafens verkehren. Es ist wahrscheinlich, dass viele Leute, die dort arbeiten, aus Berlin kommen. Die Gemeinde Schönefeld plant immer noch eine dichte und schnellbahnaffine Bebauung der Felder vor Rudow und am Bahnhof soll wohl ein Ortsteilzentrum entstehen. Die Realisierung dieser Bebauung wäre für eine wirtschaftliche U7-Verlängerung aber Voraussetzung.


    Ob die U7 vom Bahnhof zum Terminal verlängert werden sollte ist eine andee Frage. Hier träten S+U in Konkurrenz zueinander, was die Förderfähigkeit in Frage stellt. Es sei denn, man würde die U7 oberirdisch entlang der A115 und parallel zum Flughafenzubringer führen, so hatte es die ETC untersucht. Dort würde sie mit ca. 2 Haltestellen eine ganze Reihe geplanter Gewerbeeinrichtungen erschließen können. Das ist m. E. die Option, die man sich offen halten sollte. Bis dahin wäre ein vernünftiges Ende der U7 am derzeitigen S-Bahnhof.


    Derzeit wird der U-Bahnhof Rudow erweitert, um den Umsteigeverkehr zum Flughafen zu verkraften. Es wird bei Eröffnung von BER einen 5 Minuten-Takt vom U-Bahnhof zum Terminal Non-Stop mit Express-Bussen (X7) geben. Das ist möglicherweise eine sehr attraktive Verbindung aus den westlichen Stadtbezirken, die Fahrzeit mit der S-Bahn ist länger.

  • War es nicht so dass die letzten KM bis zum BER dann überirdisch bzw. sogar als Hochbahn an den BER herangeführt werden sollen? Eine zumindest optisch fragliche Lösung...ein Murks von vorne bis hinten!


    Und WENN Tegel offenbliebe, müsste Tegel auch an die U Bahn angeschlossen werden um für die Zukunft gerüstet zu sein, ganz zu schweigen von einer Kerosinpipeline...


    Und das Pendelangebot ist ja wohl das allerlächerlichste!! Fliegen unsere Politiker eigentlich selbst und auch mal international? Da sollten sie sich wundern, warum Fluggäste nach Heathrow nicht 3 KM vor dem Flughafen auf ne grüne Wiese ausgeworfen werden um dann mit Bussen weiterzureisen...


    Man findet keine Worte, oder ich versteh die Ironie von Herrn Müller nicht


    Das wird in Berlin nix mehr mit großen, eleganten Lösungen, nur noch Stückwerk.

  • Nenn mir bitte einen Flughafen weltweit, der mittels 2 S-Bahn-Linien, mindestens 3 RE-Linien und evtl. sogar mittels Bahnfernverkehr erschlossen wird oder werden soll und innerhalb von 30 bis 40 Minuten von der Innenstadt erreichbar sein wird.


    ...außer FRA.

  • ^^
    Es geht hier darum dass die Erschließung per U Bahn ein reines Stückwerk ist. Wenn man schon ein Grossprojekt wie einen internationalen Flughafen neu plant, ist es lächerlich zu sagen: Wir führen die U Bahn bis auf 3 KM heran, weiter geht's dann mit Bussen...Zudem ja den letzten Ausbauplänen zufolge zusätzlich der alte Terminal in Schönefeld auch mit Bussen an den BER angeschlossen werden soll.


    Ach und internationale Flughäfen sind u.a. mit dem Transrapid angeschlossen an das Stadtzentrum(China), mit dem KAT (Wiener Schnellzug), Arlanda Express (Stockholm) Amtrak (New York Newark) U-Bahn/Schnellzug (Heathrow) S-Bahn/ICE (Düsseldorf/Köln-Bonn) etc. etc. etc.


    Auf modernen Flughäfen von Cairo bis Düsseldorf werden Passagiere in Monorails/Schwebebahnen befördert und nicht mehr im Bus...


    Auch der BER wird ja eine Express Verbindung erhalten...2020 oder 2024...


  • Es wird mit Eröffnung eine Expressverbindung geben. Mit den Regionalbahnen ist man in weniger als 40 Minuten bequem in der Innenstadt. Davon träumt München. Eine zusätzliche U-Bahn-Anbindung wäre nett, ist aber nicht notwendig.

  • ^
    Ich bestreite nicht dass eine U Bahn Anbindung nicht unbedingt notwendig ist, aber wenn sie schon angedacht wird dann bitte nicht als Stückwerk.


    Nunja, nach einem heutigen Artikel im Tagesspiegel wird der BER erst 2020 an den Start gehen. Bis dahin sollten alle Vorraussetzungen für die Express Verbindung gegeben sein...wer weiß ...