Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • Jaa, Countdown-Anzeigen kenne ich aus Bochum am Fußgängerüberweg vor dem Hbf., das ist echt ne tolle Erfindung und es führt dazu, dass die Kreuzung erstaunlich pünktlich geräumt wird, was dem Verkehrsfluss zu Gute kommt, weil man dann vll. die Räumzeiten herabsetzen kann.

  • Ja, in Spanien ist dies in vielen Städten Standard - zumindestens dort wo in letzter Zeit was gebaut wurde. Dieser Countdown ist ganz praktisch, weil man dann nicht das Gefühl hat ewig warten zu müssen sondern genau weiß wann die Ample schaltet.

  • ^ Wobei das dann auch immer auf die Dauer der Schaltung ankommt. In Moskau gibt es anzeigen, die mit 90 anfangen - anderthalb Minuten sind an der Ampel eine gefühlte Ewigkeit und man hat das Gefühl, dass das die Leute dann erst recht dazu animiert, sich einen anderen Weg zu suchen. Aber grundsätzlich finde ich es super, wird Zeit, dass dieser Standard auch in Deutschland flächendeckend eingeführt wird.

  • Wowereit verzichtet für Rot-Grün nicht auf A100

    renate künast bezeichnet die beendigung der A100-pläne als eine bedingung für eine mögliche regierungszusammenarbeit. wowereit glaubt aber nicht, dass die grünen wegen des A100-weiterbaus auf eine rot-grüne koalition verzichten. er verweist hierbei auf die kehrtwenden der grünen bei infrastrukturprojekten in bremen und hamburg.


    http://www.morgenpost.de/berli…Gruen-nicht-auf-A100.html

  • Die Axel-Springer Straße wurde nun bis in den Kreuzungsbereich Leipziger Straße hinein asphaltiert.
    Vor dem Motel-One entsteht in der Axel-Springer Straße eine Bushaltestelle (barrierefrei), an dieser Haltestelle wird künftig der 248 halten, der aus der Alten Jakobstraße abgezogen wird.


    In diesem Zusammenhang entsteht auch die Bushaltestelle U Spittelmarkt in Richtung Alexanderplatz komplett neu. Sie liegt nun direkt vor dem U-Bahnausgang und wird über eine kleine Treppe oder Rampe zu erreichen sein. Ob es hier eine Dynamische Fahrzielanzeige DAISY geben wird ist noch nicht zu erkennen.


    Anbei einige Fotos aus dieser Woche.




  • Berlin auf Platz 5 der Fahrrad-freundlichsten Metropolen der Welt!


    Ich weiß nicht ob ich es hier in den richtigen thread poste, aber Radverkehr hört auch zu Verkehr und wird immer wichtiger in Berlin. Jetzt haben Fahrrad-Lobbyisten aus Kopenhagen eine Weltweite Top 20-Liste erstellt über die Fahrrad-freundlichsten Metropolen. Berlin kommt dabei auf Platz 5, als beste Deutsche Stadt vor München, nicht slecht würde ich sagen! Für insgesamt 80 Städte aus der ganzen Welt vergaben die Kopenhagener Punkte in insgesamt 13 Kategorien wie Radverkehrsanteil, Akzeptanz von Radlern, Sicherheitsgefühl und Infrastruktur.



    Die Top-10 Ranking:


    1. Amsterdam (54 Punkte)
    2. Kopenhagen (52 Punkte)
    3. Barcelona (45 Punkte)
    4. Tokio (41 Punkte)
    5. Berlin (41 Punkte)
    6. München (40 Punkte)
    7. Paris (39 Punkte)
    8. Montreal (38 Punkte)
    9. Dublin (37 Punkte)
    10. Budapest (36 Punkte)


    Quelle: http://www.spiegel.de/auto/akt…8,787221,00.html#ref=nldt


    Kopenhagen-Index: http://www.copenhagenize.eu/index/index.html

  • ^


    7. Paris (39 Punkte) ???


    Da muss etwas kräftig schiefgelaufen sein bei der Umfrage. Trotz vieler Verbesserungen und Velib ist Paris immer noch eine sehr fahrradunfreundliche Stadt.


    Man wird oft von Autos bedrängt. Die Metro oder RER kann man nicht damit nutzen und Stellplätze in der Stadt gibt es auch wenig.

  • Kopenhagen Index

    Der einzige Grund, warum es Barcelona und Paris unter die Top 10 gebracht haben, kann nur das im Artikel erwähnte Tempo sein, mit dem diese Städte den Fahrradanteil von 0 auf immerhin etwas geschraubt haben.


    Von Barcelona habe ich nur gehört, dass es dort inzwischen einen gewissen Radfahreranteil gibt. In Paris war ich im letzten Sommer und ja, es gibt Velib-Stationen an allen Ecken und Enden und es wurden auch einige Radspuren eingerichtet, die z. T. sogar abgepollert sind. Die Velibs werden auch einigermaßen genutzt, allerdings in erster Linie für Kurzfahrten und von Touristen. Dafür ist das Konzept auch gemacht.


    Private Räder habe ich dort kaum bis gar nicht gesehen. In sofern ist es doch etwas dreist, diese Stadt in der Rubrik "Fahrradfahrer-freundlich" in einem Atemzug mit Amsterdam oder Berlin zu nennen. Auch wenn ich die Pariser Entwicklung anerkenne und mich auch darüber freue.


    Hätte man das Ranking anders benannt, etwa sinngemäß: Welche Stadt hat in den letzten Jahren den deutlichsten Sprung aus dem Stand gemacht, wäre das Ergebnis eher vertretbar.

  • Berlin auf Platz 5? Das kann ich nicht nachvollziehen.
    Berlin ist nicht gerade fahrradfreundlich:
    Schlechte Radwege mit z.T. irrer Streckenführung, überall Glasscherben, viel Kopfsteinpflaster, viele Straßenbahnschienen, Ampelschaltungen die auf Tempo 50-60 zugeschnitten sind, breite Straßen mit 3 Spuren für Autos (links abbiegen ist nur in 2 Schritten möglich), ...
    Köln ist da z.B. schon viel weiter.

  • M.E. kommt das immer auf die Sichtweise an. Nach einem Jahr Moskau ist Berlin für mich beispielsweise das absolute Radfahrparadies. Von holländischen Städten ist man trotzdem noch weit entfernt. In jedem Fall kann man erhebliche Unterschiede zwischen den extrem unpraktischen in den 80ern in Westberlin und in den 90ern und später in Ostberlin neu gebauten Radwegen erkennen, aber man sollte doch eins nicht vergessen: dass mehr oder weniger jede Hauptstraße mit Radwegen ausgestattet ist, ist andernorts keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

  • Ein Nachteil Berlins und vieler anderer aufgeführter Städte (Tokio) ist die Weitläufigkeit. Man kann dort unmöglich als Radlfahrer sämtliche Strecken zurücklegen, sondern muss auf U- und S-Bahn zurückgreifen. München ist weitaus kleinflächiger und zentrierter. Ich brauche hier kein weiteres Verkehrsmittel um überall hinzugelangen. Beim Verhältnis Fahrräder pro Kopf spielt München bei den erwähnten Städten sicher viel weiter vorne mit. Als absolutes Topbeispiel ist mir vor zwei Wochen Erlangen aufgefallen. Die Innenstadt ist beherrscht von Radfahrern. Gemessen an der Anzahl an Einwohnern würde sie alle genannte Städte mit Sicherheit ausbremsen. Hier liegt der große Vorteil natürlich an der Konzentriertheit der Innenstadt. Dazu kommt, dass die Hauptstraße, an der sämtlicher Konsum befriedigt werden kann (EKZ, Kaufhof, CineStar, Filialisten) eine Radlautobahn ist und statt der PKW-Parkbuchten der Straßenrand von Fahrradstellplätzen gesäumt ist. Ich habe beim Besuch der Innenstadt kaum ein Auto gesehen. In der Tiefgarage des Wohnkomplexes des besuchten Freunds standen mehr Fahrräder auf dem Duplex als PKWs.
    Nachtrag: die Nürnberger Straße ist die Verlängerung der innerstädtischen Hauptstraße nach Süden, in Richtung Gewerbegebiete. Erster Treffer bei Bing Bildersuche für "Erlangen Nürnberger Straße": Link.

  • ^ Hast ja einerseits recht, Andi. Aber es geht ja nicht darum, alle 20-km-plus-Strecken im Stadtgebiet zurückzulegen (was bei der riesigen Fläche Berlins in der Tat nur die ganz Harten tun). In Erlangen wird man 20 km außerhalb des Zentrums auch deutlich weniger Radfahrer antreffen. Und mal ehrlich, wie oft muss denn der normale (radfahrende) Berliner, der z. B. in Kreuzberg wohnt, nach Kladow oder Buch?


    Betrachtet man in Berlin nur die erweiterte Innenstadt, ist der Radverkehr durchaus mit Städten wie Münster oder Erlangen vergleichbar. In Hakenfelde oder Rudow ist er natürlich geringer.


    Ich selbst fahre überwiegend Rad und bin vielen Teilen der Innenstadt manchmal schon etwas genervt von der Masse an Radlern, weil dadurch ein entspanntes und zügiges Vorankommen bisweilen erschwert wird. ;) Hinzu kommen immer mehr geführte Stadtführungen per Rad, bei denen Pulks herumeiernder Amis oder Skandinavier mit ihren Fat Tire Bikes die Straßen unsicher machen.


    Zudem gibt es trotz immer mehr Abstellanlagen und Fahrradbügeln mancherorts regelrechte "Parkplatzprobleme". Insofern freue ich mich schon ein wenig auf die kalte Jahreszeit. :D


    Natürlich finde ich all dies dennoch sehr positiv, immer mehr Radfahrer führen ja auch zu einer Verbesserung der Rad-Infrastruktur und das wiederum zu noch mehr Radverkehr. Was gut ist, denn mehr Radverkehr nützt schließlich allen - auch den Autofahrern.

  • Mein Beitrag bezieht sich auf die A 100 Diskussion im Thread Fischerinsel/Breite Strasse.Da es dort zu sehr vom eigentlichen Thema abweicht,schreibe ich hier.


    Die derzeitige Verkehrssituation rund um die Breite Strasse sehe ich auch eher Baustellen bedingt und durch veränderte Verkehrsführung in der Umgebung,weniger durch die Verringerung der Fahrbreite für den motorisierten Verkehr.
    Klarenbach . Wieso soll ein doppelstöckiger Strassentunnel völlig unrealistisch sein ? International ist das gar nicht so selten.Chicago z.B. hat ein richtiges System von Strassen die übereinander in mehreren Ebenen verlaufen,wobei mitunter auch drei Ebenen zu finden sind,von denen zwei unterrisch verlaufen.
    Die Verlängerung der A 100 macht erst richtig Sinn,wenn sie bis zur Frankfurter Allee oder gar bis zur Landsberger Allee geführt wird.Man hätte erst den Abschnitt von der Elsenbrücke bis zur Frankfurter Allee in Angriff nehmen sollen,dann würde die Gegend um die Elsenbrücke nicht so stark belastet nach dem Lückenschluss mit dem AD Neukölln.


    Da der Britzer Tunnel schon heute wegen Überlastung im Berufsverkehr regelmässig gesperrt wird,wäre eine Verlängerung der früheren A 102,heute Abfahrt Gradestrasse,in Richtung Südost ideal.Dies muss nicht zwangsläufig als Autobahnbau erfolgen,sondern als grosszügig ausgebaute Stadtstrasse.In Höhe Adlershof könnte man die A 113 erreichen,was zu einer erheblichen Entlastung des Britzer Tunnel und einer besseren Verkehrsführung im gesamten "Mittleren Westen" der Stadt führen würde.


  • Da der Britzer Tunnel schon heute wegen Überlastung im Berufsverkehr regelmässig gesperrt wird,wäre eine Verlängerung der früheren A 102,heute Abfahrt Gradestrasse,in Richtung Südost ideal.Dies muss nicht zwangsläufig als Autobahnbau erfolgen,sondern als grosszügig ausgebaute Stadtstrasse.In Höhe Adlershof könnte man die A 113 erreichen,was zu einer erheblichen Entlastung des Britzer Tunnel und einer besseren Verkehrsführung im gesamten "Mittleren Westen" der Stadt führen würde.


    Wenn die Befürchtungen der Lufthansa wahr werden und der neue Flughafen in den nächsten Jahren stark wächst, dann wird man nicht drum rum kommen eine weitere Autobahn zum neuen Airport zu bauen. Schon jetzt ist die A113 regelmäßig verstopft.


    Einen Ausbau der TVO von der B1/B5 im Norden zur A117 im Süden hat ja der letzte Senat verpennt bzw. sogar verhindert. So hätte wenigstens ein Großteil des Verkehrs aus dem Ostteil der Stadt in Nord-Süd-Richtung eine Bündelung erfahren.

  • Ich denke auch das eine Verlängerung erst richtig Sinn macht, wenn die Lücke komplett geschlossen wird.
    Ich verstehe nicht warum immer nur Teilabschnitte gebbaut werden. An der Stelle muss ich den Kritikern recht geben, das der Stau verlagert wird. Allerdings wird die Entlastung für die Anwohner im Dammweg, Baumschulenstraße etc. deutlich spürbar sein. Ich kann das aus eigener Erfahrung für die Blaschkoallee sprechen. Die seit der Öffnung der Autobahn auch erheblich entlastet wurde.


    Ich befürchte aber auch, dass die A100 nicht weitergebaut wird. Wenn das jetzige Stück schon mit etwa 400Mio veranschlagt ist, wie teuer wird dann erst der nächste Abschnitt. Auch das PDF vom Ostkreuz ist sehr interessant, da ich nicht wusste dass die Hauptstraße in diesem Zusammenhang noch mal extrem umgebaut werden würde.


    Ein Wiederaufleben der A102, auch als Stadtstraße wäre sicher eine gute Lösung, so viel ich weiß sind aber die Flächen dafür mittlerweile schon bebaut.


    Ich befürchte aber auch, dass die Situation mit der Eröffnung des Flughafens sich verschlechtert.

  • Also vielleicht habe ich ja einfach Glück, fahre zu den "falschen" Zeiten oder bin von woanders weitaus schlimmeres gewohnt, aber ich kann so nicht bestätigen, dass die Doomsday-Szenarien des ADAC von 2008 sich erfüllt hätten und die A113 regelmäßig verstopft wäre. Etwas stockender Verkehr bei Wartungsarbeiten oder die mehr oder weniger regelmäßige Sperrung des Britzer Tunnels waren da schon das Schlimmste, zumal es mit der Rudower und der Adlershofer Strecke ja zwei relativ gerade Alternativrouten gibt.